Ausgabe 
14.11.1917
 
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viettcicht Herren sotten. Ndoritz blieb hrer b:S zum Tode feines Wüters, 1584, und rvinde dam: Statthalter der Pvovinzen Hm- idmd und Zeelaild, denen sich bald auch Utrecht zugesellte. lindere stützt von seiner Augen, edelgesinnten Stiefmutter und dem staats- männischen Rat Johann von Oldenbarneveldt, nnrstte er das ihm anvertrante Regienmgsschifflckn geschickt zu steuern. In erster Linie war Moritz von Oranten aber Soldat, nach Neigung und Be­rus ; bei der Belagerung von Antwerpen, 1585, sah er zum ersten Male den Krieg ans der Nähe. Er befreite in der Folge Gelbem, Oberyssel. Friesland nnd- Gräningen von den Spanien: und erhielt nun nebst dem Oberbefehl über die La'.rd- Ilnd Seemacht aller- vereinigten Pvo-vinzyr zugleich die Statthalterschaft von Gelben: und Oberhssel. Arrch hier wieder war Oldenbamev-echt ihm ein selbstloser Förderer und treuer Mithelfer gewesen. Zwischen Olden- bariteveldt und dem Prm-en Moritz hatte sich damals ein treues Freundschaftsverhältnis entwickelt, das im Laufe der Jahre aller­dings arg getrübt tvard und schließlich einen tragischen Abschluß fand. Eine lange Reihe von Wasfentaten hatte der Oranier in den 'nächster: Jahren zn verzeichnen: er hatte zahlreiche Festungen, niedergerungen, in mehreren Schlachten glänzend gesiegt, und sein Feldheirnrnhm war dadurch fest begründet. Tann kam der Waffenstillstand von 1609, der bem kriegsstarken Freistaat für 12 Jahre wirtffl^stliches Gedeihen sicherte Bon jeher ivar Olden- barneveldt ein ausgesprochener Förderer der Friedenspolitik ge­wesen, gnd .unter ferner Leitung hatte sich m der Folge eins aristokratiscl^ Friedenspartei gegründet, die sich der den: prinz- lichen Statthalter anhängendm: volkstümlichen Kriegspartck all­mählich immer schroffer entgegensetzte. Dazu kam der Religions- streit ztvischen oen Armdrianenl und Gemaristen, so genannt nach den Leidener Professoren Armiirius und Genta ras, bei den: Oldettbarnevckdt die van dem Prinzen bekämpste Richtung der Arminianer vertrat. Tos führte zur völligen Entfremdung zwischen dem Prinzen und seinem väterlichen Frcuitd, und es gelang den Gegnern des Staatsmwrnes sogar, den: Prinzen durch immer wie­der ausgestrentc Berlepmdun-geu zur Unterzeichnung eines Hin- richtungsbefehles gegen Oldenbarn-cDeldt zr, bttvoget:. Im Hofe des Haager Schlotes unter den Angen des Oranierprinzen wurde das Urteil voll streckt, Pas auf das Rnhmesschild des Ovcmiers für alle Zeiten einer: dunklen Schatten ivars. Um den Tod seines Vater- zn rächen, verschuwr sich rveniae Jahre später Renö von Otdenbarrwl'eldt mit seinem Bruder Wilhelm gegen Moritz von Oranien, um nnmittckbar darauf gleichfalls dern Henker zn ver­fallen. Äon neuem ward der Onanier in einen Kumpf gegen die Spanier hinckngerissen, und mitten in diesen kriegerischen Ver­wicklungen ereilte den ruhelosen, ehrgeizigen Fürsten der Dod. Er starb kinderlos an: 25. April 1625; sein Bruder Friedrich Hein­rich trat 7ern Erbe an_

vüchertikch.

* Max Strruer sKl e i ne re Schritte n" und Ent- aegmmgen aus die Kritik seines AlertesDer Einzige und sein Eigenttnn" aus bei: Jahren 18421848. Heransgcgeben von John Henry Makay. Verlegt von Bernhard Zack, Treptow bei Berlin. De:' stattliche, jeder Bibliothek zur Zierde gereichende Band enthält neben der Behandlung zeitgeschichtlicher Fragen, die sch,on den kühnen, Ulverschcockenen Denker verrät und noch beute verdient, van dem gvbilÄetan Publiknnr beachtet zu werden, seine Entgegnungen ans die Kritik seines WerkesDer Einzige jrnd sein Eigentum". .Hierin tritt uns Stirner als der überlegene, scharfsinnige und kühne Denker entgegen. Mit spielender Leichtig^ keit weist er :mch, das» seine Kritiker Szeliga, Ferelrdrch und Heb ihn nicht nur nicht verstzrnden haben, sondern auch im begrifflichen. Denken befangen geblieben sind. Der Begriff als Prädikat sagt alles und doch UNEr nichts,' er ist in gewistein Sinne absolut und doch wieder Fragureut in Beziehung zu seine:« Inhalt und dem ihm unterstellten Subjekt. Die Unzulänglichkeit, das Fragmente- rische des begrifflickien Deirkens zeigt Stirtter mit zwingender logischer Schärfe seinen Kritikern ist cs Geheimnis geblieben. Er ist der Denker, der das tiefste ureigenste Wesen des Indi­viduums in seiner Willensbetätigung als integrierenden Bestandteil des Weltgeschehens in logischer Schärfe erfaßt nnd auf sich selbst her ans gesetzt hat. Stirner ist Links-Hegelianer geivesen! Der Herausgeber sagt mit Recht:Wie StirnersKleinere Schriften" die natürlicher: Vorarbeiten zu seinem Leben sioerke sind, so sind seineEntgegnungen" dessen letzte Ergänzungen, und die KsrntniS beider erscheint mir unerläßlich für jeden Bewunderer und jeden Hasser jätet nnvergleichilichen Tat, mit der eine neue Epock»e in dem Leben deS Mensengeschlecktes mit ebenso stiller wie zwingen- der Mackst ckngckeitet wurde." Ein Radikalismus des Denkens tritt ttns <n:s sei,rem Werken entgegen, der nicht überboten werden kawn. HevauS gebet wie Verleger haben sich ein unbestreitbares Verdienst um das geistige Leben unserer Zeit erworben, indem sie Stirner, den kühnen furchtlosen Denver, der wie kaum eist »weiter im gckstügen Leber: der Menschheit zu wirken berl'.stn-^xsr scheint, den, gdrubften Publikum näl-er gebracht haben.

1 0vv Pfunt> bt srtti ng Kop fp rsr'S tot oder lebend: g Muchlakvicbeuer des <chernaligen Priservofftziets S. Ml. S.Emden", Kavitänlautncrnt d. R. Julius Lauterbach. Bert« August Scherl G rn. b. H., Berlin. P«is 1 Mark.

Handbuch des guten Tones und der feinen! Sitte von KvnsSanze von Franken. 21. verbesserte Auflage 304 Setten. 3,75 Mark. Max Heffes Verlag, Berlin W15. Auch der Erwachsene, der gesellsck-aftlich Gebildete w:rd vieles ans den: Buche lernen, das :ne aufdringlich! in dozierenden Ton verfällt, sondern m ltebenswürdig launige Art das rockte Gebiet gesell schuft tichen Benehmens nnd seiner Sitte durck:>mistt.

Das literarische Echo. Halbmoimtsschrift für Lidern turfrennde. (Begründet von Tr. Josef Ettlinger. Herartsgegeben vor: Dr. Ernst Heilborn.) Verlag: Egon Flckjchel & Eo., Berlin SB J. Tas 2. Novlemberheft i|t soeben eri'chie.ten u:ck> ertthält u. a.: Werner Mahrl-olz: Wilhelm Schäfer: Werner v. d. Sahulenburg: Ern pvovenzalisches Liederbuch: Erich Hoogesttaat: Begriff :rm> Gck>a,äke: Engen Zcksel: Jrtnger Reichtum: Patck Merker: Geibek Nnd Otto Ludwig,' Fedor von Zobeltitz: Ans dem grasten Kriege.

Gicszcner Hansfr^uett-Berein.

^ Kvchanweisrmgen.

Gemischter Sata t. Gekochte Kartoffeln, gekochte Rote- riiben, wem: man will auch gekochte Sellerie und Mohrrüben, wer­den (nach Schälen oder Abziehen) in glckchmäßi^e Scheiben ge­schnitten und gemischt. Dazu fügt man in Scheiben geschnittene saure Gurke, Apfelscheiben, nnd macht den Salat mit Essig, Salz, Zucker usw. an.

Gefüllte A epfel. Einige n:itdckgroste Aepfel tverden gut abgerieben, der Stiel entfernt und ein Deckelckzen abgeschnitten.. Dann höhlt man mit den: Kartoffelbobrer das Innere etwas auS, aber nicht zu sehr, und bestreicht jeden Apfel innen mit etwas Salz. N::n bereitet mai: eine glatte Masse aus gekochten oder gebratenen Fleischresten, fein gehackt, 12 geriebenen kalten Kartoffeln, wenn möglich etwas gehacktem Speck, feingeschnittener Zwiebel, Pfeffer, Salz, etwas Mllch (an: beste:: Sauermilchf oder etwas kräftiger Brühe. Dies füllt mmt in die Aepfel, die man in ckne gefettete Forn: setzt, auf jeden Apfel ein Butukrflöckchen gibt und ste 30 bis 40 Minuten lang im Bratofen braten lästt. Die gefüllten Aepfel schmecken sehr gut zu Rotkraut nnd Salzkartoffelu, sind auch kalt vorzliglich.

D a n: p s n u d e l n. Bon */ 4 Pstmd Mehl und 30 Gramm Hefe macht man einen Vorletg, den man ttichtig gehen lästt. Währenddessen reibt man einen Suppenteller voll gekochter kalter Kartoffeln, mischt sie mit dem Vorteig, cknem Ei, etwas Salz.und wenig lauwarmer gesüstter Milch. Ist der Tckg tüchtig verarbeitet, wird er zum Gehen wieder in die Wärme gestellt, etwa lVs Stun­den, dann sticht mar: mit cknem Glas ans dem Backbrctt Stüche vom Teige ab, und lästt sie darauf noch V» Stunde gehen. In eiserner Pfanne wird ein Kaffeelöffel Fett uttb 3 U Tasse Milch (Trockenmilch) zum Kochen gebracht, die Nudeln hineingelegt, rasch zugedeckt und darin gekocht, vis sie angebraten riechen nnd d:e Milch angekocht ist. Dann erst aufdecken und behutsam herausnehmen uni mit Dörrobst zn Tisch geben.

§chach-Ausgabe.

Von E. E. Lindquist in Värnamo.

Weiß zieht an und setzt mit dem 8. Zuge matt. Auflösung in nächster Nummer.

Drrflösung dr» französischen Scherzrebus in voriger Nummer: 0u U.4 äaus^at (Un T dans ccnt).

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VchrMeilung: W. Pteyec. Zwfll'ngsrunddrnck der BruHl'schen Un o.-Buch' und Gtckndruckerei. R. Sange, Gießen.