ZnchL immer schön fmderr: doch HLlgt es wiederum dafür/ wie tief das Lied «ich m j^ss Dewychen Soeke gefuwf&t hat.
Tie AAerMtenWnmmrW, di« es Wt-Mevgkbt, lrÄret von selbst LU kulturgeschichttichen Emrnerunolön hin.
„Es blüht und funkelt heut' cricf jefrem Grabe" fo begftmt die briete Strophe des Gedicht und führt uns mitten M fromme LZo-Mb-rLuchte hineftr, lote sie in manchen iatholGckMt Gebenden Unseoes BalerlanLes noch heute Sitte sind. Dort gilt als «me f nomine Pflicht, am Aller sselorLago die Gräber der ikeuren DtZchlafoneu.mit DluMe-n und bvennernden Lichtern zu fapikfieit. Wer einmal an entern solchen.Wand eisten katholischen Krrchhos geschert hat, der üvird lange nicht daZ zauberische Bild vergessen, das ihm tiu Glanze des von tausend mtd abertausend Lichtern. erstrahleiden GotteFAeßers erstandet ist. Mit Blumen uud Kr MM« schmückt nmn ja in protestantischen G^z enden bei uns am Dotensonntagi die GrUxr der verstorbenen 2mg>ehöria'eit ebenfalls, aber dieser ernste Schmuck tritt wohl zurück hinter der Blumenpracht, die der AAerseÄsudag ans katholischen Kirchhöfen entfaltet. Besonders gilt dies van Tirol. Hier pflegt matt die Gottesäcker an diesem Tage so festlich zu schmücken, dass sie an Blutenretchtnm säst mit dem Frühling wetteifern. So eecklärt es sich, daß die letztst Blumen des' .Herbstes, die duftenden Reseden wird die letzhen roten Astern für hon Tiroler Tickcher Hermamv v. Gilm das Wahrzeicherr des MlerseeleiitageA geworden sutd.
Noch eine besondere.Mdentnng weist er diesem Tage durch den Vers zu:
„Ein Tag im Jahre ist den Dolen frei."
Wer mit den Sitten und Bräuchen des Tiroler Volkes und Lauches vertraut ist, wird ddn Sinn leicht etSeemen. Bon allen Landern deutscher ZnUge hat sich hier am längsten und am stärksten brs bellte der Glaube erhältst, der vor Jahrhunderten überall rn unserern -Baterlande gehegt .wurde, daß am Allerseelentage die armen Seelen ans den: Fiesester auf die Eiche lomnten, nm act drei ent einzigen Tage im gatezeu Jahre von khverr Qualen miszurrchen. Das Tiroler Landvolk -hält noch ganz allgemein an der Anschauung fest, daß vorn Mttag-Muten am Allerheiligen^ tage ms zum Fesckäiuten des folaendcn Merseeüutr-cS die armen -Seelen aus dem Fegefeuer freig-eckasson werden. In Sübtivo-l glaubt mau, daß ste sich umher den Dielen der Stube aufba-ten: im Ackpschtal wird daher am Abend deS Mlerheisiga.tLa.ges, der ja . Borabend ds? Mersoelemtages ist, ein LAelenlichtleiu auf dem Herde an gezündet. Es sollst nun die armen Seelen ivmmesn nitd stch ihre BratiLwuudte mit dem geschmo-lzirt Fett bestreichen atDeren Gegendeit Tirols läßt man atu Vorabend des Aller- seelentages beMtdere Arche,t für die arnten Seelen auf den Tischen dm Nacht über stehen jxfo l-ei-t die Stube, damit sie sich die ^ warmen ckönnan. Arrderswo wiederum genießt man
an mesem Aberch kttlte Milch, damit sich die armen Seelen ab- aiolcit. wcmrche Beule glauben noch heute steif und fest daran oaß stch trat Mitternacht vom Stil er heiligen- nun Mlerseelentaae dm Gestorbenen .aus der Gememde in der Kirche versam.uel.st nud daß vor thue-.e der vershorbette Pfarrer einen richtigen Gottes- menst mrt erner^Predigt abhalte. .AnderÄvo wieder heißt es, ba\i dte artnen netten in dieser Pckttemaclck „zutu Opfer" inj L 'r e r r $ ie sc ^ eai U1X ^ dvejerti^u vom ihnen, die ihre Strafe über stauben babcut, aus dem Fiesester in 6eat Hirmnel attf- genommeu werdet. Mmt begattet auch dem Glauben/daß jentatst), der tu der Merieeilmnacht zmdm 11 mi> 12 Uhr eine Toten-. baty dreirmal um die Krache heruMziehe, sich wünschen könne, er wolle. Und derß es thnr zuckevl werde. Dazu sind allerdings, zwet Perfonett uotw-endtg; cute von ilmen. mu& die Bahre ziehen, dte arGeve muß mit dem Kirche« schlüssel oder eiueiu Stock aus Wetstelsenpolz dreunal auf die ''Lahre schlagen, um die ormen Elsn, die sich aus chiLBchre setzen wollet, zu vertreiben.
< inneren (^genöeit das deutschen und des ehemals
deutschen Gütetech ,o m cklaudecn, Böhtnen, der Steiermarf Oi-prenßm usw., hat sich im, Boli'Zglaüben Aehrtliches bis zum Da nach denr in Mattdertt allgemein teJuetMen Bcolchglauben mit dem ALettd-läuten aut Allerhciligeu- ictae btc ärmst Seelen aus den: Fegefeuer ans die Erde kommen dats mau um diese Zeti tu und um Antwerpen.hrruUt loeder Türen st-och Fenster heutig Zuschlägen, utn Zeine Seele zu verletzen. sobald, am Borabend des. Festes Mlerseelen die Glocken zu lauten, begtm.en, oegrbt sich in den flämischen Städten alles nar- Hause, tcm den Abertd still* int Familietckreisa zu verlebest «¥ ba^u. JU Westslau.dertt errichten die gf der Hailsttir auf der Straße kteilw
Abare, md«n ,ie Kcuzttzre oder kleine Madetinetchilder zwischst me-tuende Kerzen auf Stühle vder Schemel setzen, und bitten Vorübergehende uul einige GeldsttZcke zu Acchen für die Seelckxm !?u.^eßmer. Derrn am nKlOen Moogeni ist es in ganz Fland-nn E eurem Krenz yerzierte Brötchen ztc backen, die ztelenbrioche, seelanbrotchen, gettastnt werden. Sie werdett fcifi gsi esfen, und tu au spricht hei jedeu, eitr Gebet für die arm euj -eeletr tm Fegefeuer. Ter fvontme Glattbe sagt, daß matt dadurch viele Setten erlöse als man Brötchen ißt In hntivnm tut ^ «TTOH «t btc seelenbröltchen, mit damit die Flammen des
rr'wS^rv 2!^ U IS!- ®“. r *V ^ ^ Brctuche des Mter-
se^ceulages rn FlmGern mrt so vM«n deutschst Bräuchen dieses
Tages, und namEch dottetr ün Tirol, begm^r hÄ m^r
d^Echen Bewc-is ßtr die vUMche Z^EtMHgchärrBeit des M- misch«t Landes mL Deutsch!«^.
„ Bet^ Vkkms „Ginim Jahre ist den Tosett frei",
yat also ans bm DotenLult am MlerfeÄentaae Bezug, bereit Überreste aus srühevar Zeit sich twch am deuttickLten irr Tirol erchal^it haben. Die Elumetr, n<it denen Ullan die Gräber der Asseichteoetreit schmüskc, die Lichter, die mmt ans den Gräbern «tzündet, Wersen auf die einstigen Dotemopfer hin, deren Ur- spnmg man tu der heiduischeu Vergaitgenheit unseres Volkes sowie anderer benachbarter ttr M.suchen Hai. 9ioch deutlicher tttzßt N-ch dreser Zusammenhang aus den BräuckMt simmscher Länöev am Merssttenlage er'l-enncn. Dort trägt man nach heute vielfach am Vorabend des Tages Speisen auf die Gräber tmd stellt branneude Lrchiver daireberc. An die Stellte der Speisen sind «tck-o -uns dir Blumen getreten; daß aber auch in Deutschland erttst spestett Mm f Toiöen-opfer gehört hitben, zaigen deutlich die irisch in Tirol nud Flandern vorhanidetren Bräuche, in denen „s-e-etestspechen"^ eilte A>tzle spitten.
cu.- .<D^/stMiche Fest Werseelen, an dem in den katholische,t klU-ieit rvurbttben für alle abgeschiedenen Gläubigen stailsiichMt, vereaut sttue Eirtstehung dem im Jahre 1019 geworbenen front* inen ViL'. üstilo von Elugnh. Er hatte es sich uitb seinen Mönchen ?nr wiestigsten Ausgabe gemacht, für die armen Seele i int Fcae- Tener ijn ixtet, und ordnete daher Für seinen Clnniacenser-Orden rm Jahre bLo an/ daß an leidem 2. November das Gedächtnis der versloroenen Gläubigen begangen werde. Diese Einriclstnna Wiw bald in der gesamten katholischen Kirche Wfualmv und hat stch ohne ern be>ondeces^ (Gesetz dauernde Geltung verschafft.
Luther al§ muftlM.
Will man sich das Bild einer bedeutende:c Bersönlicbkeit leoeitdig vergegenwärtigen, so sollte man' nie unterlassen, nach ihrem Beryaltntste zur edrert Tonkunst zu forschen. Biele 5 fft*e bcr ^blc nncs Menschen enthüllest .sich erst in fern«,' 4>e 0 ich• iugen zur Mnsrt; uverhanpt ist das BW einer PersSuLch- .-..cuitk lreot und übt, in Halt'.mg imd Farbe ganz mchA al» das ernev „AmuwÄ". Luther war mit der Frckn Musktzr gleich- fam. verlwlwrstert; vmch fem ganzes Leben Kat sie ihre Blüten »e- wtrlc uud lecken hat ste einen herrlicheren treueveu Vecedr«? geho'ü Ä« dm lsteformator. Schon in srüher Jugeitd trat txti Ltergmannssohn der^ Donttln,t nahe, wie er als Ku!r«ndckn«be qvu }. FAs gingen dieser farcten war bajimutl nicht der rocht int na hoc Vvrtra^ßchrer heutigen Nachfahren, sondern cs st erst znm geil -ch.vterst-e sätze des kwvonifcl'en oder gar de4 iontte- P n; .l/ßmen^Gesanges, die aus zu sichren waren, und so ist Luther schon nt !einer engend mit ernsten und anspruchsvollen musrßaliTn' ck:ichww..m renrwlt ge'oorden. Jur Kunst deS Gesanges hol er ivSh« r.e l-:c txrutenspiels gefügt; die Laute war zu seiner Zeit das be- Iieotejuc Instrument für Hausmusik, das ^rft seit Dem 17. J«hr- UUu , l^r der Geige bat Mrücktreten mUstn.^r v<41'.e x>lute trat aoer Luthers Mustrpflege erst, nachdem er sich den ergenett »erd gegrumtet hatte. G. Bauernfeind gibt in kisiat wo!stuntrrrtx.tetcn und hübsch znsammenfassendet Schritt««! Der Li»tlpe ..ck Mujtt'er, das er bei Müller u. Fröhlich rn Müruehsn er- laßt, ent Milchendes Bild des BäustckebeLts im H«rLe Lnck)er die Werckmahlzeit eiitgenommttt war, dann" tutt
ckwan Wckgtta dce Herrschaft an. Tann holte der Hmrsherr fkhft etc olt Hi tu j i’/X'icr, btc ,,Partes", aus sei ner Sttchierstttbe, und est mwgev Mtptztevei! hob ati, dem sich selbst der gesetzte mtb ax- Melanchithonxnicht intmer entziehen konnte, o»^ gce.w ihm das ÄMgerr manchmal sauer ankant. Luther scheint einen ^mo! gehabt zu yabnr: sctne Stimme war aber nicht etwa groß Äs? ^m.ern, lote er cklbst sagt, eine „kleine tnmpere Stimme". l"'f r !cane Freude, jetne große Freude hatte er an der Hausmusik:
bei auch mit unter.
s.,***. ömtlnrnfif bei Luther eröffnet uns dev w,!.nau.tte Lt!thmkvdex eilten Bltck. eures von jenen StimEHerir
w man
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barstcllen. Der Lucherüodex entlM nur eine der vier zusammen- gehörigen Sttmmen, allerdings die wichtigste: deir caittns sirmus den Tenor.'wenn aber Ätther verstand, nach diesen stck'ten zu singen' recht lehr nuchfallich gew-cifen sein imd eine gründliche throretiime^ ^hulung bc-effen haben. Das wird auch durch das Zcugnis meines Hausfreundes Ratzeberger deckt endet, der erzählt bat ^aß Luther gehler tm ckumstgeroclrten Satz-e entdeckt habe, ja so>mr sie zu^ de recht tßen rmstattde gewesen sei.
^l umsttntken ist die Frage, wie weit Luther sich auch selbst stcopferstch als Dmsetzer betättat bat. Daß ihm bcr Ram tel
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Meisen, dre dem R.el>rmator z,uzitsch,»eiben sind nach und
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