Ausgabe 
17.10.1917
 
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3t! der raafecttfiRt it cm» förrfjc Mt n>vch fetf Ksm^ll^n der herab Pfarrer Wckm gepredrat dat und Ä»». d^ aj»* 1 '-' mrtdtt» r.xm-cltr Dort steht «ich « -

fruM der Br«ms woch. üi bem Goethe an ^eiK i*«

oiMhcmer Serie aricjfca tei. Was ach M (VriJin n

von ^ritbcritc an* ibir m tfrei* Q 'VTmbm ^rt^h

«Uirjfün im Wirtshaus vsm Ochi-rn. Atfct W ^ 5? !C 1 W 2S ein Dichter viele idtivs Bilder, frlteu'inib hemerlMSEte Handi'f,rif 1 e 7 '. Briefe und Äudenker ausgelogt, und den Besucher uirr;:l*t hier her Geist dies Drch^rs -und fernes Irebuzenden

^ j>je aus »FrisderkSes Besitz stammen., li-^t

ou'h Svutkipstl ihres Spinnrädchens und allerlei zarte Heuch- ternLstcucu. Eineu Ehrenolatz hat hier auch,der Weiterhahn pmn Liren Kirchturm ariimftrn, den Goethe in ferner Klage über tzune trübe Gemütsvn-mpung .rwahnt, als er scksneb. Herne ffcni^ Hff'r in nne's Wtttei-Hähn.gLN Lrübeu m«t A»em tow tuvm dreh di'h, dreh dich, ba3 geht den » w- - - '

Bor i.'idc:. Erinnerung. Schuwcnneiet und Wehmut fr»d alle tiefe a«r<m Stlä^ angetzmcht, und nicht leicht reißt man sich davon Kl»? düüu leicht scheidet MUR «aus Seienheint-

Wen es lockt, nach we'ter aus Goethes Spuren zu wanottn, der sucht das ncdfcaiiidtc Tangelsheim auf. Dort liegt ari der weisteu LandÄvahe das Wirtshaus rumLamm", crn aiterlimuichcs elfäsnsches Bauernhaus, urgemütlich im Innern. Ihrer war es, mv E-ottdr dem mögen Ba ernsoch, die Lonniagstteioer luwi ili' «nd in her fvastmeM Vd'lleüumg tznit einem Kmdtnusswchmt ins Sesenheimer Pfarrhaus mauerte. Jrrtümlrch W er frert Ort Drusen heim tzeuannt. 1

Tie herrliche, schon von Goethe gepriesene elsainlchc Land­schaft öffwt sich hier in grünen Talmulden, n*o alles in üppigem Wachsen, in stnnmerlicher Reife steht. Zwischen ausgedehnreit Hvo^ieldern, groß«, Getreide- und Kartoffeläckern. zwischen Ru d und kleinen Wn.ngärtenresten fährt die Bahn dahin, und rni Hintergründe versüMindcn grüßend Häuserdächer und Mrch-turni- sprtze vom lieben Sesenheun.

Dcrmif^fes,

Meister Thom a s neueste Werke. Trotz seines Holum WrerS crrlveivet Bister Hans Dhoma rüstig fort. Im Laufe dmses Sommers hat er, wie die DecmannscheKimstchronik" berichte, sein künstlerirches Lebenswerk wieder nach Ovei Seiten lffn bedeu- tung^toll und- bemerkenswert erweitert. Einmal durch die auf Muminiilmplatten gemalte Folm der sieben Wochenregenten, die in der Art der Wandbilder im Tchoma-Mlus-enm m Karlsruhe o fairen ihiD. Sie sind in erster Linie als Wandschmuck eines auch &Tfenli< ' zugänglichen Raumes gedacht, würden auch einem in tune- den Geinachr dlirrl) ihren farbigen Gtanr Würde und Weche geben. Weiterhin entstanden in den Tagen der Sommerfrische 24 neue KaltnE ttarbeire-n laMchattlichei rmd figuraler Art, derm Dar- wüne Thoma zum Teil einem alten Skizz<mbnch>' der ,sechziger Jahr^ eunwmmen Hat. In Hoch.ft reizrwller Wease vereinigt fich daher in dreien Radierungen des SNreistters frühere AmMweye nnt dem ausgereiften graphischen Stile seiner Mtcrszett. Im gmizen VimfaU damit Thomas radiertes Werk jetzt 225 Platten. «»

* 9 a« älteste Schiff der Welt. Vor kurzem rst^das äitefa SÄift der Welt, der schwedische - Schnurr ,,Gbta Le,Mi 'g verhören ge trugen, ein FalirH-eug, das vor 160 vom Ttapcl gelaufen ist. T«mit ich wie cm Avpenhrgcner Matt

Sai 1^JaHven7die 'eHÄ Hat, ist er immer vom Vater auf den SoHu vererbt worden, Mnd fein gDgenwürtiger EuHrcr, Knpitan Jens EHristiaa Bvue, ist mit ebner Enkelwchter des ersten Ei^en- tumcrr .rjyuaicl. Während der pairzen 136 Iatze. die das -c. 1 " 1 i'i gesehen har. hat es B-ahrten ^o-ifchW Simidmavien uns« Vollniw gemacht: es brachte siandiuavisä-e landwirtschaftliche Er- 4 <uauis-'e nach nöMickM Hafen Slandinavreus, fuhr dann weiter nack'. Lolland 'und holte von dort Heringe.

* ^ \ e Hamburger W e inka no n eu. Uns tmrd ge- schrttben- .stammen haben von icher ihre eigene Geschichte gehübt, und der Trrumpl) einzelner Rieserlgeschütze hat nch durch Iabr- hmlderte fortgepflanzt. Mmuhes spaßige Erlebnis ist damit un- verges-lic-, geworden. Eine launige Geschichte rnüpst irch^auch an die Bvchu-:- oder WeinLuvonen des Hanrbnrger Rätstvcrnrcllers. Ter berühmte, seit 1308 bestehende ZiatÄv-einMber hat sederM seine eigene Gerechtschne und Regierung Wfo mrd die Ke^rver- wLttung rvar eine bedeutsame Macht. Ms zu Ende des .Djährrgen Krieges auch die alte Hausastadt die Echdeschrechei M kosten bekam, hielt es die besorgte RatÄMiMer-Berwaltmig für angebracht, ihre trinkbaren Güter besonders zu verteidigen, crie ließ 18 Kano- nen imb 4 Mörser gießen, die in feierlichem Auge, unter Borantntt

fe 9'tadt Väter und Aoruehmst«, nebst der Stadtwcyr', auf di« le gebracht wurden. In TLtWeit brauchten die (beschütz mcht gesetz m tOabm, aber ihre UaBiigm Juschriftau sichert« ihu-eni vewisie geschichtliche Dauer. Der «rge-echve Keller ha uptuumn hatte

nämlich in Gemeinschaft mit dcnt ihm geistesverwandten KkMir» schreilier sinnige Geleitvrrse gedrechselt, deren einer folgenderMLstku

lautetz.'.

Bacchus Safst, bat diese Kvast, Daß er Mars die Waffen schafft.

^ Eine neue Kitchener--Legende. Zu den Lsgendeu, die den Tod Lord Kitcheners noch immer bestreiten, gesellen sich immer neuere und orjginelll're, die freilich zu grotesk sind, dag ihre Komik selbst den verbündeten Pr-esseorgowen nicht mehr ent­geh:.- das Petit Joulmal berichtet: Es hat sich^eine ganze Reihe Iteberz-eugler" Msammengebcm, cm deren Spitze^ Kitcheuers ^ckwester stobt, die von der Rettung ihres srÜtzren Kriegsministers fest übcrzeut sind.Manche ^kersckst-n behaupten/' so schreibt der Londoner Berichterstatter des ttanzbsisch'en Blattes,daß der Unter­gang des Hampfhive ßvohl so vor sich gegangen sei, wre der offizielle Bericht sagt, daß aber Lord Kitck-encr wmiderbar errettet nnb naL RußLmö gärram: worden sei, wo er in einem La.zarett Legt." freilich hat keiner der Verfechter diesen neuen Version dem französischen Korrespo-ndeiiten genauere oder ernste Mi gaben miiteilen und noch Kveniger irgendeineu Beweis eichringen können, der es erlaubte, an die Eristenz des Marsshalls zu glauben.Es wäre nicht zu vettvunderu/' so fahrt das .Petit Journal fort, u'-cnu in biefem mystisch durckleu England die L-ogeride von Lord Kitcheuer bei einer spiritistischen Sitzung amrückenden Tisch

entslanden lvür^."

- Dieverhe i ra letstc ' Frau Frankreichs Tie französischen Gerichte beschäftigen sich augenblicklich mit nnem in^evessantcn Fall, mit dem Prozeß dernneistverhnratetsten" Frau Frankreichs. Wie die Stampa er-älstt, heiratete die letzt berühmt gewordene Frau Ddanrat zu 'Beqüm des Ktreges eüren M/un, der schon nach kurzer Zeit dem Krieg zum Op,'.er fiel. Der ^Held Ivurdc von svirver Frau beweint, Ine nur in dem.Gedanken^ L.rost ttmd, daß er sürS Btterlaud gefalle» war. In dickem tröstlichen Mtdonken heiratete sie sofort wieder. Ihr zweiter ?JDatm hatte ba^ salbe Schicksal, er siel und '.ourde Von ferner Frau bewemt, Ma 7 -ach ganz kurzer Zeit fcten dritten Ehebund schoß. Nur wäre man geneigt, anzunchmon. daß auch Hßchser dritte den L.vd fürs Vater­land starb, es kam aber anders and für d« immer leicht getröstete! Fiau k-miplizierler. Es tauckstan nämlich kurze Zeit nachemand^ die totgeglaubten beiden- ersten .Ehemänner auf und sahen^ sich ihrer dreimal vorheiratettn Frau gegenüber. DaS angenehme ^tau- men auf alten Seiten läßt sich leicht vorstellen. Denn was tollte 5 m, t inerben? Wenn die Geräte trotz Mangel eines gültigen iSrrrndes eine Scheidung ans sprechen sollten, so werdm sich nwhl zur zweiten kaum eutWließen.Vielleicht", so schließt die Stampll,werden sich die drei Ehemänner nachemauder einigen, vielleicht aber wird es -die mir Ehemännern so reich gesegnete Fvcm Mich erleben, «me sie, von allen dreien verlassen, allem zurückbleibt."

Vüchrrttsch.

Clara Viebig: Töchter der Hefuba. Roman. Verlag von Egon Fleiffl-el L Go., Berlin W>. Preis 5V^rk. Dies ist wahrlich ein Mman aus unserer Zett, vielleicht der Roman unserer Zeit. Aber es ist kein Ro>man des Krieges draußen, '.ordern ein Roman der Ardeit hahetm. Von warmer Liebe zu Heimat und Vaterland erfüllt, gibt die Dichterin in diesem, von tiessteni Mitempnuden - Niitteiden und Mit freuen getrage­nen Weif die Eindrücke wieder, die die gewaltig« Zeit und ihre Ec- eianisse auf die Fronen derEcschieDensten Stande mid Gesellschattss kreise ausgeübt haben. Nicht mit Unrecht hat Clara Viebig dem Rvmm! den TitzelTöchter der HÄuba" gegeben. Ast doch jene l>ero!sche Gattin des gräten Priarnus, bte fünfzig ^ölMin den grausen Kampf ziehen sieht, und deren großer ^chmei-z sich einem edlei' ?<olze eint, ein herrliches Sinubild der deutsckMi Frau nnserk-r Tage Und darüber hdraus cm Sinnbild für ganz Teutsth- larw, ruiser aller Ahutbu'. Aswc ein Homer vermag rav hl der­einst die unvergängLcheii Taten unserer Helden zu besingen, den schlichten Taten ihrer Gatttrrneu und Mütter sürgt hier« deut­sche Frau und Ächterin das Heldenli^.

verfteckrStsei.

?S8tk.IoLLi, 8tLuäLvte, Ba-danä, Zirmnerpflanzen, Giranlole, Geknatter, öerkhtsdlener.

E, sind 7 Hauptwörter zu suchen, die in anderer Reihenfolge Vorname, Soldat. Kriechtier, Waffe, Krankheit, Land in Asien und cnnteilungSbrgrisi bedeuten und in vorstehenden Wörtern versteckt sind (wie Eis in Preis oder Meister oder Eisenbahn). Sind die richtigen Wotter gefunden, müffen die Ansangsbnchslaben im Zusammenhang einen weiblichen Vornamen ergeben.

(Auflösung in nächster stttunmer.)

Auslösung des SchcrzrütselS in voriger Nummer: Dang; WangeS, Defang.

Schriftleitllng: W. Meyer. Zwillingsrunddruck der B r ii h l'fchen Un o.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.