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T.em Dichter ist es Irlich Irlich, den Fremden wieder zu besuckl-en' dieser hätte viellÄcht über alles aufgcklkrt werden können', wenn er Einerseits den Dichte besucht hätte; aber daran hindert iba sein Vorurteil. Sv reist er denn wieder ai> aus Rom, ahne daß er die Sföcrte des Dichters kennen lernt. Nur den Band der IngEd- SoVE-tEm? £für ©Stiften deS fmtmm T«n,l« hult, nimmt
tX ^Wie wir wissen, wollte er sie herausgiLen; und da van dem Dichter sonst nichts gedruckt ist, so tvürde der hurtige Leier, Nxnin er ich ^rrch esiren Antiguar, der gnte Verbindungen.Hat, em Eie nvlar der Werfe des Hauptmanns Tromba verschaff^, irch em« StaÄi TichaLu des Dichters machen tomrn flffb brauchte dem Erzähler nicht auf's Wart zu glauben, daß er eru guter Dichter war. .. ^ ~
Llber der fremde Gelehrte iocr ein sehr gründlicher Mann Er arbeid'te lange Jahre an txm Untersuchungen über dl« Persorürchikett Tvombas, den &tü seiner Dramen, ferne Quellen, lerne Vorgänger und Nachahmer, nnd die Arbeit war noch nicht beendet, als er starb Seine Erben aber oerfanften feine Bibliothek und^ttuw Landschristen, und so kamen denn die Fugenddramen des Achters-um zweitenmal mm Krämer, und diesmal wurden sre Nicht wieder gerettet; der Krämer rife Blatt für Blatt aus bem Buch mch machte Düteir aus ihnen, für ganzen Pfeffer und gestoßmen Pfesser, für Muskatnuß und GewürznLgoleür, für Zrmt und Kümmel; und so komnrt es, daß wir -heute gar nichts von dem Dichter lesen können.
vevmischkes.
* Wieder militärische Gleichschritt eingeführt würde! Daß die deutschen Soldaten „im gleichen Schritt nnd Tritt" marschieren, erscheint uns ganz selbstverständlich Und doch lLelt man den Gleichschritt zur Zeit des alten Fntz für unmöglich, bis man durch den Äwgeiisck-ein eures Besseren belehr« wurde. Wie der Gleichschritt allmählrchzu Ehren kam, has erfahren; wtir aus einem in diesen Tagen rn Earl Flem'ntmgs Verlag zu Berlin erscheinenden Büüchün „LNerler Militärisch^, was man-- tatWÄ" in bem ret ».-rfafl« Dr. »M Ww to«, BfaSncttt m T., sehr imwrhaltt-,m« Pl-^remn jw-r KmistmiS- drück«, NnrichtlMge-i und Gebräuche m, S>vn und Flotte Wtw Mmtlicht. Ae ölten Griechen und Slonte kannten ber-nts dcU Meiü.schritt' so rückten die Spartaner nach dem Klange der Flöte mVxt Infanterie König Karls VM, von Arwik- E 1495 in Rom einzog, wurden d« Schwerz^ dre m Gleichschritt ankamen, allgemein an gestaunt. Die Landsknechte manchrer- ten gleichfalls nach) dem TwNmvAfchlag m eurer Art von gleich icfcirt Svvttcnd nennten dre Spanier den um 1609 IM- ©en Km»fen eingeführten, nach dem Tronmttchchlag abgemessenen Marsch den „französischen Brauttanz . Dre Holländer kannten den Gleichschritt sowie das Antreten nnt oem lchken Fuße bereits zmter Wvritz von Oranien. Um 1720^ wir em heffmr-ka>selfchcs Regiment im Dienst des Kaisers in Italien, ^vrt lernten di eie Dvuvpcn den Glechischritt kennen, den ne nun in dre Dermat Nritbrachten, wo er bei der Infanterie rn veßen angeführt wurde. Kn Berlin wollte nwm an diese Mvernng, von der überall aH\ einer Merkwürdigkeit erzählt wurde, nicht glauben; man! lMt s» aiis.ie-'ibloiseu .daß jeder Kerl mit alben andern Kerls dem- selben Dritthaben könne." Da erklärte ein Leutnant von Kalckstem, der in hessischen Diensten gestanden hatte, er nwlle den Beweis liefern, rvemr man ihm ein Mar Soldaten zur ^rfügiing stelle. Die Probe gelang zur ^ro^en Mrwwiderimg to bm iucljeni Buchrner. Und der Wnig befahl -sogleich die Einführung des Gleichschritts in der Garde uiid danach in seiner ganzen Armee.
* Schützengrabenfieber — eine neue Kriegskran kh ei t. A.n der flandrische Formt haben englische Heeres- ärzte eine neue Krankheit beobachtet, die sije als ''^eueü lever Schützengrabcnffeber. bezeichne, rmd ihre frmEchen Fachgenoffen haben nun jüngst, wie einer uon tljucn, Dr M'M.au- Beauchaiit, in der „Revue" mrtteflt, die Erfahrung bestätigt, daß es sich hierbei um eure neue Jnstktiionskrankheit handelt. Rach kurzer Inkubationszeit beginnt sich dre Mankhett zunaM durch heftige Kopfschmerzen, verbunden mit Anfällen von in verraten; die Deniperatur singt dabei auf ^0 Grad. m den! «lgenden Tagen sinkt sie etwas Md schwankt uni 39 Grad hennn,^ ^d es treten heftige SchwlüzM.M^- L^'^^undm deü Beinen auf, besonders nachts; es Mgt cm dritter Abschnitt des, Krankheit-Verlaufs, der durtch eänen mehrfachen Wechsel von. ntthr- tägigen Ficbcranfällen und Zeiten gewMlicher Körperte nperattO gekennzeichnet ist. Im Laufe eines Monats rst der Krankl) nt ab lauf beendet (Ls soll. sich nach den bisherigen Erfahrmigen um cm4 gewöhnlich gutartige Krankheit handeln J!n emem Punkte I J«C die Franzosen mit den Engländern nicht m der ^sännbung der Kranklseit überein. Während du rsranzoM .eme Schwellungi der. Milz beobachtet haben, trat diese ErscheiNwig rer ^ die die englischen Lherzle behandelt haben, nul)t auf. Der Erreger des Schützengrabenfiebcrs ist nocl> nicht <^tckt loor^n. ^vch soll er in d»n roten Mutkörperchseii der Kocmleii lebeii, icu S
Uabertragung wird auf stechende und blutsangende Insekten, be^ sonders Läuse, zurückgefülüt.
** Eine Umformung der Shakespeare-Bühne. AuÄ Hamburg wird uns,gescbrrchien: Das Altonas «tadt- th ea te r hat die expcrimentierrnoe Tatlgkert rn derr Aufgaben der, Shakespeareinszenierungen mit dieser Spielzeti fog^ich wieder ans- genommen und der junge Nachfolger Walter Brüstm an.n^ Tr. Ludwig Berger, baut, die knnsllerische Dinterlaffen- schaft noch wieder um einen Schritt werter ans. Me er.die Idee der Vercinfaclmng durchführt und alle naheliegendeii Rittet aus- arnst, um «inen beschleui^mtrn Ablauf der <Stem m few« ” el £S Lhnenoiurichdma U A* j,« wr Matz" aemta ta* deutet jedenfalls 3n« intcr«|f(utt« Lererchrrung, auf dem « b« Slkikespoare Regie. Er nimmt, indem er sich rn seinen EnUwttfcm an^die alte Shakespearebühne aiüehnt, den Orchesterraum zur Diffe und richtet darin eine Art Vorbühne ein, rn dem die scherzhafte Vorgänge, stteng getrennt von den ernsten, soMsag^ ohne vinte^ arund uni Rahmen zur Darstellung kvmmen. Auf diese Werse wrw allerdings viel an Reit gewonnen, aber das VersahveirbelM et^S Spielerisches und Willkürliches. Dre Wirkung der Arbeit Dr. B«r gers aus das Publikum war sehr stark. Er konnte vielen Hervorrufen Folge leisten. - «m •«
* Der Arbeitsausschuß der Krreger-Witwen- und - Waisen fürs vrg-e, Berlin W 30, MÄnchener Stt- 49 gibt seit Beginn des Jahws 1917 eine Zeitschrift hinterbliebenensürsorge" heraus. S« N. a. am^Äk.
kn'i'e Mitteilungen über Nationalstrftung, Reul)o)itamiqn Reichsverband für Kriegspatensclxrsteii rmd Berichte dermntlr^n Fürjorgestellen. Durch die Erörterung s^vebviider Fragen unttw Mitlvirkimg von iu der Fürsvrgeark^rl;.h^^>orragMd söiilichkeiteii dürste diese Mon^slchnft ^L^,^osNerten Krnfe von allgenrainem Wert sein. .Der Fahrpreis.bettatt 4 Mk.^Be- stellungen .nimmt die Geschättsstellc Meegen. "7^^ dnnlbe
<se«s, %ttsg%ä£3?e& ÄSSÄ
macht.
SüchertilH.
Wuchtiges Trauf^ängertum bei derbem, geßilzeneni Humdrr solche AÄ die in alten derttscl-en Heldsrigediästeii charatteriftrsch ist, scheut ffch Liw bäuerischen gptot bis arff heute m ^r merkw-ürdigen Frisch erhaltmzn haben, tme «uS s^^den.^7 sodeii bervvrgeht. In d«i Kämpfen bei Fromell^ (Jmr 191v) sah ein Mann, Wie sein Feldwebel mit emem riesigen Au.strali.er rang ohne daß einer den anderen mtterkriagtt. „Feldwebel, laß rÄtUu&Tte dm mir!" rief er und schNM eme Hand- De? FeldrLbel stieß den Gegner, von sich und sprang zurück, und im nächst« Arigenblick flog, dre ioohlgezwfte Handgranate dem Aiustratter an den Kvpf, daß mcht mehr viel I>eit von ihtni übrigblieb. ,/Jia mer, sagte der.. Dttffev Uno nestelte in Ruhe das nächste Wurfgeschoß vom Gürtel, ,/wann l>altö dem seine Fvochn (Gesich) mei' Handgranat n aushalt, bätt' er foll'n drüben bleiben, in Austrchien — Zlveiguttn Freunden waren die Schuhe im flandrischen Schlamm fchdtzaft getvorden; auf einer Pattouille kam jedoch der eine zum grvßest Steide des rudern Ul einem Paar nagelilerrer englffchr Stiefel. Das Schlhwerk fand Bewunderung im Graben „Gehts naus nnd Mlts euch auch so was!" sagte der Patrouillerrgwiger, „ffehgst es Schäfer, bei dir schaugn aso bald d'Zehn raus!" Aber.da kamen die Engländer selbst, und der Mann s^e s^uem Minera^nwll Freude m: Schäfer, da Cemma derne Schuah! ".K^viiprmz
Riipvrec^t liefe sich nach der Schach bei Fromelles die mit dient Eisernen Kreiiz ausaezeichnetenMaunschflen vorstellenmchftagte jeden einzelnen, wKür er es bevommen l>abe. Cm Ob^bah« Mb die uttvrüchsige Antwort: „Weil i grad da hiN genga tun, wo dre mehr ankemma san, Königliche Hoheit!' —Jß>Tt entnehmen diese Einzelheiten dem reichhaltigen Heit 139 des „Bölkerkrreg (Heraus- geber Tr. C. H. Baer. Verlag J-ülrus Hofmann.in Stuttgart, das mit dem ebenfalls erschienenen «Hest 140 dre Kampfe an der Somme und bei Verdun rm Julr 1916 schldert.
Magiiches Sahlenquadrat.
Die leeren Felder sind durch Zahlen derart zu besehen, daß in keiner Reihe wagerccht, senkrecht und quer von Ecke zu Ecke eine Zahl doppelt ist und jede dieser Reihen die Summe von 1b ergibt.
(Auflösung in nächster NnmmerZ
Auslösung des Bilderrätsels in voriger Nummer r j
Brigadegeneral.
©djtiitleihma: SB. - Zwillin^runddruct bet B ra t, l'fdj'n U" «.'Buch, und Sleinbmctcni. 3t. 2 eng«, Gi°b«».


