Ausgabe 
29.9.1917
 
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2ciiiot«ttii vvvavbeideL zu lyerto, kommt tucfrt mie»jcin. fcfce Bach, iiKrfc A mehr gedvecht. apschwrtnaen \tnb gebbrrtt, sondern rmro nachdem er gevefft ist, als Grünslachs verkauft. M den Setten des Scheuertoves wurden die Resse (eiserne Riffel) mi gebracht und durch oie^e der Kein gezogen. DieKnotten" fuüen dabei, ab. Hrer und da kann man yeubr noch etttcaltes Reff" sahe't

Der de,te Flachs in der Qteijenb iouvdc in Annerod geigen, der Wetterauer Flac^ war von geringerer Güte. Ans dein Fhtchsgaru webte sich der Bauer auf eigenem Webstuhl sein Leinen: vctttlies und feines, zu Hemden, Wagentüchern, Hosen und Röcken. Das Zeug rvar von außerordentlicher Dichtigkeit Mid Haltbarkeit. Ntsan webte Beidevwand, Beiderwolle, Bauiinvolltuch iurd sogenanntes Kilminel- nnd Salztuch, je nach der Farbe und deinZusatz ym Wolle und Bctunuvolttäden. Die selbstsesertigten Anzüge waren unverwüstlM Das Tuch brachte der Bauer zur Walknrühle nach Gietzm -derach Trohe, iuo es gewalkt und geraühit wurde. Die Tuchjtücke wurden in einem Iw, in dem sich Wasser und Letten (Tonseise) befand, mit Stempeln bearbeitet. Zum Raühmachen des glatten TuclM benutzte man selbstgemaäü-e Streichhölzer. In einen kleinen vier­eckigen Holzratzmen spannte man 56 Reihen Distelkarden. An dem Rahmen war ein Holz griff, uitd mir dein Stretchholz NÄrrde Wer das Dich gefahren, bis e3 rauh mtb wollig uvic. Die Disteln (Karden) käme,: aus Frankreich. Die l)eimisck)-e dtcke Stechdistel war nicht gut oerlvrudbar, zN leicht und ilutzde sich rasch ab. Noch vor 50 Jahren hat der 80jährige MiEler Bol? aus GroßenBuseck m der Bilserniützle $u Trolse Tmtz gÄvalkt. ,

Hier zog man fast durchweg denGehjans" oder Klangflachs, der auf Johanni gesät im'b zur Zeit der Kirmessen (im September) gerupft wurde. Die Samenhülsen, die Kirotten, sprangen von selbst <ruf »und klangen dabei. lMttt breitete sie auf Knottentücl>ern Zn der Svwre aus, rechte sie öfter um und trennte dann mit her Wurf- schausel die Knotien und den Leinsamen. Die Knotten. gaben ern gutes Dchaffntter, der Sauren das gute Leinöl, das in der Küche Berwendimg fand!und von detn jetzt das Liter 2030 Mark kostet.

In der Bilsermichle zu Trohe wurde auch Hirse geschält. .Man benutzte dazu eineil Ki mitten und eineit Stempel. In den K.umpen kamen die Hirsekörner, die durch den Stempel enthülst wurden. Der Stentpel alter durfte uicht bis cinf beit Bödeit des Kinn Pens fallen, sondern uxrr so gorichtch, das; er in seiner tiefstem Lage handbreit abstaird. Andernfalls iioäreu die Körner zermalmt worden Selbstg-esrwnnen, Selbstgemacht, ist die rechte Bauern kracht' so lautet jin uraltes Sprichwort. Es will besagen, daß der Bauer anu besten führt, der, söwett er kann, seine Leberts bedürfuisse selbst herftellt. Wohl hat er saure Arbeit ztt verrich,ken, alletn er hat an dent Selbsterzvugten auch doppelte Freude Dr. G.

Vüchertljch.

Bonns I l l n st r i e r 1 e Kriegsgeschichte. Hand« feuerwasft, Abwursbombe, Fliegerpseile, Masclüueugewehre, Schitellfeuergeschütze, ErPlofiv-6)eschZse. Diese rüngste Kriegswaffe, das Flugzeug, lmt sich int Weltkriege zu einem ganz besouderert Faktor herausgebildet, uicht nur als 5kampf,verkzeug, sondern auch -zu Beobacht!mgs-, Erkunduugs ttud anderem Zwecken ihre Brauck>- barkett erwiesen. Diese KriegÄvafse in allen ihrelt 'Auwendmtgs- sonnvt keimen zu lernen, dürfte heute jedermann interessieren und deshalb wird ein Artikel, wie ihn Oberiuaeuienr E. C. Hel)mann in den soeben erschienerrem Heften 143146 von Bongs I l ln- ftriert-er KriegsgeschichteT e r Krieg 1914/17 in Wort und Bild" (Teutsä-es Verlagshaus Bong L Eo., Berlin W 57, wöäientlich ein Heft zum Preise von 35 Pfennig) er. sch?inert läßt, Etommeit sein. An diesen Artikel schließen sich andere, ebenfalls reich illustrierte Artikel, >oieVorn Knüppeldamm und ähnlichem", Die Front der Winkel und Bogen".Der RusservKehtans in Galizien und in der Bnboloiim",Vom Krieg im .Hochgebirge", lheleilzüge",Marschleistungen im Kriege", ^.Daö Plakat int Kriege", uud anderes mehr. Diese Abschnitte mit ihren Schilder- uuaen und Einzelleistnrtgen unserer verbündeten Heere, geben eine toillkommöue Ergänzuu;) zu dent Hauptabschnitt des WerkesDer eigentliä>cu Kriegsgeschichte". Hier finden 4oir die Fortsetzung der Kämpfe an der Arrassront bis im Mai 1*917, von dem bekannten Kriegsschriftsteller Wilhelm v. Masfow, in seiner bekannten, an- sämuliä-cu und interessanten Schreibroeise geschildert, und die zahlreichen Bilder, Karten und Pläne, geben eilte vollkommene Er­gänzung zu dem Texte. Cs wird jedermann interessieren int Zu­sammenhang diese geSvaltigen Borgänm' an der Front keuneurn- leriren, die durch das Heldentum rtuserer Truppen eineu für Deutschland vollen, glücklictten AtiHganjsi genommen haben. Ein roilliommener Schmuck der Hefte sind die farbigen Knnstbeilage", sie werden auch diesmal den Leser jreur»ig^überraschen durch ihre Darstellungen. Wir neunen von Pvof. W. SlöiverDeutsches See- kampsslugzettg nimmt vor der Tl-emsemünduug die Mannschaften eines beschädigten Flugzeuges aus": von dem Kriegsmaler Martin Frost:Aus den RückzugsgefeckKeu des' Ja Momm andos einer Reserve-Division m der Straße Perouue-Eawbrai": von C. Zim­mer:DentsckZec Doppeldecker uitterftützt den (^egeustost bei

(Hvrelle" midSiegreich' Ahltkchr des italienischen Angriffe auf der Hochfläche der Sieben Gemeindeit durch K. u. K. Truppen."

Auguste Haüschuer, Matjes Hochzeit. (Laick- ge>il-z MarVbüclZer Band 23.) UncschlwMichuuüpg von MilWm Schntlz. Preis gebimdeu 1 Mark. Verlag von Albert Langen in Münchesr. Diese Erzählung ist erfüllt von der 'Salztust des Meeres, vom Küstenst'vom, vom wilden und gefahrvollen WellensckKvg der Nord­see. .Jade 'Sette schildert das mühselige ,md Harge Leben der lwlläu- dischen Fischer, das Elend der verlassenen Frauen, die harte Arbeit der immer vom Tod bedrohten Männer. Auguste lHauschner ge- shaltet das Eianze schlicke und wahrheitsgetreu', ohne jedes Pathos, aber hinter der 'SachlickMt ihrer <^chttderivrg splrrt man stre:ngtz ,imb zielbswtußte Kttnst.

Bibliothek de r Unterhaltung und des Wis­sens. Wer den Wunsch tzrtt, sich mit geringen Mitteln eine gnte eigene Bücherei anzmegen, in der er sowohl Romane und Er- Äah'lnngen angesehener Schriftsteller für die Unterhaltung cttS attch zur Erweiterung feiner Keinttwisse anregende Artikel aus allen Gebieten des Wissens Und des prattischen Lebens findet, dem kann kaum etwas GeeiMeteres empsohileit werden als di.« mit vielen Abbildungen geschmlichteit Bände der Bibliotl-ek ^der Unterhalkung und des Wissens. (Uirvon, Detttscl^e Verlagsgesell^ scktaft Stuttgart.) Der soeben erschieitene 1. Band des netten Jahr- gangs enthält n. a. eilten neuen Zeitroman von Horst.Bodemer, Die schöne Polin", dessen Inhalt für die Gegenumrt besonders! interessant ist. denn hier lernen wir die Gegirer, mit denen im Weltkrieg unsere KAaft sich mißt, keimen, wie sie wirklich sind. Ferner wird der neue Jahrgang viele spannende Romane und Erzähtmtgeit enthalten. Als Mitarbeiter sind, wie der Verlag schreibt, gewonlten: Gräfin Ballestrew. Victor Helling, Friedrich Jaoobsen, Reinhold Ortntann, Heinz Welleit, Anna Wittula, Arthur Zapp n. a. Zahlreiche Abbildungen, unter cutderem auch interessante Originalaufttahmen aus der Natur, solvie der Ländern und Mllerknndc. Preis 90 Pfennig für den Band.

Gictzener Hattssrauen-Berein. /

Kochanweisungen.

Gurkengemüse. Große grüne Gurken werden auSgehöhlt, geschält und in Stücke geschnitten, mit rvenig Sal- eingestneut, 1 U Stunde stehen gelassen, mit etwas Wasser, soviel man nachher zur Tunke braucht, Essig, Pfeffer, Lorl'!eervlatt, 1520 Minuten weich gedämpft. Dann Speck mit Zwiebel sck-witzen, darin Mebl bräunen, mit dem Rest Gurkenwasser abrühren, Salz und Essm imch Geschmack tzinzufügen, i U Teelöffel Zucker und die Gurken m dieser Tunke ziehen lassen.

T o in a t e n a u f ft r i ch. V 21 Pfd. Tomaten mit einem lveichgekocksten Ei, etn>as Salz und Pfeffer in einem Topf verrüh­ren, dann eine kleine Scheibe Speck in Würfel schneiden, nnt einem halben Apfel in der Pfanne 'bräunen, zu den Tomaten tun und alles auf dem Feuer unter Rühren weichkochen, durchrühren und erkaltm lassen, die Riickstände in der Suppe kock-en.

Graupen Pudding. 1 /i W». Graupen gemahlen, mit x l -2 Liter Wasser zum Wären bringen und in die 5wchkiste stellen. Den Brei, ivenn er gar ist, mit einent nttt 6 Löffel Wasser an»- gerührten Banillepuddingpulver, eüvas Zucker, aufkochen lassen, in eine kalt nmgesplllte Form filllen. Daztt Fruchtsaft.

Apfelsuppe mit Schwemmklößen. 1 Pfd. Aepsel, gewaschen und m Stücke gesämttten, setzt man mit 2 Liter Wasser, eüvas Zitronenschale auf und läßt ste, wenn sie weich sind, durch ein Sieb gehen. Zu den Schioemmklößen kocht man 1 / 8 Liter Milch mit 3 Eßlöffel MM iwnb rührt dies m»f scl"-vachem Feuer zuMj festen Kloß, Uergiuirlt Vs Ei rnit uienrg Miasfer, gibt Zucker hinzu und na? tz laem Erkalten 1 Messerspitze Backpulver, sticht teeläffet-, große Klöße ab und läßt sie in der kochenden Suppe gar werban.

Holundersri pp« mit Nudeln. 2 Pfund Holunder werden mit kaLem Master, 2 Nelken und Zitronenschale aufg-ekochL durchgestrirhen, wieder aufgesetzt, etwas verdickt und Zucker uny Zitronensaft Äugeft'lgt, zuletzt ko,nwt V« Pfund in Sal-Wasft« gekochte Nudeln tziutzu. ' tz?

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Logogriph.

SDIit b nützt c3 beim Waschen,

Mit t ein Kinderspiel,

Mit g beim Klang der Fiedel,

Mit b geordnet viel.

Mit m Poelenarbeit,

Mlt s wirdS bildend sein,

Mit t nützts fremde Kräfte,

Dtit z wirktZ mächtig ein.

(Austösung in nächster Nmmner.li ^ .

Auflösung deS HomogralnmS in voriger Nummer L B A Birne Brett Anton e t n

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ScöciUUUima: Kr. R. Zrnz. Zwillingsrunddruck und Verlag der Brühl'fchen UnioersttätS-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, (hießen.