vermischtes.
* Aus der Ahnenge s chichte der Frau Wilson. Hfter die Mmmgeschichte der Gattin des PrästdenteuWttfvn, die bekauittlich van der berühmten mdimitschen Pv-
cal:anws abstamnten -oll, Mrd letzt rn „Mvnde cklustte Näheres mitgeteilt. Ter Vater jener Indianer m, der sachenr Po-wharan:, regierte über dreißig ZndianerstLnu« rm Flnßgeüret der Bai von Chesa-eaVe. Leu, 12 WigSvums wnlanendee ^tamindorl j Dem Ort gestanden haben, m später die Hcarptst^t
bc* Staates Birgiuta, errietet wurde ne (^sänchtesptcÜAU reucr Heit als die ersten Kolonisten sich ntckst ohne Wtderswud van seiten der Indianer aluf amerikanischem ©oben mcbctltc&ai. Tie 16jährige Pocal-antas faßte eine heimliche Lrebe ftrr den englischen Kolonisten Smich, den sie vor eurem MordMrjchl^g rettete Zwei Jahre später entdeckte Ire wieder ern Komplott: gegen ihn, nnd da sie ans diese W<lse bei ihrem Stamm verdächtig geworden war, verlxrnnbe ihr Vater sie für eure Zertlang nach erneul nördlicheren Revier. Dort tauschte sic ein Engländer namens Ärgal gegerr einen großen Knpwrtstssel ein, m:d Pvwhatait v-erfuchte vergeblich, die Tochter zurückuüaui^:. Jnzwnscken hatte ö-mUJ sich nach Europa erngeschrfst, einer seiner Kameraden aber, nmrvens Rolfes, gÄvann so viel Einfluß arrf Pocahanöas, daß er sie -nr Tanse beilvog und im Jahre 1613, nachdenr jre den Ram«r Rebekka erhalten hatte, heiratete. Drei Jahre später gelangte Pocahmttas- Nebekka mit ihrem wötzen Gatten mrch _^^and., wv ste vxel # sehen erregte und selbst bei Hofe vorgesE wurde. Aber sre starb rvenige Väoträte später ganH plötzlich rn Gravegend, angeblich ans mrglücklicher Liebe zu Smtth, den: sic als Gatten emer anderen wieder begegnet war. Ter Sohn der Poraliarrtas aber lehrte nach Virgin ien zurück, wird von ihm soll dre Frau abstammen, die Moodrvw Wilson zur „ersten Frau- Amerckas' nrachte.
* Gabriele d'Annunzios neuestes Werk. Es ist schon so lange still geivesen von Gabriele d'Anmrnzw, daß es chm höchste Kit schenrt, wieder einmal von sick) reden zu machen. Tas aeschneht durch einen kleinen Brief, den der „Evrrtera dclla Sera" veröffentlicht. General Castelti hatte den Dichter ivn einen AEl für die Zeitschrift „Gorizia redenta" gebeten, dre eure Sondermrmmer zum Besten der Kriegswaisen heraus geben wollte. Ter Tübler, der jetzt stolz den Wählspruch führt „Man kann nichts ohne Flügel", mchm gerade, als das Schrerben des Generals eirrtraf. an einer Weger-Expedition nach Vota leck, bei oer Bomben aui die Stadt abgeworfen wurden. Das ivar für den gottUchen Gabriele natürlich sofort ein Anlaß ztu einer schönen Geste. An Stelle eines Artikels schickte er dem Generäl — die Hullen der- Bomben, die auf den Feind geschleudert Ivaren, bannt ye zum Besten der KriegÄvaisen verkauft würden. Und dazu ichrreo er: „Vielgeliebter Generäl, in der Meinung, daß zur Feier des hnlrgen Jahrestages zur Befteiung von Görz Taten bester srnd als Worte haben meine Kameraden und ich heute morgen zuw dritten Mat die noch österreichische Stadt Vota mit Bomben beworfen. Wrr schenken den Kriegswäisen diese Reste unserer Bomben. Es lebe Italien'" Mair kann sich denken, mit Ivelcher Begeisteruiig der General dieses „neueste Werk" des großen Mchiers entgegerr- genicmimeu ha: und tote sich die nicht rninder begeisterten Italiener darum reiften ioerden.
* Ein rätselhaftes Echoan der Front. Im Kampf- gelÄide an der- Aisne hat Oberstabsarzt Tr. Fuhrmann em mer'k- Mrdiges Echo beobachtet. Er berichtet darüber selbst rn der „Natur- rmssen'säiaftlichen Wochenschrift" das Folgende: Beivölttger Wmd- stille und klarem Sonnen-Nachmittag tackte in 400 Vceter Ent- sträung von meinem Standpunkte ein Maschmeligewehr 4, o Schüsse hrirtereinander: 2, 3 Sekunden nachher begann das Eaw diese Schüsse M nftederholen. Ich veränderte, verdutzt, tmederhott nieinen Standvun'kt, indem ich einen Kreis voii l ,2 Kilometer Halbmesser schlug: das Echo schwieg nicht; es äffte sogar, um meine Verblüffung zu steigern, Mschlffse schwerer Ge,chutze nach, Mid zwar sowohl solcher eigener als auch seuwlrcher Stellungen. Endlich stellte ich als wrderwcrfende Schallwand fest: einen Fesselballon in ungefähr 800 Meter über mir!
* Das Schmuggelorchefter. Eine heitere Schmuagel- aeschichte wird aus Kopenhagen berichtet. Eines schönen Tag^ fam ein Orchester her Heilsarmee von Schweden nach Hornbaeck, mn dort im Walde ein Konzert zu veranstalten. Das Konzert im Freien ging imter großem Zulauf vonllatten, dann ordneten sich die Heilsarmoeleute zu einem festlichn Zuge, marschlerken zum Hafen und bestiegen ,den Dampfer, ohne daß dre Zollbeamten darauf versallen wären, die harmlosen Gäste zu untersuchen. Erst viel später erfuhren sie, was es mit diesem .Heilsarmeeorchester für eine Bewandtnis hatte: cs hatte von der Heilsarmee nur Tracht) nnd Namen geborgt; her eigentlich: Berns der Muffka,:teu aber war das Schmuggeln, und in ihren Trommeln, in den Pauken und in den Blechinstleumenten hatten sic erhebliche Mengen von Gnmmr von Dänenrark unverzollt pach Schweden hinübergefuyrt!
VSchertisch.
— Eberhard Büchner, Kriegsdokumente. Der Weltkrieg 1914/16 in der Darstellung der zeitgenössischen Presse. Ächter Band: Bon der Bcfreiwrg Memels bis zur Kriegserklärung Italiens an Oesterreich-Ungarn. Titel-, Umschlag- und Einbandzeichnung von Professor F. H. Ehnicke. Preis geheftet 4 Mark, in Leinen gelmnden 6 Mark. Verlag von Mbect Langen, Münckien. — Ler achte Band des Buchnerschen Sammelwerkes begleitet die Ereignisse von der Befreiung Memels bis zur KriegserMrung Italiens an OesterreichrUngarn. Me schon oft gerühmten Vorzüge der Buchnerschen „Kriegsdokumente", äußerste Sorgfalt und Zuverlässigkeit, seltene Vielseitigkeit der Interessen und sauberste Unparteilichkeit, dazu ein kühner Griff und ein unbeirrbares Instinkt für das Wesentliche, zeigen sich hier wieder in gläiv- zei:dstem Licht.
— Gvt 1 helf, Jeremias, Schweizer Geschichten. Heransgcgeben von H. König. Mit 8 Tondruckbildern nach Originalen von Rudolf Münger-Bern. 160 Setter:. Gebunden 3 Mark. K. Thieuemanns Verlag, Stuttgart. — Tie Geschichten des berühurten Schloeizers Jeremias Gotthelf sind im liesten Süme volkstümlich. Sie sind so einfach, schlicht und an- sck-äulich erzählt, daß man gar nicht merkt, welch große, schrrft- stellerijche Gäbe dahinter steckt. Es ist eine feine, bodenstäuvrgc Kunst, die meh-c bekannt sein sollte. Dem soll die vorliegende Ausgabe dienen, die eine Auswahl von Gotthelfs säwnlten Ge-, schichten bringt. Ta lernen wir den Bauenr Schnitzfritz, den alten Geizkragen, u.nd seine Frau, die Pfesstrgret, kennen, tvir machetr Bekanntschaft mit dem Besenbinder imb dem Mareil: und fteuen rms über diese fein beobachteten lehrreichen Erzählungen.
— Wh ft, Joh. David, Der schweizerische Robi::- fsitt. Eine Erzählung für die Jugeitd. Frei bearbeitet von Da ul Moritz. Mit 4 Farbendvuckbildern von Wilh. Hosfmann. 165 Seite,:. Gebunden 3 Mark. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart.— Ter schtveizerische Robinson, das alte, immer jugetldfrische. Buch, ist nicht so bekannt wie sein berühniter Vetter Crusoe, 'ätc schichte ist vielleicht nicht so abentenerlich, aber gleich spannend und lchrreich. Eine d:rrch Schiffbricch auf ernsame Insel ver-^ schlagenc Fannlie gründet sich durch festes Zusammenhalten erne neue Existenz und kommt durch ihr von sittltchem Empfinden gelragenes Fantilienleben zu äußerem Wvhlergeh::: icud innerer Befriedigung.
— Tie Kunst, sich zu freuen. Gestalten, Bilder und ! Ergebnisse von Hans Müller. Verlag der I. G. Cottasckien 5 Btälchandluttg Nachfolger, Stuttgart nnd Berlin. In vvntehmem Pappba.rd 6 Mk. Haus Müller ist der Wiener Dickster, bessert I Schauspiel „Könige" mit Erfolg an fast aller: Theatern des deutscku'n Sprachgebietes anfgeführt wird. Und Ivie dtese Dtch- tuna. so wird auch das neue, Wenfalls im Cottaschen Verlage erschienene Buch Beifall finden. Dem: nichts kamt uns jetzt Ivillkomnrencr sein, nichts besser uns erheben und stärken als ern solches Bekenntnis zum Ja, zum seelischen Gleichgewiclst und zur Freude. Mensch nnb Tier, die ganze Nattir mit offenen, gläubigen Augen zu schauen, auch im Kleinen, Engen, Beschränkter^ das Ewige zu erfühlen wtb alles Sein in einem frohen Gemüt zu spiegeln, das ist es, was der Dichter uns lehrt. Aber nicht lehrhaft ist sein Buch, sondern in glücklichster Mischung von Ernst und Heiterkeit reihen sich Per lebendig ersckMlte Bilder aneinander, feine kluge Gsdartken. aus ttefftem Mitgefühl mit aller Kreatur geboren, rrnd über dem Ganzen lächelt ein herz-, licher, herzhafter Humor.
— Am Luther sie in. Ein schlichtes Festspiel zum Nefvr- rnationsjübiläum 1917, verfaßt vom Schuldirektor Emil Meißner. Verlag von Fran^ Sturm u. Eo., Dresden-!A. 16. Preis 35 Pf. — Luther auf der Veste Coburg. Dramatisches Bild in einem Aufzug von Martin Pfeifer, Mteitburg. Preis 50 Ps.
— Die Welt Lite rat ur (Heft 37) Von Tau unb Tag lüth Tie Rosenkranzjtmgftr von Clara Biebig, enthaltetrd, ist soeben xr^ s chienen. __
vuchjLabenratser.
Ein Balsam ist's dem wunden Herzen. Verliert's den Kopf, so srißt's Metall,
Auch dient's, ich sag's nicht um zu scherzen. Der Köchin in so manchen: Fall.
Verliert auch das noch seinen Kops,
So fährt es rauh dir in den Schöps;
Und büftt auch dies sein Köpschen ein,
Dann still! H:er n:ußt du schweigsam sein. (Auflösung in nächster Ntimmer.)
Auflösung der Schach-Aufgabe in vonger Nummert Dreizüger von Baron Wordener.
W. Kg3, De8, Le8, Th6, Bb2, d3, o5.
Schw. Kc5, Td4, Bb3, b4, d5, f7.
J. Td6, k5. 2. ef, Kd9: 3. De7 -f- ,natt. _
Schrntlettung: Fr. R. Zenz. — ZwillingSrunddruck ünd Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Steiiwruckerei. R. Lange, Gießen.


