346
„Nein, noch nicht. Aber sein Zustand wird ftir hoss- nnlvgKlios angesehen. Er ist rroch nicht wieder Mn Bewußtsein gekonrmen."
„SoN auch das junge AräUlein als Zeugin vernommen werden ?'
,KH hätte das gerne getan," erklärte der Vorsitzende. „Aber das Fräulein liegt zu Bett. Sie hat einen Nerven- chok, und der Arzt hat ihrs verboten, Zeugnis abzulegen. Um zur Sache zu kommen: Oberst Hvtzer verließ sein Haus aestern nachmittag aegen drei Uhr. Man sagt mir, daß auch Hie ungefähr um dieselbe Stkrnde von Ihrem Hofe weg- geritten seien. Stimmt das?"
„Ja."
„Wohin sind Sie geritten?"
„Ich ritt gegen den Hof des Obersten hinüber."
„Der Oberst ist auf der Holtewiese gefunden worden. Von seinein Hause bis an den Platz, wo er gesunder: wurde, beträgt der Weg ungefähr eine Viertelstunde. Wo besuchen Sie sich in der Zeit zwischen ein viertel nach drei :md halb vier?"
Der Rittmeister überlegte.
„In nächster Nähe beim Harrse des Obersten," sagte ivr dann.
„Mso ein zieinlich Stück Weges entfernt von dem Orte, wo er gefunden wurdet
„Ja, ein ziemliches Stück entfernt."
Der Vorsitzende reichte dem Rittmeister ein Stück Kupier.
„Ich bin wenig bekannt in der Gegend," sagte er.
,/Können Sie mir vielleicht mit einer kleinen Skizze an- aeben, tvo unaesähr Sie sich ein viertel nach drei Uhr bestanden haben?"
Der Rittmeister nahn: das Papier u:rd zeichnete einige Strrche. Asbjörn Krag trat an den Tisch und warf einen Mick auf die Zeichnung.
„Wohin wollten Sie eigentlich?" fragte der Bor- ptzeiche.
„Ich Pflege immer um or«se ^ **/ 0 ~
mi G-wohn^Ln" *-* ***** ^ meinen «fl-
»H^ben Sie unterwegs den Herrn Oberst getroffen?"
„Haben Sie ihn überhaupt in der letzten Zeit gv-
«AA Tagen nicht mehr gesehen.'«
wnrde eine kleine Pause in dem Verhör gemacht dann fragte der Vorsitzende weiter:
"}ttm vierUh^.^ 016 nad > Hause gekonnnen?"
itoUt'S&J 0 ' im l murmelte der Vorsitzende und
gNff wieder zu der Skizze.
„Um viertel nach drei waren Sie also in der 9Läbe vom Hause des Obersten," sagte er. „Wo waren Sie - einmal — um halb vier?" m
föfi&rVnh* iä) ^ i enau sagen. Ich war
wahrend der ganzen Zert rn der Nähe von: Hause des
Äi,? b°t doch aber für die SachNeL^gr^e Es Vorsitzende sehr streng aus.
Ack'L-itteu^ f ° 8te er ' "Elchen Ä
„XenfeÜBe 1 :, den ich hergekonmrei: war."
„Und^Sre sind nicht über die Holtewiese geritten?"
9al,J Das ist näwlich'ein sehr
bin keinesfalls über die Holtewiese geritten" Mderte der Rittmeister etwas gereizt über die wieL h Frage. ,,^ch war überhaupt nicht dort in der Nähe" biörn ^wieder eine Pause in: Verhör, und As-
d.« Kch"',«L"»"
„Ja."
Und haben ihn um eine Zusammenkunft um halb vier Uhr gebeten?"
„Ja"
„War es nicht Ihre Absicht, zu dieser Zusammenkunft zu kommen?"
„Vielleicht, vielleicht auch nicht."
„Das ist eine sonderbare Antwort."
„Ich kann Ihnen aus diese Frage keine andere geben."
,,^ch muß Sie darauf aufmerksam machen, daß der- art:ge Antworten einen schlechten Eindruck auf das Gericht machen müssen und Ihre Sache nur verschlechtern können," Mahnte der Vorsitzende. „Denken Sie daran, daß Sie vor den Schranken des Gerichtes stehen. Ein Zeuge darf nichts verschweigen."
„Dennoch wünsche ich auf diese Frage die Antwort zu verwemern."
„Diese Weigerung verschlechtert Ihre Sache aüßer- ordentluh. Ich fürchte, daß Sie das in eine etwas andere Stellung den: Gericht gegenüber versetzen köirnte."
„Was meinen Sie damit, Herr Vorsitzender?"
„Bisher sind Sie als Zeuge vernommen worden. Das Gericht w:rd nun zu erwägen haben, ob Sie von jetzt an nicht als der Tat verdächtig zu behandeln sind."
Der Rittmeister gab keine Antwort. Er stand mit dem Nucken gegen Asbjörn Krag, so daß dieser sein Gesicht nicht sehen konnte.
„Erinnern Sie sich genau an den Wortlaut bes Briefes, der: S:e an den Herrn Oberst geschrieben haben?" fragte der Burschende weiter.
„Nein. Aber ich setze voraus, daß sich der Brief in Händen des Geruhtes befindet."
Der Vorsitzende nickte und holte ein Papier hervor. „S:e vermuten richtig," sagte er. „Dieses wirklich recht merkwürdige und höchst kompromittierende Schriftstück ist in unserem Besitz. Hier ist es."
Damit reichte er dem Rittmeister einen Brief.
D:eser warf einen raschen Blick darauf.
erklärt?er fess ° aoe lC) n[d)t geschrieben,"
(Fortsetzung folgt.)
^ oxn . Krag näher, um besser zu hören m&^ Un l6m 1,1 Ciner nichtigen Angelegenheit ge- „Ja."
Der Abschluß.
Skizze von Otto Dörner (Vvhroinkel).
Hsmsen senior, Teilhaber der Firn:a Hansen a
WiMertag hL. WaXt ßF
i n 'Straße, die zum Hasen himrnterfübrt Wiv kann es auch anders sein, da die Mille über dem .
Unb flutet fe
ÄS m LltÄ
P e w ‘CS 6 '“'“ Ä“ ÄS
|Ä 8e Ä' mit Siebe, Sorgfalt und uEichttger It 'en^
WKKM'W-
illiiü mm
MWZLZWW
M8WWMM
bem feldgrauen Rock des ReserMleEmMs ^ÄwM


