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vermischte».
* Obstals Durst stiller Es sind.mir wenige Tin^e, dl« vor den strengen Lütgen eures nwdernen Htzgienrkers volle Gnade finden, zu diesen gehört in erster Linie frisches Obst Die ckwmistl)e Untersuchamg zeigt allerdings, da st die saftigen Früchte eigentlich kernen grosten Nährlvert besitzen, lveil sie ans wenig mehr bestehen als ans Zellstoff urrd eurer Lösnng von Zucker. Ter Gehalt' an Zttcker schwarrft ztvischsr 17 Prozent in den Weintrauben, bis zu 1,4 Prozent in den Citoonen. Ter Gehalt von Wasser ist im Obst stets beträchtlich, derm die meisten Sorterr bestehen zu V- daraus. In Wassermelvuen steigt der Wassergehalt curf 85 Prozent, in Erdbeererr beträgt er 90, in Pfirsichen 88, in Apfelsinen 86, irr Virrren 84, in Nettonen 83, in Pflaumen und Werntranben je 80 Pnozent. Llus diesen Zahlen lässt sich der Schluß zieheir, dast das Obst eine wichtige Rolle als Durststiller in der Ernährung deS Menschen zu spielen berufen ist. Wer viel Obst ißt, braucht ohne Zweifel weniger zu trinken, und der reichliche Obstgenuß ist zur Befriedigung des Durstes zn empfehlen, weil die Fruchte die begehrte Flüssigkeit in einenr ganz besonders feinen Geschmack darbieten Tie rn heißer Jahreszeit so wichtige Frage, was man trinken solle, ist also aizs Grund einer gesunden Ueberlegung mit dem Latze zu beantworten: Eßt frisches, reifes und saftiges Obst. Eigerstlich saßt dieser Rat niehrere Fordenrngen bet* Gesund-, heitslebre nt sich denn die Vermutmrg ist nnabtneistich/ daß bei reichlist'QN Obstgemlß das Verlangen nach alwholischeu Ertranken vermindert toird. Fenier reizt das Obst, obgleich es von.geringem Nähnvert ist, den Appetit und befördert die Verdaunug lleber- dies ist der Saft .von frischgefchuillenein Obst völlig frei ootr Bakterien, und die Frnchisänren lwben auch die Neigmtg, krankheitserregende Keime in ihrer Entwicklung zu hemmen. Im ganzen muß der Saft einer gesimdeit und reifen Banntftlrcht als ein ideales Mittel gegen den Durst in der heißen Sommerszeit betrackcket werden.
* Kr i e g s k o ste n und Kriegsschulden. In jedem der drei Kriegsjahre hat die Universität Erlangen ihren Studenten ein Heft nnt Aufsätzen der Professoren als Gruß ins Feld geschickt. Das letzte schließt der Vertreter der Bolketoirtsck-aft, Geheim vat von Eheberg, mit ei leer Betra ckstnn g über das ab, was nach Woisteenculi uitd seinen Vorgängern im Kriege i^s erste, ztoeite und dritte Erfordernis ist oder genaller: über oie Kriegsansgaben und die Mittel zu ihrer Deckung. Der großen Menge der hier sorgfältig zusanmieugetragenen Zahlenangaben seien die folgenden entnommen: Deutschland lxrt die Kosten aus eigeuer Kraft cttlfgebracht. Die Jööfc der bisher bewilligten Kredite beträgt 79 Milliarden! Mark, die wirklich gemachten Ausgaben belaufen sich aus ettoa 60 Milliarden. In toelche»n schnellen Fortschritt der Krieg teurer und teurer wird, hÄoeist die Zusammenstellung. daß er den Deutschen bis zum April 1916 monatlich 867, täglich 28,9, tut August desselben Jahres aber monatlich 2000, täglich 63—64 Millionen gekostet hat. aber seit Mitte 1916 monatlich auf fast 2Vj Mrltiar den, täglich aus über 70 Millione i zu stehen kommt. Unser Bundesgenosse Oesterreich-Ungarn dürste bisL)er etnws mehr als die Hälfte des deutsck-en Kriegsbedarfs verausgabt haben. Ans der seurdlicheu Seite steht England obenan; sein Kriegsaufwand übersteigt schon 70 Milliarden Mark. Kostete der Krieg bis zum Mürz 1915 täglich 2 Millionen Pfund Sterling, so hatte sich dieser Bettag bis Ende August verdoppelt und ist zurzeit bis auf 5,7 Millionen = 116 Visionen Mark (gegenüber den 70 Milltonen Deutschlands) äugewachseii. Frankreichs eigentliche Kriegskosten tiaben sich bis Ende Dezember 1916 auf 44 Milliarden Mar? belaufen, die immat lichcn Kosten luarcit bis zum März 1916 auf 2400 Millionen, später sogar noch ettvas höher gestiegen, wälwend sich Rußlands Ausgaben für den Krieg auf ettvas über 60 Milliardetc belaufen dürften. Italien bat anfangs monatlich nur 450 Millionen ge^ braucht, doch hat sich dieser Betrag heute ans über 1200 Millionert gesteigert,: seine Gesamtkosten sind mit 14y‘ 2 Milliarden anzuneh- men. Auf unserer Seite miisseu wir nun noch die Kosten der Türkei. mit 3Vr, die der Bulgaren mit 2r/s Milliarden cmuehmen, aus Aemdcsseite die Serbiens. Rumäniens, Montenegros mit drei Milliardeit. Ende 1916 betrug der Kriegsaufwand 290 Milliarden Mark, von denen wir und unsere Verbündeten eilt Drittel, unsere Gegner zwei Drittel zu decken haben. Wir wollen diese kleine Auswahl von statisttschen Angaben, um die BedeMung der 290 Milliarden zu veranschaulichen, mit einem Vergleich abschließen, ber tne Gesamtkriegskvsten beut französischen Volksvermögen gegenüber stellt. Die Schätzung, die das Vermögen an beweglichelk und unbeweglichen Werten vor dem Kriege erfahren hat, tft üerfcütebett gewesen: dre gerirrgste Schätzn.ng lautete auf 210, die höchste auf 285 Milliarden, d. h. 2';_> Jahre Weltkrieg haben inehr als Frank- retchs gesanttes Volks vermögen aufgezehrt.
vüchertksch.
' Taschenbuch für Pilzsammler. Kaum glaublich erfckMnt Ls, daß rn der gegenwärtigen Zeit der Knappheit Und Teuerung aller Lebeusmittel noch nngeheuve Massen guter Nah- rungsnnttel unbocuchtet verderben, n.och dazu solche Nahrung^ ultttel, die such looernwnn nahezu kostenlos verschaffen kann. Was I
fttld das für Nabrmlgsmkt'el und wo sind sie zu fi-tden? wird' mamljer erstaunt fragen! Wir meinen die Mze, die unsere Wälder Und Felder in rtahezu unerschöpflickzer Fülle spenden und vvrt denen wähl kaum der tausendste Dell, ja vielleicht nur der zehn* tausendste Teil der mensMichear Nahrung Lugeführt tvird. Das lregt zu morst daran, weil die Pilze dem Volke zu wenig bekannt Hub Mw man dre eßbarut vott den giftigen (deren es ja mtr wenige gll^) mcht^M nntersckieideu vermag. Hier Wandel ztl srhaffenj und zum -rammeln der Pilze in größtem Umfange auzuregm- rjt! ein drrngertdes Erfordernis für unsere Versorgung und ein wtchtrges Hilfsmittel zunr .DurchHalten. Da erscheint gerade zur re.aiten Zeit in .Hesses Volksbüchenei ein „Taschenbütch für deutsche Pllzsammler von Prof. E. Walther" mtt etwa 100 farbigen um) lüwarMl Bildern (Preis Mf. 1.25), das genaue Anleitnitg gibt, welche Prlze man sanrmeln soll: lhas Buch ist durchaus' gemein- geschrieben, enthält Oud> eine ausführliche Llbteillmg! „Pilzknctze und darf tkd^tann lvarnt empfohlm werden.
''li Dne Li ebesarbeit für unsere Feldgrauem Arbeiten der tuneren Mission und verwandter BestrebrutgeN.
bcheffeu. 276 Seiten mit 47 Bildern. Gebunden Mk. 4,20. Verlag von Quelle 6- Metzer in Leipzig
Gietzener Hausfrauen-Berein . Kochanweisungen.
Ka rtivsselkäs« mit Hering. 2 Ztilmg ramvt gescl'ültÄ Kartvmlu schneidet man in Stücke, VvclK sie in Salz-ivasser, gießt sie trocken ab und läßt sie gilt abdam.pscn, so daß sie keitwrleij ^pnr von Feitchngleil zeigen, dantt stroichu man die Kärdosselit durch eur Lieb. Unter die Kartosseln rül/rt man 20 Gramm Fett, ErgÄb, 1 Teelöffel glattgernhrtes Eierssxrrchllver, 1 ge- rrebeue Zwiebel, 2 Löffel gertebenen Käse, 2—3 entgrätete, »vürftig geschnttte-lke Heritlge und zuletzt ixeti steifen Schnee bec Eier. Man füllt die Masse in die vor gerichtete Auftattfforin und bäckt sie 40 Ins 50 Mtmlten..
Ka rto ffel spei se mit Hering einfacherer Art. Korwfseln gesiuht, geschält, mit ettvas Riagormsich zu Brei zer- stampft. Em geu/ässerter luring entgrätet und dnrck die Masässne gettaeben. Eine helle Mehlschivitze gemacht, etttms Milch niw die Heriugsmasse darutllergerührt, und den ,vorher in eine Backform gestrichenen Kartoffelbrei danfft übergvsftn. Ein wenig Semntel- mehl darnbergestreut, hellbraun gebacken.
Klopse von Hafer- oder Gra ktp en g r ü tz e. 150 Gramm Grntze mit so viel kaltem Wasser übergossen, daß sie gerade überdeckt ist, über Nacht stehen lassen, am anix-rn Atorgen 20 bis 25 Minuten angÄocht und 3 bis 4 Stntlden in die Kochkists gestellt Nach dein Herausneünen kvckü man sie, rvenn nötig, noch dicker ern und gibt 2 bis 3 Eßlöffel Semmelmehl. 1 Ei oder Eierfatz Salz, Pseffer ettvas fein gehackte Zwiebel ttnd Petersilie zu. Man forint ruiioe Klopse daraus, die man in Mehl tuendet uttb in etwas peTfeeuMvett brät. In Ermangelung von Fett kann man sie auch rn Flerscl>- oder Mürfelbrülu kocheu.
Briegsb r a tli n g e. ^ Psiltrd Haferfllxken bttiht rnan am Tage vorher mrt kochetidem Wasser auf. Den fvlgetrdett Tag wird 1 rS 1 ! und 1 Zwiebel fern gewiegt, dies mit 1 Ei. etwas Salz und Pfeffer unter die Haferftockmt genihrt: Bratlinge geformt, goldgelb gebacken.
Brotaufstrich. Jv V* Liter kochendem Wässer löst man z-uerst 2—3 Snppetuvür^l oder ähnliches und bamt 7 Blatt ge- wasckMre Gelattne auf. Zur Berbesserrlu.g ffigt mar, der Brühe zer- klen^rte gekochte Gemüse, Fischreste, Fleischreste, grülie.t Käse, allere let Getvurze, Pilze. Tomatemnark bei. Je kräftiger die Atasse ab^ gescknneckt ist, desto besser paßt sie zum Brot. Auch aus Trocken- mtld), MeU. grünem Mse und Gelatine kann man einen Brot- ansstttch kock-m. 0/3—1 Tag erkalten lassen.) r 1 ! nier ^ n, Ö : JÄr Hettte Fanillietk sollte immer nur die Halste der angegebeiren Menge gekocht toerden, da sich Gelatinvi speisen nur 2—3 Tage halten.
Abstrich! ütsel.
Vater — 8<Mri>o — Falter — üuke — Tiger — Seime — Brot — Lotos — Karl — Wiege.
Bon jedem Wort sind 2 Bilchstaben an beliebiger Stelle ab- ztistreichen. Die übrigen müssen in sinngemäßem Zusamnlenhang ge- leten eine kriegerische Dwßnahnte tezeichnclt. die unsere Feinde, be- londers die Engländer, sehr in Schrecken setzt.
(Auslösung in nächster Nummer.)
Atislösung des magischen Zahlenguadrats. in voriger NgiinmeL»
28 41 24 37 30
31 29 43 3b 33
34 22 30 38 26
37 35 18 31 39
46 23 36 19 32
Schristlertung: Fr. R. Z-nz. - Ztoillingsrunddrnck und Verlag de^- Brnhl'lchea Universttäts-Vuch. und Steindruckecei. R. La.ige, Gießet
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