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*Kofen,i>ie jetzt so pöbelhaft billig waren — und sandte sie an Fräulein Ruth Stockton im Hause von Frau Karoline Ulrich.
In dem Strauß steckte ein weißes Kärtchen, auf dem unt schlanker, weit auseinandergezogener Handschrift stand:
„Einen Gruß von Ihrem unverbrüchlich ergebenen Sklaven."
Er fügte keine Unterschrift hinzu, denn er wußte, sie Mußte seine Handschrift erkennen; hatte er doch an das Haus Otter eine beträchtliche Anzahl von Zuschriften, meistens Bestellungen, gerichtet, die alte der Empfangsdame Vorgelegen haben mußten.
Aber das ließ er sich nicht träumen, daß Ruth, als sie ani Abend den Strauß mit der Karte vorfand, ihn mit einem unmutigen Runzeln der schwarzen Augenbrauen dem Stubenmädchen schenkte und dazusetzte:
„Ein andermal nehmen Sie, bitte, keine Blumen für Mich an, von wem sie auch kommen mögen. Es hat mir niemand Geschenke zu machen, und ich nehme keine an."
14. Kapitel.
Krieg!
Krieg, Krieg, Krieg!
Es schrillte und donnerte durch die Lande, das grausige ^vvrt und schlug wie Donnerkeile in jedes Haus ein.
Mit wahnsinniger Schnelligkeit war alles gekommen, U JI = 1 *.^griff es ein langsamerer Verstand nicht, daß dies alle^ keine wüste Phantasie, daß es dunkler, drohender, grauenhafter Ernst war.
Die Mobilmachung hatte in wenigen Tagen das ganze Land, die ganze Menschheit verändert, und ein Fieber, ein Feuer und ein Zittern der Erregung und der Begeisterung durchjagte iedes Menschen Brust.
Weinend war Frau Ulrich ihrer jungen Gefährtin um oen Hals gefallen und hatte sie an sich gedrückt.
„Ach, du mein Herrgott im Himmel! Ach, du allmächtiger Vater! Ruth, welch Unglück, welch Elend, welch Jammer und Gram und Elend und Leid wird kommen'"
„Liebe liebe Frau Ulrich, weinen Sie doch nicht so! Dav kann ich;a gar nicht aushallen!"
Und Rüth liefen selbst die klaren Tropfen 'über die Schnierz' nur Mitgefühl, nicht aus eigenem
Frau Ulrich richtete sich auf, trocknete sich die Augen und rief:
begreifen wohl gar nicht, daß .s Sie ebenfalls angeht? Muß denn Kürow nicht mit?" Solda^"^? mt m den Krieg? Aber er ist doch nicht
„Nicht? Ist er nicht Deutscher?"
„Ja, o ja."
.. ' P an *’ mein armes Kind, muß er auch mit. Er ist doch Nicht 'rank? ^zch habe ihn \a gesehen — ein Hüne!" e , i l -v* auch gedient, er sagte es einnral — ich verstehe Irlich nichts davon, weiß auch nicht wo — aber er hat den Drenst aufgeben müssen, weil er am Fuß irgend SÜftr L'AE mir das Wort
r , s?, R??n, wir wollen es nbwarten — er wird sicher von iich Horen lassen — haben Sie denn während der Mobilmachung kerne Nack)rick)1en von ihm gehabt?"
Ruth wurde ganz blaß.
Sh- ~ wir schreiben uns ja nicht viel.
<§r wird doch lilcht — er wird doch nicht —"
Sie sprach nicht weiter, doch ein Blick in Frau Ulrichs Augen antwortete ihr genug.
•„ , fa0te dieser Blick. „Und das ist
if,rt nW ' lQ6t tun, was
Ruth ging verwirrt auf ihr Zimmer.
ÖUC ^ r Therese Berber während einer Reihe gArochem ^ ^ehen und hätte sie doch jetzt sofort gern
einem vorüberhuschenden Bilde fiel ihr der Täg ihres gemeinsamen Ausfluges ein, als Therese die
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d-nMe Abkunft Jm] fiZ % W-
w-rd- wohl gar nicht so meitV friTnM”
^ er ^ nt des Vaters, zumal dieser doch lediglich nach gekominen sei, run dortige Verwandte aüfzu- Ob denn Ruth nicht Interesse habe. Näheres über diese Verwandten und ihre Herkunft zu erfahren?
Ja, die hatte Interesse dafür!
Das war vorgestern gewesen.
Und seitdem hatte man Truppen und nichts als Truppen durch die Stadt marschieren sehen, hin nach den Bahnhöfen, wo sie verladen wurden.
Bon Stunde zu Stunde wuchs Ruths Aufregung uub ber £>tunn der Begeisterung, der auch sie zu rütteln begann.
- war wie verzaubert und verjüngt. Sie
Blumen und Zigarren und Tabak und fuhr nach bert Stellen, wo gruppen vorüberkamen, und dort stieg sie aus. rmd verteilte wahllos und nimmermüde an die Soldaten ijhre Gaben.
Dabei liefen ihr immer wieder die Tränen über die Wangen, wenn solch ein neues Bataillon herannlarschierte und Mit Hellem Gesänge hinauszvg in die Schlachten, auf die es brannte.
Meine Jungens, alle meine Jungens!" murmelte die alte Dame dann, während sie mit nassen Augen lachte mw Mnkte. „Ach Gott, ist es nicht, als ob einem all das junge Blut gehörte? Und steh nur, Ruth, von all den prächtigen Menschen kommt vielleicht nicht einer zuri'lck!"
Ruth hörte es gar nicht, daß sie eben in der Erregung mit du angesprochen worden war.
r^f. sie fleheiid, „o sagen Sie doch das
f° fröhlich und übermütig in den Krieg! Sie werden doch zurückkommeu!"
„-^ceni gutes Kind, ich werde es nie vergessen, was ich fe «ns dem Pots daine r Platz anno 1870 erlebte. Ta -atten wir Besuch, mein Karl und ich, von einer schwedischen tt 2? 5™ .Geschäftsfreund empfohlen hatte. Unb .l Ä K. eüüa f ^ eine Hellseherin, llnb sie stand hier uud sah Mit uns em Garderegunent vvrüberziehen, ebenso
b4efe ^er. Tla, nahm sie meinen Iw . - ^t er 3 tc ^ lt 6auz weißeil Lippen. „Mein Gott, bie j e ^^uer haben ja Totenköpfe auf den Schultern!" - Ja, so sagte sie. Und dann -
fani ”5 0n \^ önen Regiment aus einer Schlacht nichts zuruck — als em Rest vvii siebzig Mann " ’ }
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Befreiung.
von Hanns Wohlbold (Memmingens Vor drei Wochen hatte Leutnant Stevenson bei ^arl Luna, rnmm semeii Antrittsbesuch gemacht. Es mv bk cinSS
^ kmzigc Eurapäer, mit dem man gc- legenttich ein Wort redm wnnte. So veelolmte es sich iveniasiens ilm einmal^ anzusehen. L-terenson mußte nur einen Uniiwn atm lnadsc ~ n ' da er gerade an d^r Grenzern Nm Ä ^ ^chüm^uns Farm lag diä-t neben biitifdcm lRbiet dabcim war, schtuor er sich.'es falle die letzU Amte da drüben gewesen sem. Der deutsche Nachbar m.ir lrhr Abswewubter nnd a^chcinmd M?er ücenfch,aber in den zwei Stuiiden. währeird deren sich aus La am-, ^anda ihre Zigarre bei einem Glas Soda,rasier init FM» cl^DM-^nn trank das Sadawasser leer Z Ja S' 1 ' Stevenson aus tiefster Seele, nicht ein vern in-
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^n Grübler nnd ein Buch..r,„e„schnnd,^n
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Wij seine Station — über die Grenze von Teutsch-Osta tritt» wrz«te,. nnd d,e Farm zu nehmen, auf der er writerc Br feile abzuloartei, l>,tle. seit Kriegsausbr,^ hatte er stck, au! d e rn wg ein grimmiger Humor in der Sache ^nann tote orofk Worte gemack,t. er ,°ar erhabei^r rt'ci von jkglichkii Skmrrteiltn frei nun K,>m s
_v Garten lvar das Land, durch das er ritt Wald und
>md Savmma wechselten miteinander ab. ^Hin .md wi^ ta.A


