Vas Flugzeug nach de-n tttiege.
Von Alexander Büttner.
^ ZUln Ausbruch des Krieges sprach man dem Flugzeug! allgemein seinePraktische Verwendungsmöglichkeit ab', und die ^^b^verbe in vergangenen Friedenszeiten waren schSlmches Mittel zunr Zweck: ihre Aufgabe bestand tn der ^tatnualimg ^ mnm technischen tzrobleniS. Erst dem .Kriege
murii *' ■, v t.™ u |U|L «w^raumgroiioc er,«neuen, oer
l^ud: über die Zukunft der FLugindustrie werden allenthalben die verschiedensten Ansichten bekannt.
W J“T - l ' fc ^r feine Frage, das; die zukünstige Gestaltung des Flug- ^ugev in erster Lime von den Interessen imtb Bedürfnissen der Heeresverwaltung abhängt. Denn legt diese ihre Hand auf die Flugzeugmdusyne und erklärt sie als eine Waffen- und Rüstungs- rudus ne, so tmvb die Flugtechüik das Schicksal der Übrigen Waffen- nidusti i - " teilen müssen und ausschließlich den Zwecken der Landes- oeitew.dienstbar gemacht werden. Eine andere als r-.ch> rische ^rwendung des Flugzeugs wäre damit aber gänzlich unuröglich ocE-' - ^ El es sich ,a im gegenwärtigen Kriege als Aultlarnngswerkzeug, als Angrisfswafse und als Berteidigungs- .bat, ist es Nicht ausgeschlossen, daß die Militärbehörde sich zunr mindesten eine weitgehende Kontrolle über und ihre Weiterenllvickelung Vorbehalten, ja ihre ^^stellnng vielleicht nur tu t-ojern und so weit gestatten wird, als Militärischer Bedarf vorliegt. Dann dürften wohl bedeutende Neu- lorinationeii gebildet werden, d< in verschiedene Klassen geteilt auv Großkampf-, Aufkläeungs-, Bombenwurf- und Ab wehr ge- schwadern bestehen. Nmr ist es aber br>ch recht fraglich, ob dieser Weg für die weitere Entwicklung der gesamten Flugzeugindustrie
Ä; un ! mird. Behenki mnniffife
die Beschäftigung der Fabriken durch Aufträge von Seite!, unmöglich ihr jetziges Maß, wird erreichen, können, und weuer, daß die Zahl und Größe der Flugzeugwerke
tmaurtdS? rOT 2 TI Erh-ölich zu genommen hat, so wird man Sf? können, daß die ^ zu wenig beschäftigte Industrie ^ nicht zu Grunde zri gehen, sich nebenbei auch mit dem Bau von dost-, Last-, Sport- und Verkehrsflug-' m^on '?irü beschäftigen müssen. Sicher wäre es int Interesse der m '^Nscheu, bafe W FUrgrouo irnifeWjfciM« zu sviedlichen und kulturellen Zwecken herbeigezogen wird, oas auch der Flugsport wieder aufkommt, und so.nnab-häüKg von den militärischen Intevesseu und Forderungen eine Fortentwicklung v-es Flugzeugs statt,uideu kann.
t J E'lar, daß aus Flugzeugen, die den weitaus schwersten An-
E^^ingen denen des Krieges, haben genügen können ,fich olftift chiuhe auch Typen ftir friedliche Zwecke ausarb itcrr lassen. Die Kon- Urutteure brauclxn ;a beim Bau von Friedeusslugz-eugen die hin- oeindeu Voraussetzungen: große Steigfähigkeit, fabelhafte Ge- .chwrndigknt und vieles andere mehr, gar nicht weiter zu Berück* A a j •)* bls l c Bedingungen aber fort, so ergeben sich zahl- ^ 7 i^ 0 ^^ten in bezug auf Sicherheit, Flugdauer, $ragH ^bauemlichkeit der Fahrgäste zu erweitern.
JTJ* 1 ' Allgemeinheit Wendel sich wohl in erster ^kehrsflUtzz^lgm zu, woher man nicht nur au einer* Wpvfrtn ^ öffentlichen Dienst, sondern auch an einen regelrechten! ^.//oneiwttfthr denct Ganz bestinimt läßt sich auf weitere undj Drecken ern P o st verkehr mit Flugzeugen einrichten, dev Siiivs o" urternat.lonalc Strecken ausdehnen kann und der m wandern und Gegenden, die von Straßen- und Eisen-, durchzogen sind, als in bisher noch unkultivierten Ge- große Bedeutung erlangen wird. Gerade dort, wo Flug- f ^S e r ^u^ugels geeigneter Verkehrswege konlürrenzlos sind, er-- wachst ahnen rvohl ein ungeheures Betätigungsfeld. Allerdings kommen als Verrehrsflugzeuge nur Groß- und Riesenflugzeuge mit Mo orenstarken von 1000 PS. an auswärts in Frage, die durch ^bbrerer Motoren unbedingt betriebssicher sind und LisO^osü'^auerleiftungbesrtzen Selbstverständlich bedingen die- f l>01t Hugstraßeu, die bei eintretenden Schäden nne gefahrlose Landung gestatten, und werter die Errichtung geeig" er Flughafen rn, unmittelbarer Nähe der Grostshädte mit glän- zenden Schnell Verbindung^ zur Stadt, damit die erreichten Bor- teile des Schnellverkehrs durch Zeitverluste der schlechten Stadt- virbmdungen nicht zwecklos gemacht werden. Als Fahrgäste der Verkehrsflugzeuge werden sicher nur solche Leute in Betracht kom-
för Cn ist und die das immerhin stets teuer blei
bende Schnell Verkehrsmittel für ihre Geschäfte benötigen Eine Ver-
™n be $krMr¥ ÄS f -r Iie&e fid]l dadurch herbeiführen, daß n d Post-Flugzeug vereinigt und aus den Porto- ^?ern der mitgenommenen Postsachen einen Teil der Betricbs- wäre ^ ^ü^haupt wurde der Mometerpreis des Luftverkehrs, bewl-l^vÄn b 1° als der des Bahnverkehrs, gerne ME? lverden, da durch ihn ;a eine Mindest doppelt so schnellet ^f^h^ rUnö5m?oTl ? )fcit gegeben ist. Unzweckmäßig wird allein die Aloiderl.ng einzelner oder ganz weniger Personen ans kl ne r
ÄÄlS Ö5er ( fl ?r° Mtfahrerzahl, und je weiter die Flugstrecke isti, destzo rentabler und billiger gestaltet sich der ^
hlnftigc Summt. Darum darf man auch" fU dauüt rrchnLi'
^a6 di« schon, sv lange geplante Uebersee-Schnelrverbind-Lig mit AugMugen. dle nach dem heutigen Starfd der Technik bestimmt ist, nach dem Kriege mit großem Erfolg eingerichtet
•ft. ß™ wrederkchrender Lieblingsge'oanke der Sporlsleute
iL^l £ mf llcE der großen Verkehrsmaschmen, nämlich das nur für eme oder zwei Personen bestimmte reine Sportslugzeng' allem zum Vergnügen gebaut oder, daß es den Sonder- zwecken ^gewisser Hochstleiftnngen oder bestimmter Wettbewerbs- genügen soll. In den ersten Iühren seiner Ent-
Svoris^ bCUt f ö T 9 ]a versagt, derartigen reines'
Eorts- und Vergnngungszweckcn zu dienen, es wurde fast ans- s Erwerbsquelle verlvendet, oder diente rnilitärischen Zwecken. Und wenn es sich schwerer Geltung bei der dtllgeme n- heit verschaffte, als etwa das Autoinobil, so liegt dies einni^l an der Eigenart des. Flugsports selbst, der alles AnfängertNur
Unb n ü r ?^ächigte, gut ausgebildeta Perjonen vei.langc, und dann auch daran, das; die Anschasft,n<* und >-er Unterhalt selbst für sehr reiche Leute viel zu kostsvieliitz waren. Die, Tatsachen nun, daß das Fliegen bcmüinet m^ ftugzeuge mit möglichst weit regulierbarer Geschlvindigkeit chie im und beim Landen ^rringert werden kann) bis und daß auch di« Kosten, di« feiu ' en Motoren auf gewendet sverden.
LO' geringer geworden sind, feinen dös „©nnnStfe ^Flregen und auch das Fliegen als eigentlicki"n Svort LZM unmöglich.zu machen. Einzig und EntÄ l VS *25 dem Kriege durch Vereine mit staät^
^^stntzn.ng .sich Flugzeuge halten und diese ihren Mit- ^^dern, in ähnlicher Weije znr Verfügnng stellen, wie dies vor dem Kriege die deutschen Lnftfahrtvereine mit ihren Freiballonen gomach haben, dadurch könnten wiederum viele Flugzeugfichr» tu,r kommende Kriege herangebildet werden Ob auch fl «m militamfe Reumm und Wettbewerb« abgehatteu ^kh«mt danim fraglich, weil diese nur auf schwer iien,,» landen SpezmbFlugbahueu möglich sind, mch dann auch tor allem, weil der DeereSoenvaltung derartige Vorstt imuaeu tan- ber großen Oeffeutlichkeit nicht erwünscht sein könne,! Aus ebm- diesem Grunde dürfen auch Schauflüge in eöheblichrm Dtaüe „irin mdjv stattfinden. Es kommt ßier&ci'^nod, feiu Me Ä zeugfabriken emer öffentlichen Werbung/ wie «Hedem durchans
bewerbe zukünftig ansgetragen werden, erfdjcmt zweifelhaft sie ^ zweifellos ungeheuer scharf werden, denn es steht außer das; gerade Engl arid und Frankreich in zähester Werse aber sicherlich^ ganz erfolglos, der deutschen Flugiudustrie den Rang abzulausen versuchen werden. Ueberhaupt wird die gesetzlick»e ^?Trng des Luftverkehrs in den einzelnen Staaten einen ganz Entsairien Cnnfluß auf die zukünftige Entwicklung ausüben- es sich doch sehr, ob, und m welcher Weise und mit welchen Einschränkungen nach dem Kriege in der Luft 'herum- geflogeu rverden oarf, wert doch ein einmal in der Luft befindliches
Si*f 5€ Jl g r5 ne a Un i ff kftudernde Bewegungsfreiheit besitzt und leicht täglicher Kontrolle und Ueberwachung eutgchen und aus- weickwn kann Der einzige Faktor, der wirklich der Enllvicklung Pege stchen wird, ist der Einfluß der atmJ? aw a 5 Y l) ^f. n ^erhalt.iifte: ist es doch nahezu unmöglich, im dicken Nebel bei mehreren hundert Kilometern Geschwindigkeit zu fliegen und zu landen, abgesehen von der Schwierigkeit, sich zurechtzu- ftnden Auch 'Sturm, der die Möglichkeit des Fliegens l-eute an und ftw sich nicht mckhr in Frage stellt, kann die DrwcMlru^
? e r b gelten Luftverkehrs immerhin beeinträchtigen ivenn A b &?*t a **Ä n ‘' Leswnsgefahr beim Riegm abKut^n
ÄÄft ist, als die irgU «fiS“ÄÄ
L^e^mrschtes.
Mystikdes Feigenbaumes. Die Wunder von Mystii Mid Magre, denen dre Äienschheit zu allen Zeiten nackit- gehaugen hat, beschränkni sich keineslvegs auf rein geistig fort* ftrinerte m jeoer Beziiehung übersinnliche Dinge: auch in de ft Natur, vornehmlich rm Pftauzeulebeu. sind .Mystik und Magie
sie zrr Aberglauben ältesten und tu ^ ^1011,10)11 i,i:a gegeben. So »vurde seinerzeit im uächsten Heft der bei der Deiltsc^en Bl.rlagv-Anstalt in Slllttgart erscheinenden Zeitschrift , Ueber Land und Meer in einer Plauderei über die Mystik des Feigenbaumes \ cn Fruchtkapseln der mexikanischen Wolfsmilch w.'pnorisch- Gigeuschaft zugesturieben. Man beobachtete nämlich, daß die kleines Frucht hülsen, ans eine Tischplatte gelegt, nach einer Weile in ÄX oerwten unb von selbst u.vsielen. Erst ?päwr teilte sich l^iaus, daß hieran cm tu den .Kapseln verborgener uftiiftger Wurm die Sck^d trägt. Bekannt ist auch Mystik de ^ Alralinwnrzel Mid der „bö,e Blick" dvZ Berberitzenstrauch^ Wte EleSMlle.tenchre natürlichen Gründe haben so läßt sich auch dre Myiftk des Feigenbaumes ans reale Weil- erklären, man


