fctlgfciteit lassen, das Festlarch schien sehnsüchtiger als sonst seine Arme nach ihm auSzustrecken, als walle es ihn zurückhalten. , Törichte Einbildungen! Sein Clement war das Wasser, und sein Her- schlug im Gleichtakt mit dem Rhythmus des Fahrzeuges, das die Wellen durchschnitt. ^ of -
Er wußte, es war Gesina; der blonden, scheuen Gesina Aenaste Kmd Sargen hatten sich tüJiys ein Blann um lithn gelegt. Uno me frische Seeluft hatte den noch nicht ganz aus seinen Herzwmkeln
wegblasen können. ^ _.
Seit ziwei Dagen »dar sie seine Frau. Cr hatte den Heunat- iurlaub benutzt, um Verlöbnis und Hochzeit zu beschleunigen, ^er Krieg duldete keinen Aufschub und die immer innrgere Zuneigung! -N einander noch weniger. ^ „ .. «y>
Sie kannten sich schon länger. Damals, als er die Manne akademie besuchte, in den Ferieittagen auf dem Lande, lernte er das Gutstöchterchen kennen, sah ihr blondes Haar, das ihren Kops wie einen Heiligenschein umrahmte, sah ihr in die Augen und uebte _ \ie.
Sie war schön und er kÄ schon damals. Aber Äs sie ftch küßten Ünd er wie im Scherz fragte, ob sie seine Frau jnog«, eine
Seemannsfrau, da hatte sie ihn mit ihren großen ängstlichen Augen
Ön9C J©emi du mich lieb hast, geh nicht auf See, Maus, versprich
mir das!" ^
Cs hatte wie eine ernsthafte heiße Bitte geklungen.
Er hatte gelacht. , „ . - m^ee^o
„Aber Gch'i, hast du Llngst vor dem großen Wasser? La- ist Unsereins gut Freund, für mich aber gibts M keine andere Wahl. Mir ist es wie eine Heimat. Versteh,t du das nicht k
Sie hatte traurig mit dem Kopf geschüttelt. Dann hatte sie
'°^Um Unserer Siebe Witten bleib im Lande I Du wirst veruchten können. Wir werden ein Häuschen haben und ganz, uns selbsttwen Nur nicht monatelang, vielleicht jahrelang von einander getrennt
sein, und die marternde Sorge —"
Er hatte all seine Beredsamkett ansgeboten, um ihre Emwande m zerstreuen und fcitit und ihr Leben in den Farben auszumalen, wie es vor seinem inneren Auge stand. Und was fte zu erwidern hatte, hatten seine Liebkosungen erstickt. ,
Dann kam der Krieg. Er mußte imn wirklich hmaus ^ie schrieben sich,. Er >var seinem Ziel treu geblieben. Und sie? Sie sah wohl, daß nun auch midere Frauen ihre Männer und Liebsten
hergeben mußten ohne Mage. r^t
Kein Wort der Klage, des BorMrrfs kam über ihre Livmn snt damals. Und auch, als. sie den .Lebensbund schlossen und er Abschied nahm, verbarg sie, wiaS fte schwer bedrucken mußte. s»e reichte ihm stumm die Hände und Lippen. Aber daß sie letzt schmeg, deutele das nicht an, wieviel schütterer sie ihr Los trug r
Gesina war B-mnenländerin. Er konnte von ihr nicht die Liebe zum Meer, das Verstehen einer solchen Liebe erwarten. Das Ungewisse, Abenteuerliche seines Berufs, das tägliche Erringen,und Ueberwinden, das, was ihn lockte, was ibm dieses Leben lebenswert machte, ängstigte sie und folterte ihr JUnerites.
Daß dieses Letzte zwischen ihnen stand, das keine Hingebung,, keine Leidenschaft anszulöschen vermochte, lag wie em L-chattM auf seinem Glück. Wie, wenn es noch einen Kampf kosten »ollte
zwischen seinem Weibe und seiner Zukunft?-
Klaus Reimers fuhr sich über die Augen.
Ter wachthabende Offötet trat m diesem Augenblick an ihn
^ Ct< * Jperr Kapitänleutnant, melde gehorsamst, Steuerbord voraus zwei feirchliche Zerstörer in Sicht!" ,
Reimers ergriff das Glas. Richtig. Zwei verdächtige Rauchwolken am Horizont bestätigten die Meldung des Offiziers. Er verließ mit seinem Beigleiter die Plattform. Mnige Minuten späteü begann das Boot zu tauchen. ^ _ pi „ , .
Durch das Sehrohr gewahrte jetzt Reimers, daß sich noch eine dritte und vierte Ranchttolke der ersteren Mgesellte, und an den! anftanchenden Silhouetten stellte er fest, daß nicht nur feindlich 'Zerstörer, sondern auch ein AuMärungskreuzer im Spiel waren.
„Eine Pattonttle, deren Vorwitz, uns recht zustatten kommt!" murmelte er dem Offizier zu. '
Jetzt war ec wieder ganz „im Bilde". Ran an den Feind hieß es. Andere Gedanken fanden da nicht Raum. Aber Mut, Lift !und — Glück mußten ihm beistehen.
,^Erstes Rohr klar!" befahl er. Seine Stimme klang ruhig und sicher. Sie verriet nichts von dtzr Erregung und Spannung, dis ihn und mit ihm seine Leute beherrschte. In jedem der Männer, lichte nur ein Wille, ein Gedanke, jedes Winks geioärtig, verharrten! sie an ihrem Platz,.
DaS Sehrohr, das aus Vorsicht nur zuweilen ausgeführt »ver- den durfte, verriet Reimers das schnelle Nahen der Engländer» Je näher sie kamen, umso vorsichtiger hieß es manöverieren.
Dminerwetter, wenn er jetzt Glück hatte — diesen Engländern wollte er doch die Luft nehmen, sich so weit vorzutoagen. Tie hatte ihm ein guter Geist in die Hände gegeben.
Die Maschine stoppte mtzjt. Das Boot lag lauernd, still, Sekunde ans Sekunde verrann.
Endlich das Kommando ,Los!"
Ter Torpedo zischle in die Flut.
Sekunden voll atemloser Spannung folgten.
Wie? Kein Laut? — Fehlgegangen?-
Ta-ein Krach! Donnernd, daß das Meer M erbeben!
scheint.
Reimers sah das Aufspringen einer steilen, turmhohen Säule ans Wasser, Rauch und Trümmer —* der Torpedo hatte gesessen und den Kreuzer mittschiffs angegangen.
Rasch wurde jetzt das Sehrohr eingezogen und das Tauchboot ans größere Tiefe gebracht. Es war die höchste Zeit gewesen. Tenn einige Augenblicke darauf vernahm man«, daß die feindlichen Zerstörer mtt hoher Fahrt über ihnen hinwegrauschten. Sie hatten das U-Boot entdeckt und es rammen »vollen.
Reimers fand es für gut, zunächst unten zu bleiben.
Er änderte den Kürs mch fuhr unter Wässer wettab von der Stelle, wo der Feind sie anfgespürt hatte.
Als man dann den Fühler des anftanchenden Bootes »nieder ausstreckte, war Nichts von dem Feinde zu entdecken. Weder Schiff noch Wrack. Doch später fischten sie einen leeren, abgetriebenen Rettungsgürtel auf, der nannte ihnen den Namen des untergegaw- genen Kreuzers.
Als er den Gürtel betrachtete, lächelte Klans Reimers. „Was wird Gesina zu dem Erfolg sagen?" dachte er. Und in dem Augenblick erstarb sein Ljächelü. Geäna? S!ie würde nur noch mehr zittern um ihn — das allqs ging ihn allein am, seine Leute und» das Vaterland.
*
Weihnachtsurlanb! Das Festland, düs Klaus Reimers nach langem Fernsein betrat, »oar in ein weißes Schmuckgewand gehüllt. Hatte sich das Heimatstädtchn für ihn schön gemacht, den Heim- kehrenden, daß es wie im Festtagsgewande strahte?
Freilich, er war ja bekannt geivorden. Sein Name war von den Zettungen genannt, seine Brust schmückte die hohe Auszeichnung, die ihm Unerschrockenheit und Kriegsglück eingetragen.
!Äber noch leuchtender, als das aUes, schien ihm das Glück, das seiner wartete. Gesina war Mutter geworden. Er würde zum ersten Male sein Kind sehen, seinen Sohn. Es war das Christ- geschcnk, das ihm die Heimat als schönsten Lohn für seinen leben-- ein setzenden Kampf draußen bescherte.
Das war es ja, lvas ihm die Kraft und den Willen zu neuem Wirken gegeben und dies schwere Dasein leickcher gemacht hatte!, leichter. Äs der Abschied damals und die sorgenden Gedanken um sein Weib.
Es war, wie er sichs geträumt hatte. Gesina hatte ein Bäumchen geputzt, für ihren „großen Jungen" und für den Kleinen. Wie sie ihm entgegenflog, war sie rwch immer wie damals, so» mädchenhaft, nur in den Augen, so schien ihm, war ein Strahlen, — hatten das die Weihnachtskerzen entzündet?
Im Himmelbettchn aber ruhte beider Abbild, sein Sohn, und schlummerte dem bewußteren Dasein entgegen.
Klaus Reimers stand lange, .keines Wortes mächtig.
Gesina sah zu ihm auf. „Schlummert er nicht wie ein Weih- nachtsengelchn?" flüsterte sie.
„Wie er ganz dein Ebenbild ist, die blonden Löckchen, die Stirn," sagte er leise.
„Aber seines Vaters Wesen hat er," lächelte sie schalkl-ast, „er »veiß, was er will."
„Hast du nicht Angst, Gesina daß er auch das Seesahrerblut seines Vaters in den Adern hat?" ftagte er leise.
„Ich werde ihn nicht halten, wenn er zur See will," sagte sie einfach
Reimers schaute sein Weib an. Diese Worte kamen aus Gesinas Munde? Scherzte sie? Doch als er ihre stolzen gläubigen Augen sah, ward ihm ihr Ernst 'zur Gewißheit. Eigen ward ihm zu Mute. Ihm war, wie als Kind, wenn sich das Wunder der Weihnacht über ihn ergoß.
„Gesina!" sagte er warm und beglückt, charf ich die Gewiß- heit mitnehmen, wenn ich wieder hinaus mutz, die Gewißheit, ein! mutiges gläubiges Weib zurückzittassen?"
^Jch glaube an unser Glück!" flüsterte sie.
.Ihre leuchenden Äugen verankerten jech ttef in seinen Blick. Und er nahm ihren Kopf und küßte ihren Mund. Draußen aber sjangen die Heimatsglocken feierlich und »veihnachtlich von Sieg und Glauben, vom Sieg des Herzens und dem Glauben an die Kraft der Liebe.--
Heinerlch uit Jakob.
Des woarn ZwillingSbrider. Waise noch, ganz klän woarn, könnt mr sch geseh, deß deß emol t paar Haabtkerle goab. Lustig un ufsgeiveckt wäis kao meh Widder goab. De greeßt Spaß hatte se, »vann se de Leut utze konnte. — Im Korn schneide woarn nur de ahle Leut deham gebliwe. — Däi Bäuwerch gunge emol groad onem Bauernhof vebei und fahle, wäi de ahl Ellervodder in de Schauern gnng und wellt Hai hole, im des Bäih zau faudern. Wäi de ahl Moa ufsen Heibodden geklettert woar, seinse schvinn hie un hon des Schauerrrdor zaugerichelt. He mvacht »vettern un kreische, so vule »vellt, he nwßt bis de i-Oewend drre stecke blebve, wu sei Leut hamkoame. — Ihr Eltermodder doaht beim lewe, däi Hanse in amfort mutzt. De ahl Fraa üinnt net meh gaud seh. drim nohmse en Stecke, »vannse im Haus, Hof un Gaarde erinigange iß. Wett se äwer alssort vegesse doaht, wusen hiegestalt hat. un seh doadt sen näit, hotse lauter bündige Bääuder dron gebunne. — Wäi se


