Ausgabe 
25.10.1916
 
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fcrnt ertuiarmt werden, itatüTJtuf) nicht bis sunt Kochgrad. 'Dcntit hrtf üblich waschen. _. , . _ _ m .

* Leichtes Oeffnen von Et n Macheglasern. Bet

den Ersatzgumnnringen sitzen die Deckel der Einmachegläser oft sehr fest, und ein Oeffnen ist nur Mit Gewalt möglich. Dadurch wird Glas und Gummiring zum nochmaligen Gebrauch oft wertlos. Um dies zu verhindern und den Gummiring gebrauchsfähig zu ersten, empfiehltDies Blatt gehört der Hausfrau", das Glas ohne Klam- über in einen Topf mit W'gsfer zu sehen und es einige Minuten kochen zu lassen, bis der Deckel sich 'leicht abheben läßt. Durch dieses Erfahren bleiben die Gummiringe erhalten. Allerdings dürften bet den Treueren,Ringen, die weniger Elastizität besitzen, die Klagen Wer allzu festen Schluß selten Vorkommen. Das iveniger gute Ma­terial dieser Gummiringe läßt einen zweiten Gebrauch so wie so kaum zu. '

* Die Galin soga. Nur weinigen ihrem Namen nach

bekannt, ist dieser Neuling, ein Unkraut, das sich cm manchen Orten in eiwern Maße verbreitet, bah es schlver fallen wird, seiner Herr 'zu werden. Gerade im letzten Jahre ist infolge der mitunter längere Zeit anhaltenden Regenzeiten, auch wohl infolge mangeln­der Arbeitskräfte die Unkrantenttvickelung sehr groß gewesen. Das zeigte sich besonders in den Kartoffelfeldern. Hier bildet es sich naturgemäß, sobald das Kartoffellraut abz-nsterben anfängt. Das ist dann die Zeit, in der die Kartoffeln geputzt d. h. vom Unkraut gereinigt werden müssen. Aber niemand kam dazu. Die Zeit wurde durch die lang anhaltende Heuernte, der die Getreideernte auf dem Fuße folgte, vollständig jit Anspruch genommen. Der Grund, daß man sich durch das Ausziehen des Unkrauts Schaden tue, ist wohl hinfällig, denn bei trockenem Wetter entsteht nicht nur kein Ähaden, sondern ein augenfälliger Nutzen, wie jeder Landwirt weiß. Unter den gegebenen Verhältnissen war es denn die Galin- svga, die sich, alle anderen Pflanzen verdrättgertd, so recht nach Auslandsart breit machte. Sie stanrntt nach der mir vorliegendekt Flora von Dvsch und Scriba" aus Peru, von wo sie mit aus­ländischem Samen in hiesige Gegend verschleppt wurde. Daß sie ein Kind wärmerer Landstriche ist, geht auch ans der Tatsache hervor, daß sie schon beim ersten Herbstreis^schwarz wird und abstirbt. Ihrer Gemeingefährlichkeit wogen soll hier ihr Steckbrief folgen, denn! Ivährend sie noch vor ungefähr 40 Jahren hie und da aus ge­bautem Felde verwildert vorkam, z. B. bei Darmstadt, an der Nvsenhöhe, nach Eberstadt zu, bei Braunshardt usw., kommt sie in der Umgegeird von Gießen jetzt massenhaft vor, und ich vermute, daß. sie sich auch anderwärts schon eingenistet hat. Wo sie sich aber einzeln oder in Gesellschaft zeigt, mache man kurzen Prozeß mit ihr und rotte sie recht gründlich Ms. In genannter Flora wird sie folgendermaßen beschrieben:Blätter gegenständig, breiteiförmig, gezahnt; Köpfchen klein, kugelig, lang gestielt, in dreigabeligen Cymen, Strahlenblüten 56. weiß." Hinzufügen will ich noch des besseren Verständnisses halber, daß die Pflanze zu den Korbblütlern (Cornpositen) gehört. Einen anderen Namen, den man der Pflanze vielleicht gegeben 'hätte, wie dies ja bei anderen Pflanzen vielfach vorkommt, konnte ich nicht in Er­fahrung bringen. Aber jedermann wird auch wissen, was gemeint ist, wenn ich erwähne, daß es manche Leute mit der Sense oder Sichel erst abhauen mußten, ehe sie ihre Kartoffeln ansmachen konnten Es wuchert vornehmlich in den Lleckern, die in regel­mäßiger Folge Kartoffeln und Korn oder auch fortgesetzt Kartoffeln aufweisen, denn in diesem Fall findet diese Pflanze die günstigsten Fortpslanznngsmöglichkeiten, ein Grund mehr für eine vernünftige Saatenfolge. Auf keinen Fall dürfte man dieses Unkraut zur Blüte oder gar zur Samenreife kommien lassen, bemt dann ist es zu spät, wenn man es auch verbrennt, sondern in grünem, jungem Zustand muh es sorgfältig entfernt werden. Br.

vtlchettlsch.

Das deutsche Wunder. Roman von Rudolph S trotz. (Ullstein L Co., Berlin.) Dieses Werk ist, so schreibt der Verlag, das erste eines Zyklus, der begonnen ist mit dem Willen zur Größe. Die Schrankeu zu überschreiten, die in den Jahrzehnten vor dein Weltkriege für den deutschen Roman bestanden, das macht­volle Geschehen in machtvollen Bildern wiederzugeben, das ist der Wunsch, den Rudolph Stratz in den ehernen Sätzen des Vorwortes anssprich!. Durch ganz Europa führt ihn, den Kenner de? slawischen Ostens, des franko-britischen Westens, der Völker am Mittelmeer, seine den ungeheuren Stoff meisternde Erzählerphantasie. Dom goldenen Kreml, von der Uspensky-Kathedrale, die nach feierliche,n Bittbottesdienst, beiin Läuten stürmender Glocken, der Zar Nikolaus verläßt, ivandert sein Blick zum Konkordienplah, über den um­jubelt der Britenköuig einzieht. Petersburg zeigt er, Brussel, London, die Reede von Spithead, einen italienischen Hasen, Belgrad, Cettinje, und inmitten der feindlichen Koalition, die allenthalben in diesem strahlenden Sommer 1914 den Weltbrand heraufbeschwört, das uindrohte, noch friedliche Deutschland.

Schüsse vor Warschau. Roman von Christian Bouchholtz. (Ullstein & Co., Berlin). Dieser Roman des ElsässerS Christian Bouchholtz, der 1914 als westpreußischer Kanonier nach Rußland zog, steht tm Zeichen des polnischen Winters. An

den Ufern der vereisten Bzura liegt das KriegStheater, das er malt, liegen in braunem Zickzack deutsche und russische Schützengräben. Am nebligen Horizoitt steigen die Fabrikschornsteine von Blonje auf, und ein Meer von Häusern glaubt der ungeduldige Blick zu sehen. Ist es Warschau, di? heißumstrittene, große, mir noch einen Tage­marsch von den Siegern entfernte Stadt? In einer Villa nahe bei Brochow, in dessen altertümlicher Kirche Chopin getauft ward, drängt die erregende Handlung sich zusammen. Ein Derratssall ist das in dumpfen Stimmungen festgehaltene Motiv, dem die Gestalt einer Polin romantischen Reiz gibt.

- D e u t s ch e r W i l l e (K u n st w a r t). Erstes Oktoberheft 1918. (Kriegsarisgabe zu erinäßigtem Preis. Vierteljährlich 3,60 Mk. Verlag von Georg D. W. Callwey, München.) Der Leiter des Heftes, mit dem derKunstwart" seinen 30. Jahrgang beginnt, handelt über diePresse im Kriegszustand" nnd sucht die Summe dessen zu ziehen, ,vas sowohl Schriftleiter wie Leser aus bem gegrn- wärtigen Zustand für die Znkunit an Folgerungen ziehen werben. Wollgang Schumann schreibt über den literarischen Expressionismus in einen: Aussatz überdie neue Richtung im deutschen Schrist- tum", Franz Gürtler über die gegenivärtigen Zustände auf dem Gebiete der Musik. Wilhelin Stapel bespricht Heinrich Wölsflins »Kunstgeschichtliche Grundbegriffe". Ferdinand Avenarius behan­delt an der Hand von Ablüldiingen die angeblichen deutschen Bilder- sälschungen, die uns von beu Gegnern vorgeworlen werden. Er weist nach, wie sehr zu Uurecht uns dieser Vorwurf geniacht wird. Fälschungen mit der Absicht auf Verleuindiing liegen in Deutschland überhaupt nicht vor. Professor Raimund Friedrich Kaiudl erörtert in eineln Aufsatz über' »Militärgrenze wid Militärverwaltung" diese wirksame Form des Grenzschutzes, die vielleicht auch in der Zu- kullft eine Rolle spielt. Es folgen eine Anzahl »Arbeilergedichte aus dem Felde".

Die Theaterfrage behandelt Wilhelin Kiefer in der von ihm herausgeqebenen Monatsschrill für das deiltsche Kunst- und Geistesleben »Bühne n n b W e l t", und zwar in dem soeben erschienenen Oktoberheft. Wilhelin Kiefer, der um seine Zeitschrift lange vor dem Kriege schon die eigentlichen Urheber der Theater- reforinbeivegimg sammelte, gibt in diesem Anssatz einen Rückblick auf die Entwicklung der Bewegung und nimmt z,i dem Hildes­heimer Verbände zur Forderung deutscher Theaterkultur Stellung. Neben dieser Abhandlung enthält das Heft einen Aussatz des 50jähr. Dichters Julius Havemann überPreußentum uub Kunst", daran anschließend eine Würdigung über ihn selbst von Jakob Bödewadt. Der Franziskanerpater Dr. Expeditns Schmidt läßt in deinselben Hefte einen Aufsatz über ..Die literarische Fremdherrschaft in Deutsch­land und der Krieg" erscheinen. Der weitere Teil des Heftes ill neben einer Abhandlung von Hugo BennewitzWeimar, deutsche Weltanschauung und Weltkrieg" bem verstorbenen niederdeutschen Dichter Johann Hinrich FehrS gewidmer. Das sehr inhnltreiche Heft kostet 60 Psg. und ist durch jede Buchhandlung, die Post und den Verlag von »Bühne und Welt", Hamburg 36, zu beziehen.

Türkischer S v r a ch f ü h r e r. Eine Sammlung von Gesprächen, nebst kurzer Grammatik, alphabetischen und systemati­schen Wörterverzeichnissen und einem Anhang: Militär und Marine. Von Dr. Paul B r ö n n l e, (vormals) Dragoman in der Generaldirektion Ihrer Hoheit der Vizekönigin-Mutter von Aegypten. Leipzig, Hesse & Becker Verlag. 160 Seiten.

»W i e wir unser Eisern Kreuz erwarben". Selbsterlebnisse. Nach persönlichen Berichten der Inhaber des Eisernen Kreuzes 1914. Bearbeitet von Friedrich Frhr. v. Dmcklage- Campe, Generalleutnant z. D. 14. bis 16. Lieferung. Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W 57, Potsdamer Str. 88.

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Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Kreuzrätsels in voriger Nummer r 3 H H

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Schriftleitung: Fr. N. Zenz. Zwittingsrnnddrnck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.