Dutzeick Stellen flogen kleine Staubwolken au^ Aber Da^ row blieb unversehrt. Jetzt war er oben — lüstete tromscy
^"^ott^verstuche^eine^Seelel" schrie Handy Salmnon mit wutverzerrtem Gesicht, warf bas Gewehr rn den Sa und trampelte in sinnlosem Zorn, darauf herum.
„Laß ihn taufen!" brummte Th rackles. „Der fcfrjbet uns nichts! Wenn ich nur wüßte, was hrer ergentlrch
^ ^Hast noch nie einen Vulkanausbruch gesehen, d-u Esel?" schrie Handy Salomon ihn an. ^ , r . - ^
„Mit dem Schimpfen bist du immer gleich ber der Hand, Maat. Nein, ich habe noch nre einen gesehen, meine aber, danii sollten wir lieber machen, daß wir sortkommen.
„Wir können ja in die Schlucht 'raufkriechen und sw holen," schlug Thrackles vor.
„In den Höllenrachen da?" schrre Handy Salomon, in sichtlichem Entsetzen zurückweichend. „Fallt mir gar nicht ein! Geh' du doch mit Pulz, wenn du Lust hast."
Hieraus entwickelte sich ein heftiger Zank, an dem auch Pulz sich beteiligte. Perdosa be»gab sich auf dem kürzesten Wege zu dein Rumfaßchen. Er und der Nigger waren total verstört; bei dein geringsten Geräusch zuckten sie zusammen; selbst die natürliche Erklärung des Phänomens schien ihre Furcht nur in sehr geringem Grade zu beschwichtigen, kiw nahm an, Darrow wüiLe so schnell wie möglich auf dem Wege über die Hügel nach dem Tal eilen, wo er, wie ich wußte, mehrere Jagdflinten hatte. Und ich hoffte inbrünstig, daß er uiid Doktor Hchermerhvrn zum Angriff schreiten WluLen, ehe sich die Leute von ihrem Schreck erholt hatten Und darauf vorbereiteten. Die unheimliche Wolke, das gespenstische Halblicht urw die Explosionen, welche jetzt wieder häufiger aufeinaiider folgten, übten eine starke Wirkung auf sie aus. In ihrem jetzigen Gemütszustände scheuten sie sich trotz der Gier nach dem ersehnten Schatze vor dem ersten Vorstoß.
Aber das Schicksal war wieder einmal gegen uns, wie immer und überall auf dieser unglückseligen Fahrt.
Ich sah eine zweite Geftalt aus der Schlucht treten! Der Mann stolperte wie ein Verwundeter und blieb alle zehn Schritte in vornübergebeu,gter Stellung stehen. In dem trüben Licht konnte ich Einzelheiten nicht unterscheiden, aber als der Dunstschleier einen Augenblick zerriß, erkannte ich Doktor Schermerhorn, der mit großer Anstren- gung etwas schleppte — die Kiste!!
12. Kapitel.
Der Mord».
Ich fing sofort an z/ü (schreien, als ich sah, daß die Leute sein Kommen bemerkt hatten. Ob er mich gehört hatte oder nicht, kann ich nicht sagen; war es der Fall, so mißverstand er meine Absicht, denn er setzte mühsam einen Weg fort. Ich erreichte werter nichts, als daß ich mit meinem eigenen Tasck>entuch ^geknebelt und in eine Vertiefung zwischen den Dünen geworfen wurde. Von dort aus horte ich Handy Salomon aufgeregt schreien:
„Laßt mich nur machen! Die Sache nützt uns nichts, wenn wir reicht Bescheid wissen — aber ich toill es schon aus ihm 'rauskriegen, wo er das klebrige versteckt hat..."«
Damit tvaren sie einverstanden.
„Jetzt gehe ich und helfe ihm die Kiste tragen!"
Eine lange Pause folgte. Auf den Wolken über mir brannte düstere Glut. Ein seltsam unirdisches Licht erfüllte die Atmosphäre und kein Lüftchen regte sich.
Dann hörte ich Handy Salomon und Dokter Schermer Horn zu der Gruppe treten.
„Na, da wären wir, Herr Perfesser," sagte Salomon in wärmsten Herzenstönen. „Hier setze ich sie hin; ganz sicher wie ein Kind in der Wiege. Aber schwer ist sie!"
An dem vergnügten Lachen Doktor Schermerhorns hörte ich, daß er in freudiger Erregung war.
„Ja, sie ist schwer!" sagte er. „Sie trägt ja auch den heißesten Wunsch der ganzen Welt in sich. Wo ist Percy?"
„An Bord gegangen."
„Wir müssen uns rasch einscbiffen. Es ist höchste Zeit. Wäre der Ansbruch einen Tag früher geschehen, so hätte er meine Arbeit vernichtet. Jetzt kann menvetwegen die aayze Insel versinken!" lachte er. „Laßt uns schnell machen, Laß wir sortkommen t"
„Cs wird lange dauern, alle Ihre Sachen herunterzw« schaffen, Herr Perfesser."
„Die existieren nicht mehr. Der Ausbruch hat sie verschluckt. Fetzt wird die Lava wohl schon einen Fuß hoch inr Tale stehen, und es dauert nicht mehr lange, dann ist sie hier. Wir müssen an Bord."
„So haben Sie all die teuren Sachen verloren, Herr Perfesser?" sagte Handy Salomon. „Das nenne ich aber Unglück!"
Doktor Schermerhorn lachte wieder.
„Das schadet nichts!" ries er. „Hier in dieser kleinen! Kiste steckt ein Schatz, der Lohn für die Arbeit von vielen Jahren — die Kosten für die „Laughiug Laß", die Mannschaft, und die Ausrüstung init inbegriffen — und noch hundertmal mehr!"
„Ich bin zwar nur 'n einfacher Seemann, Herr Perfesser, aber ich glaub' Ihnen, wenn die Kiste auch man ein bißchen klein ist für altes, was drin sein soll."
„Die kleine Kiste ist eine Zauberbüchse!" jubelte der Professor in seinem Triumphgefühl mit der schwungvollen Begeisterung des echten Gelehrten. „Was ihr auch verwandeln wollt, ihr braucht as nur zu wünschen und— es geschieht. Selbst das Gefüge der Felsen, die Moleküle —i alles, alles!"
„Kann man auch Diamanten damit machend" fragte Pulz, und atemlos erwarteten alle die Antwort des Professors.
„Oh, noch viel wunderbarere Verwandlungen könnte man bewerkstelligen," antwortete Doktor Schermerhorn mit nachsichtigem Lächeln. „Diese wäre ganz einfach. Carbon ist Kohle; asio auch Diamant. Nicht wahr? Man brauchte hier nur die Form, nicht einmal den Stoff zu ändern."
„Dann kann man Kohlen in Diamanten verwanDeln?" fragte Handy Salomon.
„Jawohl., ihr habt mich ganz richtig verstanden —"
Ein schrilles Quieken wie von einer erschreckten Maus — dann lange, tödliche Stille! Ich hörte kurz hintereinander zwei dumpfe, schwere Schläge, und einen Augenblick darauf sah ich Handy Salomon einen menschlichen Körper, dem er seinen Stahlhaken wie einem Fische unter den Kiefer ein- gebohrt hatte, nach der See schleifen. Jetzt befreite mich Pulz von den Fesseln und dem Knebel.
„Kommen Sie her!" befahl er.
Me blickten ängstlich nach der Schlucht, aus der dicker, Weißer Qualm hervorquoll. Die drohenden Anzeichen mehrten sich. Fortwährend erschütterten bald leichtere, bald schwerere Explosionen die Grundvesten der Insel. Große Felsstücke rollten von den Klippen, uird die Blitze folgten! sich immer häufiger. Wir selbst erschienen uns in dem eigentümlichen Licht unheimlich und riesengroß.
„Fort, fort! So schnell als möglich!" schrie Thrackles.
Augenblicklich machten wir Kehrt und rannten davon. Thrackles und Salonron schleppten die Kiste. Wir ließen alle unsere Sachen im Stich und setzten nur mit dem, was wir auf dem Leibe trugen, nach der „Laughing Laß" über. Ein großer Teil der Vorräte war nach dem letzten gründlichen Neinmachen auss Schiff zurückbefördert worden, aber unsere Kleider und unser persönliches lÄgentum blieb am Strairde liegen. Nachdem wrr die Bucht erreicht hatten, hätte nichts in der Welt uns mehr dazu zu bewegen vermocht, noch ein^ mal an den verfluchten Ort zurückzukehren.
Die Ueberfahrt war nicht ungefährlich ; denn es erhoben sich ohne Zweifel infolge seismischer Störungen mitunter haushohe Wogen, dre ohne Weiterbewegung in sich zusammensanken. Aus dem Boot, bas wir nicht emporhrßten, sondern am Tau nachschleppen ließen, taumelten wir es« schöpft an Deck.
(Fortsetzung folgt.)
Aus dem Hinterland.
Kon Alexander Schettler-Duisburgs
Der alte Herr.
Du triffst ihn Überall, auf ber Elektrischen, im Restaurant, fttf Eisenbahnabteil, vor einem Schaufenster, im Zigarrenladen, auf einer einsamen Alleebank —< besser gefasert, er trifft dich und hält dich fest, venvickelt dich in ein Gespräch, das du aus Höflichkeit nicht so ohne weiteres abbrechen darfst, denn es handelt von seinem Sohne, ber draußen steht.
„An der Somms, verstehn Sie, im dichtesten Kugelregen. CS soll grauenhaft dort zugehn. Was mit der Junge für Briefs


