Ausgabe 
18.9.1916
 
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Mer sollte dut uns darwe,

Hie is die Antwort druff ;

Der Jean bind't unS die Garwe.

Der Charley stellt se uff.

Verhungern und verzage,

Des wor e' schlechte Dram:

Der Henry lädt de Wage,

Der Edward fährt 'n Ham.

In Ost un West die Bresche Se wollte schlage vorn;

Uns kunnte se nit dresche,

Se dresche unser Korn.

Un wie e' sah die Kelwer,

Hot Aaner laut gelacht:

Der Herrgott hot sich selwer Uuff unser Seit gemacht.

Do klappt's, des will ich meine,

Wie der do zu unS stund;

E' ließ die Sunn uns scheine Su heiß, als wie e' kunnt.

Un wie uns' alder Schimmel Do ham de Wage zieht,

Do klingt vom Helle Himmel Ganz leis e' JriedenSliedl

^Jugend" Nr. 34. R u d o lf Di etz.

vüchertisch.

BiSmarcks Friedensschlüsse von Prosessor Dr. Johannes Haller (Weltkultur und Weltpolitik": Deutsche Folge 10, Verlag F. Bruckmann, A.-G., München, 1916). Preis 2 Mk Bismarcks FriedenSschlüffen ist es eigentümlich, daß sie ein Programm waren, aus lange Jahre hinaus Europa und der Menschheit den Frieden zu sichern. Go kommt eine Schrift wie gelegen, die aus dem weitschichtigen Material knapp und klar die Leitlinien herausarbeitet, die Bismarck bei seinen Friedensschlüffen eingehalten hat. die Grundsätze, von denen sein Handeln bestimmt wurde. Die glänzendste Leistung BiSmarcks war es danach, daß es ihn: glückte. Oesterreich an die schleswig-holsteinischen Interessen zu ketten, wodurch er die neutralen Großmächte, vor allem Eng­land, vor einer Einmischung in eine rein deutsche Angelegenheit, die leicht europäische Bedeutung gewinnen konnte, fernhielt. An dem Friedensschluß des Jahres 1866 lernen wir vor allem die Gabe Bismarcks bewundern, mit hellseherischen: Blick in die weitere Zukunst au schauen, und damit, daß er Oesterreich schonte, für Jahrzehnte die europäische Politik in seinen: Sinne festzulegen und zu bestin:n:en. Nur im Frankfurter Frieden hat Bismarck sein Ziel, die deutsche Einheit dadurch zu behaupten, daß er Frankreich seines vorfprmgenden Glacis beraubte, nicht ganz erreicht. Es mag dahingestellt bleiben, welche Gründe ihn schließlich bewogen, aus Belsort endgültig zu verzichten. Vermutlich war es die Sorge vor einer europäischen Jirtervention, die ihn veranlaßte, von dem Maß seiner ursprüngliche:: Forderungen das nicht unwesentliche Stück sollen zu lassen, wie ja überhaupt der Alpdruck vor einer Ein- Mischung dritter Mächte sich wie ein roter Faden durch alle Ent­schlüße der Bismarck'schen Politik zieht und ihr Dogma in dem Satze gipfelt: Unter Vermeidung des Dazwischentretens Neutraler rasch zu einer Einigung mit den: Gegner zu gelangen und zwar aus der Grundlage eines Maximums des Erreichbaren. Für die Gegenwart aber kommt die Schrift notwendig zu der Frage: Was täte Bismarck heute nicht? Daraus gibt Haller auf Grund der Ergebniffe seines Buches die Antwort:Erwürbe sich nicht danach u'msehen, was andere täten oder getan haben, er wüßte von allen: Anfang, was er zu tun hätte. Bismarck- Friedensschlüsse sind gerade darum solche Meisterwerke, weil er sie selbst gemacht hat. Sie sind die seinen nicht nur, weil er sie unter­schrieben hat. Wissen, was man braucht, und wißen, was man will das ist die große Lehre, die aus seine:: Friedensschlüssen wie aus allen seinen Taten spricht."

.Bühne und Welt". Das soeben erschienene Sep­temberheft der Zeitschrift bringt einen in der Theatersache beson­ders bemerkenswerten Aufsatz von Dr. Artur D i n t e r, dem Verfasser der bei I. F. Lehmann in München erschienenen Broschüre Weltkrieg und Schaubühne". JohS. Schlaf ist mit einer be­deutenden philosophischen Abhandlung, die sich mit der Zukunft unserer Wissenschaft und unseres geistigen Lebens befaßt, vertreten, lieberDie Ziele sittlicher Lebensführung im Spiegel deutscher Dichtungen" schreibt Professor Dr. L. Huber, Wien. - Eine be­sondere Bedeutung enthält dieses Heft durch die darin veröffent­lichte DichtungHermoders Ritt" von Eberhard König. Fritz Droop ist mit einer Würdigung des gefallenen Malers HanS Meckelburger vertreten, von dem ein Selbstbildnis in dem Hefte wiedergegeben ist. Preis des Heftes Mk.,60, HalbjahrSbezug

Schr:stle:tung: Fr. R. Zenz. - Rotationsdruck und Verlag der Br

3,50 Mk. Durch jede Buchhandlung, die Post und den Verla vonBühne und Welt", G. m. b. H., Hamburg 36.

Heilen und Helfen. Von Dr. Hermann Tekker. MU zahlreichen Abbildungen nach Originalaufnahmen. Preis geheftet 1 Mk.. gebunden Mk. 1,60. Stuttgart.Kosmos", Gesellschaft der Naturfreunde, Geschäftsstelle: Franckh'sche Verlagshandlung.

Kulturgeschichte des Krieges. Von Professor Dr. K. Weule, Geh. Hofrat Dr. E. Bethe, Profi Dr. B. Schmeidler, Pros. Dr. A. Doren und Prof.' Dr. P. Herre. (II und 118 S.) 8, (Aus Natur und Geisteswelt", Sammlung wissenschaftlich-gemein­verständlicher Darstellungen. 561. Bändchen.) Preis geheftet Mk. 1,, gebd. Mk. 1,2b. Verlag B. G. Teubner, Leipzig und Berlin 1916.

Die Kriegsschauplätze auf der Balkan' Halbinsel und im Orient." Als eine der besten un» neuesten en:pfehlen wir die bei BrockhauS in Leipzig zum Preise von 7b Pfg. erschienene KarteDie Kriegsschauplätze auf der Balkan­halbinsel und im Orient". Sie hat das Formal von bl: 69 Ztm. und ist in sechs Farben ansgeführt. Die Hauptkarte umfaßt nicht nur den ganzen Balkan einschließlich Rumänien, sondern auch Siebenbürgen, einen großen Teil von Ungarn und Südostgalizien mit der Bukowina. Auf vier größeren Nebenkarten sind Vorder­asien mit dem nordöstlichen Afrika, der kaukasische Kriegsschauplatz, Mesopotamien und Unterägypten mit dem Snezkanal dargestellt.

Von deutscher Art. Von Prof. Dr. Dietrich Schäfer, Berlin-Steglitz. (Im Buchhandel nicht erhältlich.) Sonderdruck aus: Der Krieg 1914/1916. Werden und Wesen des Weltkrieges, dargestellt in umfassenderen Abhandlungen und kleineren Sonderartikeln. Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herausgegeben von Dietrich Schäfer. Mit melen Karten, Plänen, Kunstblättern, Textbildern :md Beilagen. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien I. Band gebunden 10 Mk. (Unter der Presse.)

- Neue Frauenkleidung und Frauenkultur. Organ des Verbandes für Deutsche Frauenkleidung und Frauen­kultur. Schriftleitung: Klara Sander, Else Wirminghaus, be:de in Köln. Verlag der G. Braunschen Hoibuchdruckerei in Karlsruhe. Jähr­lich 10 Hefte in Hoch°Quart mit zahlreichen Abbildungen und Zeichnungen auf Kunsldruckpapier, sowie Schnitt mu st er- bogen. Preis fürs Jahr 6 Mk., fürs Halbjahr 3 Mk. Probe­hefte unberechnet und portofrei. Aus den: Inhalt des September­heftes : Kriegsbekleidung. Stadt und Land. Ein Buch über Atemgymnastik. Einige Zuschriften zur deutschen Frauenkleidung und was dan:it zusanunenhängt. - Künstliche Blumen. - Ver­schiedenes: Motto. Ein Erlaß des Kultnsininisters gegen die Modetorheiten. - Von: Verband Deutscher Kinderhorte. Die Kunst in der weiblichen Handarbeit. Stimmnuaen. Mit oder ohne Draht? Der Schißbruch der Deutschen Mode '? Eine Verordnung des Gouverneurs der Festung Köln. Gesu,:derhaltung

eine sittliche Pflicht. Ter Kriegswerl unmoderner Kleidung.

Bncherbesprechungen : Das Kleid der Frau als Ausdruck deutschen

Wesens und deutscher Kultur. Die neue Nadelarbeit in der Volksschule. Die Beratungs- und Auskunftstelle der nationalen Frauengemeinschaft Köln. Sprechsaal. Preisausschreiben. Vereinsinitteilungen. Beschreibung der Kleider. Schnittmuster­bogen. _

Silbenrätsel.

a, a, a, con, dolf, &ra, he, in*;, köpf, li, wob, na, nit, ra* rac, ren, 8a, snl, ?ar, wer.

AuS vorstehenden Silben und Buchstaben sollen acht Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangs­buchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen den Namen eines Komponisten und den Titel einer Oper desselben bezeichnen. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes:

1. Ein Konditorei-Erzeugnis.

2. Männlichen Vornamen.

3. Afrikanischen Volksstamm

4. Hohen Stcratsbeamten im alten Rom. b. Geistiges Getränk.

6. Eine GesteinSart.

7. Ehemaliges Königreich.

8. Ein Gewürz

(Auflösung in nächster ydummer.)

Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummern Wenn die Rosen aufgeblüht,

Geht der Lenz zu Ende;

Wenn die Sonn' am höchsten glüht,

Naht die Sonnenwende. Rückert.

'scheu Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.