Der Nsdium-Vulksn.

Roman von St. E. White und S. H. Adams.

Autorisierte Uebersetzung. Nachdruck verboten.

(Fortsetzung)

Zweiter Teil.

Die eiserne Kiste.

Die Geschichte, die Ralph Sladc den Offizieren des Bereinigten Staaten KreuzersWolverine" erzählte 1. Kapitel.

In San Franzis ko.

Es 'war in San Franzisko. Eines Llbends trat ich aus einer dunklen Gaffe ctuf die Barbarh Eoaft hinaus. Sre kennen ja jene Straße dicht am Wasser mit ihren: babylom- sckwn Svrachengeivirr, das de«: Wirrivarr in: Hafen von.M .Said noch weit nbertrisft. Das verschiedenfarbigste Gesuwel aus aller Herren Länder gibt sich dort ein -stelldrchenr. Ich tvar auf der Suche nach einem Manne, der vor einigen Tagen von einer zweijährigen Fahrt auf einem Walsisch- fänaer zurückgekehrt war. Ein Hasenlotse hatte nur d:e Ge­schichte erzählt. Der Mann war aus den Wal fisch fan ger ver­schleppt worden, ninßte die ganze Reise Mitarbeiten, kam ohne einen Cent in der Tasche an "Land, und fand tu San Franzisko keinen Menschen, der ihm glaubte oder :hn: auch nur den Kredit für ein Telegramm gewährte. Der Mann war nämlich zu Hause Millionär! Den suchte :ch afto.

Gerade an: Ausgang der Gasse wäre ich beinahe zwei Männern in die Arme gelaufen. Da es anf der Barbary Eoaft nicht ratsam ist, aus engen: Wege an Unbekannten vorüberzugehen, ohne sie s:ch vorher ein tven:g vnzusehem trat ich schnell zurück und hörte zw me:nem Erstaunens eine wohlbekannte Stimme

Sie alle haben sicherlich schon von Doktor Karl August Schermerhorn und seinen großartigen Leistungen gehört. In seinen: Kopf spukten nock) großartigere Ideen. Vor einiger Feit hatte ich seine Bekanntschaft gemacht, weil mich ferne Experimente auf dem Gebiete der Telepath:e und drahtlosen Telegraphie schon von Berufs lvegen interessierten. Er zeigte mir einmal doch das ist eine andere Geschichte. Tatsache war jedenfalls, daß besagter ehrenwerter, mit Haut unb Haaren der Wissenschaft ergebener Doktor Schermerhorn sich um Mitternacht in ei,:er dunklen Gasse auf der Barbarh Eoaft in Dan Franzisko hernmtrieb und sich mit einem mehr ulS zweifelhaft aussehenden Individuum unterhielt!

Mein Berufsinstinkt erwachte schleunigst. Ich drückte mich an die Wand und horchte. Zuerst konnte ich nichts ver­stehe!:, dann kau:en die beiden Gestalten näher, und rch hörte deutlich eine schrille Fistelstinrme, die in so komischem Kontrast zu dem vierschrötigen Körper ihres Besitzers stand, daß ich beinahe taut aufgelacht hätte

Da haben Sie recht, Mister! Ich bin der Kapitän! Der Besitzer auch! Bin ich!" .

Man sagte mir, Sie würden den Schoner vern::eten! sagte der Doktor. . , ,

Vermieten!" spöttelte die Fistelstimme nachahmend. Na, meinetwegen! Beim Teufel ich will Ihnen das Schiff also vermieten!"

Das scheint also zu stimmen!" murmelte der Doktor, der offenbar mit seiner praktische:: Lebenskunde zu Ende war, ziemlich ratlos vor sich hin.

Wie lange? Wozu? Wohin?-Ueberhaupt wer sind Sie?"

,Hch bin Doktor Schermerhorn."

Hab' in den Zeitungen von Ihnen gelesen."

Wie aroß ist Ihre Mannschaft?" __ . -

Ich, der Steuermann, der Koch und vier Matrosen.

Und Sie könnten bald reisefertig sein?"

So bald Sie wollen wenn ich überhaupt fahret

,Lch inöchte am liebsten morgen schon abveisen"

Wenn ich die Mannschaft zusammen kriege. Ab«r lvarum bleiben wir im Dunkeln stehen? In der Bor, dorß an der Ecke, könnten wir bei einem Glase Grog d:e Sachs bequemer besprechen." , ., . . , ~

Nein! Nein! Dort könnte vielleicht jemand unser Ge­spräch belauschen," lehnte der Doktor zu meiner Freude

hastig ab. .

Meine Neugierde war im höchsten Grade erregt; denn Doktor Sck>ermerhorns wissenschaftliche Undernehmuugen er­wiesen sich meistens als eine wahre Fundgrube für sensa­Wohin soll es geheil?" ftagte der unbekannte Koloß gespannt.

Das niöchte ich nicht sagen."

Hm! Und wie lange soll die Reisedauern?"

Ich möchte Ihren Schoner liebst Mannschaft auf un- bestimmte Zeit miete::. Solange es mir gefallt."

Hm! Unbekannte Fahrt nach unbekannten Häsen! Segen Sie nrat, was ist da faul?" ^ ^ ....

Nein! Nein! Ganz und gar nichts! Es ha::delt sich rtur um meine eigenste persönliche Angelegenheit."

Nicht, daß ich mir etwas daraus machte," brummte der andere leichthin.Nur muß solche riskante Geschichte natür­lich auch extra bezahlt werden."

Es ist keinerlei Risiko dabei."

Vielleicht Perlenfischerei? Da sind in den letzten Ähren die Iapanzer mit ihren Kakionenbooten wie der Teufel hinterher, sage ich Ihnen. Macht nichts, ich bin ihnen schließ­lich früher a::ch entwischt." ^ ,

Wieviel wollen Sie also für Ihr Schift haben?'

Ich konnte mir's fast ausmalen, wie der Unbekannt«! jetzt überlegte, bis zu welcher Höhe er seine Forderungen

wohl^ra^en^dürfte. ^ ^ h^e keine Achmng. wo Sie hinwolle:: und wann Sie zurückkominen :n:d dann die