Ausgabe 
13.9.1916
 
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doch -u Zweifeln Antatz. Bor allem hüte man sich, bas Testament

mit ber Schrcibmasck'ine m schreiben ober es überhaupt von einer andere»» Person schreiben zu lassen' es märe alsdann un­fehlbar nichtig D5' größve Gefahr liegt darin, daß Man das Testa­ment ans einen Bogen schreibt, auf dem der Ortsname vorgedruckt ist. Man setzt vielleicht l>armtos neben den vor ge druckten Ortsnamen das Darum, ohne dabei zu ahnen, daß aus diese Weise das Testa- mct der Nichtigkeit auh<imfä1lt. Es muß nämlich die Angabe des Orte? unbeding. -n gen händig gescheh.'n. Tie Fälle der Nichtigkeit au? dicsenr Grunde, sind in der Iöaxis di' häufigsten. Auch bei geincinsckiasllichen Testamenten ist Vorsicht geboten. Ein Testament folgenden Inhalts Eonintt häufig vor: ,.Wir setzen uns gegenseitig im Falle unseres Todes zu Erben ein. Datum. August Schulze/'

Unter dieses Testament setzte auch Frau August Schulze ihre Unterschrift. Gleichwohl ist das Testament nichtig. Das Testament ist nänckich Zunächst nur vom Ehennmn Sckmlze geschrieben, was be­kanntlich nicht genügt, da nach der streugen Forinvorschrift jeder sein Testainen t eigenhändig schreiben muß. W muß deshalb der Testa nieutswortlaut entweder von der Ehefrau wiederholt lverden, oder Muß von ihr irgendwie darauf Bezug genommen werden. Ti.ee- gcscki.hc gewöhnlich durch den Saft:Ich erkläre, daß das Testament meine-.- Mannes auch das merrre sein soll." Es genügt auckj das eine WortEinverstanden"; unter das dann die Ehefrau ihre Unterschrift zu setzen hätte, dtatürlich muß die Ehefrau auch das Datum Hinzurügen, denn die wenigen Worte bilden wiederum ein besond.res Testament. Das Datum wird in den meisten Fällen auf dtnr glcickien Tag tautQi wie dasjenige des Ehemannes. Es darf natürlich auch ein späteres Datum sein, nur Muß es dem Tage der Niederschrift entsprechen. Jedes Testament soll natürlich mit dem vollen Familiennamen unter;-ick^ret sein. Bei Testamenten, Ln Briefform kommt es jedoch häufig vor, daß fte nur der Natur des Briefes entsprechend mit dem Vornamen mrterzeichnet sftrd. Solche Testamente wurden früher vom Reichsgericht für nichtig erachtet. Erft ireuerdings läßt nran sie gelten. Man hat jedoch auf diese Weise die Gefahr l>eraufbeschiuorcn, daß ein harm­loser Brief, in dem von erbrechtlichen Verfügungen dre Rede ist, dem Briesschreiber gegen seirren Willen als Testament ausgelsgt werden kann. Es besieht daher die Möglichkeit, daß das Reichs­gericht in Erkenntnis dieser Gffahr später eunnal von seiner jetzigen Auffassung abgehen wird, weshalb es zu cnrpfehlen ist, auch im Briefe mit oolbsm Familiennamen zu unterzeichnen, 'wenn man dem Briefe die Bedeutung eines Testaments beilegen will.

Dr. jnr. Ludwig Oppenheimer, Darmstadt.

Deutsche; Vaterunser.

So laßt uns beten: O, du unser Vater,

Sei unsre feste Burg in allen Nöten,

Sei unser Schirm, sei Lenker unb Berater.

Laß uns getrost vor unsre Feinde treten!

Gib uirser täglich Vrot uns jetzt und heute Entzünd in uns das Feuer deiner Stärke,

Erfüll uns all mit deiner heiligen Freude Und segne gnädig unsrer Hände Werke.

Sei unsre Zuflucht, unser Lebeusborn!

Uns deine Gnade, unsrem Feind dein Zoitt I Herr, sieh nus an in Milde und Geduld;

Erbarmungsvoll vergib un5 unsre Schuld.

Dein ist das Reich, laß es uns auch erwerben,

Dein ist die Kraft, die Feinde zu verderben,

Dein ist die Herrlichkeit ob ackert Wesen,

In Ewigkeit bist du, wie du qervesen . . .

Darum bitten wir in deines Sohnes Namen,

Erlöse uns, Herr, und schenk rms Freiheit. Amen!

Karl Neurath (Nidda).

vüchertisch.

D e r T ür m e r (Knegsansgabe). Herausgeber : I. E. Frhr. v. Grotthuß. Vierteljährlich (6 Hefte) 4 Mk. 50 Pfg., Einzelheft 80 Ps. Probeheft portofrei (Stuttgart, Greiner & Pfeiffer). Aus dem Inhalt des zweite»» September Heftes: Der Geist vom Skagerrak. Von Otto Haendler. Unwägbarkeiten. Von HanS von Kahlenberg. Unsere Frerrnde - die Feinde. Von Erich Schlaikjer. Wirkungen. Von F. Spier. Deutsche Scholle sür unsere Tapferen! Vorr Frank vom Rhein. Gottes Walten irr der Geschichte. Michel, der Narr. Ein Sehender. Von H. Bismarck für freies Wort. Iohanrres Scherr über Frankreich und Errgland. Zum Gedächtnis dreier niederdeutscher Dichter. Von K. Storck. - Eine Ehrenschuld des deutschen Volkes. Von Marie DierS. Besuch eines Balten bei Goethe. Von Wilhelm Graß. Ein stbyllinischeS Buch. Von Werner Peter Larsen. Das serbische Erlebnis. (Mit 8 Zeichnungen von Waller Lehmann.) Bon Konstantin Schmelzer. Theatersammer. Von K. St.

Türmers Tagebuch : Der Krieg. Auf der Wart«. Kunstbeilage.

Notenbeilage.

- Deutsches Wille (K u n st w a r t). Erstes Septemberheft 1916. (Kriegsausgabe zu ermäßigtem Preis. Vierteljährlich 3,60 Mk. Verlag von Georg D. W. Callwey, München.) Im Leiter des Heftes »Wohltätigkeit und Staat" kritisiert Dr. Wilh. Stapel den heute üblichen WohltärigkeitSbetrieb. Jetzt im Kriege sei prak­tisch freilich nichts zu ändern, nach dem Kriege müßte man aver in der Wohlfahrtspflege grundsätzlich die Mittelbeschaffung und die Mittelverwendung trennen, erstere sei den» Staate und den Ge­meinden zuzurveiseu. In einem Aufsatz über denKrieg und die Christussrage" erörtert der Hamburger Hanptpfarrer A. W Hunzinger das Chrislusbild der kommenden Zeit. Zu Fried­rich Ludwig Schröders Hundertsteln Geburtstag zeichnet Ferdinand Gregor» ein Bild des genialen Theater,nanues der Goethezeit.

Der Architekt Gustav Wolf gibt längere grundsätzliche Aus­führungen überKriegs-Gedächtniszeichen", denen er acht hübsche kleine Zeichnungen beigegeben hat. Walter Lambwch erörtert Das Sprachertternen als politische Aufgabe", besonders vom Stand­punkt des deutschen Kaufmanns ans Dr. Erich Schairer be­schäftigt sich in einem Alstsatz »Handel oder Händler" mit der sozialen Umorreutiernng" des Handels.

E. T. A. H o ff m a n n : Tic Bergwerke von Falun, Der unheimliche Gast. Mit diesem Inhalt ist Nr. 37 derW elt- literatu r" erschienen, die zum Preise von 10 Pfg. jeden SamS- tag in geschnrackvocker Aufmachung einen der besten Romane und Novellen der Wellliteratna bringt. Verlag derWeltliteratur", München 2, Färbergraben 24.

- Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens (Union, Deutsche Verlags-Gesellschaft Stuttgart). Der soeben erschienene 1. Baud des neuen Jahrganges enthält u. a. einen Roman von Alexandra v. BosseDer deutsche Gast", in dem uns die Geschrcke eines nach Notlandung in Rußland geretteten deutschen Flicgeroffiziers fesseln; eine Erzählung von Heinz Welten Die drei Kreuze" und eine Kolonialqeschichte aus den erster» Kriegs wochenDer Verrat der Duala" vor» Siegfried Baske. Aus bem reichen Inhalt heben wir noch hervor: die Schilderung eiuer abenteuerlichen Fahrt von Karl Heinz HeilandEine Autotour durch Madras", einen Aufsatz von Egidius Grotand über Stern- deutcrei, Prophetenkünste und Weltuntergang, und eine»» weiteren von Dr. Bäumer über Hautpflege uud Bäder. Mit so abwechslungs- reichen Darbietungen für so billigen Preis (90 Pfg. sür den Band) wird dem Bedürfnis weitester Kreise in der geeignetsten Form ent­sprochen.

In einem interessanten ArtikelDie Eigenart des rumäni­schen Volkes", den die neue Nr 37 derSchweizer Illustrierte!» Zeitung" enthält, nimmt Prof. Otto von Du,zgern zu der Frage der Abstammung der Rmnänen Stellung. Die ne»»e Nummer des intereffanten Blattes beschäftigt sich auch bildlich vorwiegend mit Rumänien: sie bringt in ausgezeichneten photographischer» Auf­nahmen rumänische Bauernhäuser, Bauer»» und Bäuerinnen, ru- »»ische hohe Ossiziere »»nd Staatsmänner, darunter auch den Generalstcibsches Avacescu. Außerdem beschäftigt sich dieSchweizer Illustrierte Zeitung" (Berlagsanstalt Ringier & Co. in Zofingen) in ihrer neue»» N»»n»mer mit aller» anderen wichtigen Ereigniffen der letzten Zeit, feie»» sie kriegerischer oder friedlicher Arß Ihr billiger Preis von 25 Pfg. pro Nummer ermöglicht dies; im Abonnement kostet dieSchweizer Illustrierte Zeitung" Mk. 5. pro Halbjahr. Alle Buchhandlungen und auch die Post nehmen Bestellungen entgegen.

Zerbrochene Gummirin ge der Eiunrachgläser können, wie l»ns eine erfahrene Hanssrau mttteilt, ohne weiteres wieder zum Sterilisiere»» verwendet werde»», wenn man die beibe u Enden übereinander legt.

Diamanträtsel.

In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben a&a&aa b b bbeeggilno rrrrtuu derart einzutragen, daß die »vagerechten

] Reihen folgendes bedeuten:

1. Einen Buchstaben.

2. Edelfisch.

3. Frucht.

4. Stadt in der Schweiz

5. Vogel.

6. Badeort.

7. Einen Buchstaben.

Die senkrechte und wagerechte Mittelreihe ergeben da» Gleiche Auflösung in nächster Nummer.

Auslosung des Rätsels. in voriger Nummer r

Juli, August i Julia (Juli-j-a).

Schrütleitung: Fr R. Zen;. Rotationsdruck und Verlaa der Bri'ifft'scben Universitäts-Buch- unb Steiudruckerei. N. Lange. Gießen.

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