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KriegsbegknN ulifere ffeme Musterkolonie Togo, bte ringsum! fischen französfichen und englischen Besitzungen eingekeilt liegt nnd eme eigentliche militärische Besatzung überhaupt nicht hatte in dre Gewalt der Feinde. Samoa wurde am 29. August 1914 kampflos von den Engländern besetzt. Japan besetzte ungefähr zur Merck en Zeit die Karolinen, die Marianen, sowie die Ja lau- und Marschallsinseln.
Nach heldenmütigem Widerstande, 70tägiger Belagerung und Neuntägiger ununterbrochener Beschießung siel am 7. November Mmtau. 3500 Deutsche hatten gegen 23 000 Japaner und 1000 Engländer gekämpft und ihnen Verluste in Höhe von 5400 Mann beigebracht.
Dn dar-drei wehrfähigsten unserer Kolonien, Südwestafrika, Sudostafrika und Kamerun erlitten unsere Feinde bis zum Jahres- Musse 1914 nur Niederlagen. In Südwestafrika wurden die Umländer in Kämpfen am 35. September bei Sandfontein ge- £öer von der entgegengesetzten Seite, aus der portn- jimschen Kolonie Angola her unternommene Versuch, in unser Schutzgebiet nn zu dringen, wurde am 27. Dezember verlustreich abgewresen. Noch schlimmer erging es ihnen in Ostafrika. Dort wchten bei Tanga am 4. und 5. November 2000 Mann deutsche Truppen gegen 6000 Engländer (auf beiden Seiten überwiegend Farbige). Die Engländer erlitten 3000 bluttge Verluste, davon 600 Tote, verloren ferner acht Maschinengewehre, sehv viel Ge- wchrmnnition und sonstiges Kriegsmaterial Hierauf schifften sich dre Drgländer wieder ein und sind seitdem nicht wiedergekommen.
Much in Kamerun erfochten die Deutschen am 29. August der Garua und am 6. September bei Nsanakang entscheidende Siege. Anderseits konnten die Küstenplätze natürlich gegen die gewaltige feindliche Uebermacht nicht gehalten werden. Duala fiel am 26. September. Als aber die englisch-französischen Lan- dun^trmppen weiter tot das Landtnnere vordrangen, wurden sie ^ o- Oktober bei Dorbassi zunächst geradezu vernichtend geschlagen. Zwei und einen halben Monat brauchte der Feind trotz acf>cn: Uebermacht, bis es ihm gelang, die nur durch 150 Mann verteidigte Nordbahn in seine Gewalt zu bringen Neu-Kamerun (d. tz. der aus Anlaß der Marokko-Angelegenheit von Frankreich abgetretene Teil) konnte nicht gehalten werden Einerseits war hier die französisch-belgische Uebermacht er dEerck, anderseits gestatteten die günstigen Schiffahrtsverhält- msse den Feinden, Hilfsmittel heranzuschaffen, welchen die auf die Landversorgung angewiesenen Deutschen nichts Gleichwertigeres entgegensetzen konnten.
3. Kämpfe int Jahre 1915.
__ a) Südwestafrika.
MS entscheide,rdeis Merkmal bei allen Kolonialkämpfen des vorigen Jahres hatte sich die Tatsache herausgestellt, daß. die Engländer nur dann etwas auszurichten vermochten, wenn sie entweder keinen Widerstand fanden, oder, wie in Tsingtau andere ins Feuer schicken konnten. Diese Hilfe fanden sie im neuen Jahr für Sildwestafvika bei den Buren, nachdem der Aufstand in ihren Rechen unterdrückt worden war. Die feindliche Uebermacht schrvoll schließlich auf das Zehnfache der deutschen Streitkräfte an Trotzdem ging die Besetzung des Landes langsam genug vor sich .Am 16. Januar wurde Swakopmnnd besetzt: am 20 April Keet- wanshoop und am 12. Mai Windhuk. Am 9. Juli ergab sich die auf 3500 Mann znsammengeschmolzene Schar tapferer Kämpfer, und auch diese Uebergabe wurde nicht durch Waffengelvalt erzwungen, sondern infolge unüberwindlicher Verpflegunqsschwieria- ketten nnabwendbar.
b) Kamerun.
Nur mit alleräußerster Langsamkeit konnten die Feinde wei- tere Fortschritte machen, nachdem ihnen irn vergangenen Jahre Oer Nordzipfel der Kolonie, ferner das ehemals französische Neu- Kamerun und der Küstenstrich zugefallen waren. Erst nach seck>s- Monatlicher Belagerung, nach Heranschafsung schwerer Geschütze Und sonsttaem ungeheueren Kräfteauswand, sowie elftägiger heftiger Beschießung konnte im Norden Garua gerwmmen werden: es fiel am 11. Juni Lomin, im ehenmls französischen Nen-Kainerun gelegen, aber Nicht niehc auf dem Wasserwege zu erreichen, konnte erst am 88. Julii (8 Monate später rvie der andere Teil der rrllyeren fraiizösischM Besitzungen) genommen werden. Damit Men di« Kampflust unserer Fernde erschöpft. Ter Sitz des Gouvernements war fcon JBuea nach Jaunde int Innern des Landes verlegt worden, dessen weite Flächen die deutschen Streit- v:afte siegreich behaiipteten. Im Spätherbst erhielt der Komman- bbur der Kaiserlichen ^chntz.trnppe, Oberstleutnant Zimmermann, das Eiserne Kreuz erster Klasse.
m r e) Dentfchostafrik a.
^s^?^olgreich^ nne rn Kamerun gestalteten sich die Verhältnisse für uns in Ostafrrka. Eine Landung versuchten die Engländer nach dem großen Fehlschlag im November des Vorjahres g* mehr, fte&en abet turnt März ab eine Blockade der Küste wÄ' ,Wre Bereiche Wngegen, aus dem nordwestlichen Bin- Nenlande (Ugandagcchiet) in unsere Kolonie einzudringen, wurden ^/^ ^b^iesen. Im Herste gingen unsere Truppen sogar an-
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s 3. Stand am Jahresschluß.
Müch bis zum Jahresschlüsse sind weitere Nachrichten, von eini-
ger B^eutunä mcht mehr bekannt geworden. In Kamerun slK unsere Feinde mehrfach kleiner Erfolge gerühmt. An ftch rst das ber ihrer starken Uebermacht möglich. Uebertriebenj ^5^ Gewohnheit gemäß ja jedenfalls haben. Mer alle ihre Behauptungen richtig wären; würde doch die Drache bestehen bleiben., daß sie immerhin nur unbedeutend^ striche an der Küste besetzen konnten, das Innere ist fest in unserer Hand. In Ostafrika hingegen haben die Engländer nir- f.bndwo auf unferem GeviÄe festen Fuß fassen können, hingegen U0 fteSTn Ü m ihre Besitzungen eingedrungen.
inrf & ba ? f ™ an Nicht daß bte letzte Entscheidung über K?i £r w>^? r am£n Europa oder doch in den Kampfgebieten um Mittelmeer herum fallt. Das einzige, was wir dort auch
*25» fö? t i* en 2S2 efe*?™' hellstrahlenden Ruhm, haben wir auch dort in rnchem Maße geerntet.
XI.
Der Seekrieg.
1. Stand am Jahresbeginn.
iS SSjF 1 Uebervaschungen des Weltkrieges war die Bo^icht, mit welcher Eilgland ferne Flotte vor der Möglichkeit
aridst- gewalttger Uebermacht
V/. a^n 28. August bet Helgoland unsere 3 8einen Kreuzer „Köln , „Mainz und ,,Ariadne" an, welche natürlich unter- liegen mußten. Lahmendes Entsetzen ergriff aber die englische Flottenleitung, als am 22. September ein einziges deutsches Unterseeboot ftl 9 unter Kapitänleutnant Weddigen) 3 große urehr neue Panzerkreuzer, bei Hoek van Holland ^ÄÄ '^bnen wettere Opfer bald folgten. Nicht minder un- heimlich wurde ihr bald die Tätigkeit unserer Auslandskreuzer Am 1. November errang etn aus zwei großen und drei kleinen Kreuzern bestehendes deutsches Geschwader Unter Vizeadmiral Gras Spee erneu geradezu glänzenden Sieg über eine ungefähr -gleich- Masche Seemacht bei Santa Maria an der chilmisck-M SÄ*® 16 ^u swßen englischen Kreuzer sanken nach kurzem u !H ) J . ine beiden kleinen entkamen schwer beschädigt nur JJaifP ©dmfce Oa: Gewaltig waren die Anstrengungen,
welche die Engländer machten, um diesen Stoß, den ihre Seegel- ^M.Mltten hatte, loreder auszugleichen. Nicht weniger wie 40 dahinter mpamsche, sollen verwandt worden sem, um das kühne Geschwader des Grafen Spee zu umschließen und ^u ver- Een-^. Für die Schlacht selbst, die am 8. Dezeinber bei den F^ laiidsmseln stattfand, standen den Engländern zur Verfügung- ^„beiden Treadiionghts Jnvincible und Inflexible, ein Linien- drei Panzerkreuzer, zwei kleine und ein geschützter Kreuzer sowie eine Anzahl Hilfsschiffe. Der Ausgang konnte unter \ g^ en Umstanden mcht zweifelhaft sein. Die großen Kreuzer ^^Aorst.und Gnetlenau sanken nach fmifstündigem Kamps«:
E^uzer Leipzig und Nürnberg wurden bei dem ^StSUr fir » Uebermacht zu entziehen, einge^lt und ver- konnten die mehrfach überlegenen Engländer die Uffe, nicht aber den Ruhm vernichten, den sie sich erworben! hatten, vtur die kleme Dresden enttarn und wirfte noch, monatelang zum Vorteile und Ruhm der deutschen Sache.
Ain Ende des Jahves betrug der Toiinengehaltz der m Verlust Qevattmti deutschen Kriegsfahrzeuge etwa 60 000, derjenige der englischen Verluste hriigegen 125 000 Tonnen; er war also mehr als doppelt so groß wie der unfrige.
b) Handelsflotte.
c • 3yx. bliß die bei Kriegsausbruch in Gewässern des
feindiich.en Auslandes befindlichen Fahrzeuge der deutschen Handelsflotte verloreii waren. Es erreichte daher auch der Verlust un- serer Handelsflotte schon im ersten Kriegsmvnat eine Tonnengiffer von ^00 000, der den Engländern aber kaum von 50 000. Tann aber begann 'eine, d-err Eiigländern arlgenschenilich vöMg icnev- wartete doppelte Jagd einesteils durch unsere Auslandskreuzer, midernteils durä> die Unterseeboote. Die Heldentaten der ersteren, die namentlich bei der Emden ans märchenhafte streiften, aber auch bei der Dresden, Karlsruhe, Königsberg und anderen einen erstaunlich hohen Grad erreichten, können hier nicht im einzelnen geschi^ert wevden. Es genüg« vielmehr, festzustellen, daß schon etiva Mitte Oktober die Höhe der englischen Verluste diejenige der deutschen erreichte. Bon da ab wurde das Bild für uns immer gün- jttger. Tenn da unser Uebersee-Handel mit Ausnahme von Schweden soziusogen völlig unterbunden war, konnten auch kaum mehr weitere Verluste eintreden. Sie betrugen an: Jahresschlüsse bem 28000?f eI)aIte <mmcr ^ 210 000, die englischen aber sclwn
3. See kämpfe 1915. a) Kriegsflotte.
Der ohnehin schwache Unternehmungsgeist der Engländer §urde d-idurch Nicht gehoben, daß gleich am Neujahrstam ihr Linienschiff Forniidable unweit Pltinwuth im Kanal torpediert wurde. Nur emen eurzigeil Kanrpf wagten sie iioch Er fand r , , ün } ir j'. J'uuwr an der Dogge rbank, nordrvestlich Helgoland E«?' fetten der Engländer fochten die fünf großen Kreimer ,l>wn , „Tiger", „Prinzeß Royal", „stLerv-Zealand" und „In-


