3tid> im Genick, hatte den Eindruck, als 08 der Mw m den
Ballon geschlagen hätte. Hundert M^r Mlrch.toar n», Schrapnell erplodicrt. Es pfiff um den Koro-, schlug ut bte Ballonhülle ein . . . ein neues Geschoß kam im Bogen . . . es mußte noch näher platzen . . . wieder eure Exploiwn, daß d,e Gondel wre in einem Sturme schwankte und die Trahttaue knarrten, al* ob sre
Lachcli, glitt chur mit den Miiud. Kr dachltt ..Ehe nicht eure Geschosse in meinen Ballon fahren, lvre Messer in etlvas Lebendiges, bin rch starker als chr. Trotz der Kalte, >,ie ilnr unmab, floß ihm der schwnß ur -strähnen über das Gesicht Wo das Feuer eines Geschützes aufblitz-te, lvo nur der Schatten einer Position sich zeigte, sandte er Granate um Granate
l> " 'lliueit hatte die Schlacht begonnen. Jnfautenefeuer rauschte heraus wie wild brandende Wellen, Masclnucngewehre tronunelten dazwiscl-cn in rasenden: Tatr, dazu d,e bellen und ^'Mp>en schla.ae der Geschütze, es u*ar alles »v-,e eine grauenhafte Musik, rmd doch iLr mcher Rauch und Dampf, fast, nichts zu ^n. Tref im Süden entdeckte er jetzt plötzlich e,n zerstörte* Viadukt, -d,e Reste der Brücke ragten wie Arme ins Leere
Vom Tivisionskomniando kam die Nachricht, daß da-, Ar- tilleriefeuer noch zehn Minuten andauern würde, daß dann oeo
^^"^Satt>?um Salve dröhnte. Tie zehn Minuten wurden endlos lang. Wenn er jetzt hinunter sah in das Meer von Rauch und Felier, das zum Himmel dampfte, kam ihm für Sekunden alle* vor, wie ettvas Entsetzliches und Spukhaftes, wie etwas Unw,rk- lickes ltitb in einem grauenhaften Traum Phantasiertes.^
Tan,l wurde es ruhig. Fast auf die Sekunde war da* Ge-
tÖ]t Und ^jettt"^ürz1en sie hervor. Er hörte keine Stimmen, aber er fühlte, wie ein Orkan von Eisenstückcn auf sie ernbrach. Wie sie mit fliegender Brust vorwärts stürmten ime ein wilder OVefaita ans ihren Kehlen drang, wie sie tn Gruben und über Stachel drahte stürzten, sich wieder aufrafften . . .
Und dann .... der .Hauptmann starrte mit verglastem Blick . . . kani das Ringen. Mann gegen Mann. Bajonette zuckten in Menschenleiber, aus deneil das Bütt „stromwers hervorschoß. Gewehrkolben hämmerten auf nackte Schädel, ein Kamps mit Zähnen und Händen, Gesicht an Gesicht. Röckseln, Flüche. Gekeuche und weitlstn gellende Scksrere durch die ^'ilft
Bo,i Blut und Schweiß bedeckt niid von wahnsinniger Erregung trunken, sprangen sie in die feindlichen Gräben, der Hauptnlann- meldete von Augenblick zu Augenblick alles,,was geschah, sandte Granaten in den Rücken der Flüchtenden, fegte sie mit furchtbar stäiipenden Feuern fort, bis sie blutüberströmt und in zersprengten Haufen zurückgingen ... . , r .
Er war jetzt ruhig, fast starr geworden über dem Eiitsetzlichen, das mic in mörderischen Strahlen von ihm ausging. Sern Gesicht hatte eine fülle große Maske bekommen. Einsanr ut Lüften schtve- hcnd war er wie der Tod, der da ein grauenhaftes Werk vollbrachte, und der da unten eine Hölle schuf, une sie me eut menschlicher Geist ersann. , t al ,.. r , , .......,
Immer starrer und größer wurde fern Blick, bis es plötzlich vor iüm hell aufslammte. Ein weißes Licht umfloß ihn, cm Krachen folgte . . . Als sich der Rauch wieder verzogen hatte, schwankte der Ballon noch heftig hin und.her Er aber der raufend andere überwunden, lag eingesunken rm Korb, und Blut strähnen flössen ihm über das Gesicht, das seht rm sterben wieder ganz still lind menschlich geworden war.
Tas Divisionskommando läutete an. Es bekam kerne Antwort mehr.. Einsanl schaukelte die Gondel in der kühlen Luft.
vermischtes.
' Die deutsche Küche i st a n allem schuld! Unter den mannigfachen Versuchen, die die Engländer jetzt unternehmen, den „lltfprung alles Hebels" bei den Deutschen herauszi,finden, entbehrt der folgeiide »licht einer starken Komik. Ein englischer ^Gaslrologe" behauptet nämlich, endlich herausbekommen zu haben, .was die Quelle von allem ist, das hassenSwert an den Deutschen ist." Diesen Urgrund alles Bösen findet ec — in der deutschen Küche. Nach dem befauiiten Wort: .Der Mensch ist, waS er ißt" untersucht er den deutschen Speisezettel nach seine»', einzelne,: Bestandteilen und findet darin des Schiveren und Unverdaulichen so viel, daß die Wirkung aus die solche Speisen Essenden eine ganz sürchterliche sein mich. Sauerkraut und Wurst spielen in den AuS- führunge», dieses ,Mageuphilosophen" natürlich eine Hauptrolle. „Das beständige Zusichnehme», von Mahlzeiten, die nach der deiltschen Küchenmethode gekocht sind, muß die Gedanken des Betreffenden verwirren und alle seine Begriffe aus den Kops stellen", so schreibt er. Besonders komisch ist es, daß diese Worte nicht auS dein Munde eines Franzosen kommen, bei dem ja der Haß gegen die „Sauerkrautesser" alte Ueberlieserung wäre, sondern daß sie nu3 dem Lande der Beeisteaks zu uns herüber,vehen, woher das viele und unverdauliche Essen seit den Tagen Ehaucers als ein DolkSlaster gegeißelt wird. Aber diese verderbliche und gefährliche
deutsche Küche ist nicht aus Deutschland beschränkt geblieben, sondern sie hat sich ailch in -andere Länder, sogar in Alblon eingeschlichen. Ter Verfasser weist darauf hin, daß viele sra»,zösische Gerichte, die in England beliebt sind, deutschen Ursprung« sind, und er rät allen, die nicht das hassenswerte deutsche Wesen in sich ausnehmen wollen, genau auf die Küche aufzupassen. Wenn die Stimmung nach einem Essen düster und dumpf ist, dann sei meistens ein auf deutsche Weise gekochtes Gericht daran schuld. Um den Kampf gegen das Deutschtum von Grund auf zu führen, müsse man vor allein die verderbliche deutsche Kochkunst aus den englischen Kuchen verbannen. . _
* Zeppelin besuch b e i einem englischen Konzert.
Ueber das Erscheinen deutscher Zeppeline während eines Kollerte* in einer Stadt der englischen Ostküste erzählt die Sängerin Stella Earo l im .Ganlois" : „Ich gab mein Abschiedskonzert und hatte soeben die Wiederholung eines Couplets begonnen, als über dein Dach des Saales ein furchtbares Geräusch ertönte. Es waren deutsche Zeppeline, die, von, Meere kommend, die stadt überflogen. Innerhalb einer Sekunde war da« Publikum aufgesprungen und alles schrie erregt: „Die Zeppeline! . . . Die Zeppelme!... Ich hatte die Geistesgegenwart, meinen Bortrag nicht zn unterbreche»,. Ich fang gerade die Worte der Romanze: »Wenn ,ch eu, Döglein wär. . Und dies hatte tatsächlich den Erfolg, daß eine Panik vermieden wurde." . , ,
* Zweihundert Fingerringe f ü r die War sch a »,- Sieger. Bon einem patriotisch gesinnten Goldwarcnfabrnanten in Pforzheim ist den, württenrbergischen Landilurm-Jnfantcne- Regiinent Nr. 13 eine schö»»e Fre»»de bereitet worden. Ter Fabrikant hatte vor einiger Zeit 200 silberne Fingerringe angeferligt und diese Schinuckstücke denjenigen Truppen zugedacht, de»,en es vergönnt sein sollte, als erste in das eroberte Warschau einzuziehen. Als die russische Festung an, 4. Augu t siel, gravierte der Goldschnued das Datum dieses denkwürdigen Tages tn bie einzelnen Ringe em, die a»»ßer dem Silberreif nach Art von Siegelringen das deutsche Reichsrvappen aufweisen. Al« es dann bekannt wurde, daß das 13. württeinbergische Landsturm - Infanterie - Regiment zuerst m Warschaus Tore seinen Einzug hielt, ging die Schmncksendung an die tapferen Feldgrauen ab, die durch da« eige»,artige Andenken an den Polenkeldzug gewiß freudig überrascht worden sind.
* Amerikanischer K r i e g s h u m o r. Wenn die Bolker
ihre Kriege -vorher bezahle», müßten, dann würde das Reich des ewigen Friedens anluechen. (Chicago Daily Nervs.) — Das Schlimmste bei Rußland schei»,t zu sein, daß es kein stehe»,des Heer hat. (Washington Post.) — Aber wie kann dem, ein Volk, das einen Roosevell hat, unvorbereitet für de»,-Krieg genannt werden- lEoltM,b,a Stale.) — Nichts geht über Höflichkeit. Die höfliche russische Front will nur dein Zaren bei feinem nächsten Besuch die Reise verkürzen. (Columbia State.) --
Vüchertisch.
— Haß. Der Roman eines Deutsch-Engländers, von Artur Landsberger. Geheftet 4 Mk., gelumden 5 Mk. „Für die Mssassung des Engländertimis von gestern und heute, die uns der spitze Grinel der jüngsten Geschichte ins Herz gepräat l>at, ,st dieser aufregende Roman ein sehr kräftiger Mlsdruck; die Züge niedrigster und gehässigster Berechnung, die vor keincr-Lüge zurück,chreat 'und die Maske der Ehrenfestigkeit Vorhalt, sind vom pol,tisch-natrouale!„ Gesanitverhalten aus eine Persönlichkeit übertragen und in grellen, aber treffenden Gegensatz zun, deutschen Wesen gebracht. <Sg, durch Vererbung und Individualisierung wird der seelenlose'br,t,sck-e Geschäftsgeist, der in einem deutsch erzogenen Menschen allgemach zum verheerenden Zwiespalt führt, zur treibenden Kraft spannender Vorgänge gemacht. Der Gerichtssall, der mit Kennerschaft behandelt ist, und der innere Prozeß halten uns in Atem und, so viel oder so wenig dabei von der Zukunft vorweggenommen se,n mgg, wird man in diesem Ron,an von I960 jedenfalls die Erregung der Zeit, in der wir leben, ernennen," (Prof. D-r. Klane in der „Bossischen Zeitung".)
Arithmogriph.
1 2 3 4 7 5 7 wohlschmeckender Fisch.
2 7 4 4 7 Stadt in Hannover.
3 7 5 8 7 lyrischer Dichter.
4 5 7 11 ein Flüssigkeitsinaß.
5 11 5 1 griechische Göttin.
6 5 1 2 3 ein Hausgerät-
6 5 6 6 7 Flüssigkeit.
7 6 6 7 Schwiu,mvogel.
8 10 6 b 7 11 Reptil.
9 5 11 8 10 Stadt in Sachsen.
10 1 6 7 11 eine Garte»,bluine,
11 10 2 5 8 7 französischer Dramatiker.
6 11 5 7 11 Stadt in den Rheinlanden.
5 4 4 7 11 Nebenfluß der Donau.
7 4 4 5 9 1 7 mathematische Figur.
Die Anfangsbuchstabe», der gefundene», Wörter bezeichnen ein Vergnügen für Jung und Alt. Ausl ösung in nächster Nummer.
Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: Pinsel, Insel.
tzchriftleilung: Aug. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schcn 1^ntversitätS-B„ch- rznd Steindruckerei. R. Lange, Giebels


