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,Ml!" lachte der alte Abraham.Wenn Sie mich schon dazu, zwingen?"

Hedwig!" ries August Knorreck.Bring mal dem alten Abraham was zunr Zubeißen!"

Wollt Ihr einen trinken?" fragte er dann und entkorkte die Kognakflasche.

Nu!" erwiderte der alte Abraham.Ich werd mich schon nicht wehren!"

August Knorreck stieß mit ihm an und sagte:Prost!"

Prositchen, Herr Knorreck!" ries der alte Abraham und schüttelte sich, denn der Tropfen war scharf. Trotzdem trank er noch einen mit. Der Inspektor stellte die Flasche wieder hinter den Sekretär.

Gleich darauf brachte Hedwig einen kalten Imbiß herein.

Guten Abend, Fräuleinchen!" begrüßte der alte Llbra- ham überaus höflich.Weiß Gott, Äe werden alte Tage hübscher!"

So?" lachte sie fröhlich.Finden Sie wirklich? Wollen Sie was dazu trinken?^

9tu, wenn Sie mir schon was bringen wollen: ein Glas Wasser!"

Wasser?" lachte August Knorreck gemütlich.Jetzt bei der Kälte? Hede, mach das Wasser heiß und gieß Rum zu!"

Hedwig eilhe hinaus, um den Grog zu bereitep, und August Knorreck zur Gesellschaft mit. Der alte Mrahain langte tüchtig Kl. Plötzlich legte er sein Messer hin, neigte sich über den Tisch und begann etwas zu flüstern.

Sprecht laut!" knurrte der Inspektor, der ihn nicht verstellen toilnte.Wir haben keine Geheimnisse mitein­ander!"

Herr Knorreck!" sprach der alte Abraham sehr leise und arifs vorsichtig in die Tasche.Sie sind zwar ein An­tisemit, aber Sie haben mir doch geholfen, daß ich konnte machen die große Sache hier. Ich werd mir jetzt ein Pferd­chen und $lit Wägelchen kausen lote der Bartenstein und der Levtsohn. Sind Sie auch vielmals bedankt dafür!"

Ach was!" fuhr ihn der Inspektor unwirsch an.Da­mit bleibt mir gefälligst von: Lewe!"

Nu, nn, Herr Knorreck, ich weiß. Sie nehmen kein Geld, tvenn Sie ein Geschäft vermittln. W ist ein Un­recht an Ihren Kindern, daß Sie keins mögen. Mdet' nimmt doch Provision!"

Aber ich nicht!" rief Dlgnst Knorreck grob und schlug mit dem Messer hart auf den Tisch Doch der alte Mraham z-itckte weiter die Hand in der Tasche.

. verzeihen Sir, Herr Knorreck!'' verteidigte ex sich mit emer alten Hartnäckigkeit. Ich wiN Ihnen ja nichts auf­drangen, wenn Sie nichts haben lvollen. Abkr dem Fräü- leinchen hab ich was mitgebracht."

Mmüt zog ex eine dünne, feingliedrige Goldkette her- aus^an der ein Diamant hing, nicht größer als ein Täu- tvöpfchen. Aber er hatte Fell ex.

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b.«ftcffiÄte'»- -

Mn!" rief tzedwis, schnell.Aber das kann Bater nicht kaufen, das ist viel zu teuer!"

Willst du'S henn baden?" fragte der Bater grollend nehmenö Sie's!" drängte sie der alte Abraham. Ich. schenk s Ihnen!"

^.^dwig, die schon die Hand ausaestreckt hatte, sah des Baters zorniges Gesicht und wich zurück.

Was kostet das Ding?" fragte er, indem er sich zur Muhe zwang.

^dcichts!'' sagte der alte Abraham eigensinnig.Es ist nicht zu verkaufen." ' ö 1

J)ann steckt's wieder ein!" befahl der Inspektor rauh.

^"'uck ml. tiefem

und Äang'au^'" ' August Knorreck wütend

^,^och dem alten Abraham erstand ein neuer Bundes- ! rKnorreck, dre von den: lauten Gespräch berbergelockt wurde. Sie verstiog sich sofort zu der Be­hauptung, daß eS beleidigend sei, ein solches Geschenk

&n^ IfI ß l » eien ' < be L nlte ^o^bam steckte darcu^hin etne sckpoer gekrankte Miene aus. Doch den Diamanten

Föns^r stel^^' brt * Clt tn bC ^Endsonne, die schräg durchs

Eben wollte August Knorreck mit seinem gesamten.

Grimm lospottern, als de.r Baron ins Zjnuner txat. In der Hand trug er die Anweisung aus BaMnstein jiino Levisohn.

Noch immer beim Geschäft?" scherzte er und zog das goldne Kettlein näher.Was soll's denn kosten?"

Nichts!" erwiderte der alte Abraham.Ich will's dem Fräuleinchen schenken, und der Herr Knorreck will's nicht erlauben."

Knorreck!" bat der Baron.So machen Sie ihr doch die Freude!"

Nein!" rief Hedwig fest.Wenn's Vater nicht erlaubt, so mag ich's nicht!"

Nu, Herr Baron!" sprach verschmitzt der alte Abra­ham.Dann werd ich Ihnen eben das Ding schenken, und Sie geben es dem Fräuleinchen!"

Das ist ein Ausweg!" lachte Fritz von Winkelbergj, nahm den Schmuck und legte ihn ohne weiteres Hedwig um den schlanken Hals. Sie wurde glühend rot, wagte aber nicht, sich zu wehren.

Haben Sie jetzt noch was dagegen?" fragte der Baron.

Und August Knorreck schüttelte langsam und schweigend den Kopf.

Der alte Abraham zog mit seiner Anweisung davon. Doch der Inspektor folgte ihm auf dem Fuße und schalt.

Was schimpfen Sie üuf mich?" verteidigte sich der alte Abraham, der nicht so leicht nervös wurde.Schimpfen Sie doch lieber ans den Herrn Baron. Der hat's ihr doch geschenkt!"

Das war eine ganz infame Hinterlist!"

Nu, .Herr Knorreck!" lachte der alte Abrahani.Kann ich dafür, baß Sie sind ein Antisemit?"

Daraus konnte der Inspektor nichts erwidern. Zornig stach er mit seinem Stock in den Boden hinein.

Nu?" fragte der alte Abraham unverfroren.Wie ist das mit den Karpfenteichen? Im Somm!er ißt kein Mensch Fische. Lange genug wart ich schon!"

Jetzt könnt Ihr sie doch nicht ausnehmen!" wieS ihn der Inspektor ab.Sie sind zugesroren!"

Upd morgen können sie aufgetaut sein!" rief der alte Abraham.Bei so einem Dreckwetter wie dieses Jahr ist alles möglich!"

Schön!" knurrte der Inspektor grimmig.Dann warten wir bis zum Tauwetter."

Damit drehte er sich weg und ging in den Pfxrdestall, wo er Thomas Hauschild bei den neuen Wallachen fand. Es waren zwei auserlesene Tiere. Und hier verrauchte all­mählich sein Zorn.

Der alte Abrgham aber lief schnurstracks auf Luschelau zu, um noch den 9lbendzüg zu bekommen.

* (Fortsetzung folgt.)

welcher war es?

Skizze von N. C o l l i n (Berlin).

Von der Aufregung noch ganz verwirrt, ohne zu überlegen oder jemand um Rat zu fragen, hatte sie plötzlich einen Entscliluß gefaßt, urch sie mußte wohl, daß, wenn sie zögerte, sie den ichttgten Besuch überhaupt nicht machen würde.

In zehn Minuten Har sie fertig angezog^n, und zivar hatte ce die einfachste Torlette gewählt, die sie besaß. Aber trotzdÄj Wh ste ui dem schwarzen Kleide und in dem kleinen Hut elegimv

Als sie bis zur nächsten Straßenecke gegangen war, kam ein Auto vomGroßen Stsrn" her. Sie wartete, es mar ker, uhß fte winkte dem Chauffeur zu. Der Wagen hielt, und als sie bU W>rcjje nannte, fuhr der Wann von seinem Sitz empor: es nxrtj fine Straße rm äußersten Norden. Er schien nach einer Beziehung sucheii zu »vollen, die zwischen der eleganten Frau aus der vor^ nehmen Straße im Tiekgariep und jenN Armcleutegegend bestand, und brummte:Np, rtjgitn Sxe nicht Bescheid wissen sollten, Kachett Äile stch wan auf 'ne Wecke gefaßt."

-r. Weg von der Stülerstraße nach der Bernauer Str< ist weit. Allmählich begann die Energie bei jungen Frau zu sc schien i-r jetzt so fürchterlich, *4 sie * Batte, ba« Auto halleu zu las,m, und auszustcigen. T« zog ,tze

a c n Handtasche, las sie. und cntsUossm

lehnte sie sich in die Wagenecke zurück.

& Erlöser Jabrl hielt daS Auto yg der Ecke der Ackere f^atze, der ^auffeur drhtete den Schlag und sagte:ES ist eine der Querstraßen, ich muß nrich erkundigen, wo sie ist."

*. jr me vorübergehende Fwu gab umständlich Äiskunft, und dre Dame sagte Hern Chauffeur:

Warten Sic hier, ich gehe das kleine Stückchen zu Fuß."