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batten ihn mit Speise und Trank versehen, sodaß er, als er die Stadt erreichte, nicht hungrig war).

Und was willst Du?" fragte Schlüter.

Etwas Tabak, bitte. Und einen Dollar oder zwei. Ich kann es Ihnen zurückzahlen."

Wann?" fragte Hamilton, der Lotse, ungläubig.

Die Pfeife beschrieb einen Halbkreis.O, morgen abend vielleicht schon früher."

. Sie gaben ihm etwas Tabak und einige Streichhölzer und viereiserne" bolivianische halbe Dollars. Er erhob sich und begab sich über die Straße in Bolkners kombinierten Store- und Grogschuppen.

,,Er will sich eine Flasche Quadratgenever kaufen," meinte Hamilton.

Er verdient sie," sprach Denison düster.Einen: Manne in seinen: Alter, der über Bord springen und an das Gestade dieses verrotteten Landes schwimmen konnte, sollte eine Kiste Genever als Geschenk verehrt werden und ein Messer, damit er sich den Hals abschneiden kann, wenn er damit fertig ist."

Nach etwa zehn Minuten trat der alte Bursche wieder aus Dolkners Store heraus und trug zwei oder drei starke Angelschnüre, verschiedene Päckchen Angelhaken und ein halbes Dutzend Schiffszwieback. Er grinste, als er an der Gruppe auf der Veranda vorbeischritt, kauerte sich auf den: Rasen in der Nähe nieder und begann die Schnüre aufzurollen und die Haken zu befestigen. Denison, den die Sache interessierte, ging zu ihm hinüber und beobachtete die flinke geschickte Weise, in der die dünnen braunen Finger arbeiteten.

^Wo willst Tu fischen?" erkundigte er sich.

Das breite platte Gesicht erhellte sich.Draußen im tiefen Wasser sechzig, achtzig Faden."

Denison verlieb ihn und begab sich an Bord des alten von «Kakerlatjen" wimmelnden Fahrzeuges, beffen unglücklicher Super- wrgo er war. Eine halbe Stunde spater paddelde 'Reo an: Schoner »rbei tn einem elende:: alten Kanoe, dessen Ausleger so unae- rügend befestigt war, daß er sich jeden Augenblick loszulösen »rohte. Der Alte grinste, als er Denison erkannte, dann fuhr er, ne Pfeife im Munde, kühn durch die enae Passage zwischen den nnien der toserchen Brandung hindurch in die dahinter liegende blaue wogende See.

Um zehn Uhr, gerade als der Superkargo und der Kapitän ihr letztes Gläschen tranken, ehe sie sich zur Ruhe legten, glitt der Alte lautlos in seinem Kanoe längsseits und kletterte an Deck. In seiner rechten trug er einen großen lachsartigen Fisch, der gegen zwanzig Pfund wog. Ihn auf Deck legend« wiiesfer darauf hin.

Noch viele mehr solche im Kanoe. Wollen Sie noch ein 'paar?"

Denison trat an die Reeling und blickte hinüber. Das Kanoe war bis zum Rande Fischen beladen. Fische, wie sie die faulen, nichtsnutzigen Eingeborenen Apias nur selten fingen. Ter Me langte zwei oder drei mehr herauf, nahm ein Glas Grog entgegen Und paddelte ans Ufer.

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9Tm foTgT:ba t Morgen zahlte er das geborgte Geld zurück und Zeigte Denison sünszehi: Dollar das Ergebnis seiner ersten Rachtarbett auf Samoa. Die Saloninhaber und andere Weiße sagten, es wäre ein Juwel. Fische waren teuer in Apia und schwer zu haben.

Am folgenden Sonntag betrat ein Hoch^eitszug die Raroton- ganische KapeUe in Matasele, und Tettarreo (genannt 'Reo) ging de:: Bund für das Leben ein mit einem- der schönsten und nicht gar zu nnreputierlichen Mädclien in der Stadt, dessen Eltern er­kannt halten, daß 'Reo sich als ein höchst lukrativer und leicht! anSznquetschender Schwiegersohn erweisen könnte. Denison war Brautführer und schenkte der Braut ein amerika::isck>es Fünf. Dollar-Stück in Gold, nachdem er vorher mit dein Bräutigam ein Privatabkomme:: gettoffeu hatte, daß er dafür Fische im gleichen Werte erhalten solle.

Die Angehörige:: von 'Reos Frau bauten dem junge:: Paare ein Hans aus Matautu Point, und 'Reo wandte fünfunddreißtd DoUar daran, den ortsanwesenden Bekannten und Verwandten seiner Frau ein Fest >zu geben. Dann verbreitete sich die Kunde da­von, und Vetter ersten und zweite:: Grades und verschiedene Gat­tungen von Tanten und Halbonkeln machten sich aus de:: Weg nach Matauta Point, um ebenfalls seine Gastfreundschaft zu genießen.

Cr tat sein möglichstes, bemerkte aber nach ein paar Tagen trübselig, daß er in einem armseligen Kanoe nicht schnell genug genügend Fische fangen könne Wenn er ein richtiges Boot hätte, würde er fünfzig Dollar die Woche machen können, sagte er; und mit fünfzig Dollar die Woche könne er die verehrte:: Freunde seiner Frau ohne Unterbrechung und in würdiger Form bewirten.

Die Verwandten hielte:: einen Rat, und Überzeugt, daß dies

einegute Sache" sei, beteiligten sich alle und kaufte,:'(auf Kre- MO ein Boot von der deutschen Firma, Indem sie als Sicherheit tute Hppothek ans ein Sttlck ikntb gaben.

Dann beschenkten sie 'Reo mit dem Nooke Unter viele:: ehre:p. jw* Ansprache:: und setzten sich und kicherte:: Über die Weise, wie fl* Jxii alte:: Narren arbeiten lasse::" würde::, und der . alle 9WV UPM geradenwegs zum amerikanischen Konsul, pellte fsch

itpn als Bürger der Vereinigten Staaten vor und verlangte den Schutz seines Lcnckes, ha er fürchte, daß die Verwandten seiner Frau sich mit der Absicht trügen, ihn ans dem Boote, das sie ihm ge- schenkt hätten, herauszuschwindeln.

Ter Konsul schrieb einige abschreckende Worte auf einen großen Bogen Papier, den er an das Boot heftete, und warnte die erstaun­ten Verwandten, daß ein amerikanisches KriegsscW 'Reo mit seinen Kanonen beschützen werde. Tann ging 'Reo in fein Haus und verprügelte seine Frau mit einen: Kanoepaddelrüder, jagte sie mit Gewalt zur Tür hinaus u:ü> bedrohte ihre männlichen Ver­wandten mit einem großen Messer und schaurigen Reden.

Darauf lenkte er das Boot zur anderen Seite der Insel herum und verkaufte es au einen Händler für zweihundert Dollars, kam nach Ap:a zurück zu Denison unb bat ihn um eine Passage nach Tutuila, der Nacbbarinsel, während die deutsche Firma von dem verpfändeten Lande Besitz ergriff und die wütenden Verwandten am Strande aus und ab liefen und mit lauter Stimme 'Reos Blut forderten. 'Reo mit seinen zweihundert Dollars in der Hosentasche satz auf dem Reeling des Sclwners und sah sie kaltblüttg und ohne Groll an.

Denison setzte den Alten in Leone Bay auf Tutuila an Land, denn er hatte an dem alten Gauner Gefallen gesunden, da dieser manche gute Eigenschaft besaß Und von keinen:, :oeiß oder braun- in der edlen Kunst der Tiefseefischerei übertroffen werden konnte. Trese letztgenannte Fähigkeit machte ihn dem jungen Tom besonders wert, der all seine freie Zeit mit Fischen erbrachte, se: es auf See oder im Hafen.

'Reo ließ sich in Leone nieder und machte ein gut Teil Geld, indem er Kopra von den Eingeborenen aufkaufte. Tie Eingeborenen hatten ihn sehr gern er war solch gewissenhafter aller Bursche. Wenn er die Körbe mit Kopra an den Eisenhaken der Schnellwage hing, die nach der Einteilung bis zu 150 Pfund wiegen konnte, pflegte er die Vlufmerksamkeit ans die Ziffern zu lenken, loährenv er das schwere Gelöscht auf dem Wiegebalken entlang schob. Dann untersuchte eines schönes Tages ein neugieriger Besucher von den Tonga-Jnstln das Gewicht und erklärte, daß es von einer Schnell- wage stamme, die bis zu 400 Pfrmd zu wiegen bestimmt sei.

'Reo war so gekrankt über diese Anspielung, daß er sofort de:: ganzen Apparat in seinen: Boot aufs Meer fuhr und ihn dort in seiner Entrüstung in fünfzig Faden Wasser versenkte. Dann kehrte er in seine Behausung zurück, und er und sein Weib (er hatte wieder geheiratet) nehmen betrübten Herzens Mschied von seinen Freunden, denen er sagte, sein Herz sei gebrochen über diese Verleumdung von seiten eines niederträchtigen konganischen Schuftes aus einer Missionsschule. Er würde, sagte er, wieder nach Apia zurückkehrcn, wo er von allen, die ihn kannten, geachtet würde. Dann begann er zu packen.

Einige der Eingeborene:: stellten sich auf die Seite des Ton- ganerS, einige auf diejenige 'Reos, und in wenigen Minuten war eine regelrechte Prügelei auf der Dorflviese im Gange, während 'Reo auf seiner Schivelle stand und aus seinen engen Schweins- äuglein zusah. Dann schritt er, da er eine großmüttge Natur lvar, hinüber und bat drei kräftige Jünglinge, die den Tonganer in einen Zustand der Bewußtlosigkeit geprügelt hatten und jetzt auf seinem Körper herumsprangen, ihm nicht zu wehe zu tun.

Gegen Mitternacht konnte man 'Reos Hütte in Flammen auf­gehen, und de:: Besitzer, der mll wildem schaurigen Gekreische: F!a ola! Fia olä!" (Erbarmen! Erbarmen!^ schrie, den Strand hinunter zu seinem Boote fliehen sehen, gefolgt von seinem Weibe, einer großen, dicken Frau, die bezeichnender Weise Taumafa (Fülle) hieß. Sie stürzten sich ins Wasser, kletterten in das Boot und begannen seewärts zu rudern, als wenn es ihr Leben gelte. Die Dorfbewohner, die glaubten, sie wären beide verrückt geworden, blickten ihnen voll Erstaunen nach und kehrten dann zurück, um sich einige aus dem brennende:: Hanse gerettete Ware:: anzueignen.

Sobald 'Rev u:ü> seine liebe Frau außer Sicht des Dorfes waren, legten sie um, ließen daS Boot tn eine Neine Bucht evvas weiter von der Küste hinnntcrlaufen, pflanzten dort einen Beutel ein, der siebenhundert Dollar enthielt, zusammen mit den besten der Han­delsgüter (gerettet, ehe daS Feuer entdeckt wurdet und setzte:: dann Segel auf vlpia, um sichihr Reck>t beim Konsul zu versckxlfsen".

Der Konsul sagte, es sei eine skarchalöse Gewalttätigkeit, der Kapitän des U. S. S.Adirondack"' :var de:-selben Ansicht und so dampfte dann der Kreuzer mit dem beleidigten 'Reo. der seine dümmste Miene aufgesetzt hatte, an Bord, nach Leone Bay ab und gab den verwunderten Enureborenen zwölf Stunden Bedenkzeit, waS sie tun wollten ob sie 'Reo als Sühne für die Niccherbren- nnng seiner Behaus:::^ tausecch Dollars in Bar zahlen oder ihre Stadt niedergebrannt haben wollten. Sie bezahlten secl>s hundert, alles, was sie aufbringen konnten, unb saßen Denn: wie betäubt da und stellten trübe Betrachtungen an, als sie dieAdtrondack" wieder abdampfen sahen.

'Reo gab seiner Frau einen lleinen Teil der Beute ab und schickte sie zu ihren Eltern zurück. Als Tom Denison Ihn daS nächstemal sah. besaß er ein LogierhauS in Levuka auf Viti Levu. Er sagte Denison. eS stehe ihm freie Kost und Logis für ein Jahr zur Verfügung.

'Reo halte eben feine guten Seiten, wie ich schon gesagt habe.