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hatte, bie man »hr zprLast legte. Die Lache stand ziemlich schlecht, ».'-NN die dlugeklagte war in den Läden auf irischer Tat ertappt worden. Der Rechtsanwalt konnte also die Diebställle nickt leugnen und sucht« nach EntschuldigungSaründen. Sr belmuptete daher, dab die Gelstesveckaffung der Tome krankboste kleptomarnsche Zuge aul­wiese. und zwar sei der Grund hierfür nichts anderes als die Bomb« eines deutschen Fliegers, die bei einem der zahlreichen Angriffe ivckdrend der ersten Zeit des Krieges ganz in der Rade ihre« Hausetz er-vtodlcrle. Der furchtbare Knall und der ansgestandene Eckreck habe die Sinne der Mme. Mombes derartig verwirrt, dah sie nun nicht mehr Mein und Dein voneinander unterscheiden könne. So habe die deutsche Fliegerbombe au« der ehrlichen und an­ständigen Dame, der man brSver nicht das geringste l)abe vor- iverten köimen, eine gelahrt icke und geschickte Ladendiebin gemacht. Die Richter waren durch diese Beweisführung nicht wenig betroffen und gingen ersthait auf die Sache ein. Die Dame aber wollte sich auch durch eme deutsche Fliegerbombe nicht zur Kleptomanin stempeln lasten, sondern verlegte stch auls Ablenguen der Diebstähle und erklärte, nichts von der Fliegerbombe zu wissen. So wurde sie trog der glänzenden Erfindungsgabe ihres Advokaten zu vier Monaten Gefängnis verurteilt, aber die Vollstreckung vorläufig hinauSgeschol>en, da fie «ioch nicht vorbeirrait war.

'Ein guter KriegShnnd u u b fchlechterPatriot. Wenn auch die Einstellung vo»i Kriegshunden tu der deutschen Armee erst in den achtziaer Jahren erfolgte. so haben Hunde doch schon in einzelnen Fällen auch im Kriege von 70/71 glite üenste ge­leistet, treilich auch deu Gegnern- Bei Magny vor Metz hatte die französische Feldwache einen Borpostenhund, ^er mit grögter .lui- mcrksauikeit jede Patrouille schon eui weiteste Entfernung ivillrrte und der Bedecke meldete. Ja. der Hund unternahm gerade-l» selb­ständig lliS auf hundert Schritte vor der deutschen Linie Pa­trouillen. Die- hatten die deutschen Schutzen bemerkt, und der Soldat Martin kroch in einer dunklen Reumondnackt an die semd- ltche Chasseur k ctwvLl-Vedetre bis auf hmrdert Schritte heran, nackdem er sich vorder im besten einer Diatrtschlüige geübt lratre, ruro stellte die Sckliiige auf den Steg. Ta der Wind günstig ivar, hatte ihn niemand bemerkt. Nun liest er einen weiter zurück- liegendeii Kameraden ctu Geräusch machen, und sofort kam auch der Hund vor, betrat ahnungslos den Steg, auf bem die Schlinge ausgestellt war, die nun Martin zuzog. Der Hund, ein gefähr­licher Gegner, war gefangen. Zwar kam die Vedelte auf den Klagelaut des TiercS vor und ichost ihren Karabiner in die Nacht hinein, aber die Nacht war zu dunkel, der Eonp war gelungen. Indessen schickte man den Hund mcbt in die Gefangenenlager nach Deutschland, sondern behielt ihn bei sich, und Marly, so nannte man ihn, erwies sich als schlechter Patriot, er leistete fortan den deutschen Schützen gute Dienste.

' Wie Napolon ein kugelsicheres Panzerhemd b e k a m. Kugelsichere Panzer, die der Beickievung mit dem mo­dernen Iulanteriegewehr widerstehen, werden jetzt vielfach an­geboren, und man hat sie nicht nur bei uns, sondern auch bei Miseren Gegnern. Nach kugesicheren Panzern hat man wohl ge- sllcht, so lange man Feuer,paffen kennt. Auch Napoleon 1. hat dieser Frage seine Aufmerksamkeit geschenkt. Eines Tages die wenig bekannte Anekdote teilt dasAtgerneen Handelsblad' mit bestellte er bei einem Waffenschmiede einen knaeliicheren Panzer. Aach einiger Zeit war daS Panzerhenid fertig, der Waffenschmied lieferte es selbst ab. und Napoleon fragte, ob es wirklich kugelsicher sei. Tie Frage wurde bejaht und darauf liest der Kaiser den Schmied das Panzerhemd anziehen. Der Schmied 'war nicht wenig erschrocken, als Napoleon eine Pistole aus der Tasche zog und sagte:Wir wollen das Panzerhemd auSproben." Er zuckte aber nicht mit der Wimper, als Napoleon «in paar Schritte zurücktrat und ihn mitten auf die Brust schob. Tatfächlich prallte d,e Kugel ab und siel in einer Ecke nieder. ,Urndrehen,' befahl Napol'eon, und schost dem Schmiede auf den Rücken mit dem gleichen Erfolge Dann nahm er ein Jagdgewehr und fchost noch mehrmals aus den Schmied. Immer blieb das Panzerhemd un­beschädigt mrd der Schmied auch.Ich bin zufrieden. Wie viel bekommen Sie für Ihre Arbeit?" fragte der Kaiser, der nun offenbar sehr gut gelaunt war. ,18 000 Franken" erwiderte der Schmied.DaS ist zu wenig,- errtqegnere der Kaiser.Lassen Eie sich von meinem Zahlmeister 33 00 Franken anszahlen. Sie haben die Probe meisterhaft bestanden.'

am nächsten Tag in dickere Scheiben scüitznden, diese braten und mit geschmortem Backobste essen.

Genau so kann man Haferbrei oder Reisbrei bereiten und die etwaigen Reste verwerten.

Saure Kar tv sseln: Man schneidet wieder die ab- geschälten Pellkartoffeln in Scheiben. Mit feingeschnittenen Zwiebeln läßt man einige Löffel Mehl in einem guten Stück Butter gelb schwitzen, fügt elloas Salz, ein klein wenig Zucker und etwas Essig hinzn, so daß inan eine schwach- sämige, süßsauer schmeckende Tunke erhält. Diese Dünke gießt man über die Kartoffeln und läßt sie noch etwlvs damit durchziehen oder einmal damit aufkochen.

vüchertisch.

- Arena Vor kurzem ist das siebente Heft dieser von Rudolf Presber heransgegebenen Monulschrrü erschienen wiederum ein stattttcl^S Buch, mit Bildern und Textbe,trägen reich auS- gestartet, natürlich wieder in seinem ganzen Inhalt aktuell. Ein Kaiserbrld Professor FahrenkrogS l.Jck kenne kerne Parteien mehr») lestei es ein. Darm beginnt Rudolf Presbcr einen neuen humo­ristischen Roman.Der Rubin der Herzogin", als willkommene Gabe für die vielen Freunde dieses geistreichen Plauderers und kraftvollen Dichters. Bon den anderen Poeten und Schriftstellern, die Beiträge spendeten, seien nur die folgenden hcrvorgehoben, deren Namen in der Literatur längst erneu guten Klang haben: Rudoli Herzog, Earl Hauprmann, Thea von Putlkainer, Richard Schankal, Leo Heller, Ernst Jäckh, Wilhelm Pieper ufw. Besonders rvertvoll ist ern Anbau, in dem ein türkücher Leutnant. Hassan Raghrb mit Namen, sein Urteil über das nrohannnedani che Heer nrrlleilt. Gemälde und Zeichnungen und eine Reihe aktueller Photographien vervollständigen den Inhalt dieses HeiteS.

Kunst wart. Zweites Februar Heft. Kriegs- ansgabe zunr Halen Preis. lVerlag von Georg T. W Eallwen, München. Grünere Aufsätze : Rembold S«eb«rg, Genie und Helden­tum. Ezard Nidden, Bücher der Zell? AvenarmS, Apokalyptisches in unserer Bildkrurst. Alice ©domo», Kriegsdienst im Haushalt. AvenarrnS. TuSPersönliche" in Scuven Spittclers. Lote Blatter: Neue Soloateutieder, vor dem Auszug und im Felde gedichtet. In der Rundschau n. a.: Alexander v Gteicberr-Rutzrvurm, Ter Heh- geist. F M. Huedner, Teuticher Ausnahmezustand. H v. d. Psordten, Bücher über Brahms. Ehr. Wieuecke, Hinoenburg >ür alles. Hans Wehberg, 7 ie Böllerrechtswissenichgst und Völkerhab ? O. E. Lessing, Wir Deutfch-Anrerikancr. Bilderbeilageirr August Bronrse, Die apokalyptischen Reiter. Arnold Bocklin, ter Krieg, erste und zweite Fassung. Dürer und Peter Eornelru-, Die apokalyptischen Reiter. Kopf- und Schlichlerste nach Holzschnitten Dürers. Noten- bt-iiage: R. Schaad, Vertonung von ZuckermannS 'ievreicöt|ct)ein Reiterlied".

DieBtlderinappen fürs deutsche HauS' des Stiftungsverlages rn Potsdam haben sich durch künst­lerische Gediegenheit, vornehme Aussialtung und trotz dessen un­gewöhnlich billigem Preis in der deutschen Famrlre längst einen Ehrenplatz gesichert, denn es sind echt deutsche Künstler, die der Verlag dafür gewomien hat. Das gilt ganz besonders von Rudolf Scharfer, diesem Groden im Reiche der Zeichner. Aus seinen Bildern spricht uns der Geist deutscher Innerlichkeit und Herzlich­keit io echt und wahr an, duff ,v r daraus m er germants i eS Welen mehr lernen als aus mancher dick geschwollenen Kulturgeschichte. Jedes Kind versteht ihn. und die Alten sitzen sinne»,d vor fernen Werken wie vor einem tiebgervordenen Buche und entdecken immer neue Schönheiten. Auch die soeben erschienene Mappe tO: -I m Wanderschrrtt deS Lebens", 6 Zeichnungen von Rudolf Schaefer in seiner Diappe, 26x33 Ztrn., Preis Mk., ist wieder eine reife, köstliche Gabe des ech! deutschen Aieisters.

Im gleichen Berlage, irr derselben Ausstattrmg ittib zunr selben Preise erschienen weiter die empfehlenswerten Mappen: B i s m a r cf - , 6 Origina zeichnuugen von Karl Bauer mit einem Gedicht von Dr. Cour. Müller in Potsdam, und ..Allerlei Brunne n", 6 Zeichnungen deutscher Brunnen von Wilhelm Thiele.

Die Küche im Kriege.

(Nachdruck dringend erwünscht.)

Sehr nahrhaft ist Buchweizengrütze; sie ist bei Kindern gewöhnlich besonders beliebt. Man wäscht die Grütze in heißem Wasser, rüürt sie dann in kochendes Wasser oder in kochende Milch, gibt etwas Sulz und Butter dazu und läßt sie -unter häufigem Umrühren zu dickem Brei einlochen Den in Wasser gekochten Brei ißt man mit heißer Milch; den in Milch gekochten mit Zucker und Zimt oder mit brauner Butter- Ist von dem Brei etwas übrig geblieben, so läßt man ihn erkalten und kann ihn dann

Logogriph.

Mit ,1" ein spinlsivebfeirreS Ding,

Nicht greribar, nur gedacht im Raume;

Doch ist's auch wesenlos, gering:

Durch ,d" statti° wächst eS zürn Baume.

Auslösung in nächster Nummer.

Auslosung der Königspromenade in voriger Nummer: Keine Freude der Welt, dre nicht auch vom Leid ist begleitet i Aber rvarnm geht slcts dann auch daS Leiden allein? Grerrst

Schristleitung: Ana. Goetz - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Ctcindruckerei, N. Lange, Giesien.