Ausgabe 
19.9.1918
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«r toe EE 1918, wm 29 Mai 1918, für dH- Zett «och IS, Dep-cmber bis 15. Dqiencher d. A. geschlosserr.

Gießen, dar 19. GepdemLer 1918.

Grvßherzogt:cheS Krnsamt Gießen. _ I. B.: Stmmerbt.

Verordnung

Dur Aendevung der Bewrdnmrg über Wein. Vom 31. ArrOrft 1916.

Auf Grund der Verordnung über KrieaZmaßmrhmen zur Sichern :rrg der Bolksernähvurm vom 22. Mcri 1916 (Rrichs-Gefetzbk. feloi) fern. 18. August 1917 (Rrichs-Gesetzbl. ©. 823) wird ver-

Artitel 1 8 3 der Verordnung über Wein vom 31. August

1917 iRrichs-Gesetzbl. S. 751) erhält folgende FassuMt, Kaufverträge über noch nicht von: Stock getrennte Wemtra uben l

sowie über Traubenmcrische, Traubenmost oder Wein :«uer Ernte didrfmr W zu dem Tage, an den: die amtliche Bekanntgabe teä Beginns der Lese in der Genwrkung ergeht, in der der Wern wuchst, nicht abgeschlossen werden. Die Laicheszartralbehörden föroien Be- fthitmungen über die amtliche Bekanntgabe des Beginns der Lese

Neffen." . . n

Artikel 2. Dvest Verordnung tritt mit dem 4. Sepdember

1918 in Kraft. ^ ^^

Erträge der im Artikel 1 bezeichnet«: Art, die vor dem Irl-

Irirfttreter: dieser Verordnung abgeschlossen sind, sind nichtig. Berlin, den 31. August 1918.

Ter Staatssekretär des Kriegsernahrungsamts. _ I. V.: Edler von Braun. __

Verordnung

über die Berfüttermrg von dliais und Lupinen.

Bon: 31. August 1916.

Aus Grund des 8 8 Abs. 1 Nr. 2 der Reichs getrechevcknuny für die Ernte 1918 (ReülO-Gesetzbl. S. 434) wird befbimnit:

ß 1. In der Zeit vom 16. August 1918 bis zum 15. August

1919 einschließlich dürfen Unternehmer landwirtschaftlicher Be­

triebe an Stelle von Hafer, Gemenge aus Hafer und Gerste oder von Gerste mit Gnwhmigmvg der Reichßsutternrittelstelle stlbst- acbauten Mais in dein durch 8 1 der Verordmmg über die Ver- füttenmg von Hafer und Gei-ste vom 30. Juli 1918 (Reichs-Gesetze dlatt S. 984) bestimmten Umfang an das im Betriebe gehaltene Vieh verfüttern. ^ ^

All selbstgebauten Lrchrnen dürfen Unternehmer landwrrtschast- licher Betriebe in dein gleichen Zeitraum bis zur Hälfte der getxxu teten Frückxtt an das im Betriebe gehaltene Vieh verfüttere

§ 2. Tiefe Verordaumg tritt mit dem Tage der Verkünoiurng in Kraft.

Berlin, den 31. August 1918.

Der Staatssekretär des Kriegsernährungsamts. _ Z. B.: Edler von Braun. _

Befchreiburrg des neuen TarlehnsraftenscheiueS zu 20 Mark.

Vom 20. Februar 1916.

Das Papier der neuer: Darlehns kassen scheine ja 20 DLark in Buchdruck «tthält, ebenso rvie bei den bisl-eri^en Lchebren gleichen Wertes, als drrvchsä)rinendes Wasser-eichen wrederkchrend du Zahl L0 in einer Unrvcchinung von versckLungerren Linien. Ern Streife» ans purpnrrote», in das Papier eingebetteten Fasern zieht sich in stnckrecher Rülstung mitten über die Rückseite. Dar Schein ist wie der bisherige 9x14 Zentimeter groß. Rings :rm das Druck- bild herum bleibt aus beiden Seiten ern Vs Zentimeter breiter Rand frei.

Die Vorderseite trägt auf einem braungelben Schutzdcuck einen hell violetter: Torrplatter^ruck und darüber die rotbraune Zeichnung und die dunkelbraune Schrift. Das Estsamtbild roird durch einen reich verzierten Rahiiben ei gefaßt, der in allen vier Ecken die AM 20" und in der Mtte der oberen Leiste das WortDarlehns- Kassenschein" enthält. Unter letzterem steht ans einem mit Zrerwerk aemUteu Grnnde die Hanlptz.ri.leZwanzig Mark" ijt deutscher Schrift. Die beiden links und rechts fick) unterwärts anschließenden vcchteckigen Seitenselder si:Ä> zweiteilig und enthalten oben je die große Zahl20", darmtter links eirrcn Pallaskops, vechs einen M-eck«rkvps, beide :mch inner: schaues. Das Hauptmittelfeld zeigt Ort und Ausgabetag, die Behörde und die Unterschriften in dem Wottla:ct.

Berlin, den 20. Februar 1918.

RriMschuLci venmüttmg.

v. Wschoffshaustn Vieregge Mülber Noelle. DSckhuth Springer Lotttier v. Dvenkmann Mücke. Unter den Naure» ist, wieder vor: besonderen Zierieisürn ein-- gefaßt, zweimal der kreisförnnge Stempel mit dem Reicks dler und der Umschrift .,8^ichsfch)uldenvenoalrung" in Qu<ü>vaten migebrackt, deren tritt Ecken mit der Zahl20" a^gefüllt fbtb. Zn dem übrig bleibenden Feldchev der unteren Randleiste steht auf einem Punkt- musler die Strafmidrohnng in 1«»: Wortlaut:

Wer Tarlehirskasfenschine nachwracht oder versälsck-t oder :uuch gemachte oder versÄschte sich verschafft und in Berckel/r bringt, wird mit Zuchthaus nickst unter Ovei Jahren bestraft."

Der Truck der Rückseite ist ptfcmxmmgrfejß «S einem Schutz- dLuck in. gelb, etwer Tmchlatte m violett und einer Zrichenplatte in duTckribvcrun.

Tie Zeichnung zerfällt in drei wiederum von einem verzierte« Rand «tsammengehaltene Hauptfelder. Der Rand trägt in alle» vier Ecken die ZcM20" und in der oberen und unteren Leiste dm -Text: Äiark ,TarlehnSkassenschrin Mark." Zm Hauptfeld« links stcht rin gepairzerter Krieger, rechts eine mit Lennbüdern des Frichens geschmückte Gestalt. Unter diesen beiden Feldern ist ein Raum für die rvtgedruckten .Nummern sreigelasseu. Das übrig­bleibende Mittelfeld ^eigt in drei Querfeldern oben bm Reichsadler, in der Mitte, von r«ch.m Zianoerk umgeben und gwtz ausgesubrt, die Zahl20", sowie darunter in deutscher Schrift die Bezeich­nung ,,M'.

Berlin, den 3. September 1918.

Hauptverwaltung der Tarl-echnskassen.

_ H ave:: stein. _ Maron.

Bctanurruücgung.

Be tr.: Ausführung der Rri>chsgetL-eideorimrmg i hier: das AuS- mahlen des Getreues der Selbstversorger im ErntejMe 1916.

Unsere Bekamrtmachmrg vom 11. Juli l. I. (Krrisblatt Nkr. 87 und 88) erhält mit Gritehmigarng Grotzh. Ministeriums des Innern vom 13. September 1918 Nr. M. d. Z. HI 22479 fol­gende Zusätze:

1. Zu § 7: Die aut dieser Grundlage vorbereiteten Ettaubn^- -chente (Mahl, Schrotkarten) sind vorn den Grosth BLcgermristo^ reiei: bis zum 20. des dem VeriorgLmgsmonat^^angetzenden Ml» nats an den Kommunal verband ein^u senden. Sie werde:: mit dem Dienstsiegel Gvosth Kreis-amts abgestempelt imd den Bürgertnetste- reien alsdann zwsck? ilusgabe an die Selbstversorger zurückgesandt.

2. Z u § 23. Hat der Müller die Mcholu::g^des Mahlguts :md das Verbringen der MMerzeugnisst den Selbstversorgern gegenüber übernommen, so hat er ein zweiter Mahlbuch führen, in welchem die Spalte 12 von dem landwirtschaftlichst Unternehmer unterfckriftlich zu bescheinige» ist.

Bor UnterschriftÄristung darf weder Frirchr angenomMe«, «och MahlckSchwt-)gllL abgegebes: iverden.

Tie von oen Selbstversorgern in den: »:vriten Mahlbwch voll­zogenen Eintragungen futb alsbald in das wtahlbuch -u übertragen.

3. Vorsiehervde Bestimmungen treten am 2 0. September l. I. in Kraft.

Gießen, den 17. September 1918.

Grvßherzogliches ^reisamt Gieße».

I. V.: He mm erde.

An dc» Oberbürgermeiftcr zu Gietzen, die Grohh. Bürger- mristereien der Landgemeinden des Kreises, Grotzh. Polizei­amt Gießen und die Grofth Gendarmerie des Kreises.

Bcrcs!(chmde Be'kanuttruvchlung ist ortsüblich -ur öffentliche!« Kenntnis zu brmgnr. Selbstversorger und Müller sind aus ihre« Inhalt besonders hin-uweistru Auf die TuEsthrirng der Vor­schriften der Beöan:rtmack-ung> ist strengste:^ zu achten. Zuwtdw- Handlungen sind Kur An-rige zu bringen.

Giesten, den 17. Sept«nber 1916.

Großherzogliches Kreisamt Gieße».

Z. B.: öcwmftbe.

Bekanntmachung.

Seit.: Feldbereinigung Röthges; hier: den allgenreinen Mriü» rationsplm^

Zn der Zeit vom 14. bis einschjlieUich 28. September l Z. liegt auf Gr. Bürgermristerri Röthges der allgemeine Mriio«» tionsplan nebst Crlauterungsbericht und PrüfungsprotoLoN Mr Einsicht der Beteiligten offen.

Tagsahri zur Entgegennahme von Eimvendungen hiergegen tbebe» daselbst Morrtag de» 30. September l. Z., vormittags 910 llHc statt, wozu ich bte Beteiligten mit dem Slnfügr:: rinlade, daß die NiMerfc^ineride:: mit Ginwerchm^en ausgoschLossttl sind« Tie Eimocndungen sind schriftlich rinzurrich».

Friedberg, den 15. September 1918.

Ter Großh. Feldberc inigun gskommissär. _ Schnittspahn , Re gieret gsrat.

Dienstnachrichten des Grotzh. Kreisamts Gießen.

B e t r.: Tie Z:chassung> von Losen auswärtiger Lotterie» jum Bev- trifib im Gvoßher-ogtuTN.

Gr. Ministerium des Innern hat dem Badischen MilltLrveo, eins verband in Karisriche die Erlaubnis «rtrilt, 15 000 Lost.' der V. Reihe der VI. Bad:scheu Krieger-Geldlotterie zugLnsten be­dürftiger Kriegsteilnehmer imb deren ..Hutterblbbenen drmrhaA des Gvoßherzogtums zu vertreiben. ^

Zum Vertrieb in Hessen dürfen nur mit dem hessische» Zw- lasftu:gsstempel versehe:^ Lost gelangen.

Während der Zeit des Vertriebes der Lose $irt 1 Kbrsse einer Königlich Preußische Staatslotterie ist L::künd-igw:g, Ausgabe utü> Vertrieb der Lost in Hefte» nicht gsftnttet.

Tie Z«h:mg wird am 25. Oktober 1918 stattfirrd«.

Zwillingsruaddruck der Brühl'schen Uwv.-Buch- rmd Steindruckerei. R. Lange, Gießen.