Verordnung

Rur ^Mubcnnifl der Bevorbnung über Kassve-ErsatzniittA vom 16. (November 1917 (Reöchs-Gesetzbl. S. 1053). Vom 18. Xcj. 1917.

Auf Grrmd der Verrnchnung Uber Kaffee, Tee und Kakao vom 11. November 1915 tRe«lrs-(pc'.etzvl. S. < 50 ) bzw. 4. Sipril 1916 (ReichB-Äesetzbl. S. 233) wird vewrdnet:

Artikel I. A9 Äbs. 2 der Vevordrmug über Kaffee-Ersatz- mittel vvm 16. November 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 1053) erhält folfleube Fassung :

Für Den Verkauf von Kaffee-Ersatzmitteln, di« sich bei Inkraft­treten dieser Vevortmuug bereits im tzaudel befinden, können dis K«omm»!nalverbnäde und (Heine rüden Aufnahmen von darr in dieser Verordnung festgesetzten Preisen bis zum 15. März 1918 einschließ­lich zulasjen.

Artikel II. Tiefe Vcwrdrnurg tritt mit dem Tage der Ver­kündung in Kraft.

Berlin, den 18 Dezember 1917.

Ter Staatssekretär des Kriegsernährungsamts von Waldvw.

Bckannnnnlynng

betreffend Aendernng der Bekanntmachung iiber den Verkehr mit Knochen, Knock>enerZeugnissen, insbesondere Knochenfetten, und an­deren fettftaltigeiT Stoffen i»om 15. Februar 1917 (Reich? Gesetzdl.

S. 137). Vom 14. Dezember 1917.

VCuf Erurrd des 8 3 Ms. 3 linb § 4 Abs 2 der BeKmntmachung iiber den Verkehr mit Knochen, >tnochener zenLU isfeir^ insbesondere Kirochensetten, und anderen fetthaltigen Stoffen vom 15. Februar 1917 (Rnchs-Gesetzbl. S. 137' wird folgendes bestinmtt:

Artikel I. 8 3 Abs. 1 Hkimimer i und 8 1 der Bekanntmachung über den Verkehr mit Klrocheu, Knochenerzengnissen, insbesoudera Knochen fetten, und anderen settbalrigen Stof'ftm vom 15. Februar 1917 erhalten folgende Fassung:

8 3 Abs. 1 Nummer!: alle rnil Wasser, Tainps oder Lösiings- mittciri gewonnenen Oele. Fette, Oel- und Fettsäuren, alle.durch llnnvandlnng aus Rohstoffen jeder Art gewomrenen Oele. Fette, Oei und Fettsäuren sowie alle öl* uird fettsäurehaltigen Ras ii Na­tion s rückst ände;

8 4. Ter Preis sär die nacktst«l)end aufgeft'ihrten -Oele und Fette darf für 100 Kilogramin Reingewicht nicht übersteigen: bei technischem Knock>en'ett mit einem Erhalt an freier Fettsäure bis zu 20 v. H.. 360 Mk.

bei tsckmischem Knochenfett nüt einem Gehalt an freier Fettsäure von mehr als 20 v. H. 350

bei Sf>eiseknoch?n ett. 375

lwi rohem Klaucnöl. 400

bei Abdeckcreisett. 350

Tie Preise gelten frei ÄSaggon Bersmrdstation, und zrvar bei tackjiischem Knochensett, Svc'isetnochenfett und robe n Klau-enöl ein­schließlich Verpackung, bei Abdeckerei fett ausschließlich Verpackung.

Ter Reichskanzler fanu vor strande Preise abändcrn sonne Zsöck ^tprckse fite K nochen, die im 8 3 bezeichuetrn oder nach 8 3 zu bezeichnenden Stoffe und die daraus gewonnenen Oele, Fette, Oel- und Fettsäuren festsetzen.

Tie im Abs. 1 und 2 oder gemäß Abs. 3 festgesetzten Preise sind Hochstt-w ise im Sinne des 0-esetzes, bet e fmd Höchstprci e vom 4. August 1914 iil der Fassung der Bekanntmachung vom 17. De- zeinber 1914 (Michs-Gesetzbl. S. 516) in Verlnndnng mit den Be- ka intlnache^ugen vvm 21. Januar 1915 (Reich:-Gesetz'l S 25)^t>om 23. September 1915 (Reichs^Gesetzbl. S. 603) und vvm 23. März

1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 183).

Artikel II. Tie Bestiu.numgen treten mit dem 20. Dezember

1917 in Kraft.

Berlin, den 14. Dezember 1917.

Ter Reichskanzler.

I. V.: Freiherr von Stein.

Bckattntmtü)n;rq

betreffend Aendernng der Ausführungsbestimnuungen zur Ver­ordnung über den Verkehr mit Kbiochen, Ktaocbmerzeimnisseu. ins- besondere .(hnockien fetten, und anderen jettl>altigen Stoffeit vom 16 Februar 1917 (Reichs Gesetzbl. S. 140 Vom. 14. Dez. 1917.

Ans Grund der 88 2, 3, 5 der Bekanntmachmrg über den Ver­kehr mit Knocken, Knochenerzengnissen, sirsbesondere Knock>enfetten, und anderen fetthaltiges! Stoffen vom 15/ Fdbrnar 1917 (Michs^ OKsetzbl. S. 137) wird folgende bestimntt:

Artikel I. Die 88 3 |nhf> 5 der Ansft'ilnnngsbestinunungen zur V.mn'dnung über den Verkehr mit Knochün, >ttwchener-zeugnissen, i. . sondere Knochenfetten, und anderen fetthaltigem Swfsen voml 16 Februar 1917 (Re,chs Gesetzbl S. 140) erhalten folgende Fassung:

8 3 Wer ge»verl>smäßLg Rinder, Pferche, Schafe. Zielen oder Schtwine schlachtet, ist verpflichtet, ans Verlangen des Ki^egsauS-. schnises sür pftanzlickfe und tierische Oele ,md Fette i Kn oben! reue) die anfaNendei, frischen Knochen den i*m imiem tx>zeichneten Stttlen unmittelbar zuzuleiien. Das Verlangen des K-negsausfctni,ses ifc «ii* d-fsen Erfnckitn durch die Gemeinde offentirch bekonnlMina.ben. Kno-Hen. die mit der Fleischration im regelmäßigen Älemoerfaui

an die Bevölkerung abgegeben iverden, mit Ajusnahrnje der Mrbev^ süße, fallen nicht mrter diese Bestimmung.

Di« Preisbestimmung erfolgt nacht $ 2 Abs- 1 Satz 4.

§ 5 Betriebe und Gewerbttreibende, bei denen Stoffe der int 8 3 Äbs. 1 Nr 2 bis 8 oder gemäß 8 3 Ms. 3 der Bekannt machun, über dem Verkehr nrtt K'noche't, Knixl^merzeugnissen, tnsbesvndeal Knochen fetten, und anderen fettbaltft^u Stoffen vom 15. Februar 1917/14. Dezeml'er 1917 (ReickiS-G^etzbl. S. 137, 1106) lx-zeich- neteu Art vorhaud«m sind, (lervonnen. iven^i^.oder absatlerr, sind veo- pslichLet, die Stoffe dem Krl^sansschnsse für PslarrKlichc und tierifät Oele und Fette anzubietem. Ä>elriebe rmd Äew«rl>etreibende, bet denen die Stosie fortlaufend gewonnen tvcrden oder absallcn, habonl anzubieten, sobald die vorlwndrnen Mengen inindr'ßi'ns 100 Kilo­gramm betragen; alle übrigen hab«r die gewvimeuen oder ange^ fallenen Mengen bis zum 1. iedys Monats aiMlbieten. Der Kriegs^ cnröschuß ist ermächtigt, im Ein-elsall eine besondere Vereinbarung über fortlaufende Lieferuna der Stosie zu treffen.

Di^' Vorschriften des 8 4 Abs. 2 fintxm entsprech^mde Anwendung.

9l.rtikel II. Die Bestimtnungen ti-eteit mit dem 20. Dezember (1917 in Kraft.

Berlin, den 14. Dezember 1917.

Ter Reichskntzler.

I. B.: Freiherr von Steill.

Bekanntmachung

betreffntd die Ausftthr von Jucht» iuid Nutzvieh aus dem Eroßhcr- zogtnm und aus eiuei'.r Kreise des (^oßherzogttuus in rinen anderen, vom 10. April 1917 (Reg>Bl. S. 90), hier Abändv- rung des 8 4 dieser Bekanntinachung. Vom 24. Dezember 1917.

Auf Grund der Besanntniachinrg des Reichskanzlers über die Errichtung von Preisurüfungsstellen und die Bcrforgungsrogelmra vom 25. Sepvcntber 1915 bezw. 4. NoveuiLer 1915 (ReichS-iÄesetzbl. S. 607 und 728) bestimmen wir:

Ter § 4 Ms. 1 der Bctaimtmachnng über die ^lusfuhr von Zucht- »mb Nutzvieh aus dem Großl-erzogtum mch aus mtend Kreis des Gvoßherzogtums in einen mrderen, vom 10. April 1917, erhält folgende F«.ssmlg:

Wer Zucht- oder Nutzvieh (vcrgl. § 1) aus einem Kreis ta einen anderen Kreis des O^voßheizogtumS ausführe,l will, be­darf hierzu eines Ettmrbuisscheins. Zur Ausstellung dieses Er­laubnisscheins ist der Viehlmudelsverband derfenigetl Provintz -uistäitdig, zu der der Kreis gehört, in dem das auszuführeud» Tier bisher seinen Standort hatte. Tie Ausfuhr darf nur gench» migt tverden, tvenn die tm 8 1 Abs. 1 unter a mld d ge- lmnnten Bcscheinigu,rgen vorgelecft tverden. handelt es sich um die Ausfuhr von Tieren aus einer Pwvftlz des Grvßherzoatum» tn eine andere, so ist dem Biehharrdelsverband, in dessen Bezirk die Eiuftihr stattsruden soll, die Beschenrig!nrg nach A 1 Ms. 1 b zur Prüflmg iwrzuleaen.

Ter Antrag auf Aussuhrbekvilligmra ist bei denijeni,rm Kreisamt, in dessen Bezirk die anszusühreivden Tiere biSl>er ihren Standort l-atten, nebst den Bescheinigungeil imch tz 1 Ms. 1 g und b einzureichen. Tiefes Kreisamt I>at den Antrag nebst Bescheinigungen dem Viehhandelsverband mit seinem Antrag weiterzugeben. Spricht sich das .Kreisamt gegen die OKnehiniguna des Antrags aus. so ist, falls der ViehtMndc'lsvecband nicht ebe"sall-' d'" Ablehnung des Antrags lischt refft, nufere Entschei­dung ein^rhvlen."

D a r m ft a d t, den 24. Dezember' 1917.

Großherzoglick>es Ministerium des Inner«, v. L» o m b e r g k

Bekanntmachung.

In der Zeit vom 15. bis 31. Dez. 1917 lvurden in hiesiger Stadt Gesunden: 1 Untcrrock, 1 Pclzschvcüizckieil, 1 Halsbmch, 1 (9eld- beiitel mit Jnbalt, 1 Damenumhongkragen, 1 Kinderkragen, l Holskette, 1 Brille mit Futteral. I Verloren: 1 filb. Portemomiaie iitit 2,70 Mark Inhalt, 1 schwarzlederne Handtasche mit Portemonnaie und 30 Mark Inhalt, 1 Ledermäppchen mit 18,50 Mark (Papiergeld), 1 schwarzes Damenportemounaie mit 10 Mark, 1 Portemonnaie mit 4,70 Mark »uld 1,50 Mark in.Briefmarke«, 1 schnurzer Aftvackionlragen, 1 Päckchen mit einem Etui mit silb. Scher» usw.. 1 schwarzes Ilm hänge buch, 1 silb. Zigarettenetui, 1 band» lasche mit französisck>ctt Lehrbüchern usw., 1 schwarz ledern» Damenhandtasche mit 25 Mark usw., 1 silb. Damenuhr, t Portnuormaie mit 30 Mark int Papiergeld, 24 Mark, bo­stzehend aus einem 20-Markschein und zwei 2.Markscheineir, 1 Pord'inomlaie mit 4 Mark rmd Brotmarken, und 1 ^Zrosch» mit 2 Photographien.

Die Erupfangsberschtigten der gesundezren Gegenstände be­lieben ihre Ansprüche alsbald beiLMs mltend z» mackZeu.

Die Abholung der aeftmdenen chegeifttände kann an jedem Wochentag von 1112 Uhr vormittags und 45 Uhr nachniittag« bei der Unterzeichne den Behörde, Zimmer Nr. l. erfolgen, fließen, den 31. Dezember 1917.

GroßherzoglicheS Polizeiamt 9fteß«r.

I. A.: Pfeffer.

Zw ll'ngs runddruck der Vrüh''scbe» Un v Buch- und Steindrnckerei R. Lange. Gwß-n.