Kr. »04 ' * 1 . Dezember 1017

Kretsblatt für Kn Ureis Gietzen.

JnhattS-Ucbergcht: Be,lehr mit Saal- und Steckzwiebeln. Ausbringung der Schweine. - Verkehr von Schafherden. -Transport- flörungen. SiMrbeu von Militärtnchen. - Versorgung mit Pcrroteum. Walnußernte. MehLfLcke. Herstellung von Dauer­ware. Anforderung von Strickgarn. Feldbereintgung Lang-Göns.

Bekanntmachung

gher beit Verkehr mit Saat- und Steckzwiebeln zu Sairtzwcckcn und deren Höchstpreise.

Aus Grand der {& 4, 11 iatb 12 über Gemüse, COft und Süd- srüchkc vom 3. April 1917 (Reichs (^esebbl. S. 307} wird bestimmt:

§ 1. Im (Skfcict des Xcuif^pn stiriches dürfen Saat- und Steck/toiebeln zu Saatzweckeu nur gegen Saalkartc uird mit Ge­nehmigung der zuständigen L a n d e s st c l l c n für Gemüse und Obst Kin Preußen der Provinzial- und Bezirksftellen für Ge- niiüse und Obst) abgesetzt weiden. Die genannten Stellen erlassen die näheren Bestimmungen über die «vaatkacte und über die Voraussetzungen. unter denen die Gmehmigung zu erteilen ist.

tz 2. Die Bestimmungen des 3 1 Absatz 2 der Bekanntmachung der Reichssülle für Gemüse und Obst über Höchstpreise für Gcmfüse vom 5). September 1917 (Rcickssanzciger vom 6. September 1917), nach welcher Saatzwiebeln bis zum Gewicht von 3 Gramm für das Stück nicket mrtcr die Höchstpreise für Zioievcln satten, »vird aufgehoben und statt dessen bestimmt: Soweit Saat- und Steck- ^»oielxln nach 8 1 dieser Bekanntmachung -u Saatzweckeu gegen «vaalkart.' und mit Genehmigung der zuständigen Stellen abgesetzt werden, dür-en beim Verlauf durch den Erzeuger die nachstehenden Sätze je Zentner nicht überschritten werden:

kür Saatzwiebeln .18 Mk.

fftr Steihwiedeln:

1. längliche und ovale:

Größe 1 unter 1'/» cm Durchmesser . , 100 Gröüe II IV« bis 2 cm Durchmesser . , 80

Größe III 2 bis 2*/* cm Durchmesser . . 60

2. plattrunde (süddeutsches:

Größte I «nter 2 cm Durchmesser . . . 120

Grö« II 2 bis 2'/» em Durchinesser . . 100

Grütze III 2Vr bis 3 cm Durchmesser . . 60 ,,

8 3. Diese Bekanntmachung tritt u'.tt dem Tage ihrer Ber- Jündung in Kraft.

Berlin, den 15. November 1917.

ReickMÄtc für Gemüse und Obst.

Ter Bvrsitzeirdc: von T i l l y.

Bekanntmachung

betreffend ZivangSumlage zur AvsbrinMng der Schweine.

Vom 15. 4X'zembertt917.

Mf KNrrmd des {5 8 d< r Bekanntmaänng über Fleisck-oersorgnng vom 27. März 1916 (Neick's-^fo^ck. S. 199) bestimmen wir das Nachlebende:

Die Großh. Krciöämler uird die Oberbürgerineistcr der Städte mit mehr als 20000 Einnwhnern l-aben aus Antrag des zuständigen ViehlnrndelSverbands gemäß 8 4 des Gesetzes, betreffend preise, von, 4. Mgust 1914, in den Fassungen vom !/. Dezember 1914, 23. März 1916 mrd 22. März 1917 «Reichs-Gesetzbl. 1914 S. 339, 516; 1916 S. 183: 1917 S. 253) die ZtoangSaus. dnnaung aller derjenigen Sckvveine (Mastschlvcine, Einlcgeschweine, Läufer und Ferkel), die nicket zur Zucl>t dienm odcr für Haus- fckFachtnngen bis zum 31. März 1918 bestimmt sind, durchzuführen, ^soweit die Besitzer die Schiveine nicht freiwillig an den Bieh- handelsverband abliefern, ist der Verkauf der Tine auf ReckMung und Kosten des Besitzers zu den von dnn Staatssekretär des KrrrgscrnähnluaSamts unter den, 23. November 1917 ^Reick-s- Gesetzbl. S. 1079) festgesetzten Höä/tpreisen und Zusckstägen und

zwang sionse Abliesenmg alt den B ich ha udel sverbmi d zu ver-

. Etrafbestimnnlltgen des § 6 des Gesetzes, betreffend

Höchst preise. vom 4. August 1914, in der Fassung dieser Beslim- mm, gen vom 23. März 1916 ^Reichs-M'setzbl. S. 163) wird hnigerurejer,.

Darmsta d t, den 15. Dezenter 1917.

Großherzoglichcs Ministerium des Jiulerit. v. H o m b e rgk.

Betr.: Zwangsumlage zur Aufbringung der Schweine.

An die Grotzh. Bürgermeistereien der Lundgemcinden . des Kreises.

Auf Grund der Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Zstuiern vorn 15. Dezember d. I. bett.: Zwangsumlage zur Auf- vrumung der ^chlveiiw hat der Oberh. Biehhandelsverband ku dlntraa gestellt, die.. Zwangöansbringung aller deuemaeu Schwcme «Mastschiveme, Ernlegcschweine. Läufe« stnd Ferkel). tue' nickA mt Zucht bienen oder für Hausschlachtungeir ^ Im 1 ^ 1918 bestimmt sind, durchzuführen.

»t^^^5EMlttragen ^-,e demgemäß, zu veraickassen, daß alle diese Schweine brs zum 15. Januar 1918 dem Oberh, Bieh-

handelsverband abacliefert werden, möglichst in wöchentlich gleiche nk-Ssstgen Raten. Diejenigen SckMeine, die nicht freiwillig abge-i liefert n>erdeu, lv^-rden von uns auf Rechnung und Konen de- Befihers zu den von dem Staatssekretär des Kriegsernährungs^ amts unter dem 23. November 1917 festgesetzten Höchstpreisen und Zuschlägen an den Oberhess. Biehhandelsverband übenoiesen, und deren zwangs»veise AbiiescrAng wird durch uns veranlaßt. Die Besitzer der Sck^ine sind au) obige Verfüming hinzilweisen mit deul Anfügen, daß die zurzeit geltenden Höcdswreise und Zuschläge nur bis zum 15 Januar 1918 in Kraft find. Diejenigen Tiere, die später zur Ablieferung konunen, werden bedeutend niedrige« bezahlt.

Gießen, den 20. Dezember 1917.

Gwßhcczoguches Krersamt Gießen.

_ Pr. 1U in o er.

Berichtigung der Bekanntmachung

betreffend den Verkehr von Schafherden zwisck-en Hessen nnd deren BwcheSslaaten. Bvm 5. Dezember 1917.

In unserer vorgenannten BetanuturchMig (Darmstädtcr Zei-, tung Nr. 289 vom 8. Dezember 1917) ist berm Mdruck insofern, eul F-ehlcr unterUruseu. als die in 8 2 Absatz 2 Ziffer 2 Satz % entl^ftena, < 5 trafbestimmurrgen nicht dorthin gehören, soirdsm den Wortlaut des 8 3 bilden. Es ist also vor die Strasbetznnmungrn emzuschalten:§ 3".

Darmstadt, den 14. Dezember 1917.

Großherzogliches Ministerium des Innern.

__ v. Hombergk.

XVIII. Armeekorps.

Stellvertretendes Generalkommando.

?lbt. II! d. Tgb.-Nr. 23 893/6847 Betr.: Beseitigung von Transportstörungen.

/ Verordnung.

Auf Grulü» der U 4 mrd 9d des Gesetzes über den rrmgsMtrmd vom 4. I um 1851 in der Fassung des ReichsgesetzÄ 2.J 1 .^zernber 1915 beskinnne ich für den mir unterstellten NortEziri rmd un Tinv-ernehn,en nnt dem Gonoernrur auch für den Beiehlsbereich der Festung Mainz:

D^e Berohrung vom 11. 9. 1917 (III b 19 219/6476) gilt auch JSj, bic Be- mch lLitladlurg von Schiffen sowie die Avv, und Msuhr vM, r^chtchsgütern.

Frankfurt 0 . M., den 13. Dezember 1917.

Ter stettv. Kommandierende Geircral:

, . . _ Riedel, Generalleutnant.

XVIII. Armeekorps.

Ctk-slver'retendes Genfralkmnmando.

Abt. Md. Tgb.-Rr. 24 3.30/6638 Betr.: Verdat des Einfärbens von Militärkttchnr.

Verordnung.

. & 3k l b.deS Gesetzes über den Belagerungs--

Zustand vom 4 ^uu,l 80 1 ul der Fassung des Reichsgefetz^ 00 m I I. Dezember 191o besttuune ich für der mir unterstellten KvrpS-,

iSNt 'Sw .^'wernehmen mit dcnr Goeroerneur auch für den SlefesLsberclch der Festung Mainz:

Die Fürder«e» l-aben bis zum 1 . Januar 1918 hierhin! Anzeige zu erstütteu, ob mrd wann ihnen Militärtuch und nrü^ tärrfche Bctterdungsltucke zum Einfärben übergeben worden sind ? i- ^^blzeige zu erstatten, sobald ihnen'

fernerhin solch-? Luche und Bekleidungsstücke zum Einfärben über-, geben werbe«.

n «ÄJÜ *"%!?' b K 'lbcrgcbenOr Tuche ohne Genehmigung des stellv. ÄoueraNmnmandoZ em zu färben und an den Ajchraggeber oder eine andere Person l-eranSzngelten.

, . Zlx'dn'-andlungen ,verden nnt Gefängnis bis zu einen, Jahre.

UmslL.dc mit Mt °dn ©etbftmfe biz

Frankfurt a. M., den 13. Dezenlber 1917.

Ter stellv. Kommandierende General:

__ Riedel, Generalleutnant.

SJetr: Versorgung der Zivilbevölkerung mit ^'trWcum. '

«Ti die Grostl). Bürgenneistereien der Landgemeinden deS

Kreises.

Die Zentral,teNe für die Petrolemrwcrteilimg in Berlin hat, nvr den, sichtbaren Mangel au Petrolcum etioaä abznhalfen, ein nciiie« Petrole^msparlänlpch..ett tn den Werkclyr gebracht, dessen- Beroranch an Petroleum äußerst gerürg. sein sott.

Diese Knegsnotlamzv besteht alrS einer Seinen mit Tohjk versehenen Glasröhre mit tulpvnförmigcr Gnveitecung am oberen!