Ausgabe 
5.2.1917
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Krcisblatt s»r den Kreis Giehen.

Nr. 1»

5. Februar

1917

Bekanntmachung

Ergänzung der UWfnraUmflri»nifl vom AI. Juli 1916, tzo- treffnck LiMitdationon britifch-r Unveovähnnmgen Vv,n 16. Januar 1917.

Der «iundeSrat hat auf Gnmd de- 8 9 de» Gesetze» über die ErmLchtiauna deS Buüdesratü zu wirtfchaftlühen Maßnahmen ufw vom 4. wuffnft 1914 (ReichS^Gefatzbl. 6 927) folgende Verordnung

U rrlnffcn. ^ Grundstück, da- aut Gnmd der Berardirunv,

d Liquidation brttischer Untenuchimmgen, vom 31. Juli 1916 (Retä^ ^edbl 5. 871 einer Liquidation unterste, mit edier J&W»tbfT oder Gnntdsckruld belastet, jo Bonn der Reichs­kanzler. fall» er für nachgavtesm hält, da st der Lwpothekar- od-v Grmch«huldbri-ef nicht erreichbar ist, anortnren, daß im Haffe der BeräntzEMna des Grundstücks die Hypothek oder GrundsäHild ganz oder teilweise erlisckn Ei kann Anord,un,§en darüber treffen, in n»elcher Weise für den Gläubiger anderweit Sichercheit zu schaffen ist.

Zur Mchinng ist die Dorle»ma des Ltwochc^nv- oder Gnurb- jchäüdbriefa nicht erforderlich. Die üösckunrg ist auf Grund der' im Abs 1 Satz 1 bezeickmeten .Anordnung de- Reichskanzler- vom Grundduchantte twrzn,uchm«n ,md in» Reichsanzeiger bekannt^- machen.

Ter Reichskanzler kann die ibn, nach Abs. 1 zu stehenden Befaanisse den) RetztzSldmmisst»r lg 11 der Verordnung vom 31 Unit 19161 übertragen.

9 2. Tie ^ierortninng tritt mit den: Tage der verküichung in Kraft

Berlin, den 18. Januar 1917.

Ter Stellvertreter des Reichskanzlers. _ Dr. Lelfserich. __

Verordnung

zur Blenderung der Verordnung über die Beirituna von Backtvarc in der Fassung der Bekannttnacimng vom 28. Mal 1916 (Reichtz- Gesetzbil S. 419). Pom 18 Januar 1917 Der Bundesral hat aus Grund des 8 3 de» Gesetze- über die Er »rächt i au na deS Buirdesrat^ zu wirtschrftlichen Maßnahmen usw. vonl 4. Mg,'» 1914 (R ei c1)s-Ge setzl>1 S 927) folgeirde Verordnung erlassen:

Artikel 1

In der Verordnung über die Bereitung von Backivare tn der Fassung vom 26. Mai 1918 -Neiärs'Gesetzbl S 413) werden nach stehende Acnderungen ,wrge,wmmen.

1 Dem 7lbs 9 bef § 5 ü^ird folgendes zu gefügt:

Des Reichskanzler oder die von ihm bestimmten Stellen kdnnen die Benvendung anderer als der genarrnten Stoffe statt Kartoffeln zulaffen und das Mengenverhältnis. in dem ste zu venoenden silch, sestsetzen Der Reichskanzler ist befugt, die Brob- streck«,lg mit Znrrtoffeln und Kartosfelerznignissen zu verbieten. Pr kann tm Bedürsniöfalle die ®mi»cubung eines anderen Strek- kungSmittelS twrschreiben. Die gleiche Befugnis haben die vorn Reiel>skanz1er l>estimmten Stellen "

9 Im 6 16 lv^rch in Nr. 1 hinter den Worten:auf Gru,rd der 88 3." e-ingefstgt: ,,5,"; in Nr. 2 daselbst wtrb hinter den Mbrtenr aus Gnmd der 88" eingefügt:6,".

3 Vinter 8 20 linrb folgender § 20 a eingefügt:

Der Reichskanzler kann Ausnahmen von dein Vorschriften dieser Verordnung Anlassen."

Artikel 2.

Diese Verordnung tritt mit den: Tage der Verkündung in Kraft. Berlin. den 18.Januar 1917.

Der Stellvertreter des Reichskanzler-.

Dr. Helfferich.

S*f t t. : lh-l>dnm<int itlvr die im Gronlkrzog'ttmr Neffen irvtznenben

Blinden un sclmlpflichtigen Alter.

An die Schulvorstüttdk des Kreises.

Unser Aüsscineiben vom 1. l. Mts.. Kveisblatt Nr. 18 in, oWiieiit Betreff belieben Sie nicht erst btimen 8 Tagen, sondern, umgebend zu erledigen.

Gießen, den 2. Februar 1917.

Graßherzogliches Kreisamt Gießen.

_____ Dr. Usilnger. _

Betr.: Oienmsesamen.

An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden de« Kreises. Unter Bezugnahme mif die Ihnen von der LandwirtschaftS- kanuner zugegangene Drucksaä^ vom 20. Januar 1917 teilen wir Ihnen entsprechend einem Erhüben bei' Landunrtschaftskam- mer mit. Nif? icdc Gemeinde eine SanuueUvskffung in der ltzc- famtmenge entyegenncbmeu imä eventl. mit entspreä»mden Kür Linrgen. Wo dieses nicht gewünscht wird, weil in der Gemeind« keine Kräfte zmu LhuSnüesm yi kleinen Portionen gqrwmien p?er­

den känuen. urüßte die» von der Landwirttchastskanuner aus «v- folgen, da. wie Ihr mitgeteilt wird, hie <samengaschäfte in dal letzten 8 Tagen derart mit Aufträgen überbaust lverdeu. day e» ihr schwer falle,! wird, einzelne Firmen |icc Lies er,mg in kleinen Portionen bestimmen zu können. 5fn dreiem Falbe ,nüstte uatnr- ganütz mit einer antsüi'.'chend größeren Lieferfrist gerechnet loer- den. da die Landwirtschaftskaimner dann nntcr Umständen inu> derben von Gemeinden die Arbeit des DLbttnegeirs abnehmen müßta.

Sie nwllen deshalb bemüht sein. Sarmnelbestcffunaen aU- aegenzmlehmen ,md da» Geschäft des BernnegenS in der (vemernbtz selbst vvnwhmen zu lassen.

Gießen, den 31. Januar 1917.

Großherzoallchs Kreisamt Gießen.

Dr. U fI n 0 f r.

Bekanntmachung.

Betr: 10. Ausgabe von Süßstofs (Saccharin).

In der Zeit >vvm 1.15. Februar 1917 wird gegen den. L i e, e r u n g S a b s cb n i t 1 4 de, Süstswfffardm ,,H" (blau) und 6" , gclb von den Süststoffabgabcstellen Sühsdoff abgegeben ES gelangt ein Brieschn be-zw. eine Schachtel auf den Michlitt zur Ausgabe. Mit dem 15. Februar verliert der Abschnitt 4 seine GiUtigkea. Norl, diesem .Zeitpunkt nicht abgernfene Süß­stoffmengen dürfen von den .?lbgabesteffen frei verkauft werden»

Gießen, den 30. Januar 1917.

Grobherzogliches Deisanit Gießen.

I. B : Langermann.

Betr.: Zuckerverbrauchsregelung.

An die Grvßh. Bürgermfistereien der Landgemelndkn deö Kreises.

Auf Grund das 8 2 Abs. 2 der Besannttitaelzung vom 1. De> »e,nber 1916 ^KreiSblatt Nr 156) chrd bekanntgegeben, daß di« Mar-fen 6 und 7 der neuen grünen Zuckerkarten vom 1 lstS 28.»ruar 1917 Gültigkeit haben.

Nach Mauf dieser Zeit verlieren die Marken Uwe Gültigkeit. Wir beauftragen Sie, diese verfüMng ortsilblich befanntzimiachen.

Gießen, den 30. Iammr 1917.

Grvßher.zogliches Kreisamt Giessen.

I. v.: Lang er mann.

Betr.: Bestandsaufnahme der Vorräte an Brotgetreide und Mehl,

Gerste, Daser und Dülsenfrüchten am 15. Februar 1917.

An den Oberbürgermeister zu Gießen und die i^roßh.

Vürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Unter Bezugnahme auf die Verüffentlichtng im Kreisblatt Nr. 18 vom heutfaen Tage Speisen ivtr Sie auf die nachstehende An- wetsrma der Grvßh. Zentralstelle für die Landesstalistik m Darm­stadt hin mit dem Anfügcn, daß Sie die Grvßh. Zentralstelle für me Landesstatistik telegraphisch oder mütelst Fernruf Nr. 2657 be­nachrichtigen müssen, wenn Sie bis zun, 12. Februar 1017 nicht in den Befftz der Zählpalpiere aelangt sind, ferner, daß Sie die Arwrdnung der Erchebung auf ortsübliche Weise bekannt machen mch die erforderlichen Maßnahmen zur Durchführring der Erhebung alsbald zu treffen haben. '

Gießen, den 2. Februar 1017.

GwßbcrwglicheS Krersamt Gießen.

I B: Langermann.

Anweisung für die Großh. Bürgcrmciftcreien (vberbürgermeister, Bürgermeister).

1. Das Kriegsernährungsanrt bedarf für die bis zur neuen Ernte zu trefseTwen Maßnahmen zur gleichmäßigen Versorgung der Bevölkerung mit den iwttvendigen LebenSnntteln einer zu­verlässigen Keirntnis der gegenwärtig noch vorhandenen Bestände. Für diese Zivccke erfolgt laut Bekannttnachnng von, 14 Januar 1917 (Reichsgesetzblatt S. 46 ff) eine Erl>ebung über die am 15. Februar 1917 vorlxmdenen Vorräte an Brotgetreide und Mehl, Gerste und Hafer, sowie an Hülsenfrüchten aller Art. mit Ausnalnne von Wicken und Lupinen.

2. Die Erl/ebung findet gemeindeweise durch die 0)roßh. Büraerineistcrcren (Oberbürgermeister. Bürgermeister) statt.

Eine Vergüttmg wird den Mittvirkenden von Staat» ,vcgen nicht geleistet. GiDÄ) Ministerium des Innern hat vcrftigt. daß die Lehrer, die sich den Großh. Bürgermeistereien zur Durch­führung dieser vaterländisäwn Aufgalw als Zähler und Vertrauens­leute rnr Berft'igung stellen, an den in Betracht kommenden Tagen vom Dtknste befreit tverden.

3. Erhoben werden:

A in sämtlichen landwirtschaftlichen Betrieben die gedroschenen und ungedroschen^n Vorrute von:

»)Roggen, Weizen. Kernen (enthülster Spelz), fa*