Ausgabe 
29.9.1916
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Kreisblatt für -e Kreis Gießen.

Nr. 120

28. September

191©

Bekanntmachung

betreffend Saatkartoffeln. Vom 14. September 9116.

Der Bundesrat hat auf Grund des 8 3 des Gesetzes über die Ermüchtignng des Bundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen usw. vom 4. August 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 327) folgende Verordnung erlassen: /

8 1. Tie Ausfuhr von Saatkartoffeln aus einem Kommunal­verband in einen anderen Kbutmurralverband bedarf der Genehmig Ging des Kommunalverbands, aus dem die Saatkartoffeln ausge­führt werden sollen.

8 2. Tie Bestimmungen der Bekanntmachung über die Fest­setzung der Höchstpreise für Kartoffeln und die Preisstellung für den Weiterverkauf vom 13. Juli 1916 (ReiM-Gesetzbl. S. 696) gelten bis zum 15. Mai 1917 nicht für Saatkartoffeln.

8 3. Tie Landeszentralbehörden erlassen die Bestimmungen tzUr Ausführung dieser Verordnung. Sie bestimmen, wer als Komrmmalverband im Sinne dieser Verordnung anzusehen ist. Ste können anordnen, daß die den Kommunal verbänden auf- erlegten Verpflichtungen durch deren Vorstand erfüllen sind.

| 4 - Wer der Vorschrift im § 1 ruwider ohiie Genehmigung des Kommunalverbandes Saatkartoffeln ausführt, loird mit Ge­fängnis bis zu sechs Morraten oder mit Geldstrafe bis zu ein-i taujendfünfhundert Mark bestraft.

§ 5. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung tn Kraft.

Berlin, den 14. September 1916. "

Ter Stellvertreter des Reichskanzlers vr. H e l f s e r i ch.

Bekanntmachung

Born 22. September 1916

Auf Grund des § 3 der BundesratsbekaimtmarlMins über Saatkartoffeln vom 14. Septeniber 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 1031) wird hiermit bestimmt:

sind die in unserer Bekanntmachtmg vom 19. ^hull 1916 bezeichreten Verbände.

Tie den Kommunalverbänden auferlegten Verpflichtungen sind durch, deren Vorstand zu erffllten

Tarmstadt, derr 22. September 1916.

Grobherzogliches Ministerium des Innern v. Hombergk.

An den Oberbürgermeister zu Gießen, die Grsßh. Büraer- meisterenn der Landznneinden des Kreises, drosch. Polizei-

anit Gießen und Großh GerÄiannerie des Kreises.

Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie ortsüblich veröffent- lrchen und den Befolg überwachen.

Gießen, den 26. September 1916.

Grvßherzogliches Kreisamt Gießer ______Dr. U f t ii a e r.

^l?.der Ge rsdm-Ernte; lKvntingentsg erste), aber bmn auch für irrw f ^ auö den Vio der den Landwirten belassenen Gerste

Ernte an diese Gesellschaft.

4 / ^ Verkäufen, namentlich bei solckien aus den!

ver Gerste-Ernte, die von dem Nreiramt vorher genehmiat

sind^ strafbrr-E"' ^ bex Höchstpreis einzuhalten. Uebrrschreitungen

<. *2*5 Liegen heit sei iwchmals darauf hingewiesen, daß

dem Kommunal verband Gießen unter- EKrst, Deshalb auch dre Abgabe von Gerste an Auskäufer aus be­erten Kreisen rn ganz kleinen Mengen nicht geduldet werdest

Gießen, den 28. September 1916.

Grvßherzogliches Kreisamt Gießen.

Or. U sin g er.

Verordnung

betreffend Abänderung der Verordnung über Höchstpreise für Gerste vom 24. Juli 4916 (R?ick)s-Gesetzül. S. 821). Bon: 18. S?pt. 1916 der Bkkanntm«chting über KricgsmastiwhmkN zur l ern i I)nm 3 vom 22. Mai 1916 iiRcichs-Gesetzbl. © E) wrrd folgende Verordnung erlassen:

ru a 1 ol k § 1 der Verordnung über Höchstpreise für Fassung"^ 24 ' 3uh 19 ^ 6 tNeichs-Gesetzbl. 6. 824) erhält folgende

..Der Preis für die Tonne inländischer Gerste darf beim Ver- dm Erzeuger, joweii bis zum 31. August 1916 ein- schließlich zu liefern ist, dreihundert Mark, und soweit nach diesem

dertachiL Scftfei,m,a -weihu.^

vtndnng^in Kraft.^""rdnung tritt mit dem Tage der Ver-

Berlin, den 18. September 1916.

Ter Stellvertreter des Reichskanzlers Dr. Helff erich.

___ t

Oberbürgermeister zu Gießen und die Großh Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises

ÖÄS, KFSSr b-.!S

Betr.: RogHeiilieferung.

51» die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

. unserer beauftragten FirmaVereinigte Ge-

treidel^indlett hier genügen die von den LaiMoirten in letzte« Beit abgelreferteii Roggenn^ngen nicht zur demnächsttgen Bersor- gung der Bevölkerung des Kreises mitt Mphl mrd Brot. Wir ver­pflichten «Lne deshalb, hiernach umgelsend auf die Landwitte einzt- wirken N7Ü> fte aufzuf»rdern, alsbald größere Roggen men gen »h- zuliefern, andernfalls wir zu Gnteigniingsverfahren genötigt i«r&» ren Wetter wollen feae die Äufkänie der Firm«Bereinigte G-»- treidehändlcr rn zeber Beziehiing in ihren» Bestreben, Roggen heranzubvkommrn, unterstützen. >-»»

Gießen, den 27. September 1916.

Gwßherzvgliches Kreisamt Gishsi.

_ Dr. Ufinger.

Betr.: Dreschlöhne. "

die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden ^ t . des Kreises.

» der teillveise sehr starken Mehrforderiingen, die vvst

den Dreschmaschinenbesitzern beim Ansdreschen der Fruvst verlink

lt ^ r überinäßig«i PreissteiseriingLnl 8 o Nr 3 der- lVervichnung ovm 23. Juli 1915 (Reirbs-GeseM und 8 11 der Verordnung vom 24. Iimi 1916 (Reichs CT f S. 581) entgegentreten werdeil, und empfehlen Jhi»sn, die Dreschmaschllienbesitzer hierauf und auf die ihnen droh«!d«tt Strafen hrnzuweilen.

Gießen, deii 26. September 1916.

Grvßherzogliches Kreis«mt Gießcii. vr. U s i n q t r.

Bekanntmachung.

Wir bringen zur allgemeinen Kr'nntins, daß R n d o l f K ö k- l c r Ni Hun^il zum Vertrauensmann für diesen Bezirk und Gutspä-lster Ferdinand Kammer, ^»ftlbst. zur,» SnlL- vertreter ernaiint ivorden sind, soime

^^ r^ Geor^ Simon in Gießen zum S<ell^ vertteter des Vertrauensmannes im Bezirk G<etz«i

.Be'^rdntter Heinrich Müller VII. in Birkl«, zuw Stellvettreter ftir den Bezirk Lich imd

^.?^u^tsinitglied Georg Krug in Lindenstrnth zuw Stellvettreter iin Bezirk Gttttiberg.

Gießen, den 25. Septeniber 1916.

Großherzovlich.-s Kreisaint Gießen, vr. U s i n g e r.

ablieferungspflichtige

FcIdpoZizeilichc Anordnung.

B e t r.: Foldscbutz. * 3

13 Es! ?Q?u ' ht i; 6 x mtb L^ldftrafgesetzes vom

I9 9f rr Anhörung des GemeinderatS mit Ge-

nehniigung Großh. Ki'eisamts Gießen vom 29. August 1916 für ^^I b ?bUl?rkuilg der unterzeichmeten Gemeinde anaeordnet, daß , Gruitditücke (offene iind ein gefriedigte) von morgens 5 Uhr geschlossen sind und deren Laoten allen Personen, auch den Eigentümern, verboten ist.

mi/SpTTrf L llir Mächen, die als Hausgärten dienen und Mit einem Wohnhaus unmittelbar verbrurdeii sind

Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis z-u 60 Mark vder^nnt Haft bis zu 14 Tagen bestraft, ttieft Anordnung ttitt alsbald in Kraft.

U tph e, den 14. September 1916.

Großherzogliche Bürgermeisterei Utplw mit Feldheim.

S ch n c i b c r. fvoos]

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