Nr. 58
9. Juni
1916
Bekanntmachung
BJbcr die äußere Kennzeichiurng von Waren. Vom 26. Mai 1916.
Auf Grund des § 1 der Verordnung über die äußere Kennzeichnung von Waren vom 16. Mai 1916 (Reichs-Ges etzbl. S. 980) Wird folgeiides bestimmt:
8 1. Tic Bestinimungen dieser Anweisung finden Anwew «ung aus:
1. Konserven von Misch oder unter Zusatz von Fleisch, die durch Erhitzung haltbar gemacht sind, soweit ihre Herstellung zä gelassen ward;
S, ©cmüfettmfcr&en, Obstkonserven aller Art. Fischkonserven, Mrlch- und Sahnekonserven:
S. diätetische Nährmittel, Fleischexttakt und dessen ErsatzmÜ- U, Mlschbruhewürfel und sonstige Suppenlvürfel, Kaffee-, Tee- und Kakaoersatzmittel, smvie Kaffecanischungen:
4 . Marmeladen, Obspnus, Kunsthonig und sonstige Fettersatz- ftoffe zum Brotaufstrich;
5 . Käse;
6. Schokoladen Schokolade- und Kakaopulver aller Art, Zwieback und Keks.
bct ir Ü § 1 bezeichneten Art, die m Packungen Beha ttnssen an den Verbraucher abgegeben werden soNm, mus>«r Mf der Packung oder dcni Behältnis in einer für den «tÄ’* ®° fe U " b “ Ötscher Sprache folgende
1. den Namen oder die Firma und den Ort der gewerblichen Hauptniederlassung desjenigen, der die Ware herstellt; bringt ^ anderer a^ der Hersteller die Ware in der Vcrpackn^ ^r ldmem Namen oder ferner Firma in den Verkehr, so
älwql f 1 vder Firma ulid Niederlassungsort.
vreser Person anzugebeii;
e. di« Zeit der Herstellung oder Füllung nach Monat und Johr^
8 uach ^ndclzüblickier Bezeichmrng und nach. dcut-
NM Maße odtt <Älvvich,t oder nach Anzahl; bei Fleisch- oder flc.schhaltigen Konserven, ausgenommen G-eflügelkon erven ' t a L' n ^ V Öligen Ware vorhandene MindestgW bwchenftelcn Fleisches (einschkieUich Fettes), oder Speckes seinWreglich Fettes)- bei Geflügelkonserven das in der fertigm Ware vorhandene Mindestgewicht des kiwchen- ft (l Rklsches (nnschlieglrch Fettes), bei Gemüse- >md o ?rrt der Füllung vorhandene Mindest- ^?-Srmuses oder Obstes ohne die der Konserve zu- gesetzte Flüssigkeit angegeben werden. Bei Konserven von Sardinen, Herrngcn oder dergleichen Fischen aoiiüot nti ©tcltc ibeä toidjtä die Zahl der kiiigcfüllten Fische, lofern
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4 d«n Kleinverkaufspreis in deutscher Währung
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»aÄteffi* f ™ b Dringen, bevor der Verpflichtete die
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AA 3A ^?^^N^rden Bestimmungen finden auf Waren die
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odeeÄ- m Bezeichnung der von den Heeresverwaltungen
vrcr der Mariueverwaltung ,u Auftrag gegebenen 2
bic Um ^sen Stellen vorgeschriebencn besonderen Besttmmimgen 8 v. Zuwiderhandlungen sind nach L 5 der Verordnung w
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1916 § fc, S^ft.' Wt,i * 6f " 1>en Brstimnrwigen treten ani 15. Juni Berlin, den 26. Mai 1916.
Ter Reichskanzler. .
Lm Anstroge: Frhr. von Stein.
Bekarrnrmachung
über die Höchstpreise von Benzin. Vom 27. Mai 1916
„ Der Bundesrat hat auf Grund des' 8 3 des Gesetzes über die Er- maaitrgung des Bunwsi^s zu^ wirtschastlichen Maßnahmen usw. vom.s4i August 1914 (RnchK-Gesetzbl. S. 327) folgende Verordnung
A 1 - drcis für je 100 Kilogramm Reingewicht Benzin Gasolin, M-ben-rn) darf nachfolgende Sätze nicht übersteigen: bei Benzin (Gasolin) mit einem spez. Gewichte bis 0,^°.. 65 Mark, » „ mit einem spez. Gewicht über 0,°°°—. 60
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» Testbenzin (Terpentinölersatz)..
- .Die Meise geltm für Mferung ab deutschem Lager- öder'ab deutscher Grenze m Käufers Kesselwagen.
Tie bei plus 15 Grad Celsius ermittelteii spezifischen Gewichte find maßgebend.
MS Testbenzin (Terpmtinölersatz) gilt solches Benzin, das nnen ^ntflammUngsMnkt von über 21 Grad Celsius nach Abel hat Und bis 200 Grad Celsius nach Englerschem Verfahren völlig überfiedet.
J 2 Uckernimmt d«r Verkäufer das Znrollen des Benzins m Failern Und Gefäßen nach einem Lager des Käufers oder die Versendung nach einem- anderen Orte, so kann er nur feine bare» Aüslagen, und bei Verwendung eigenen Fuhrwerkes eine Ber- rcchnen ^ * U ^ W r i e 100 Kilogramm Reingewicht be-
.... § 8. Bei Lieferung in Verkäufers Kesselwagen darf keine höhere Mretgckuhr als 5 Mark für Wogen und Tag gefordert werten. Tre Mietgebühr ift vom Tage der Füllung in Tentsch- land bezrelumgsweise vonl Tage des Abganges an einer deutschen Grenzftatwu bis Kum Tage des Wiedereiutteffens des Kesselwagens au der vom Verkäufer vvrgeschriebeueu deirtscheu Station zu berechnen.
Ferner darf berechnet werden:
1 • bn Lieferung in Verkäufers Eisenfässern eine Vergütung bis U '? Mark für 100 Kilogramm Reingeimcht, und wenn die Fässer nicht binnen 60 Tagen vom Liefernngstage aii ge- rechnet znrückgcgeben wttdm, eine fernere Vergütung^ bis zii 30 Dlgc- und jede weiteren angefangeiien
2. bei Liefernng in Käufers Gebinden über 100 Liter Inhalt eme Fullgebnhr biszn 1 Mark, bei Liefirung in Käufers Gefäßen von unter 100 Liter Inhalt bis zu 2 Mark für je 100 Ktlogramni Rerngewrcht.
w | Höchstpreise gelten für Barzahlung bei Cmipfang.
Wird der Kaufpreis gestundet, so dürfen bis' zu 2 v H Jahreszinsen über Rcichsbankdiskont zugcschlagen werden.'^' ^ 3
L 5 - nA ,ur ^J ^ose Verordnung Werben bk PreisbcstiniNiun- geit der Arzneltaxe nicht berührt.
K-JJ- .? de J § 2 ; 4 n v § 5 Abs. 2, § 6 des Gesetzes, bettesfend Höchstpreise, vom 4 August 1914, in der Fassung der Befinuit- machung vom 17. Dezember 1914 (Reichs-Gefetzbl. S. 516) in der Bekanntinachung vom 21. Januar 1915 Meichs-Gesetzbl. S. 25) und vom 23. März 1916 (Reichss-Gesetzbl Seite 183) finden entsprechende Anwendung; ebenso die Be- kanntmachung, bettesfend Einwirkung von Höchstpreisen auf laufende Vertrage, vom 11 November 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 758).
8 7. Mit Inkrafttreten dieser Verordnung treten oic Be- sttmmungen des § 5 Abs. 2 der Bekanntmachung über die Höchst- preise für Pcttoleuni und die Verteilung der Petroleunibestände voni 8. Juli 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 420) außer Kraft, insoweit Ne sich auf Schwerbenzin (Terpentinölersatz) beziehen: ffi d)en treten die aus Grund des 8 7 der genannten Verordnnnai seitens des Reichskanzlers (Reichsämt des Innern) für den Ber- ^von.Terpenlinölersatz erteilten AnsnahmebewilligUngen antz^r
^ Q Reichskanzler kann Msnahmen znlassen w - L* ■ 7 ie Verordnung tritt am 1. Juni 1916 in Kraft Ter Reichskanzler besttmmt den Zeitpunkt des Ailßerkrafitreten^ Berlin, den 27. Mai 1916.
Ter Stellvertreter des Reichskanzlers.
___ Dr. Hel fferich. _
etr - : ^f^von Schlachtvieh zur Fleischver-sorgung der Be-
18 Bvkannlmachung vom
tKreisblatt Nr. 50) bemerken wir zur Behebung von ^dl-rständnissen, daß das Vieh erst nach erfolgter Abnahme durch die Vertrauensleute des Verbandes versichert ist Gießen, den 6. Juni 1916.
Großherzoaliches Kreisantt Gießen.
I. B.: L a n a er ma n n.


