2
ßetr.': Unfälle auf Bahnübergängen.
Nn den Oberbürgermeister zu Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Nach Mtteilnng der Königlich Preußischen und Großh. Hes- stschen Cnsenbahndrrektton WÄrinz haben sich in letzter Zeit die traue erheblich vermehrt, in denen ans unbewachten Wegüber- tzangen Fuhrwerke überfahren wurden, die von ortsunkundigen Leuten (Kriegsgefangenen usw.) gelenkt wurden.
Unter Hinweis auf unsere früheren Verfügungen beauftragen wrr Sre, dre Beteiligten durch ortsübliche Bekanntmachung er- Sflc c ^sahreii hinzuweisen, die durch Unaufmerksamkeit Befahren unbewachter Eisenbahnübergänge entstehen.
Greßen, den 30. März 1916.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
___ I- V.: Lange r m g n n.
Bekanntmachung.
Betr.: Sicherung der Ernte 1916.
^ Der Rheinisch-Mainische Verband für Volksbildung mt& das Soärale Museum Frankfurt a M., veranstalten am Sonntag, ^..u 2. April 1916, nachmittags 3 Uhr, int großen Vorsaale des Frankfurter Ausschusses für Volks- Vorlesungen, zu Frankfurt a. M., Neue Kräme 9, eine Vortragsfosge mit anschließender freier Aussprache über die Sicherung der Ernte 1916. Tie Veranstaltung schließt sich dem im dangen Jahre stattgehabtcn kriegswirtschaftlichen Lehrgang an. Sie verfolgt den Zweck, solche Persönlichkeiten, welche geeignet und willens sind, die Belehrung unb Organi-, [ation der ländlichen Bevölkerung in der Frage' der Bestellung der Felder urti> ber Beschaffmig der notwendigen Nahrungsmittel wahrend der Kriegszeit zu übernehmen, in den Gedankengang und die Methodik dieser Arbeit einzuführen und mit den Erfahrungen des ersten Kriegs!ahres bekannt zu machen. Tie Veranstalter bittet!. Geistliche, Biirgenneister, Genreindebeamten, Lehrer, Aerzte, praktische Landwirte und sonstige geistige Führer des Landvolkes, insbesondere auch Frauen, recht zahlreich an der Besprechung teil- zunebmen. Den Hauptvortrag über das Thema „Wie sichern wir die Ernte 1916 hat Domänenpächter K. Schneider, Hof Meebevg b. Hachenburg, übernonnnen, außerdem sprechen noch Landtagsabgrwrdneter Oeser über die allgemeine wirtschaftliche Lage und Pfarrer Fuchs, Rüsselsheim, und Erpositus Wolf, Steinefrenz i Westerwald über das Verhältnis zwischen Stadt und Land während der Kriegszeit. Ausführliche Programme sind durch die Geschafisstelle des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung Frm.ksurt a. M., Panlsplatz 10, Fernruf: Hansa 5303. kostenlos zu erhalten.
Wir empfehlen besonders den Herrn Bürgermeistern den Besuch der Versammlung anfs Wärmste. Eiffatz der Reisekosten kann liquidiert werden.
Gießen, den 30. Mirz 1916.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
I. V.: Lan g ermann.
Betr.: Lanbhen und sonstiges Ersatzheu.
An dm Oberbtirg-rmristcr zu Giehrn und die Grosth Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Bei der herrschenden FuttermÜtelknappheit müssen rechtzeitig! Matznahmen getroffen werden, welche die Gewinnung van Grsatz-
5$ Ä m «Mnhrleisten. Es ist sonst zu befürchten,
daß Orav- und Klerslacheu, wie auch grüne Maaten ausgenutzt werden, sobald fte nur geringe Futtermengen zu liefern vermögen Hierdurch würde von vorneherein die künftige Heuernte und der Ettrag an Kürueru, sowie an Stroh stark beeinträchtigt werden Tnrch die Muverwendung von Laub als Grünfutter ergibt sich zunächst eine nicht zu unterschätzende Aushilfe und wird die Gewinnung von Laubheu die Befriedigung des Futterbedarfs für spater guusttg beeinflussen. Bei rechtzeitiger und sachgemäßer Ge- Mnnuug stellt das Laubheu,em Futter dar, das dem gewöhnlichen Wiefenhcu im Nährwerte tlicht nachsteht und bei nötiger Vorsicht unbedenklich, insbesondere für Pferde, mitverweudet werden kann Die Gewinnung von Laubheu muß schon jetzt vorbereitet werden'
Es kommen die gungen unverholzten Triebe mit den Blättern zur Verweildung. Sofern ausnahmsweise eine Verabreichung in ge- rrnger Menge als Grünsutter nicht stattfindet, werden sie gebündelt m,d bei tmederholtem Umsetzen an nicht zuffonuigen, etwas gegen Regen geschlitzten, lustigen Orten z. B. unter dicht belaubten Bä - meti, getrocktiet damit der Verlust des Geruchs und ein Auslaug n vermieden wird. Neber die Holzarten imb die Ertuittelnng der zu- traglichen Menge wird der Tierarzt bereit sein, Auskunft zu er-
ficf) auch ennöglicheu lassen, Laubheu aus beit städli-
' 11 fifICU ru gewinnen, iveck es dem weiteren Gedeihen der Ntzuzungen tzinen wesentlichen Abbruch tun wird, ivenn ein ^ Tnebs ,der Futtergewinnung geopfert wird
. ,* um »er Laubgewninung kann wesentlich früher begonnen Miren, als mit deni erfteti Heuschnitt und ist sie deshalb gerade
Au^dK^^ugszsit zur neuen Ernte von^besonderer Bedeutung. .^ stbslL7z7i-Le^'^^" "'s Schilf, Waldgras usL
5U rf- Ausführung vorstehender Anordnungen bistMunö * b K 5 “^ 1!in 3 e n Grvtzh. Oberförstereien in Bcr- bandMnoE^. \ iS 3U! " l- mni l- 3- berichten, ob diese Ber-
G i efe'n, den ^-g-bnis geführt haben. .
GroWerzogliches Kreisamt Gießen.
_ I- B.g Lau g.er ma nn.
-etr.: Regelung der Beschaffung, des Absatzes und der Preise
von lebendem Vieh. ^ '
An das Großh. Polizeiamt Gießen und die Großh Bürger- melsternen der Landgemeinden des Kreises.
Wir empfehlen Ihnen, die nachstehend abgedruckte Bekannt- bringen^ E ortsüblicher Weise zur Kenntnis der Beteiligten zu
Gießen, den 30. März 1916.
Großherzogliches Kreisamt Gießen. >
- I. V.: Hemm er de.
■ Bekanntmachung.
Nach §3 der Satzung für die Regelung des Viehankaufes m der Provinz Oberhessen vom 12. Februar 1916 haben die At? Übungen für Aufnah,m in den Viehhandclsverband unverzüg- lich, längstens binnen vier Wochen vom Tage des Erlasses der
erfofBErt - Gleichwohl laufen noch immer tagtäglich neue Anmeldungen em. Wir erklären hiermit,
duuo^n - 8 ‘ *P rtI bs. Js. Aufnabmeanmel- o u n g e n n i ch t mehr angenommen werden Gießen, den 30. März 1916.
Der Oberhessische Biehhandelsverband.
__ Ter Vorsitzende: S k a l w e i t.
etr.: Oberhessischer Viehhandelsverbaud.
An Großh Polizeiamt Gießen, die Großh. Bürgermeistereien oer Landgemeinden und die Gendarmerie des Kreises.
sr- Ihnen, die Bekanntmachung des Oberhessischen
Biehhaude^verbands vom 29. ds. Mts., abgedruckt im G ebener Anzeiger Nr. 76, 2. Blatt, alsbald ortsüblich zu veröffenmL r (t w ngen der Besttminnngen wollen Sie überwachen und Zuwiderhandlungen unnach sichtlich zur Anzeige bringm. Gießen, den 30. März 1916.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
__ I- V.: H e m m e r d e.
An die Gemeiudercchncr des Kreises.
?^den lKermit beauftragt alsbald mit der Kreiskaffe G i e ß7n d-n"23 März A/megsteilnehmer abzureck>nen.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
_ I- V.: Hemm erde.
Bekanntmachung.
® etr ' : S Jahresvasse dos nichtgebient-n Land-
cn ßurms I. Aufgebots (Geburts 1 ahr 1899).
. .Achben Beitimmuugcu der Wehrorduung werden alle, die deutjche Reickvangehorigkeit besitzenden männlichen Personen mit dem vollendeten 17. Lebensiahr wehrpflichtig.
Ich.fordere daher alle in Betracht konrinenden Wehrpflichtigen aus, sich bei der Bürgermeisterei ihres Aufenthaltsortes zur Laudsturmrolle anzumeldeu. *
Mer bis zum 31. ds. Mts. 17 Jahre alt Nrird, hat sich am 15. Llpril anzumeldeu, und wer Nkich dieser Zeit 17 Jahre alt wird, hat sich am 15. des auf den Geburtsmonat folgenden Monats anzumelden.
rn'. ^ wer sich bereits ange meldet hat
Nichtanmeldung hat Beftrasung zur Folge.
Gießen, den 28. März 1916.
Der Zivilvorsitzende der Ersatzkommissiou des Kreises Gießen ^ I. V.: Hemmerde.
Betr: Wie oben. -
Sin den Oberbürgennkister zu Gieheu und m> die Grokk, Bürgermeistereien der Landgemeinde» des Kreises
... Obig- Brkaniitmachnng wollen Sie in üblicher Weise ver- offtn l.chen lassen und lnerna» d,e Slnnreldnngen entgeqennehnwn Gv -st eure be,andere Stammrolle nach dem Muster des Landüurm- rollcnformulars auszuftellen unb einzusenden • . Die "achstüsend-n Neuanmeldmigen sind nach dein 15. eines ,cden Monats mir »ntzuleilen. damit diese in die Stamn,rolle nachgetragen werden können. """oue
Gießen, den 28. März 1916.


