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zur Ausführung dieser Verordnung. Sie bestimmen, wer als höhere Verwaltungsbehörde und als Kommunalverband im Sinne dieser Verordnung anzusehen ist.
§ 14. Mil Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu fünfzehntaujend Mark luirb bestraft:
1. tver dein § 2 zuwider Gegenstände der in, 8 1 genannten Art in'mrterer Waise als durch die BezugSvereinigung der deutschen Landwirte absctzt:
2. tver die ihm nach § 3 obliegendcir Anzeigen nicht in der gesetzten Frist erstattet oder wer wissentlich nnvollständigc oder unrichtige Angaben macht:
3. wer der Verpflichtung zur Ansbewahrung oder pfleglichen Behandlung (8 ö Abs. 2) zuwiderhatidelt:
4. wer den itzni aus Grund dc-S All auscrlegten Vcrpjlichtangen nicht nochkommt:
5. tver den nach § 13 erlassene» Ausführungsbestimmungen zu- ividcrhandelt.
8 15. Ter Reickzskanzler kann von den Vorfchriilzui dieser Verordnung Ansnahmen gestatten. Er ist auch crn>ächtigt, die Vorschriften dieser Verordnung auf andere als die im § 1 genannten Gegenstände auSzitdehncn.
.8 16. Diese Verordnung tritt am l. Juli 1915 in Kraft. Ter Reichskanzler bestimmt den Zeitpunkt des Austerkrafttretens.
Berlin, den 28. Juni 1915.
Ter Stellvertreter des Reichskanzlers.
_ Delbrück.
Bekanntmachung
wegen Aenderuug der Bekanntmachung, belrejiend Einschränkung der Trinkbranntweinerzeuguug, vom 31. März 1915 (Reichs-Gc- sstzbl. S. 2081. Vom 28. Juni 1915.
Der Bundesrat hat auf Grund des 8 3 des Gesetzes über die Ermächtigung des Buudesrats zu wirtsckmstliche» Maßnahme» ustv. vom 4. 'August 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 3271 .folgende Aende- rnng der Bekanntniachung, betressend Einschränkung der Trink- branntwcincrzcugung, vom 31. März 1915 (Reichs-Gesetzbl. Seite 2081 beschlossen:
Im 8 2 Abs.'2 Zeile 3 sind die Worte „zwei vom Hundert" zu ersetzen durch:
vier oder vierteljährlich bis zu zwölf vom Hundert. Berlin, den 28. Juni 1915.
Ter Stellvertreter des Reichskanzlers
De l b r ü ck _
Bekanntmachung
über Freigabe von Branntwein zur Versteuerung im Juli, August und September 1915. Vom 28. Juni 1915.
Aus Grund von 8 2 der Verordnung, betressend Einschränkung der Trinkbranntwcinerzeugung, vom 31. März 1915 (Reichs-Ge- sctzbl S. 2081 in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Juni 1915 (Reichs-Gesetzbl. 2. 409) wegen Acndcrling der Bekanntmachung, betreffend Einschränkung der Trinlbranntweinerzeugung, bestimme ich:
In den Monaten Juli, August und September >915 dürsen unverarbeiteten Branntivei» gegen Entrichtung der Verbrauchsabgabe diejenigen Personen in den freien Verkehr überführen, die cs im Betricbsjahr 1913/14 getan lmben, und zivar im ganzen bis zu zwölf von, Hundert der von ihnen im Betricbsjahr 1913/14 versteuerten Menge.
Berlin, den 28. Juni 1915.
Ter Stellvertreter des Reichskanzlers Tel brück. '
Bekanntmachung
über das Austerkrasttretcn der Verordnung über de» Verkehr mit Futtermitteln von, 31. März 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 195) und der Verordnung, betreffend eine Aenderuug dieser Verordnt,ng vom 27 Mai 1915 Reichs-Gesetzbl. S. 315 Vom 29. Juni 1915.
Aus Grund des 8 17 der Verordnung über den Verkehr »nt Futtermitteln vom 31. März 1915 ,Reichs-Gesetzbl. 2. 195 und mir Grund des Artikel 2 der Verordnung, betressend Aenderuug der Bekanntmachung über den Verkehr niit Futtermittel,, vom 27 Mai 1915 Reichs Gesetztst. 2.315) bestimme ich:
Die Verordnung über den Verkehr mit Futtermitteln vom 31 März 1913 (Reichs-Gesetzbl. S. 195) und die Verordnung, betreffend eine Acnderung der Verordnung über den Verkehr mit Futtermitteln vom 27. Mai 1915 Reichs-Gesetzbl. o. 315) treten am I Juli 1915 auf,er Kraft.
Berlin, den 29 Juni 19lo.
T«r Stellvertreter des Reichskanzlers Delbrück.
Bekanntmachung
über de» Verkehr mit »raftsuttermitteln Vom 12. Juli 1915.
A„l Grund des 8 13 der Verordnung des Bundesrats über de» Verkehr mit Kraftsuttermitteln vom 28. Juni 1915 > Reichs- Gesetzbl 2 399) wird folgendes bestimmt:
8 1 I», Sinne der Verordnung ist: .
a höhere Verwaltungsbehörde der Provinzial Auslchuh der Provinz, in der die 'Ware lagert.
b> zuständige Behörde das Kreisamt: o) Koinniunalverband das Grostherzogtum.
8 2. Mit der llcbernahiue, Verteilung und Mgabe der Futtermittel wird die durch Bekanntmachung vom 17. März 1915 errichtete VerteiluugSstelle für Futtermittel in Darnistadt, Blcickz- strastc 1, beauftragt.
Darmstadt, den 12. Juli 1915.
Gwsthcrzoglickrcs Ministerium des Jnnern. v. Öombergk.
Bekanntmachung.
Bctr.: Verbot der Ausfuhr von Pferde».
Tie nachstehende Bekanutmacining des steNvertretendeu Generalkommandos des 18. Armeekorps ivird hiermit veröffentlicht. Gießen, den 13. Juli 1915
Grotzhcrzoglicl>es KreiSamt Gießen, vr. 11 (i n a er.
XVIII. Armeekorps Stellvertretendes Generalkonimando.
Abt. 1115. Tgb -Rr. 13717/6152.
Franksurt a.M.. den 1. Juli 1915. 9 c t r.: Verbot der Ans fuhr von Pserden.
Bekanntmachung.
Im Anschluß au die Bekanntmachungen vom 1, Mai 1915 (Ia Illb Rr. 4225) imd 3. Mai 1915 (Ia Illb Nr. 9530/4289) vestimmc ich mit Znstinituuug des stellvcrtr, Generalkommando» Xl. Armeekorps:
Aus den Kreisen Hcrsseld, Hünseld, Marburg, Kirchhaim Ziegenbain und Biedcukovs dürsen Pserdc nur in den Bereich des XVIII. Armeckorvs ausgcsührt iverdc».
AuSnahmcii bedürsen meiner Geuehmigung.
Tie vorstehende Bekanntmachnng sowie die Bekanntmachungen vom l. und 3. Mai 1915 gelten nicht sür scstcte Ankänser von Pferden, die einen von der Remontc-Jnspektion neu ansgestellten Erlaubnissckiein besitzen und beziehen sich nickst ans Fohlen bi« zn V, Jahre.
Der Kommaiidierende General:
Freiherr von Gall, General der Infanterie.
Brkanntmachung.
Betr.: Sicherstellung des HaserbcdarsS sür die Heeresverwaltung: hier: Adlieserung des »och im Kreise vorlumdciieii überschüssige» Haservorrats an die Proviantämter.
An den Oberbürgermeister der Stadt Gießen und an die Grohh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Durch Ausschreiben der Zentralstelle zur Beschaffung der Heerrsverpstegung vom 10. Juli l. Js. ivird dem Kv»»»unal- verband ausgegcben, säuillichen im Kreise „och vorhandenen überschüssigen daser lFutter- und 2 aatbafcr, a „ ck, M c n g k o r» auS Haler und Gerste) genau sc st zu stellen und an daS nächste Proviant- am, ab,uili der». Diese neucrlicte Anordnung stütz« sich aus dir Ersahrung der cchgamB erwähnten Behörde, wonach sich in verschiedenen Kreisen gezeigt hat, daß einzelne Pferdebesitzec sich offenbar mit ihrem Fulterlmser noch, über das gesetzlich vorgeschriebe,,e Maß hinaus eingeschränkt baten und daß nicht aller zur Frühjahrsbestellung aiigekausler Haser sür Saalzivecke Verwendung geffinde» h«t. Hiernach siiw noch beträchtlich« Menge» an Haser versügbar. Diese müssen, um die tveiterctt dringenden Aiijorderungc» der HeereSvenvgllung zu tejrie- digen, im Interesse der LandeSvcrleidiguug unbedingt sür dt« Zwecke der Heeresverwaltung g.stickwrt iverden.
Wir iverden Ihnen deshalb in Kürze erneut ein Formular sür eine» V e r I c i t » n a s v l a „ zugeten lassen, in den all, in der Gemeinde. Uder di« di. jetzt schon sicheegestklltin kjasermengen hinaus noch vorhandenen Vorräte an Futter- und Saathaser, forme auch an Menglon, aus Hafer und Gerste, bis , um kleinsten Quantum, getrennt nach den ödende,elchnelen Arten, aufzu-
n> >'nwu» !m r d^s„<,hii,e in den Verteilungsplan sind an«,u- nchme», die bis zui» >. reptembee >. Z,.. nicht bi« 15. Aug. l. I«, für Vierte gesetzlich zu lässigen F litte r-
m * Soll um nach Ablieferung der im Kreise sonack, vollständig abgerusenen Öasermenge», mit, Beginn der Vemiendung der neue» Ernteerträge, sich nock, zurückgelmlteiic alle Vorrale aiissinden lassen-
so wlrd unnachslchtlich gegen di« betresienden Personen vorgegangen
""^Weigert sich jeinand, seinen tescküagnahmlcn Reslvorrat ab- zulieser», so erwmrtk» Ivir Ihren so , o r t iqen B e r ich 1 Wir werden hieraus die Enteignung. mit de» allseitig tekannten Folgen,
Bürgermeister werden für die sofortige und genaue Tnrckiiübrung der vorstehend gctrosscnen Anordnungen pcrsön- I j ch p c r a » l w o r l l i ch gemackst.
Gießen, de» 13. Juli «915.
Grobherzogliches Kreisamt Gießev,
J.V.: Hechler.


