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mtt fi« bie Uittemtomflen öcfü^rt hnisben, und i*?.?; 11 W. an |-©djiiCuffe der Konferenzen über das Ergebnis oer Arbeven dieses Ta<^s sehr befriedigend aus. Ein Staatsmann;

^ w nnen ruhig sagen, dag Verne ernsten Meimuigsver-, 'anedenl/erten rwrharlücn waren.

Trinksprüche.

54. London, 28 De». (WTB.) Reuter. Auf dem Stvatsbankett mPalast zu Ehren Wilsons sagte der K ö n i g u. a. .- ^ ^Ekomimmn S-re als ei,um Mrmr, dessen Einsicht. Ruhe l uw W urde bei der Erfnllimg seiner hohen Pflicht wir betvundernd verfolgt haben. Wir erblicken in Ihnen die glückliche Vereinigung der Gaben cmes Gelchrteri mit denen eiires Staatsmannes Sie kamen aus der em.igen aladennschen Stille in den vollen Strom de-, Tatkraft erfordernden öffentlichen Lebens. Ihre Erllärunaon verrieten eine großzügige Anfiassuiig und erfaßten die Welt- Vrob^eme mrt einer meisterhaften Erhabenl>eit txs Ausdrucks, der <m ^i/re groijcit Redner der Vergangenheit und an unsere eigenen erinnern. <21 e kamen als das offizielle Haupt und als Wortfül/rer vev müchttgen Gememwesens, das mit uns durch engste Bande ver­knüpft wurde. Wir sehen ern Band von noch tieferer Bedeutung Idealen, welche unsere Völker Hochhalten.

vmr diesen Idealen schätzen wir und Sie die Einheit und den tfnpeit, und itne wir das Vorrecht hatten,.im nationalen, L^bcn der Vertreter der Prinzipien der auf ben gleichen Gesetzen beruheirden Selbstregiernng der Völker zu sein mrd das Beispiel dafür zu geben, fallt beiden gleichertveise die Aufgabe zu, darauf zu acy.cn, tme diese Grundiätze über unsere eigenen Grenzer: h-MMlv zum Schutze der Welt angewandt werden können. Die Liebe ^ r^rklhert rmd die Achtung vor den Gesetzen, und der gute Glaube an heilige Rechte oer Men,chhcit haben Sie in die alte Welt gen'ihrr um zu Helsen, sie aus den Gefahren zu retten, die sich um fie *crum zusammeirballten, und die ihre Bürgersvl-daten, di-ren Tapfer- unseren Soldaten tmr im Kriege bewuu^ ^rten, veranlatzten, sich in Rnh und Glied zu stellen. Sie sind dern Auf^^euer Staaten ztmschen den Ruinen derfemg-N' ^welche der Krieg zertrümmert hat. mitzuhclfen, und uni ^stgefü^te Grund^gen füc, eine Regelung herzussellen die Bestand ^Sre sich auf dieZustimmung befreiter Äatr'mmliEten gründet. Sre haben der Hofsmmg des amerikaniichen Volkes, u>,

^^^ung beredten Ärisdruck gegeben, nämlich, das; ein um,doS Ziel zu erreichen, fiir.de/sen

künftiger Kriege, wenn

die Nationen VE der unerträglichen Last, welche die Furcht" vor 4?°"«?kgebürdet. hat,^befreit. Die britische Nation sr$rS? e Skjatintffen, 111 welche Sie hier mit unseren ver- von dem uneigennützigen Wohl- wollen und Pflichtgefühl getragen werden mögen, das der Macht entspricht, die wir als feierliches Pfand besitzen In Antwort auf die Rede des Königs sagte Wilson:

' .^?frira liebt die Freiheit. Ich glaube, daß es d'e selbstlos liebt. Ich hatte das Privilegium, Sir, mit SfoJ+nSZS! eignen Regierung und den Wortführern der

und. Italien zu sprechen. freut j iid), jjagen zu tönnm, dag ich dieselbe Auffassung habe, die uns S fi ?- adKn öie §rw!en WorteRecht" «ns mb muffen letzt zeigen, ob wir die Worte 2% ll l tb topfa im einzelnen ans die ^Lvmachuugen M^urenden sind, die den Krieg abschließen Müssen. Wir müssen sic mcklt nur Erstehen, sondern auch den Mut l-aben, nach unserer UA rn hcm^ln. Nachdem ich dis WortMut" ausgesprochen ha^drangt stchmtt ine Ueberzeugung auf, daß es mehr Mut er- n-weru wurde, der großen nwralischen StrümuM Widerstand ru

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»ebt jetzt eine zrvhc Strö. duschen waren sich me zuvor bewußt, wie wenig wrd Gerechtigkeit in den verschiedenen !3l v«rMedmen Staatsgsvalwn bestand. 5% J? 1 ?, ld >. glaube, unser hohes Vorrecht 'uvralr,ckpe Urteil der Welt aus die eiirzelneiv anitveben werden, rnzuwenden, sondern auch dre morali,che Korst, die Welt dazu zu organisieren, die Kräfte der Menichhznt m nck-ere Bahiien zu leiten und Reck-t und Gerechtigkeit. Venen stich große Nationen wie die unseren geweiht haben, zu der vorherrschmden rmd alles beaufsichtigenden Macht der Welt zu ^geisterndes in dem BemußtL dR

^ «uszuführen wir gekommen sind. Nichts ^ lxi>e - ** gerechtfertigt haben, daß ich die wicküigen Aurgaben dre mir auf der anderen Sette des Meeres zugerallen sind, rm^ttche ließ, als das Bewußtsein» daß sich damit nichts anderes an Wtchtigkeit vergleichen läßt.

Empfang in der Guildhall.

London 28. Dez (WTB.) Reuter. Nach dem Empfang bei ^Emkarnschen Botschaft fuhren Wilson und Frau Wilson

nach der Guildhall, um die °°5 £ 0 ndon entgegenMirehmen. Von der in den Strafen an ge sammelten Menschenmenge wicrden dem Präsidenten ^^Vr?^^L^^>rgcbracht. Nach Ueberreichuna der?ldrcsse Wckson es /er interessant zu beobachten, dass von allerr ^bt fein Mächte-Gleick)gewicht zu ft 1 oraua^. sondern eine überwältigend mächtige Grupve von der Gründer des Weltfriedens sein werde. Die Völker b l md ^ .«men Frieden der nicht nur auf dem Siege, «uch auf einem Uebereinkommen beruhe

in der Guildhall begaben sich Wilson und^dre andererr Gälte nach dem Mansion-House

!ü°*K Cm ^ r Ä: ,lb ^ ltei1 üon b«m Lordmayor ein Frühstück gegebeir!

°uf den Trinkspruch. dellde? L-L?^ ?u!.bas Wohl Wülons Misbrochte, antwortete der Präsident, er 2 111 l m F Rerse nach Euroyll die feinen Tradi- UP Gunter den gegebenen Umständen

Ä t mtVmm tmmÜn fcnn >Ed-n.

©inc Abordnung der Bötkerbundliga bei Wilson.

Rrrtrw^n^/r^ '(MTB.) Heute vormittag empfing immlw ® jffi* V «d^r amerrtanischen Botschaft eine Llbord- uung der V ö ttcvbiunbßliga. 1 Ber dieser Woämung befon- bar sich Lorch Gvey Asguittz, Lord Bryce und der Erzviscl»f ^^^^^rbury Bmder Vorstellung der Abordnimg sagte Grey Ongland und Aimerrka seien srch darüber einig, daß der Völkerbund em>e der wrchtlgiten Angetegenheiteir sei und daß es ein Unglück F'nedensLnferenz auscinandergeben sollte, ohw. ern Ergebnis zu haben. Darauf verlas der Erzbisckot von Canterbury eine Adresse. ^rzona-of

fhräsident Wilson erllärte in seürer Antwort:Es i. höchst erfveullch, daß die Mitglieder dieser Regierung, die bin? Nw Verpflichtungen, die sich auf einen Vertrag ' ]lürc t "nter denen sind, die mir dieses,

mv (TUT t>pr «^>enr Seite des Wanershaben drese Beweggründe sehr bewundert rmd den (^rund^- latzen lne dre Regierung Großbritanniens bewegten, bei gepflichtet v3te haben rn dieser moralrscki-en Mahnung öffentlich gezeigt wie wrr organisieren müssen, nämlich diesen Sinn für Ber- pflrchtnngen m erwecken, sonst wird das, was ivir jetzt auf- EM. nrcht von Zairer sein .Ich bür davon stark dnrck^rungen daß es ganz besonders ermutigend für mich ist, zu erfahren, wie sürrk imd gebreterrsch dieser Gedanke geworden iss"

Die Wiederherßtelrung de» Verkehr» zwischen dem besetzten und nicht besetzten Gebiet.

Berlin, 27. Toz. Die deutsche Waffenstillstands- kom Mission teilt mit: Ach. 23., 24. und 25. Dezember ver­handelte in Luxemburg im Hauptquartier des Marschalls Fach erne deutsche Wirtschastsdelegation unter Leitung des Staatssekre­tärs Tr. August M ü l l e r mit einer französischen Delegation über Fragen, die in erster Linie die Wiederk^rstellung des Verkehrs zwischen den nickst besetzten uno den besetzten Gebieten Deutsch- ^uds betreffen. Tie sehr schrvierigen Verhandlungen führten schließlich zn einer allgemeinen Einigung. Sie läßt sich wie folgt zusammenfassen: 1. Deutschland verpflichtet sich, bis zum Ende des Waffcnltillstandes die gleichen Lieferungen an Koks, Kohle Niangan- erzeir und Sckpovtt in die besetzten Gebiete gelangen zu lassen, die es während des dritten Quartals 1918 dortlstn sandte. 2. Deutsch- landverpflichtet sich, bis zum Ende des Waffenstillstandes nach Möglichkeit dafür Sorge zu trageil, daß den Fabriken des besetzten Gebietes, die derctsche Masckünen benutzen, die benötigten Maschinell und Ersatzteile geliefert werden. 3. Die Alliierten erllären, nicht die Miickfr z>u liaven, den Verkehr zwischen den links- und rechts rheiinichen ^zelneten systematisch zu unterbinden. Sie nehmen fer­ner davon Kenntnis, daß Deutschland sich zu vbenervälinten Lei­stungen nur unter den Bedingungen verpflichten kann, daß nickst innerdeutsche Verhältnisse (TrrnsVortlage, Arbeitiwfrage, Streiks, Nickende Arbeitsleijtungen, höfere Gewalt) die Lieserungszusage un­erfüllbar gestaltet.

P a ris , 28. Dez. (WTB.) Meldung der Agence Havas: Die Deutschen beginnen die W a f f e n st i l l st a n d s b e d i n g u n g e n nanwntlich hinsickstlich des rollenden Materials etwas befriedigender durchzusühren. An einem einzigen Tage wurden den französischen Behörden 3500 Waggons und 200 Lokomotiven abgcliefert. .Tie übrigen Lieferimgen lverden regelmäßig folgen.

Die Wahlen in England.

H a a a, 29. D^. Reuter meldet aus Loudon: Das Ergeh- nis der Parlaments wählen stellt sich wie wcht: C^v ählt wurden als Mitglieder der Koalition 334 Uniouistcm, 127 Libe­rale n.nd 10 Mitglieder der Arlnnterpartei. Ferner wurden folgend'? Abgeordnete gewählt, di.' nicht der Koalition angehören: 37 An­hänger von Asanith, 48 unabhängige Unionisten, 5 andere Unio- uisten, 65 Mitglieder der Arbeiterpartei, eine Frau. 7 Natirnialihen ttnd 70 Sumfeiner. Drei Wahlbezirke stehen noch aus Die K»w- brtion hat mit 471 gnvählten Al>genrdneteu eine Majorität von 228.

fedsch die Majorität noch größer durch die 48 un­abhängigen Unionisten.

Die auslzelicferten Ll-Boote.

Berlin, 28. Dez Laut ..L.-A." sollen nach einem Funk- spruch aus Lvon vom 24. ds. MtA. eine weitere beträch.t- I.l th e A n zahl deutscher U-Boote bi'nTwn kurzen: der Auf- Ncht der englischen Admiralität imterßellt werdeir Es sind 30 giwße Fahrzeuge des neuesten Modells, die noch nickt fertiggestellt waren, als die ersten 114 U-Boote ausgi^lieferl wurden Die Zahl der ausg-lieferten U-Boote wird dadurch auf 164 erhöht. Das lind mehr, als Deutschland nach der allgemeinen Ansicht zurzeit der Unterzeichnung des Waffeustillstondes besaß.

Eine russische^reiwrtkigeu-Armee.

Athen, 28. Dez. llHovas. WTB.) In Südrußland wurde eine freiwillige Armee zum K a m p f g e g e n d i e D e u t- s ch e n und ihre b 0 l s ch e w i st i s ch e n Verbündeten von General Kornilow, dem sich General Atexcjow anschloß, ins Leben gerufen. Die Truppen bestehen «vis Ä'chängern der ver­schiedensten russischen Parteien. Viele Offiziere der ehemaligen) russischen Armee dienen als einfache Spldcrden in dieser Armee. Die Freiwilligen-Armee wird imstande sein, mit der moralischen und materiellen Unterstützrmg der Miierten bis zur Besiegung der Bolschewisten zu kämpfen.

1.15. Januar 19 i 9 bzw. für Dezember 1918 fiid>et statt: i>jar

2.8. Januar. Die im November Entlassenen habe:: nur «wch An­spruch auf die Unterstützung für den Monat Dezember. Die in dec Zeit vom 1. bis 14. Dezember Entlassenen erhalten die Unt','r- stützung noch bis zum 15. Januar, die in der Zeit vom 15. bis 31. Dezember Entlassenen bis zum 31. Januar. Weitere Unter­stützungen können nur dann noch gezahlt lverden, wenn durch Bescheinigung des zuständigen Truppeureils nachgewiesen iss daß auch nach den: 1. Januar 1919 noch Militärdienst geleistet wftd-

** Hochwasser. Infolge des raschen Witternngs- Umschlages, der Tauwetter uud eine schnelle SchneesclMelze mit sich brachte, ist die Wieseck aus ihren Ufern getreten und hat die Wiesen zwischen Philosopheruvald und Wieseck in einen lveiten braunen See verroandelt. Auch der Wasser­stand der Lahn ist erheblich gestiegen.

** T ie Frauenversammlung> der Deutsch-naq tio nalen Volkspartei am 29. TlHenrber, ab-:nds um 8 Uhr. un Hotel Groß Herzog, war sckhr MU besucht. Der Vorsitzende de» Ortsgruppe Gv'ßen, Herr Ko hl Hase, eröffuete die Versamm. luilg und dantle den Awoeservdcn für ihr Erfckxüuen. Svdwru. schiloerte er in lxwedter Weise die jetzigen Zustände in Teutsckcka'ch imd wies darauf hin, daß das Wohl.und Wll-e des einzelnen mit

Schicklal der Gesamtheit eng verbunden sei. Bei den !vminenden Wahlen für die Natiotmlversammümg.fei es desl-alü notig daß eu: jeder seine Stimme abgebe, und baß auch die Frauen sich mit Intereiie an dn: Wahlen ^beteiligten. Ter Redner legte nun mich d:e vermuedeneil politischen Systeme dar und betonte, daß für ine Deutsch-nationale Partei der 'nationale Gedanke als oberstes Mite. Tann erteilte er Frau Geheimrat Sieders ras ^ort. >Lrc sprach vor allem als Frau zu den Frauen und erinnerte an die Zeiten vor 2030 Jahren, da ein junges Mädil)en, das Mi. einer politischen Frage Hervortrat, kurz abgefertigt Wade, mit ^em Bemerken, es .möge sich um feinen Strickstrumpf beküm-- ut^n.. Dre ganze Erziehung, sei unpolitisch gewesen und wurde gefront durch dm AnfenrlMlt m emem ausländischen, srauzösisck>en tf* Sckstvetzer Pensionat. .In der Ehe sei die Frau

dem poliMchm Leben nähergetreten, >l)abe aber mir eine unbewußte Politik betreiben können. Die Frauenbewegung habe es der Frau ermog.rcht, sich nunmehr auch belvußt politisch zu betätigerr. Das Wahlrecht setzte sur die Männer die Wehrpslickst voraus Mer auch die Frau habe ellvas Gleichwertiges in die Wagschale zu werten, dre Geburt des Kindes. Also sei das Wahlreäst für sie ^Lbschenkt. sondern es komm« ihp zu. Die Beteiligung an den Wah-en fet, nunmehr eine Ehrensache und niemand dürfe ffi 1 / Stimme abzugeben. Die Rednerin verlas noch die ^^stlmien für das Programm der Deutsch-nationalen Volkspartei und Orderte alle Amoeienden auf, für diese P^rrtei einzutreten Die klarm Ausrlrhrungen der Rednerin wuckden von den Anwesen- den nnt lautem Beifall ausgenommen. Ter Vorsitzende sprach ^^L^^wvers dm Tank der Versammlung aus und

Kahle, welche m einem wolstdurck-- r a ? or ? a T ( f P^obleni der Trennung von Staat und darauf hin, daß .Kirck^e und Slaa' ^s- bltrC ^ mamnü'mckpr Art verbunden seien.

U vlole Schuld gerade der Kirche ihre Entstehung verdankten. Durcp st me Oberauhrcht bürgt der Staat dafür, daß der Relst giou sunt erricht eme ihm gebührende Stellung in der -Schule ein.

Trennung prn Staat und Kirche sei ja ^ erwrderlnb, aber der chnstlich- Ueterricht und dir christ- m den Schicken erhalten bleiben im Jnter- orlf-iV ^ ai ^ cn .Auch Frau Prof LÜahle fand mit ihrer.

Aus fuli-rlmgen rera-en Bei fäll. Der Vorsitzewde dankte der Neduerin

sodarm erne Entschießung, dB --

unb forderte die Aitwesenden

Ans dem Reiche.

Der Neligionsunterricht »n Preußen.

B e r l i n, 28. Dez. (WTB.) Amtlich. Mit Nückficht auf die lebhaften Bedenken^ die vielfach gegen den Erlaß über den Religionsunterricht vom 29. November geltend ge­macht worden sirrd, ordne ich hiermit an, daß seine Durchfüh­rung überall dort/lvio sie auf ernste Schwierigkeiten stößt, bis zur Entscheidung durch die preußische Nationalversammlung zu unterbleiben hat.

Der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung:

> Haenisch.

Schlinrme Zustände in Oberfchlefien.

Beuthen. 28. Dez. (WTB.) Amtlich wird mitgeteilt, daß auf den Grul^n des oberschlesischen Z entralkohlen-, reviers reiner Bolschewismus und Anarchismus herrsche. Tie Generaldirektoren und Direktoren werden zwangs­weise in die Zeck>enhäuser gebracht und unter Bcdroh-uug zu Unter­schriften gezwungen. Mnin die Regierung nicht sofort schärfste Maßnahmen ergreift und inilitärisck-e Hilfe sendet, besteht die -Gefahr der Stillegung der oberschlesischen Gruben und damit der Zusammenbruch des ganzen Wirtschaftslebens. Die Zahl der Aüf- ständigen erhöhte sich wieder.

*

Berlin, 27. Dez. (WTB.) Dem Vernehmen nach beabsich- tigt das preußische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volks­bildung. denjenigen jungen Leuten, die in den Schuljahren 1914 und 1915 bis Ostern 1916 die regelrechte Versetzung nach der Unterprima erlangt und bis znm Schluß des .Krieges im Heeres­dienste geitanden haben oder als Kriegsbeschädigte entlassen wur­den, das Reifezeugnis yn erteilen.

Die Lebensmittelversorgung TentschlandS.

^ ^?d.) Nach einer Reuter-Meldung

aus Ämw'm hat die ui he rutschen Gewässer entsandte Marine- ^nninon der Alliierten einen Bericht veröffentlicht, in dem u. a erklärt wird daß die Le bc:nS m i tte lu erfj ä l tn i f fe in 0 ^ c . u iJ d) J fj schlimm seien, wie behauplet

fffig 1 L'stMau habe ferne Zeichen von Unterernährung gefimden. .<?! D .Red.) 7 )n Hamburg und Bremen seren die Menschen ebenso geklewet Mvesen und hätten ebenso wohlgenährt auKgesehen wie pie Mrgiänder ^rnd Franzosen^ k

Aus StcsHt Zrnd Land.

Gießen, den 30. Dezember 1918.

Poftverkehr mit den besetzten Gebieten.

Nach den besetzten Gebieten, einschl. der Brückenköpfe von Cöln, Loblenz und MaiNK,' siird noch zngelasfen:

Mitteilungen in wichtigen geschäftlichen und drin­genden persönlichen Angelegenheiten. 'Die Briefe müssen offen versandt werden. Zeitungen, Drucksachen, Pakete, Einsch-reib- und Wertsendungeir sind ausgeschlossen.

Bis auf weiteres sind dagegen noch, verschlossen aufgelieferte Wertbriefe nach Orten i. O. P.D.-Bezirk Trier und nach den an der Strecke Edblen^Trier gelegenen Orden des O. P. D.-Be^irks Eoble^ gesittet. Der Verkehr nach Elsaß-Lothringen u?rd der Rheinpfalz ist noch günzlich unterbrochen. Alle dahin bestimmten Sendungen dürfen nicht mehr angenommen werden. Bereits angenommene Sendungen müssen mi die Absender zurirckgeleiteL werden.

Lebensmittel.

** Zucker und Nährmittel. Tie anr 20. und 21. ds Mts. zur Ausgabe gdlMigteu Zucker- und Nährmittelüirten sind bis spätestens 31 Dezember 1918 einer VerkaufssMe zur Erntragiiug ihrer Firma und Llbivemurng des Kontrollabschnittes vorzuleg.-n.

, eibank. Dienstag den 31. Dezember merben von 2bis

4 Uhr die Nr. 12511350 beliefert.

** Eine öffentliche Sitzung, der Stadtverord­neten-Versammlung ist auf- Dienstag den 3 1 De­zember 1918, nachmittags 3Vr U h r, aubeniumt ?cknf der Ta^sordnung steht: 1. Mitteilungen, 2. Erwerbslosenftirsorge, 3. Naachetvilligung von Mitteln für die Einführung des M,>t- stundentag s- in den «städtischn Betrieb 4. Beschaffung von Dienst­räumen für die Stadlvi'ripittung, 5. ttebernahme der Mete für die Brockensammlimg auf die Städtkasse, 6. Herstellung von Ein- saslungsgrabern auf dem ueiieil Friodhtof.

** Die Auszahlung der Familienunterftützun-

gen an die Angehörigen der zmn Heeresdienst Erngw'ckmeu für

wn!^ ^ erEtMiMig angenommen

2JSJVS 1 ? korderte oie Anwesenden zu einer Aussprache auf Herr Gehnmrat Haupt er'griff das Wort uud legte die Gn'iuh L^^ deneu ern Zusmuurengeheu für die Teutsch-imtioilall .7°^. anderen Parteien nicht möglich tvar. Ter Vor-

s ernei^rtere EiUsckzließuug, worin vorgc sch egen ^ Natrvualversammlung nicht nach Berlin, sondern \w& Hrndenburg als Reichsverweser m er­nennen. Auch diese Entschließung wurde mit großem Beifall auf*. In der Aussp«ch? beteiligt«, sich nech Fräulein L^hrrrrn Schneider uuv Fräulein Lehrerin Dingeloey.

u -, ** zur Nationalversammlung. Die Wähler-

Dezember bis emsch'i.-ß si«) 6. Januar 1919 cm Stadthaus Zimmer Nr. 8 zur Einsicht aus. Da sie die gleicher' MEi^dfr Stimmbevechligten enthält wie die bereits osfengelegt« Wählerliste fiir die Hegische Volkskammer, könnte von denjenigen -Ätimmberechtigten die von der letzteren Einsicht genommen haben aus die Einsichtnahme letzt verzichtet werden.

, . r l* Die Frauen gruppe der Deutschen dem okra- ti sche n Partei halt heute abend 81/4 Uhr rm Saale des Hotels Großherzog von Hessen eine öffentliche Wählerversammlung ab über das Tl-ema:Die sftauen und die Demokratie". Sprechen werden Frau Marie Boustet und Prof. Eck.

.. J i * ( . &iv l neu . t ArbeiLergewerkschaftaufwirtschgfts-

h ' l /?L l ^ er ai mb ^a/wnaler Grundlage hat sich am 20. November ^bildet. Bereits smd Frankfurt a. M., Wetzlar, in Rhünland, Wes« lalen, Hannover, m der Provinz und rui Königvnch Sachsen und m anderen Gegenden große Scharen von Arbeitern dieser neuen Geiverkschaft zilgetzrömt. Insbesondere haben sich die Mit- glteder der Werkvereme, die drrrch he Revolution zumteil zwanas- H e aufgelöst tvordeii, sind dieser Gewerkschaft migeschlossen. Näheres besagt der rn der heutigen Nummer unserer Kitung tr>, schienene Aufruf.

rer ^ kunftsscheine. Die Eftiwohner der Stadt

0-iehen, die während des Triippendurchmarsck)es Militärpersonen Pferde u dch. aufgenmnmen haben, haben die Unter tunfts scheim dem ^)tädt. Emguartierungsamt bis zum 2. Januar vorMlegen. Die bereits ber der Orts-Kohlenstelle abgegebenen Unterkunfts- w>enie können am Einguarfiernngsaml wi^tzcw in Empfang genom­men wcrdcn. T ej -n gwl Cinw hner, di: l ie llnterkunf s cl)e ite nicht' vorzeigen, erhalten ohne iveiteres Eincsilartierung.

** Lichtspielhaus. Heute tritt zum letztenmal he Tän­zerin Olga Tssmond inDie Frmr des StaatsMNvalls" auf. Ab morgen bis Fweitag nnrdTer Roman einer Schulreüeciu" mit Lori Lcux in der Hauptrolle gegeben.

MUchliehs TtacfyvMrtetu

rlathottsche Gemeinde.

Dienstag, 31. Dez., nachm. 5Vs Uhr: Silvester-Andacht mit Tc ^enm.

Amtlicher Teil.

Betr.: Tie Mahlen zur verfassunggebenden Volkskammer der Republik Hessen.

An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürger» meistereien der Landgemeinden des Kreises.

Infolge der Verlegung der Wüsten zur Volkskammer auf . Sonntag, den 2 6 . Januar 1919 Liiderir sich folgende Termine:

1- Die UebereinstimmunF des für den Wahlvorsteher be­stimmten Exemplars der Wählerliste mit dem Haupteremplar und die statt geleibte AusleMng der Wählerliste ist am 25. (nicht 18.) Jamrar 1919 nach Eintrag der Wottevom 26. Dezember 1918 bis zum 3. Januar 1919" zu bcs

2. Die Bekanrttmackmng, daß die Wahl am 26. (nicht^ 19.) Januar 1919, von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 3 Uhr, er­folge, hat unter Beifügimg der Namen der Wahlvorsteher und ihrer Stellvertreter, der Mgrenzung der Mstimmnngsbezirke spä^ testens am 17. (nicht 10. Januar 1919) stattzufinden.

3. Der Wahlvorsteher hat ^n Protokollsülwer nebst Bei- sitzern spätestens am 23. (nicht 165 Januar 1919 einzuladen.

4. Das Wablprowkoll muß spätestens am 28. (nicht 21.) Januar 1919 bei uns einlausen.

Gießen, den 28. Dezember 1918.

KreiSamt Gießen.

I-B.: Welcker. ' ^