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lb8. Jahrgang
Montag. 2^ Dezember YZ8
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eneral-Anzeiger für Ohecheffen
Die nächsten Aussichten.
mT a unnter liegt die Zukunft schwarz verschleiert vor
rrprifrfSnA U ^ Cn °^ aa tD€r ^ cn von der geg- nertscheu Serbe, noch immer ru recht unversöhnlichem Geiste
geführt, und die Anwesenheit Wilsons in Paris macht sich noch nicht erletchlernd oder vermittelnd bemerkbar Was er 1{S Unterredung einem Mitarbeiter der
„^imes offenbart hat, bietet keine Handhabe, um Folacrun- hi? Dieselben allgemeinen Wendungen,
< 5 Vi,fS\rJs 0f -L Ö0rt Y lIrm öe ^ rt hvhen unid seit er gegen Deutschland nicht mehr geradezu wettern und verdanimen rann, findet er kerne energischen Willenstöne mehr. Doch, torni« uns ttotten. Die „Freiheit der Meere" wird Friedenskonferenz zweifellos ein Disferenzpunkt zwischen England und Amerika sein. Die freundlichen Redensarten, die Wilson der „Times" gegenüber gebraucht hat, deuten aber darauf, daß der Präsident eine gütliche Einii- IjmfdJoft U ^ e ^ UTl ^ Etwa brüske amerikanische Vor
die Festsetzung des Termins sür die •!?i an a *i*5 na ^ cr föinintung auffassen, wissen wir noch Nicht. Man konnte zunächst denken, daß sie sich eines Ein- rn Dinge enthalten wollen, die nur eine Sache des deutschen Volkes sei Aber bei näherer Prüfung fällt diese Annahme doch wohl fort. Während des ganzen Krieges haben die Entcntesuhrer versucht, unsere inneren Angelegenheiten nritzuregieren. Und das sollte ans einmal anders sein? Wi5- !on hat rtvch kein Wort gegen den äußersten Radikalismus m der Sozialdemokratie geäußert, wozu er doch das Recht gehabt hatte, wenn es ihm darum zu tun war, die Ordnung in Deutschland möglichst bald hergestellt zu sehen. Man muß demnach des Gedankens sich entschlagen, daß Wilson uns letzt, nach der Demokratisierung Deutschlands, einiges Wohlwollen entgegenbnnge. Ans der anderen Seite wollen wir Deutsche nkf>t wünschen, daß Amerika oder seine Verbündeten sich in unsere inneren Angelegenheiten einmischen. Wir hoffen, aus eigener Kraft und Einsicht des Volkes wieder „auf den Damm" zu kommen. Damit wahren wir das Natwnalansehen und ersparen es uns, daß in späteren Par teigegensätzen diese Einmischung des Auslandes eine schädi gende Rolle spielen könnte.
Aeutzerungen Wilsons.
London, 21. Dez. (WTB.) Die morgige „Times" wird ein Interview veröffentlichen das ,ihr Pariser Korrespondent mit W r l s o n hatte. Als der .Korrespondent ftaqte, was seiner Ansicht wach die Hauptabsicht der Konferenz und das große Ziel sei, wonach die Alliierten trachten wollten, antwortete er: „>;ch glaube, es ist klar, daß jetzt alle Nationen mit ängst- b.cher Erwartung nach Versailles blicken, und ich bin sicher, daß dre Menschen nur eine Frage stellen: Werden die Staatsmänner, die dort versanimelt sind, über genug Klugheit und Entschlossen!- chert verfügen, um einen Schutz gegen zukünftige Kriege zu schassen. Die Schwierigkeiten und Verantwortlichkeiten, die durch die erfolgreiche Beendigung des großen Krieges entstanden sind, und von denen einige sehr ernst und dringend sind, müssen natürlich von den großen Nationen der Welt als Kameraden der weniger Mächtigen geteilt werden. Falls ich keine Gelegenheit haben _fallt«, die alliierten Armeen zu besuchen, so hoffe ich doch rvenigstens etwas von unseren Waffmkainieraden in ihrem eigenen Lande zu sehen. Ich möchte gerne Italien besuchen, das Land, aus denr so viele meiner Mitbürger geSomrnien sind: es interessiert und .befriedigt mich, zu hören, daß in der italienischen Armee so viele Männer sind, die wemgstens einen Teil ihres Lebens in den Vereinigten Staaten zuürachten. Auch dein Besuche Brüssels, das jetzt glücklicherweise aus den Händen der Feinde befreit und teurem Volke und Könige wiedergegeben ist, sehe ich init besonderein Interesse und besonderer Genugtuung entgegen. Wir in den Vereinigten Staaten fühlten für das belgische Volk wegen seines standhaften Vertrauens ebenso wie für die Völker von Nordfrankreich und Italien, denen der Krieg eine so tragische Last aufertegte, sehr starte Sympathie und versuchten diese auch zum Ausdruck zu bringen."
\ Der Korrespondent fragte den Präsidenten dann, ob er auch Zeit ^u einem Besuche der großen Flotte haben würde, was der Präsident verneinte. Dabei fam Wilson auf die Rolle zu sprechen, die die britisch Flotte bei der Auftechterhaltnng der „Freiheit der M e e r e für die fteien Völker >der Welf während des Krieges spielte. Ter Korrespondent fragte Wilson, ob er nach seinem iekigen Besuche in Europa Zeit haben werde, nach England zu gehen. Wll- svn antwortete: „Es freut mich, sagen zu können, daß ich E n g l a n d in allernächster Zeit zu besuchen hoffe. Ich gehe um so lieber dorthin, da ich weiß, mit welclier Einstimmigkeit und begeifterler ltcX>ex - zeugung die Völker Großbritanniens und AnreriL^ dieselbe Auf- hlissung von Freiheit und Geveckiffgkeit haben. Es ist von wesentlicher Bedeutung für die Zukunft des Weltfriedens, daß zwischen den beiden englisch spveckienden Temokratim möglichst aufrichtige! Zusammenard'it und großzügiges Verständnis l-errschm. Ich glaube, wir verstehen die schwierigen Probleme zu würdigen, die der Weltkfteg für das britische Volk mit sich brachte. Wir haben volles Verständnis sür die besonder«: internationalen Fragen, die aus der Tatsache der besonderen Stellung Englands als Jnsclr.ich e i\U stehen." Wilson gab seiner Uelxwzengmm Ausdruck, daß nichts die heramiahende Konserenz daran hiiüsern köime, w i r k l i ch s o l i d e Garantien fü r den zu kü n f tig e n Fri ede n z u s cha f - fen. Ter Kiorrespoiürent fragte den Präsidenten, ob er bezüglich des Ergebnisses der bevorstehenden Zusamm-nrküüte ir-errdwie besorgt spi, da es L^ute gebe, die sagten, daß die Schrecke:: bei Friedens beinal>e noch schlimmer sein würden, als die Schrecken des Krikges., Wilson antwortete, er ft'ihle keine Besorgnis und fuln fort: „Ich bin im Gegenteil davon überzeugt, daß es den Stnats- toärnieni der Welt möglich sein wird, in gemeinsamer Deratsmla- Mrng eine gerechte und vernünftige Lösung der Pw- bleinc zu erreichen, vor die sie gestellt werden, uud sich vvuf diese Wtisc die Dankbarkeit der Welt für den kritischsten und notwcn- drgsten Tieufst zu erwerchen, der ihr jemals geleistet wurde."
London, 21. Dez. (WTB.) Der König gibt am 27. Dezember im Buckingham Palast ein Bankett zu Ehren Wilsons.
Frankreichs Mitschul- am Ausbruch des Arieges.
Berlin, 21. Dez. (WB.) In einer llnterreduirg, mit dem Sonderberichterstatter des „Lokalanzeigers" spiruch der frühere dentlche ^lotsct-aiter m Paris, Freiherr v. Schoen, über die Vorgeschichte des Krieges. Er sagte u a., das französische Volk Babe zweifellos 1914 den Krieg, nicht gewollt. Aber es bcshuvd
m Frmrkreich eine Kftegspartei, die schließlich die Oberhand gewannen hat. Frankreich sei wol-l vorbereitet und anscheinend ohne Zögern in beit Krieg gegangen. Erst seit Kriegsausbruch wiffe er, daß auf Drängen des Generäls Michel der Stadtrat von Paris rm Januar 1914 einen, Beitrag in Hi che von 400 000 Franken ö^ül'gte, um die Mehlversorgung vonParis im Kriegs- fall^ lrcherzustxllen. Im Mai 1914 schlug der französische Bot- lamffer der Schwei; vor, sich von ifaeit Nachbarn Neutralität garmtreven zu lassen und als Gegenleistung die Verpflichturrg der Verp:1-gnng chori Verwundeten der kriegffchtendon Staaten im Kriegsfall zu übernehmen, voogege:: Frankreich geneigt sein würde, der vpdjlud; die Getreideeinfuhr auf seinen Bahnen zu sichern. Vn den daran ffolgeirden Verhandlnirgen zwisck>en dem französischeir Muttärattachö, Major Pag.iot, und dem. scl^veiberischen Generalstaü erklärte Vagovt u. a.: Da die Ausgleichsversuche zur Beseitigung des oeutscki-ftanzö fischen Gegcarsatzes in bezug auf Wsaß-Lothriwgen erwlglos gAvesen wären und ein Entgegenkonimen Deutschlands nicht zu erivarten.sei, müsse es schließlich einmal zu einer Ltus- enimrdersetzung komrnen. Der Major habe unbebiiigt mit der Mi wirkmtg Rußlands, Englands und mindestens mit der Neu- tralität Italiens gereckMet. Es sei damals zu keiner schriftlichen! Abmachung mit der schtveizerischen Regierung gekommen. Aber der Vorschlag des französischen Botschafters, daß :m Kriegsfälle Frankreich die Getreidezufuhr nach der Schweiz unter der Bedingung zusichern wolle, daßdie Schweiz den Ver bl ei b des Getreides :m Lande garantiere, habe dort außerordentliches s?luf- sehen erregt, und eine Anftage bei der deutschen Regierirng v'er-, anlaßt, ob sie in der Lag? wäre, die ungehinderte Zusu.hr von Getreide und a i') Mn .Kohle zuzusichern. In Berlin sei die Tragweite dieser Anftage srvhl nicht richtig gewürdigt worden. Man glaubte so wenig au eine unmittelbare Kriegsgefahr, daß o ic Ver Han dl: argen mit der Schweiz wegen dtu ssührnng des Kohlen- abtommens erst für den Spätsonrinw in Aussicht gcuiomMen wurden. Frankreich rechnete mit absoluter Sicherheit auf Eirglauds Unter- stütmng in einem Kriege gegen Denffchland, da es der Schweiz zu verstehen gab, daß im Kriagssialle die Getreidezufuhrstraße über Rotterdam durch Deu.tsch,lond gesperrt sein würde, Frankreich aber allein die Blockade iricht hätte dirrchfühven können. Während der Spannung^ des Balkankrieges schlug der Botsckmfter dem ftanzö- sffchen Mwisterpräsidenten den Verzicht was die gegenseitigen Rüstungen und ein friedfertiges Nebeneinandeüleben vor, worauf Barthon mit der Forderung der Rückgabe Elsaß-Lothringens artt- wartete.
verhanölungrn in Spaa.
Berlin, 20. Dez. (WTB.) In der Sitzung der internationalen Waffenstillstandskommission vom 20. Dezember in Span wurde vom Vertreter der deutschen Regierung eine Note überreicht, nach dar die norwegische die britische Regierung ge-, beten ' »j—', , , '\,. f j’ v,f ; -j-j , 1
auf dem Wege bort/iu befinden, uüd mit t,orwegisch.n, gen;aß dem amerikanischen Wkommen mit zur Ausfuhr freigegebmen Fisch- Produkten beladen sind, ebenso einigen deutschen Tainpfern- dre mit Rohmaterialien f ü r N o r w e g e n beladen sind, Geleit- s che ine bis z-um Beftimmlrngsort zu erteilen. Im Jntereffe der Lebensmittelversorgung Deuffchlands wurde dieses Ersuchen öo;f der deutschen Regierung unterstützt.
Äe deutsche Waffenstillstandskommiffion. ^erlin, 20. Dez. (WTB) In der letzten Sitzung der Gefangenenkommission in Spaa erklärte der ftanzösischz Vorsitzende, daß die in Weil-Leovoldshöhe zu stationierende deutsche Kompagnie in die Liste der Polizeitrnppen für die neu träte Zone ausgenommen werden könne.
Die Gefangenen müßten so schnell wie möglich abbeföcdertj werden, z. B. in S a m m e l l a g e r a m Rhein, wo die Entente die ^Verpflegung übernehmen werde. Der Vertreter des Kriegs- Ministeriums hielt die Ausftchrnng infolge der augenblicklichen Ver- kehrslage sür sä^vierig, der Abtransport über Holland und dre Nord- nnd Ostseehäfen habe schon mehrere Tage unterl'rvcl^n wertst msüssen. Die Gestellung von Eisenbahnma te rial hierfür wurde foanzösischerseits abgelehnt. Der deutsche Vorsitzende erinnerte an» den sckion vor einem Monat erfolgten Hinweis auf die drohendes Ernähr:: nys schwierigkeiten. Eine Milderung der Blockade fei auch im Interesse der Gefangenen geboten. Auch dies wurde verweigert. Lluf eine Anfrage des englischen Vertreters) ob für englisckie Sanitätszüge, deren Lokonwttven mir bisi Herbesthal verfügbar seien, deutscherseits Maschinen gestellt werde :{ könnten, konnte eine bestimmte Antwort noch nicht erteilt werden'. Es wurde empfohlen, den englischen Maschinen nach iüüienisck-em Muster deutsche Führer bcizugeben.
ei gen tum deutscher Banfirmen, das im jetzigen besetzten Gebiet zurückgelassen imirde, alsbald heransgesührt ivewOtz darf. Die Mrttvort der Alliierten ^steht noch aus.
Englands FriedenSbedingungen.
Amsterdam, 21. Dez. (WTB.) Reuter zufolge berichtet „Daily Expreß", daß gestern in der Sitzung des Reichs- kriegskabinetts die Bedingungen besprochen nwrden, bei der Friedenskonferenz vorgelegt werden sollen. ES verlautet, daß wichtige Beschlüsse gefaßt wurden. 'Auf der Friedens- konfereikz wird verlangt iverden daß die deutschen Kolonien nicht zurückgcgeben werden sollen. .In dieser Frage ist das Reichs- kriegskabinctt einer Meinung. ^Was die Schadenvergütung be- trisst, wurde darauf 'hingewiesen, daß die britischen Forderungen vielleicht ein p<aar Jahre zurückgestellt werden müßten, damit erst die dringenden Forderungen Frankreichs und Belgiens befriedigt werden. Dies ist aber nicht ganz richttg. Tie britischen Minister sind der Ansickst, daß Deutschland den britischen Interessen durch die sofortige Einfuhr von Rohstoffen die zur Reorganisation der alten und zur Errichtung neuer Industrien nötig sind, dienstbar gemacht werden soll. Daneben wurden Maßregeln erwogen, um die Ueberschwemmung des .englischen Marktes mit billigen deutschen oder anderen Waren zu verhindern.
Der König von Italien in Paris
. dar i s, 20. Dez. (WB.) Nach einer HavasMeldung traf ^ llUvon Italien am Nachmittag, begleitet vom Soexy&x fron Pu'nront und den Ministern Orlando sind Sorrnino, ein. A^.„^end besuchte der König mit dem Herzog von Piemont den
Wilson und sodann Poincare, bei dem er 40 ..cmuten verweilte. Es folgte dann ein Festabend bei Poincare, wvdn zwnchen Poincare und dem König Triicksprüche gewechselt
Berlin .21. Dez. (WTB.) Die Deutsche Waffenstillstands- it: Zur Unterführung der von französischer Snte
kommission teilt mit. —__ _
Vorgelegten Forderungen über die Belieferung von Elsaß Lothringen und der Nachbargebiete mit rechtsrheinischen Brennstoffen u:ü> anderen Rohmaterialien soll nach dam Vorschlag der ftanzösischen Regierung am 23. Dezember in Luxemburg mit dem vom Generalstab und von Foch bestimmten französisck-cn Generalobersten M ercier und einer deutschen Kommffsion, die höclfftens stuS drei Pstrsaiven besteht, verhandelt iverden. Die t«ltschen Delegierten werden stel, alsbald dorthin begeben. — Vom 23. bis 27 Dezember fallen die Sitzungen der Wassenstillstmü^kommisswn in Spaa aus.
Berlin, 21. Dez. (WTB.) In der letzten Vollsitzung der international«: Waffenstllljtondskommission in Spaa wurde von General Nudant bekonntgegeben, daß die Jagd innerhalb der :ventralen Zone der Kontrolle der milttärisckren Lokakbebörden miter- L'ge. Bezüglich der Internierung der Armee Mackensen erklärt Nudant, daß die Entiva'fmmg und Internierung dieser Truppen uud des General^ldmarschalls im Aufträge Fochs be- stehm bleibe. Bon deutsche Seite wurde erwidert, daß Mackensen sich freiunllig fügte, daß der Pwtest Deutsclstauds gegen die den Bestimm uugm des Wffsanstillsstmdsab^>mniens v >m 11. Nvtxml'er nickst entspi-eckiiende Internierung aber aufnecte-. Irckten nx-tt^e Dev Bonvurf des ftcmzösischm Vorsitzenden, d.iß du deutsck>en Mlitar- behörden dem boisck>eivistffcken Vonnarsch in den baltischen Pro- innzen Vorsckmb leisteten die Operationen der estnischen Truppen behindertm, wurde energisch znrück^wiesen. Ferner wurde die Note Fock>s über angeblich grausame Bel-andlimg sranzösischer Kriegsgefangener in Ostdeutschland überreickst. Der deutsche Vertrete ernnderte. daß er die Beanttvoi-tuip; dieser Note seiner Regierung überlassen müsse. Er wies jedoch sofort darauf hin, daß bei der sehr großen Zahl der in so kurzer Zeit znrückzusülirenden Ge- siangene::. unangenelmie Zunschenfälle sich ereignen konnte: Er
nAckOe :m übrigen noch ans den Gstgematz in der Aufnahme des Mchen Oberkommandos bi der Entente und den Vertretern der Alliierten m.Verlm ausmerffam. Auch die deirtsckie Regieruw: besitze reickcholtiges Material über die Behandlung ihrer Krieg-^Mi- 0«.«, m Frm.ke.ch. das s.-inerz«t bei der Friadenskm.»«,, in alter Oe, fentIirf>Fcrt vorgelegt iueri>cn würde
Berlin ,21%®^.) Ach Weisung des Staatssekretärs Astern m der Sitzung der ständigen Waffenstillstands Lvnwüss»m eure Note überreicht, woiuxch das Privat
Ein Aufruf >. indenburgS.
Kassel, 21. Dez. (WTB.) In einem von der „Kasseler Ml- gememen Zeitung" veröffentlichen Aufruf .gegeben im Gr ßen Hauptquartier Wilhelmshöhe, Weihnächte:: 1918, blickt Geueral- teidmarschill v H i n d e n b n r g auf die gewaltigen Kriegs!'i'ttm- gen des zur Wehrhattitrkeit erzogenen deutschen Volkes in Waffen J 11 -.??. wc e ^ UCT Welt von Feinden zusammengehrock^n te: Hierzu befähigt sei es durch das heilige Feuer der Vaterlands- twve, dsti Willen zun: Liege und den Geist der Treue. Das deutsche Heer M dahin, zersetzt, awgelöst, obwohl bis zuletzt gesürchet und geachtet von den Fernden. Den Osftzieren, hoch und niedrig, komme EErz'e^rn und Führern des Volkshceres unbestreitbar ein hoher Aßtell an dem RuhE zu. Es sei eine k l e i n l i ch e R a ch e, ihnen
Zeichen und Waffen abznsprachen und sie als unsäbig der rn erklären. Die Zerstörung der nationalen Kraft des deutschen Volkes von Grund ach sei die Absicht jener vnmcinenden .' ^nir. bw a.u WetL seien, um die Neugestairw^
des Reichs ow gesunder volitischr und wirtschftlichr Gnmdlag« öu hemmen. Trotz manck-erlei Krankheits-Erschiwungen, zelten galten von ^elblffuch, Eitckkeit und UnwachHastigkeit kehre TOcpttW Offizier korps gesund und stark aus dem Kriege zurück Pl&5 crillo P? kerngesund: seine Lebensaufgabe sei k^is Wohl der Gesamtl)nt und die Elxre des deutsche Namens^ ^arnm habe es sich auch in den Dienlt der neuen R gierung acstellt. unl^ den Zusammenbruch unseres nationalen und wirffchg tlicben -Utinnji zu verlchchern. Dabei muß es aber erbitten:, wenn in kleinlicher R/ajch che Mtorität im Heere untergraben wird. Alle \e.ie aber, che sich als Schmarotzer im dentschn Offfzierkorps gezeigt l)aben, ,Zollten ßnd müßten abgeschltttelt werden. Der Aufruf schließt:
Wenn ich als Oberbeiehlshaber des deutschen Feldheeres aml Ende meiner militärischen Laufbahn meine Stimme erhebe für meine Kameraden und Untergebenen, meine treuesten Stützen in Kamps und "cot, so möge man darin auch ein heiliges Vermäckftnis aus der V^gistTenchnt enttlehmen sür che nme Zeit, für die glücklich Zukunft unseres Voltes und. für che Einheit der deutschen Stämme mit der alten Näghnimg: „Was du ererbt von chinen Vätern chst. erwirb es, um es zu besitzen."
Das Kaifcrpaar erkrankt.
Haa p : 21. Dez Der Kvcmkheitsznstand der Kaiserin ist derart, dag fte wohl kaum das neue Jahr erleben wird. Sie hatte vor eiingen M-onaten einen Schlaganjall erlitten, auch machte ich Htwzteiden wahrend der letzten an>i-egenden Wochen, als che ^lu^- lieterungsftage m der Oeffentlichkeit behandelt wurch?, starke Fwr't- sanntte, wodurch eine schwere Nervendepreffion lnnzuttat, die' dvr Zustand der Kaiserin rau das bedenklichte beeinffußte. Der Ka i s e: 'Vbenfa11 s ernfthaft erkrankt. Sein Ochenleiden hat nA orchblrchl verichlechtert, und es bestelst che Gefahr, daß es auf das Gehirn :chrgrei-t. Beim Kaiser sind eben'alls nervöse ErsckZn. nungen als Folge >der Auftegungen festzustellen.
Aus dem Reiche.
Der Zrntralrat.
^ 21 Dez. (WB.) Amtlich. Der Zentralrar
^benffchen sozialistischen R^mblik Hit sich koifftitnrert mck) dte Geschäfte chr das Reich und Prenßm übernommen. Sein Buwau befindet sich vorlramg. im.Herrenchns, Leipziger Straße. Ter •" 9 -fi 1 c und Soldaten rate Groß-Berlins
^ O^schufte für Gvoß-Berliner Ai^legenhstten iin Ab-
g^orchletenhaus. Mle Vollmachten und Legitimationen, die vom ^?^ffuosrat ansgestellt ,md, verlieien am 28. Dezember ihre Gültigkeit.- Die Villmacksten für Ai^elegenchiten des Reickvs und Preupens werchn vom Zenttalrat der Republik, neue mach.en Tut Gvoß-Berlmer Angelegenheiten vom Vollzugs rat der Arbeiter- und Soldatenräte von Oftoß-Berlin aus^steilt ^ „ dllwlf Hoftnaun.
Berliit, 21 Dez. (WB. Anrtlich.) Dem Minister Achffpft Hofmann ging folgende Versüginig zu: Die preußisch Regnn-mg ern.annte S:e durch Erlaß von chnte zum BcvollmäcuffqtenPreußmS :m Bundesrat. S:e werden ch.nvon urit dem Bemeillm ergebend m Kenntnis gesetzt, daß das Reichsmnt des Innern und'ch? Mmffter > »rr misivartigen Anyelcgenlieiten eirtsprecivild benack-> inchtigt wu-den sind. S t roebet
_ d^schluß darrar können wir mittellen, daß es Hoimann Ter Arzt sprach die Hofßmng aus. den Patienten nunmehr durchbnngen zu können. + ‘
^ Me Wahlen für Pttusten.
21-Dez. (WTB.) Tie von der prenßischn Regie- rimg beschlossene Verordnung über die Wahlen zur ver. fa ssun g gebend en Preu ß i sche u Landes ve rsa m m- liuiq lehnt stch eng an das NeichsN'ahl<wßtz an Di- Mitgliedes der Lraidesvcrlammlung :vei-ch'n in all.temeinen. nnm 'ic büren, gleichen und geheimen Olsten nach den Grmrdsg'wn der Ävrt'I sind alle beui’Mvn Männer
s ?%^o n ? n Soldaten,dandes und Frauen, die
am W-ahttag das 20 Lechiteiahr voNench-t haben. Die A>u>lan-<- sthließungsgrüiide sind die gleichen wie in: Reichswvhtgesttz


