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tehen, den 91 SDejmber M18.

Dem Arbeiter- und Loldatenrat

Gießen. I

Schon am 9. November er., dem Tag des Ausbruchs Her Revolution, war mein Entschluß gesagt, für die Sache derselben in Gienen nur bis zum Eintreffen des aktiven Vkegiments 116 tätig zu sein, um diesen Llameraden die weitere Führung der ReuoLution in Gemeinschaft mit dem Arbeiterrat nicht versagen zu wollen.

Ich scbeide also von Gienen, uin mich da, wo mein Wohnsitz sich befindet, im Interesse der Sicherstellung der Errmrgen schäften der Revolution weiter zu betätigen. Ehe ich die gastlichen Mauern Ihrer Heimatstadt verlasse, fühle ich mich veranlagt. nicht ohne Dankesworte von hier zu scheiden.

Bor allem danke ich allen Mitgliedern des Arbeiter­und Soldateurats für das mir erwiesene Vertrauen und für die aufovserungsvolle, taikrästige Mitarbeit au, Ge­lingen des nlenichheilSbesreiendeu guten Werkes. Ich fühle mich besonders verpflichtet, Sie zu bitten, allen inilitärischen und Zivil-Behörden meinen herzlichsten Dank kundzugeben für ihre aufopfernde Tätigkeit während des Rückmarsches meiner Frornkameraden, sowie auch für alle fon itgen Unterstützungen, die dem Arbeiter- und Soldarenrat zu« teil geworden.

Der Gieneuer Bevölkerung, insbesondere der Arbeiter­schaft, gebührt mein Dank für deren vernnnitgeinäffeS Verhallen in der fchiveren Zeit der Umwälzitini, und bin ich stolz darauf, aussprechen zu können, daff ohne Verluste ett Menschenleben es gelungen tu, das alte, morsch ge­wordene Gebäude zu stürzen. Ich bin tiberzeugt, daff auch meine Gieffener Mitbürger verstehen werden, sich ihr neues Haus so elnzurichlen, daff es jedem Welkenbürger darin gefallen kann.

Mir dem Wunsche, dag es auch der Giestener Be­völkerung gelingen möge, graste moralische Erfolge ans den Errungenschaften der Revolution zu schöpfen, scheide ich mit einem Glückauf zu neuen Taten, zum Wähle des Bolksganzen.

Mit freiem Grub Max Schind!meier.

Auf obiges bezugnehmend, geben wir unserem Be­dauern über den Wcggana des Kameraden Schin dlmeier Ausdruck, danken ihn, für die von ihm geleistete treue Mitarbeit i:n Jnteresie des Volkes und wünschen ihn, fernerhin erfolgreiches Wirken und Wohlergehen.

Arbeiter- und Loldaterrrat Gießen.

D t e h l, Vorsitzender. 9957 B

m

I

Trübt sich dein Lebenslauf, Früh schon trat des Lebens Ernst Blicke zum Himmel auf, an dich heran,

Menschen laß Menschen sein. Freudigwußtest du allesanzufassen.

Helfen kann Gott allein. Beliebt bei allen dir Bekannten,

Mutter auf Wiedersehen. zogst du deine Bahn,

(Die letztenZeilen des Gefallenen). Viel zu früh mußt du dein junges

Leben lassen.

Schweren Herzens gingst du das letztemal hinaus,

Wohl ahnend die n.ihende schwere Stunde.

Nie wit der zu kehren ins Elternhaus,

Ach welch t aurig, zerschmetternde Kunde!

Infolge einer schweren Verwundung starb am 24. Oktober in einem Feldlazarett in Belgien nach 22monatiger treuester Pflicht­erfüllung im noch nicht vollendeten 20. Lebensjahre mein innigst- geliebter, braver Sohn, unser guter, unvergeßlicher Bruder, Neffe, Onkel und Vetter, der

Musketier Heinrich feiten

von der Minenwerfer-Abteilung des Infanterie-Regiments Nr. 186 Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse.

In tiefem Schmerz:

Elisabeth» Vellen lVÜhclm Vellen Murin Velten nebst allen Angehörigen.

9944

Heute nacht 3 Uhr entschlief sanft in dem Herrn unsere liebe, gute Mutter, Groß­mutter, Urgroßmutter, Schwiegernurtier und Tanl'e

Fr» Kchsme Zinmer

geb. Vogt

im hohen Alter von 85 1 /* Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Untermühle, Lich, den 20. Dezember 1918.

Die Beerdigung findet Montag nachmittag 3-/2 Uhr statt. ml

Großen-Linden (Steinweg 17), den 21. Dezember 1918,

Bekanntmachung

Betr. Belohnungen von Dienstboten.

Soweit es die Verhältnisse zulasten werden, sollen auch diesmal wieder Belohnungen an Dienstboten des Lr^irkaffenbezirkes verteilt werden.

Belohnungen können von 5 zu 6 Jahren solche Dienübo,en im engeren Sinne erhalten, welche bet der Herrschaft Kost und Wohnung haben und sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeugnisse answeifen können. Von Vollendung der 5 Dienstjahre kann nur dann im letzten Dienstjahr abgesehen werden, wenn der Dienstauslritt durch Einberufung zum Heeresdienst, durch Auslösung des HausüailS oder durch Gründung eines eigenen Haushalts erfolgt.

Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach .diesen Bedingungen aus eine Belohnung glauben Anspruch erheben zu können, aufgesordert, sich unter Vor läge der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft Uber gute Führung, sowie eines etroargen Sparkassenbuchs Idre Angabe der Nummer des Buchs genügt ebenfalls, bei unserer Kaffe ober der Bürgermeisterei des Wohnorts bis 8*m 31. Dezember !. I. zu melden.

Die Bürgermeistereien des Bezirks werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung ans geeignete Weise zur Lennlnis der Ortseinwohner zu bringen.

Bezirks,varkane Giesteu.

__ Saget*. [9832 D

Rreitaa den 27. Dezember 1918, nachmittags 3 li Uhr, sollen die den Heinrich Win» Ebeleutcn in Gießen zugeschriebenen nachstehend verzeickneten Grund stücke der Gemarkung Gießen auf unserem Geschäftö- zuniner nochmals versteigert werden

1. Flur 4 Rr. 369V*

2 .

3.

A

5.

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11 .

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4

4

5

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6

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12

12

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13

13

373 1 /, # --- 398V». --

IW!» = 170 =

103-/.° -

86

59

100

29

30 132

1655 qm Bauplatz, am untersten Riegelpfad auf d. Bruch, 1411 Bauplatz daselbst,

2532 * am untersten

Riegclpfad,

L»1 ^ Bauplatz a. d. Weisterde, 57^ Acker daselbst,

2092 Grabgarlen an d. Holler- gasse,

Acker auf der Weisterde,

am Steinborn,

auf der Weisterde,

ö. 20 Morgen,

= 1234 = 12429 = 1845 = 6275 = 12254 = 913

13 169 --3929

172 = 16360

170V,o

1707.°

5 171

--- 2725 = 180

2242

n nun

am Sandkauter­weg, links hinter den Gärten.

Acker iSandgrube) zwi­schen Sandkamer- und Erdkaulerweg,

Acker aus dem Sand- kaurerweg,

Wiele aus der Weisterde, Hofraum mit Scheuer da­selbst tzdcihgeu. Weg 31), Acker daselbst, können bei uns in den

Tie näheren Bedingungen _

Amts stunden, 1012 Uhr vormittags, e .ngesehen werden. Gienen, den 19. Dezember 1918. 997iD

Hessisches OrtSgericht.

__ I. V.. Le o._

Bskanutmachnng.

In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Hessische Oel- und Fett-Manu­faktur S. Ganß, Gießen eingetragen: Das Geschäft ist am 1. Dezember 1918 auf den Kaufmann Moritz Ganß in Gießen übergcgangeu, der es unter der seitherigen Firma bei Üebernahme der Aktiven und Passiven weitersührt.

Der Sitz dir Firma ist nach Mannheim verlegt. Gießen, den 10. Dezember 1918.

Hessisches Amtsgericht.

Gestern abend entschlief sanft in dem Herrn nach Gottes unerforschlichem Ratschluss unser innigstgeliebter, braver, hoffnungsvoller Sohn, mein lieber, unvergesslicher Bruder 0 8785

Wilhelm Schomber

im blühenden Alter von 17 Jahren. Er folgte seinem am 14. Oktober gestorbenen Bruder Heinrich und seiner Großmutter.

In tiefer Trauer

Familie Schomber nebst allen Angehörigen.

Allertshausen, AHendorf a. d. Ld.,den 20. Dez. 1918.

Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 2 Uhr statt. Wiedersehen ist unsere Hoffnung.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teil­nahme bei dem uns betroffenen schmerzlichen Verluste, sowie sür die vielen Kranz- und Blumenspenden und allen denen, die unserem lieben Entschlascnen die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir unseren innigsten Dank.

gamilie Wich H«hl! !8.

Steinbach, den 20. Dezember 1916.

Für alle uns während der schweren Krankheit und bei dem Hinscbeiden unserer lieben Entschlafenen dargebrachien Beweise von liebevoller Teilnahme sagen wir herz­lichsten Dank.

JmNamenallerAngehörigenu.Verwandten:

Rnd. Weber.

sießen, den 20. Dezember 1918.

m» 4

Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass gestern Abend um 9 Uhr unser hoffnungsvoller, innigslgelieb- ter, unvergesslicher Sohn, Bruder, Enkel, Pate und Neffe

BsjscEolf Kloss

Schäler der Obcrreaüschnle, Quart« 21

nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden im Alter von 12 Jahren sanft entschlafen ist

In tiefem Schmerz:

Heinr. Klttsa, komm. Unterassistent, und Frau, geb. Lisemer.| V. itli Klttas, Ottilie KltfcsH nebst allen Angehörigen. Wieseck, Stangenrod, Atzenhain, Ettingshausen, Hungen u. GießenJ den 21. Dezember, 1918.

Die Beerdigung findet Sonntag den 22. Dezember nachmittags 2 UKi vom Trauerhause Gießener Sträße 101 aus statt. 10004

Zncker-Bcrbrauchsregelimg.

1. Die am 20. und 21. dS. Mts. zur Ausgabe gelangten Zuckerkanen sind bis

spätestens 31. Dezember 1918 einer Berkansssielle zur Eintragung ihrer Firma und Ab­trennung der Konirollabschntne vorznlegen.

2. Die Verkaufs uelleu haben die aus Bogen ausge­klebten Kontrollabschnitte nebst einer Ausstellung über die Anzahl der Abschnitte nach vvrge,chriebenem Muster bis längstens 3. Januar 11)19 dem Städtischen ^ebenS- mittelamt eiuzureichen.

Gieiien, den 20. Dezember 1918. 9969B

Der Oberbürgermeister (Lcbensm ittelamt).

Um Ersatz-AgjieäSung 23 versteigert

Pferde i

am 21., 22. Dezember, jeweils nenn Nhr

vorm, beginnend, im SchuLüof zu Nidda, Oberh.

Bekanntmachung

Im Hinblick auf den Ausbruch der Maul- und Klauen- leuche nnler dem hiesigen Rindviehbesiand ist dcrZut'ieb von Rindvrcli zu den städtischen Zuchtbullen und von Schweinen zu dem Zuchteber bis zum Erlöschen der peuche verboten. 199088

Nährurittel-Verbrauchsregelung.

1. Die am 20. und 21. ds. Ms. zur Ausgabe aelangten Nährmittelkarten sind bis svätestens 31. Dezember 11> 1H einer Verkaufsstelle zur Eintragung ihier Firma und Ab­trennung der Kontrollabschnitte vorznlegen.

2. Die Verknussstellen haben die ans Bogen anfgeklebten

Kon'rollabschnilte nebst einer Ausstellung über die Anzahl der Abschnnle nach vorgeschrieoenem Muster bis längstens 3. Januar 1919 dem Städtischen Lebenömittelamt etnzu- reichen 09678

Giegem den 20. Dezember 1918.

Ter Oberbürgermeister (LetonSmittelantt).

Lampea empfiehlt l 00

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aller Art

werden eichfäliig hergestettt, sowie geeichte Jßczinml- waagon und Ketten- wttason empsiehlt

Karl Schmidt,

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Im großen Saal (ElngenQ Wetz8teinga*«e) Samstag. Sonntag u. Montag mb abend« fl Uhr

Abschiedsfeier verschiedener Formationen

Gemütliches Zusammensein mit Tanz 9990

-eiörderung und für Ten" vu.uuutu n, i .m ui uuluj m e im Gange befindliche Auslieferung von Lokomotiven und Wagen gemäst den Bestimmungen des Waffenstillstands« Vertrages ist die Vage der Eisenbahnen so ansierordent- lich tchwierig geworden, dasi namentlich auch zur Rer- Hutung ernstesterStörnngen in der^ebensmincl--undzteblen- v rsorgung der Persvnenzngsbetrieb noch weiter einge­schränkt, mrch von besonderen V.etitunaen sür den Weihuach S- vertebr unter allen Umstiinden abge>elien iverden muff. Bar Anssuhrnng aller nicht wirtlich dri igenöen Reisen wird daher erneut nachdrücklichst gewarnt. Bis ans wenereS werden Fahrkarten nur an solche Bersouen ausaegeben. die die Nolwendigkeil und Dringlichkeit der Reise durch eine ortspolizeilii.i>e Bescheiniaung nachzn- menen vermögen. Der Verkehr aut Arbeiter- und Monatskarten, ebenso der Milltärverkehr, wird hiervon mcht berührt.

Frankfurt (Main>. im Dezember 1918.

_ Eiiendaliudircktion. 10002 m

Eiküadmtg

10003D

S. Heichelheim, ©ebeüuer itt>mmerjiaMBL

zur ErganzuttgSwahL des Vorstandes vrt israelitrschen Religionsgemernde Giesteu.

, Es wl-rd m Kenntnis der Interessenten gebracht, daß m Gemäßheit der Bestimmungen der Wahlordnung für die Wahl des Vorfdandes der isrnel. Rcligionsgemeinde Meßen vom 4. Augrtst-1671 infolge Wlauss der Mahlzeit d-er Mitglieder Herrn Geheimen Ztommerzienrat S. Hei­chelheim, Herrn Zadock Kann, Herrn Moritz Strauß rmd als Ersatz fi'rr den verstorbenen Herrn Max Friedbergeg) eine Ergänzungslvahl notwendig getvorden ist, mrd daß diese Wahl #

Freitag, beit 27. Dezember 1918 tm Sttzungssdale des Gemeindehauses in der Lonystraßie da ln er svattfinden soll.

Alle nach §3 2 und 6 der Wahlordnung Stimm- birechtigten werden zu dieser Wahl mit dem Bemerke emlseladen, daß die Abstimmung in den Smnden voA 10 Ulir vormittags bis 1 Uhr mittags stattfindet.

Zum Töahlkommiffar wurde Herr Siegmnud Rosen» tonnt ernanitt.

Gießen, den 21. Dezember 1918.

Der Borstand der israelitischen ReligionHgemeittde Gießen.