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M. 298

168. Jahrgang

feicfetncr Anzelyer crtd^iut täglich, nutzer Eoi'ntagS. - Vciloaen:

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frir den Nreir SietztA.

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richtktt: s»j?igcr titfecw. »AilüngrE-ruck u. Verlag: SrShl'sche Univ.-Vuch- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Seschästtstell- u. Druckerei: Schulstr. 7.

Donnerstag. \% Dezember \ \$

psfSschecklsnto: Lrankfsrt «.M.U686

eneral-Anzeiger für Gberhefftn

Vankverkehr: Gewerbebank Gießen

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f. die Lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVer bind! ichkert Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 l??..für auswärtig« 30 Pf., für Reklamen QJIf.l.nebft 20 8 o Deue- rungszusilagiPlagvor- schrist 20 % Ausschlag, Hauptschri tleiter: Äug. Goeg. Verarrtworrlich tür Politik: ^tug. Goetz: für den übrigen Teil: Or. Neinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck; säinlllch in Gießen.

Die neuen Berliner 5chw!erigkelten.

Auch der gestrige Verlauf der Reichskonferenz der Sol­datenräte in Berlin muß im deuten Volke schere Vedew- ken Hervorrufen. Wiederum erschienen Soldatenabordnungen der Berliner Radikalen im Saale und erpreßten Abstim­mungen über chre Wünsche. Es war übrigens festgestellt ^»ruen, daß dre tags vorher erschieneneDeputation" von M Mann rerneswegs Beauftragte der gesamten Berliner Garntson waren; einzelne Truppenteile haben sich ausdrück- nch gegen diese Alrmahme und gegen die Anmaßung der Dreißig verwahrt.

Die Arbnterdeputation, die während der gestrigen Sit- KUira erschien, erhob die radikalsten Forderungen, die sich oEUcen lassen. Wjenn sie auch schließlich sich dazu verstand,! den Antrags auf Beseitigung der Volksbeauftragten teilen zu lassen, so sind von dem Kongreß doch auf dem Wege des Kompromisses Wünsche angenommen worden, die auf unsere rnnerrn Verhältnisse kein gutes Licht werfen werden. Was soll diese ständig wiederkehvende Furcht vor einer Gegenrevolution? Kein verrmnftig-er Mensch in Deutschland denkt an eine solche! Was die Berliner Radi­kalen mrd schließlich auch die Reichskonferenz bei ihrer Abstimmung vergaßen, das war die Gefahr, die von außen, dom Feinde, droht! Dieser hat von neuen: gesehen, wie über unsere zweifellos heute sehr schwache Volks reg ierung wiederum von Soldatenräten abgestimmt wurde, die von der Entente nicht anerkannt werden. Es ist unbegreiflich, daß diejenigen, welche die Ergebnisse der Revolution sicher-' stellen wollen, fortgesetzt an der jetzigen Volksregierung herummäkeln, die doch allein in der Lage ist, das Werk sortzuführei:. Würde sie gestürzt, so greift die Hand von außen l)er in unser Land ein, und dann droht eine scharfe Reaktion. Die deutsche Waffenstillstandsabordnung legt in einer besonderen Meldrrng heute noch einmal ausdrücklich fest, daß dieser Tage eine Besprechung zwischen den deutschen Herren und Vertretern des alliierten Oberkommandos statt­fand, als deren Ergebnis Staatssekretär Erzberger mitgeteilt wurde, daß die Entente unter keinen Umsckurdcn die Ar­beiter- mrd Soldatenräte anerkenne.

Es ist wirklich Zeit, daß die Regierung Eberl-Scheide- mann handelt! Das deutsche Volk, auch in seinen weitesten bürgerlichen" Kreisen, will sie stützen und aus beschleunig­tem Wege zur Nationalversammlung gelangen. In dieser Richtung hat auch eine von der Deutschen Volkspariei in Gießen einberufene große Versammlung, wie wir an anderer Stelle berichten, klar, deutlich und mutwll gesprochen.

Die Reichskonferenz der Arbeiter- und Soidatenräte.

Berlin .18. Ter. Lei ne rt eröffnet die Verhandlungen wrd ermahnt die Delegierte und die Zuhörer zu größter Ruhe unb Zuruckhaltung. Ferner teilt er mit, daß er strenge Anweisungen gegeben habe, keine Personen in den Saal zu lassen, die nicht De­legierte sind. Schließlich wird eine Geschäftsordnung genehmigt, um den Kongreß arbeitsfähig zu machen.

Zilr Beratung stehen zunächst die gestern am Schluß der Sitzung überreichten Anträge der Soldaten.

Lampel (Hamburg) von der Soldaten-Fraktion: Wir be-- stntragen, daß die Anträge der Delegation als Richtlinien mr- gesehen werden.

Boß (Berlin), Matrose, erklärt: Nicht alle Offiziere sollen verschemnden, sondern nur die, zu denen die MannsckEen kein Verbauen haben. (Beifall.) Die Angelegenheit ist zur sofortigen Enedrgung rvff; wird sic versrUepPt, so werden die Kameraden zur Selbsthilfe greifen!

Sa hm (Ostfront): Dir Soldaten sind gestern zu einer politi­schen demonstrativ,r mißbrauch!: worden. Wenn das so weitergeht noch Masclmrengewchve gegen rms ausgefahren. (Un- naie.) Wir lassen uns aber in unserer! Arbeiten nickst stören Nur erheben wr Widerspruch gegen die Beseitigung der Obersten Heeres lertlmg mrd ihre Ersetzung durch einen Zentralsoldatenrat. (Star ker Bepall.)

. c. v?** Antrag der Unabhängigen-Fraktion verlangt, daß dre Kom mandvgewalt in den Garnisonen in den fanden der örtlichen Arbeiter- und Soldatenräte liegen soll

Günther (Breslau) von der Soldatxn-Fraktion: Was die Beruner verlangt haben, ist auch in Schlesien längst durchtzesührt. Wrr handeln rn der Provinz, in Berlin vergißt man: über dent Rieden das Handeln! Mit demselben Recht, wie gestern die Svl daben, könnten heute die Berliner Dienstmänner hier ersck-einen -^a ist jedes^ Verhandeln unmöglich.

Däumig (Berlin): Die Forderungen der Berliner Svlda ren waren zeitgemäß und notrvendig. Es muß so schnell wie mög nch ^gepackt werden, dcmrit auch die letzten Reste des alten So stems beseitig! werden.

^Vorsitzender Leinert teilt mit. daß die gestrige Depu- ratron der Mari nie truppen wieder ersckstcnen ist. Sw wumche mit Vertretern der Fraktionen zu verhandeln. Ihre For­derimgen wollen sie abändern. Es wird beschlossen, die Weiter- beratmig auszusetzen, bis das Ergebnis der Beratungen mit den Soldaten vorliegt.

Darauf wird die gestrige Beratung über den Bericht des Vvll- Nm^rates und des Rates der Volksbeanftragten fortgesetzt Der gestern gestellte Schlußmrtrag wird angenommen. Die Verhmrd- lungen »ocrden um zehn Minuten vertagt

Ncach Wiedevaufnahuie der Verhmidlnugen teilt Vorsitzender ^ernert mit, dav wreoer einige Deputationen er-s scheuen find darunter, Vertreter der Berliner Ärbeiter, die Mf' WJ? ^ T £ vorgelassen werden, morgen mit 2oO 0Mdie Arbert mederlegen wollten. Es wird emMmmig beschloffen, für die Empfänge voik Deputationen einen besonderen Saal zur Verfügung zu stellen.

In diesem Augenblick erscheint eine große Arbeiter- de pu tat ron im Saal: sie trägt Plakate und rotä

9Lachdem Lemert die Forderungen zur ordnungsmäßigen Er- ledrgung entgegengenommen hat, verläßt die Llbordnung allmäh- lrch den Saal.

Sodann ergreift Richard Müller das Schlußwort zum Bericht: Tie Deputierten scheinen in vorgefaßter Meuiung lsterhr gekommen zu sein. Weder an der Ver- noch an der Enthrftung der Großindustriellen tvar der VollzugZrvt beteiligt. Wenn Lands­berg trotzdem dem Vollzugsrat diese Handlungen zu schiebt, so be- weist das nur, daß ihm jedes Mittel rächt ist! (Widerspruch.) Wenn er behauptet, wir wollten die TiÄtatur, so seht mir dafür jeder parlanrentariscl-e Wisdruck. (Der Saal weist imnver größere Lücken auf.) Daß die Unabhängigen^ das W. T. B. besetzt hätten, ist unrichtig. Scheidemann hatte sich verbeten, daß sie irgend jenrand dort hineinsetzten. (Scheidemann ruft: Weil 30 000 Mark in eruem Monat vertelegraphiert wurden!) Wir mußten die Verord­nungen verbreiten. Es ivurde uns doch vovgetvvrfen, die Auf­klärung genüge nicht. Die Nachrichtenämter sind noch von Offi- zreren besetzt.

Volksbeanftragter Dittmann: Dein Antrag Ledebours auf Absetzung Eberts wurde in einer gemeinsamen Sitzung der Volks- beaustnagten und des Vollzrigsrates von 35 Mitgliedern nur von 5 zugestrmmt. (Lebhaftes Hört, hört!) Das Proletariat muß bei r^n NatronalversainTnlimgswaWen süh zusammensch,ließen zum Z<.ampf gegen den Kapitalismus. Tonn braucht niemand besorgt M sein um den Ausgang der Wahlen. Es wird heißen: Mit uns das Volk, mit uns der Sieg.^ (Brausender Beifall.)

Volksbeauftragter Scheidcmann weiü>et sich in persön- lrckien Bemerkungen gegen Rickjlard Müller. Das Funkwesen sei notwendigertveise zentralisiert worden. Die Entente wollte nicht mit den anderen Parteien verhandeln. Rack) weiteren persön­lichen Bemerkungen tritt Mittagspäuse ein. Schluß 21/4 Uhr.

Die NachmittagSsitzung.

In der Nachmittagssitzung gelangte eine Erklärung des stell­vertretenden Generalstabes in Berlin zur Verlesung, in der Ein­spruch erhoben wird gegen die Behauptung des Vollzugsrates, ev h^rbe bei seiner Entstehung eine Summevon450 000 Fran­ken zu .seiner Verwendung vocgesunden. Das Geld sei zu Unrecht ^beschlagnahmt worden und der Vollzugsval habe auch geivußt, daß es sich um eine widcrreckMch: Beschlagnahme han- pelte. Ter Soldcrtenrat sprickst dem Bollzugsrat das Reckst ab, drest Gelder auszugeben, ohne sich mit dein Generalstab in Ver- brrViung zu setzen und verlangt die Rückgabe dieser Dumme alt den Genevalstab.

Hieraus folgte die Abstimmung über die vorliegenden An- rra<^ Angenomrnon ilvurde ein Antrag Remscheid, sofort alle Maßnahmen zur Entwaffnung der Gegenrevolutionäre zu ergrei- stn. Es folgte die Abstimmung über den wichtigsten Antra gder Mehr h cxi ss 0 zialift e n. Der angenommene Antrag lautete: Die ReichsVnsevenz, der Arbeiter- und Soldatenräte Deutsch- lands die die gesamte politisch Vüacht darstefft, überträgt bis zur anderweuigen Regelung durch dre Nationalbersamnuung die gesetzgebende und vollziehende Gewalt im Reich an oie Volks- beauftragten. Ter Kongreß bestellt ferner einen Zentral« rat der Arbeiter- und Soldatenräte, der die llcberwachung des onwchn und preußischen Kabinetts übernimmt Ihm steht das mecht der Berirftrng und der Alsterusung der Vvlksbeanstragten des Deutschen Reichs und bis zur endgültigen Regelung der staallrchen Verhältnisse auch der preußischen Volksbeauftragten m. Zur Ueberwachung der Geschäftsführung in den Reichsämtern werden vom Rat der Vokksbeauftvagten Beigeordnete der Staats­sekretäre bestellt. In jedes Reichsamt werden zioei Beigeordnete entsandt, dre ans den beiden sozialdenrokratischn Parteien zu entnahmen sind. Vor Berufung der Fachminister und der Bei­geordneten ist der Zentralrat zu hören."

Inzwisck>en 'imx der Ausschuß zur Berattmg der Soldaten- antra ge mit seinen Arbeiten fertig geworden. Volks beauftragter Haase erstattete bev (Bericht. Die Anträge wollen die oberste ^)lrtrsche Gewalt über Heer, Marine und Schtztruppcn den Bolksboauftragten unter der .Kontrolle des Vollzugsrates geben verlangen die Entfernung aller Rangabzeichn, ein Verbot des außerdrenstlrchen Wasfentvaqeirs, die Wschasftmg aller Orden und! Ehrenzecchn und des Adels, die Absckjaffung des sehenden Heeres nnd die beschleunigte Errichung ei,rer Volkswehr. Haase teilte Ast, daß^ der Ausschuß seine Beschlüsse einstimmig gefaßt habe. Tre Abncht die oberste politische Gewalt einem ständigen -voldatenrat zu übertragen, ist fallen gelassen worden. Die Anträge sollen nicht nur Richtlinien fern, sondern sofort in Kraft treten.

Tie Sold.itenanträge werden einstimnrig angenommen. Am Donnerstag wird zur Frage der ^Nationalversammlung Stellung genommen.

Vertraulichkeit erteilt werden, ferner, daß die ffanzösisch und die alliierten Regierungen einen mit derr nötigen Vollmachten aus« schatteten Komnnssar bezeichnen, damit die schoeberrden Fragen giem-cinsam mit einem für diesen Zweck ernannten dentschn £om* nstssar behandelt werden Lörrnen, ivogegen die französisckjen Tele-» gierten .nichts einzuwenden haben. Die deuffchn Delegierten er­klären, die Verpflichtung betreffend die Elsaß-Lotljrrnger nur uuter dem Vorbehalt der Gegenseitigkeit unterzeichnen zu kömren.

Wilson in Paris.

Rotterdam, 17. Dez. Ter N. Rott. Cour, meldet auS London: Ende dieseriWdch wird Lloyd George nach Paris fahren, um Wilson zu begrüßen. Es werden sofort in Gegenwart von Telegierten anderer alliierter Länder Beratungen über den vorläufigen Frieden beginnen, .an denen Präsident Wilson teil- nehmen wird. Man erwartet, daß sie innerhalb einer Woche beendet sein werden, und daß die H a u p.t k 0 n f e r e n z in de^ erstenIairuarwoche zusarn men treten wird. Präsidrmt Wilson wird auch diesen Beratungen beiwohnen, wemgstens während der ersten zloei oder irret Wockjen. Ende Januar ivird er in Lonvvn erivartet, wohin ihn König Georg und die britische Regierung eingeladen Haben. <

Der Verkehr mit den besetzten Gebieten

Köln, 17. Tez. (WTB.) Von morgen ab wird der Fern«^ verkehr, ztvisckjen dem besetzten Gebiet und den übri­gen Teilen des Reiches gesperrt. Die Sperre des Post- und DvahlverAehrs tritt erst Sonnabend Mitternacht in Kraft. Das Telegraphenamt nirnmt keine Telegramtmc nach Saar­brücken an.

Aus dem Reiche.

Zur Schuldfrage des Kaisers

Biermer, ein Bruder des verstorbenen Gießerrct Profesiors der StoatÄmssenschaften, imTag" folgendes mit: Ber den häufigen Besuchen des Kaisers bei seinem Leibregiment m Gwß<n tvaz m i, Brnd r me st der ci^'r Zivil st, der zu oresem rem mckttärffchen Zusammensein zugezogen tourde. Ueber M solches Zusammentreffen berichtet mir mein Bruder am Io. April 1910 kurz folgendes:Ter Kaiser ist em Friedens- ^uattker. Er sagte mir heute: Was ist aus Deutschland in den 40 Frredensjahren geworden! Wrr brauchen den Frieden, um uns jtettg weiter zu entnnckeln. We,m wir noch weitere 20 Frie- densjahve behalten, kmrnen wir einen dauernden Völkerfriedien garantteren, ja wenn nötig erznnngen." Diese Aufsaffung tvuroe m ernenr rein militärischen Kreise in der dem Kaiser ss eigenen energischen, keinen Widerspruch duldenden Form vor- getragen. Beinl Ausbruch des Krieges mußte ich dieser Worte gedenken. Wer wagt es ,zu bewerfen, daß dieses llare. politische GlaubensbekenntmS spater geärrdert oder aufgegeben rvorden sei^

crt r-, .- r7 ! i UHU IUItl

C Leine rt macht die Deputation auf den

aufmerksam und bittet sie, sich damit (Bravo!) Der Führer der Abordnung versucht zu Mreryen, imrd aber von großem Lärm urrd der Glocke des Präfi- demen ubertönt. Schließlich versteht sich Leinert dazu, diesmali LA. ^5 Forderungen der Arbeiter,thaft mrzuhören. Der Führen S ro^ r r^ un Ä 0 U, Deutschland eine einheitliche sozia- lrswche Republik. 2. Alle Macht den Arbeiter- und Soldatenräten.

für den Voll.zugsrat. 4. Beseitigung des :)iats 5. Maßnahmen zrrm Sckmtz der Revo- jn^st- st Cmtwaffnuna der Gegenrevolution. 7. Bewaffiuma des Efivwiats. 8. Ausruf zur Turchssthrnng der sozialistischen Well-

Rerie Kestftevnngen der waffenstillstand-ausschusses.

.. ^ j n A .3 n der heutigen Vollsitzung des stän­

digen Wastensfilfidandsanssckiussts in Spaa wurde eine Eutschei- dung von Marschall Fo ch mitgeteilt, wonach das Verbot der Einfuhr rechtsrheinischer Zeitungen in das besetzst, Gebiet aufrechterlmlten wird. Die Antwort des französischen Mar­schaus lautet: Die militärischen Behörden der alliierten Heere hadeii in den besetzten Gebieten unbeschränktes Recht der Korttrolle ^^?snfiu üoer die deutschen Zeiturrgen. Indem sie dm Vertrieb rechtsrhemtscher Zeitungen in diesem Gebiet untersagen, haben sie teviglicks von diesen! Reckst Gebrauch gemacht, und z»var aus Grün- den, derm Beurteifimg nur ihnen zustcht. Der anierikanische Ge- nerat Rho des teilte mit, daß nach eineni soeben aus Berlin emgelanfenen. Bericht amerikanifihw Delegierter die i/u einer der^Waffenstillstandskommissiou vorgebvackste Behauptung ftcher eme Mißhandlung mneriSanischer Gefangeirer in Karlsruhe unbegründet sei. Das amerikanische Oberemmando ist damit be- dieser falschen Gerüchte sts^ustelleu. Deut­sche Wafsensttllstaudskoninn,fron. Staatssekretär Erzberger mr .Verhandlungen über die Verlängerung des

Waffarstülssandes m Trier und rm Anschluß daran nrußte von der Ft::anzabteckms der ständigen Wa^nMstandskomMission in Spaa ein rtinanzabkommen geschlossen werden, das u a da^ Verbot der fieren Verfügung Mw den Metallbestand des Staatssckiatzes der ReickMrmk einschließlich aller der Üicgrrung und

wmÄ f ldK?t ^ a,1 S l W wte ohne Zustimmung der

MrtEn sowie eru Verbot der Ausfuhr der genannten Guthaben Werte olMe vorheriges Emvernehmm mit den Mlfierten enthalt. Dre mr stffetzteii Gebiet verloren gegangenen oder ge- sltolsteneu Wertpapiere sollen, ihren rechtmäßigen Eigentümum zuruckerstattet Norden. Den Elsaß-Lotlwingrwm sollen alle S-chusden ch^bernts fälligen oder während der- Dauer des Waffen- sttllslaudes fällig werdenden Effekten, die deutsche öffentlickje Kasstn Rtreffen au ihrem FälliHntstermin gemäß den gellenden besetzen ausgrzahlt werden. Zum Nacksteil der alliierten StaalsangMrimm be'ckckagiialinite Güter sind baldigst zilrürkzuerstatten D e ixmt- verlaiigten, folge'.tde Bemerkungen hinzuzufiv«!- }Sfe ^«gtcrteit erf^t alle nötigen Massimhuwn zu Geivehnngrnigen mit der für den -latton Verlauf der Geschäfte erLpöderlpj>-u Beschtcuniauna und

Anr Hessen.

Landesverband

der deutschen denrokratischm Partei für Hessen.

F ra n kfu r t a M 18. Tez. Unter starker Beteiligung aus Starkenburg und Oberheften Rhein Hessen war wegen der feind- lichen Besatzung nicht vertreten vollzog heute der bisherige Landesverband der Fortschrittlichen Volkspartei für Hessen rn erner außerordentlick-en Versammlung seine Umwandlung rn den Landesverband der^ deutschen demokratischen rV te - 1 l Ur H Vermögen des alten Bcrlmndes

gelst aus die neue ^Organisation über, ebenso übernimmt diese L^E^ck^nden Aenderungen die Satzungen. Der Antrag auf ^Erbendes an die Reichszentrale für Demokratie ^ tn or^ tl ?r a ^m e ^ ^us der Mitte der Versammlung gab sodann eme Anzahl Retnier Winke und^praktrsche Vorschläge Erstehenden Wahlkämpfe. Zu^rsitzenden des Bw- ^E'Nirnrfter Henrich-Tarmstadß Justiz- und ptan Oberbürgermeister Tr. Dulto- Ossenbach. Mrt letzterer zieht die erste Frau in den Vorstand einer wlrtftchen Orgonlwtwn Süddentsckstauds ein. In den weiteren Vorstand wählte man: Zehrer Loos, Sanitätsrat Tr. Kolb und Frau Gehnnwat Balzer, sämllich aus Tarnistadt, Prof

Kontrolleuren bestumnte man

ti, IS 5, fft ' 1 ' rSt "'* 3 " fc -

c? 1 ^bschotag folgende neun Kandidaten auf: Staats- 1 ^^rmpadt, Justiz rat Grünewald-Gießen Paus II.-Bvsenheim, Frau Prof. 'Dr. Bo gt- Greßen, Fabrrkmit Sauer- Zwrngenberg, Prof. Dr Bousset- Gießen Prof Dr. vou Lißt-Brlin, Lhrer L 00 s-TarmsL)! und rzabrikant Kappus- Ofienbach.

Die ^>Iuswahl der 70 Kandidaten für die Hessische brachte folgendes Ergebnis für vorerst 25 .Kmi- didatm-Henrich- ^.armstadt, Justizrat Reh- Alsfeld ^ebrer Loos-Darmstadt, Prof. Tr. St r eck er - FricdbergFabrikaM fiP T enD *$- Dnickererbesitzer Damm-Friedberg, Ar- tlV? 1 5 er9 ' ^cfecn, Direktor Paech ^ Darm stad t Nstn. bahn-Obersekretär Ho f mau n - Darmstadt, Pfarrer Weidner- Z^l.ais, Rechtsanwalt Windig- Michelstadt, Frau Dr Grern-Offeubach, Prokurist Steurer-Dcttmstadt Bürwi- merster Melior-Vonlmusen, Postbeaniter S chuckma u n- Groß-Gerau, Gesangenaufsehcr V e i t h - Darmstadt Beamter D a h m e r - Butzbach, Bankdirektor T ic hl-Offenbach w i«.

rhernhessischen Mandate bleiben vorerst offen. Die Auswahl der Kandidaten wurde wegen der vor^seriicktcu Zeit deni Bor- ^"ven^hm-m mit den

wähserversammlnng der Veuischen vottrpartci für hoffen.

Tie öffentliche W ähle rve rsa^u m l u i/a KEx" Bolkssartei nnigestalteten Nativuallu -ernlen^Par^ Gießens, dw gestern abend nn Stadtthvale,- wtvvfo a

Flucht mrd nahm einen würdigen Verlaus De Ä

Kommerzienrat Kliugspor. teilte iu den '

nut, dasff as ^-plante Lblsammentreten der Nativ,ml siuwoftm mi der fort chnttttck»,. Votksmnn zu einem swft" ^n Lai g>^schettert und damit das Bürgerttun im b t-orsi, I.r-iv.i lmks und rechts gestalten sei. Hinter n!ks -- L iswtzer Ersolge, aber auch schtverer Täupchmgeu, voi an-, a Jl kölrnten Niit Reckst stolz sein ans \m\cr* taW ^ crai Druppeit me unüei iE LurüM-hpen, ata die SchuldäumL.

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