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Die «riegserlebnisse des Infanterie-Regiments i,6.

'Gießen, den 17. Dezember 1918. Tie Geschichte imseres Infanterie-Regiments für den Ab- fdfnitt des Weltkrieges zu schreiben, ist eine besmidere Arbeit, die ^iel Mül»e, Nachforschung Lmd Zeit, für die Veröffentlichung auch *men breiten Raum in Anspruch nehmen würde, der uns gegeii- wSrtig zwangslveise überaus knapp bemessen ist. Wir wollen jedoch die Haupterlebnisse kurz zusammenstellen aus Grund der Angaben, die ims der Regimentsadjutant, Herr Leuttvant Zschvrlich gemackst bat. Oberst Schimmclsennig, der die Abschieds- warte an die Gießener Bürgerschaft richtete, führte das Regiment beim Vormarsch in Frankreich. Zum ersten Mal wurde es am 22. Augitst bei Anloy in eine größere Schlacht verwickelt. Es folgt.au die Tage des Vormarsches von der Maas zur Marne imd im Anschluß daran die bekannte Marneschlacht, lvobei das Regiment zur Deckung des Rückzuges mitverwendet wurde und mehrere Gefechte, auch Smrmangriffe, auszuführen batte. Oberst Schimmelfennig trat krankheitshalber am 11. Oktober 1914 von der Front zurück: Major Schwierz wurde vertretungs- tocifc Regimentsführer: es entwickelten sich damals Kämpfe bei Ro ve. und das Gefecht ber Le Quesnoy vom 31- Oktober bis 2. November kostete unserem heimischen Truppen­teil'enorme Verluste. Vom 28. November an führte Oberstlelstnant Röthardt das Regiment. Die Stellungskämpfe bei Roye dauer­ten weiter an, und sodann begann eine längere Vorbereitungszeit für die Schlacht hei Verdun, wo die 116er im Februar 1916 bei der Erstürmung von Beaumont der Lonvemontstellung und des Pstfferrückens sich hervortaten. Oberstleutnant Rothardt wurde am 27. Februar 1916 leicht verwundet, nachdem der An­griff auf Verdun beträchtlich vorgetragen war.

Unter Oberst Hasse, der ihm am 29. Februar in der Füst- nmg stlgte, trat für das Regiment eine 14tagige Ruhezeit ein, Zn diese fiel ein Besuch des Kaisers bei der 25. Division, Da­nach wurde das Regiment z-um zweitemnal vor Verdun eingesetzt Und es hatte im April schwere Kampftage bei Fort D o n a u m o n t.

Ter Schmsplatz wechselte und die 116er wurden zu den Kämpfen an der Aisne hervngezvgen. Sie standen dort vom 17. Mai bis 10. September 1916. In dieser Zeit hörten sie schon den Kanonendonner der Somme schlecht, in die sie dann auch hrneingeuwrsen wurden. Am 17. September wurde Oberst Haffe leicht verwundet. Md 'Major Thilo v. Western Hagen (vor­her im Reginvent 115) übernastn die Führung. In einem dev Hoiiptbrennpnnkte der ^Sonttneschlacht vor Bouchavesnes, hatten die 116er einen harten Dag, fo daß sie aufatmeten, älss s« vom 7. Oktober an bis 15. November in eine rujliiigeve. 'Stellung nöEch von St. Mistiel kamen.

Oberst Hasse, von feiner Verwundung genesen, führte so­dann das Regiment wieder bis 28. Februar 1917, in Stellimgs- käinpfen südlich der (Somme, vor Presstire. Bei der Rückzugs-- bewegung aus die Siegfriedstellung stand das^ Regiment 116 west­lich von St. Quentin. IN diesen Käntpfen in der Siegfriedstellimg. 'besonders um St. Quentin, wurde vom 1. März bis 8. Juli Äas Regiment von ObersÜeutant Jung 6 geführt. Oberst Hein­rich von 'Westernhagen, ein Betttr des gleichnamigen früheren Kommandeurs, hatte sodann bei weiteren Kämpfen in der Siegfriedstellung die Führung.

Tie hartnäckigen Angriffe der Engländer auf die U-Boot- basis in Flandern setzten ein, und die 116er »vechselten >oen Schauplatz dorthin. .Vom 21. September bis 12 Oktober standen sie m Kämpfen bei Zandvoorde imd Gheluvelt. Ju Ruhestellung zurückgezogen übernahmen sie sodann Grenz­schutz an der belgisch-stoll ändischen Greirze nördlich von Gent.

ST 7- ybotemfac 1917 begann für das Regiment die zweite ^.^»ocht in Flandern: bei Passchendaele stand es im 'heißesten Feuer. Major Mansfeld hatte am 10. November die ffifrnntg überno mmen, die er bis 27. August 1918 behielt. Als T«e Grvßkckmpfe etwas abgeflawt hatten, kam es im Winter zu .E-telliMgskämpfen in Flandern. Zu Wnhnach'en erschien der Kai'er M Truppenschau über sämtliche Divisionen, die an der

/Flandernschlackft teilgenommen hatten. Bei dieser Truppenschau war l«uch das RegMMrt Kaiser Wilhelm mit einer Abordnung ver­treten.

Im Februar und Marz 1918 wurden die Vorbereitungen für We große Schlacht in Frankreich getroffen, an der die 116er großen Anteil batten. Sie machten am 21. und 22. März den Durchbruch Zwischen Gouzeaucourt und Verwand mit und itraten vom 23. 26 März in Bersvlgungs kämpfe im Sommegebiet em: bei Bouchavesnes, der Erstürmung des Marrieres-Waldes und ^ gftrg es heiß her. Tie große Schlacht

setzte sich bis 6. April 1918 fort. Dann kam am 17 April das Rvgnnent aus dem Kampfgebiet der ersten Offensive bei Amiens heraus und wurde ohne Ruhepause in das Kampfgebiet der Ar,

übergeführt, wo es alsbald in Stel- lungskainpfen rn Französisch-Flandnm verwandt wurde, und zwar

- 11 den Schlachten sprach der Kaiser in

emem Dorschen südlich von Lille sein Regiment. Vom 17 Mai ** ^ment im Gebiet zwischen Douai

- JtISL c fec ^ Wochen lang Ruhe gegönnt, die es auch sehr notwendig brauckOe. Vom 5. bis 17 Juli erfolgte er­neuter kurzer Einsatz des Regiments bei Merville. Aus der darauf Wlgenden Weit-rführung der bereits früher begonnenen Ausbil-

^rde das Regiment 116 dirrck, plötzlichen Abtransport zur Abwehrschlacht zwischen Somme und §^/.?^crusgerlssen. Tort stand es vom 13. bis 20. August m heißen Kämpfen, die in ihrem weiteren Verlauf zwischen Scarpe und Somme ftch abspielten. Es waren dieselben Gegen- äL Offensive im Mttz und teilweise aus den

^meschlacht ,chon kcmnte Mawr Zickeudrath, Kvmman deur des 1. Bataillons, nberirahm am 28. August die Füb- nmg des ^grwents bis Oberstleutnant Tietze am 6. September emtraf. Vom 3 bis 7. September starrdeir die 116er in Kämpm vor der Siegfried front. Sie wikkden dann heraus- gezogen und nach Lothringen abtvanswrttert, wo sie bei 'Saar­burg und Dusz etwa 14 Tage lagen. Erneut in die alte Flandern- Mllrng verhetzt stand das Regiment südlich von Bn'igge, bei Thor- hout rn Bereitschaft Tann wurde es unmittelbar südlich von So - lesmes ernge,etzt, wo die letzten schweren Rückzugskämpfe be­gannen. In deren Verlauf wurde Oberstleutnant Tietze am 23. Okwber verwirrtet, und Major Zickendraht übernahm Meder ^ }** ^/uents brs zu feinem Einung in Gießen

^?gehen und Abmarsch in die Antwerpm-Maas-Sttlümg. Nach der Rückkehr in die Heimat btt Maior Pflugradt, bisher Komrnandeur des R^'erve-Jäaer- Bataillons 1, die Führung des Regiments übernommen. ^ ^

Liebesgaben des Roren Kreuzes. Bei dem Ernzug des Landwehr- wie auch des aktiven Regiments 116 wurde von ;ungen Damen als Liebesgabe des Roten Kreuzes samttichen Mannschaften ein Tannenzweig mit Will- wmmgruß und eine Schachtel Zigaretten überreicht. Auch zu dem Empfang des Res.-Jnf.-Regiments 254 htt das Rote Kreuz Zigarren als Liebesgabe rur Verfügung gestellt.

Aus der Rede oes Landtagsabg. Grünewald, dre er am Freitag in der hiesigen Wählerversammlung hiell ist noch eme stelle erwähnenswert, wo er folgendes sagte: Er glaube Nicht, daß unsere Fernde abrüsten werden: tun sie es nicht, dann ^ vicht tun. Wir können unser Vaterland nicht wehrlos las,Qi, müssen ein Bolksheer, frei von den Schäden des .^Lilttansmus, haben. In unseren Wäldern wachst Holz, in un- wir Erz genug, auch ohne das Becken von Longwh-BiTie, imd der Gott, der Eisen wachsen ließ, ver wollte keine Knechte.

D eutsch - na 1 ionale Volkspartei. In der heu ttgen Nummer ist ern Auszug aus Richtlinien für das zu bearbei­tende Programm der Deutsch-nationalen Volkspartei der zukunfttgen Rechderr in der versassungsgebenden National ^ Versammlung, enthalten.

' . * Reserve-Jnfanterie-Regt. 37, wel-

ayesom 13. Dezember in unserer Stadt einruckte und am 15. Dezember das GrenadieEegt. 89 ablöste, gehört zur io. Reserve-Division, einer der bewährtesten Großkampf DlviiswTten des Westens. Seit Begirrn des Krieges im ftxrr Regiment, wie man uns schreibt, an allen Een Kampfhandlungen eingesetzt. Verdun-Schlacht (1916), Somme-Sch.-acht (1916), Doppelschlacht Aisne-Cham pagne Mnnl 1917), Kämvfe auf Höhe 304 (Junf/Juli A. Quentrn-Offensive (März 1918), Chemin des Dames-Offensrve (Mai 1918), Mawie-Schlacht (Juli 1918). Besonders ruhmreichen Anteil hat das Regiment an der I Aisne-Champagne-Schlachl, smo es trotz 10 tägiger ArtMerie- Borbereitung gegen mehrfache feindliche Massenangriffe die Hohe 100 verteidigte und behauptete, an der Marne-Sch>tacht, wo es an der Spitze seiner Division den Marne-llebergana erkämpfte und trotz hartnäckigster Gegenwehr im Marnetm, achten Nachbardivision weit voraus, bis t>or dre Dore von Epernay vordrang, ferner mr den letzten Abwehrschlachten und Rückzugsgefechten, wo es bei Autvemenoourt und Doulis am Souckfiez-Kanal, sowie bei ^anogne gegen mehrfache erbitterte feindliche Angriffe seine Stellung restlos hielt. Für letztere Kämpfe wurde das Reqi ment^im Heeresbericht erwähnt. ^

~ Df- R-simentsmusik des aktiven Jnian- terie--Regimeirt s Nr. 116 spielt Dienstag und Mtttwock» nachmittag von V/ 2 bis 3V 2 Uhr in der^LlE

^Hwarz-We^ß-Lichtspiele, Ätersweg 81. Wenn der Wolf kommtt^, betitÄt sich der Detektiv-

^ ^ Auszeichnung Story m wer spannenden Wen für den Film boarbeittt. Hauptdarsteller sind Bruno Eichgrün Lia Lev Kühne. Außerdem wird der dreiattige Lust- Fr s°N jD-in Harr sein" &%£ Kauptrolle, gegeben. Spielzeft von Dienstag 17 bis inkl. Freitag 20. Dezember.

hieß Forstmeisti Tr. Schüz von hier rm Namen der Stadt und des Kriegervereins mit echt deulsck-en^ kernigen, ergreifenden» Worten die zurückkel/renden Krieger herzlich willkommen und schloß mit einein Hoch -auf das geliebte deutsche Vaterland. Major v Sclfweidnitz dankte für den überaus fteirndlichen Empfang seines Regimients das heute nach 4^/r Jal/ren zum ersten Male wieder in der heisisckien Heimat Quartier beziehen könnte, gab der Hoff- lwtes Einvernehmen zloischm Bürgern und Soldaten Ausdruck lind brachte ein Hoch aus die Stadt Nidda aus. Viele Zuscl-auer verteilten Liebesgaben und Mumen an die Trupven.

Hessen-Nassau.

F- Frankfurt a. M., 16. Dez. Im Stadttell Bockenheim wurden Somitagiiacht zwei Einbrechevbaiiden von je 3 Marm aus irischer Tat ertappt und verhaftet. In einem Fall wollten orei Stallschweizer zur Finanzierung ihrer 5xünreise im Hatth- schen Baugeschäft den Geldschrank auftnacken, im zweiten Fall wurden drei Diebe bei einem Wohnungseinbruch überrasckst und spixingen vom ersten .Stockwerk auf die Straße wobei sich ein Einbrecher den Arm brach.

X Hanau, 15. Dez. Das Hanauer Stadttheatec kann m diesen Tagen mrs ein 150jähriges Bestrhei: zurückblicken. Um das Zubttaum würdig zu begehen, hat die Bühnenleitung für den ~P-'. Dezember _ Festvorstellungen vorgesehen. Am

Freitag, 20. ^Dezember, soll ein großes Sinfoniekonzert mit aus­erlesenen Kräften vor sich gehen, die Darbietung ftir Samstag, 21. Dezember, steht noch nicht fest, für Sonntag, 22. Dezember den eigentlichen Jubiläums-Gedenktagen, .ist Schillers .Milhelm Dell" vorgesehen.

Literatur-

Ifbsterwegs Pädagogik", bearbeitet von «JL ^^Erer m Offmbach a. M erscheint in neuer, Eg neubearberteter Auflage wn Ghr.il Roth in Gießen (etwa das Erscheinen eines Buches zeitgemäß gewesen ist so ist es dieses: denn A. Tiesterweq ist der Prophet dre jetzt rm neuen Deutschen Reich verwirNtcht WEN soll. FM sre hat er sein ganzes Leben gelitten uiid ge- ^ Surtretens für sie als demokratischer Volks­en wurde er von dein absoluttstischeii Staat aus dem Amte vertrat dre nationale Einheitsschule mit einem kon- ^ f0Ti>crt eine erhöhte Lehrer- bick>ung und Fachaufsicht Wenn nwn Tiesterwegs Pädagogik

tiirfJr ÖU bcn Tiesterwegs Schriften in svstema-

2*? 5.N engem Anschluß an Tiestnnvegs Dar- M^O^arbeitet hat, liest, so hat man das Gefühl, sie sei für tmfere Zeit geschrieben: darum heißt auf Tiesterweg zirrückaebeir dln Tietzr^g muß sich Ä Ire Richtlinien für die Gestaltung des SckMl- bWut und Zukunft gewinnen will. Scherer hat

d!r SffÄ « e P S^löst: Tie Grundlagen

^rll^^^dabagogck, die Entwicklung der deutsck-en Pädagogik.

Würdigung und Ausgestaltung der dcMfchen "och einen Wegweiser zur Ein- Mhrung ru die wisfenschaftliche und praktische Pädagogik

Letzte Nachrichten.

Au» Stavt sw© Cnnft.

Gießen, den 17. Dezember 1918 «» Ernennung. Ter Lehramtsreserendar Rudolf M».. belssotzn-BarthnIdy zu Äietzen wurde zum

asfessor eruarmt. ^cyramts-

Ti« Festvorstellung für unsere 116er vnh «it Samstag rm «tÄüthe-ter einen ül-n^rden Verlauf Nack ^m, Prolog Herrn Hofrats Steiugoetter. der mit S« Z Bettall aufgewommen wurde, grug de Älufführuno des l w°ldmSdl-" twr sich. WTÄ1Ä;

lKxrn bis 5um letzten Platz gefüllt, de mit regsler Teilnodm- ^r.Donüheuns teilnahmen. Wie 5er RenimeittssonÄndur ilch Herrn Horrat ^temgoetter gegenüber anSspruch. übertrnf de L>D-

cbtwartunf;. Auch bie SäkM iw Schwar-waldmädels" wnrÄe als besonders glücklich emM nivn Bei deier Gelegenlwit dark wohl ernnral festgcste lt werdnt ^ das StadtIheater .oahrend des .Krieges melw 20.600 'foJ Zwvntzigtausend Mid sechshundert) Freikarten füf Milttarperionen ausgcgeben hat. ^

. ** G« s am tau s schuß der Gießener Stu­

denten sch alt nasm m seiner Sitzimg mn Sermstag Stell ma »ur augwblicklichni Loge, und sandte solgrndes Tckgramm an de promhtvriK Regierungt Tre Gietzener Stndentenl^ift sord^ eine^möglichst beschleunigte Einberufung der N atif-

L?liI t J!L!ir ,rt - I -L n S, unterstützt bis dahin de jetzt stehende provllorriche Regleruntz. i

Gültige Lebensmittelmarken

für die 51. Woche vom 1622. Dez. 1918.

^ rDt <i? 250 Gramm Brot oder 1680 Gramm Mehl)-

Brot pro Klg. ...... k ro?

Weizen brotmehl pro Klg. . . ^ ' 56

Krcmkenbrot pro Klg. ^ * 64 "

Konsumverein.' ALgabestellen: Asterweg Bleichstraße, Neuen Baue und Schcmzeusttaße.

Butter: 60 Gramm zu 66 Ps.

Fleisch: Wochenabschrritt 51.

Metzger für Freurde: Ph. Senkler, Frankfurter Straße 30 Urlauber: Gustav Sack, Seltersweg 7.

Kartoffeln: Anteil 7 Pfund zum Preise von 56 Pf Nährmittel: Marke 12, Dezember 1918.

Tre Nährmittel für Dezember sind noch nicht eingettvffen Fremde: Trce',ch, Leltersweg.

Urlauber: M. Klein, Wolfftraße.

Zucker: Marke 12, Dezember 1918, Anteil 2 Pfund Nähere Bekannlmachung über die Ausgabe erfolgt Urlauber: Reuter, Ludrvigsplatz Zugezogene: L. Kalkhof, Westanlage.

Zuckerpreise:

Konsumzucker pro Pfund 50 Pf.

Raffinierter Zucker pro Pfund 52 Pf.

Hutzucker im ganzen mit Papier pro Pfund 50 Pf Hutzucker, ausgewogen ohne Papter pro Pfund 52 Pf Wurfelzucker pro Pfund 54 Pf ^ *

Kandiszucker, braun, pro Pfund 62 Pf Kandiszucker, schwarz, pro Pfund 66 Pf.

Leb-nsmittel: Airs Ab'ckmitt 1» 250 Gramm Kaffee-Ersatz . 10 öerTl<n:t <rm 21. Dez. 1918 ihre Gülttgkeit ^^..^^Abschnttt 11 25 Gramm Reis zu 7 Pf., ab 20. ds. Ms -L-e ife: Marken ftrr den Monat D^ewber 1918.

^^^^nrE-Seiseiipulv7r. zum Preise v. 15 Pf.

Und 50 Gramm KA.-Serie zirm Preise von 20 Pf ® tm Obst- und Gcmüseverkaufsstelle, Turmhaus am

Weißkraut,, Kohlraben, Rote und Gelbe Rüben zu den Dagesprerseu.

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I > .** § u !l ex *' i Der bei den KleinhSndlern bellellw

Zucker kms Dezember 1918 kann van Mittwoch d«1 18 d M ab ^ Bestellansweises grr Zuckerkarte und Äblieferuna

der Zuckermatke 12 m Empfang gmmnmen werden. Einreli^aE Zuckcrmarken ohne den Bestell-usweis sind ungüttch imd berechtigen nuht zum Empfaug von Zucker Es entfalle?, 7k ine Znckermark 12 (Lezember 1918, 2 Psmch Zucke?

ft fe? 1918 taIkrt bie

, ** ^"^"^kauf Der »erkauf wn Wirrst aus unter-

werttMn Rindern findet während ber üblichen GcschäftsAmden^am Mrttwoch den 18. d. M. statt. (S. An'zeig^, am

** Pferdefleisch Nach rns gavordener Mittelluno hrirh das zum Vevkanf Mfftellte Pferdefleisch im städtischen auch an dre Landbevölkerung, abgegeben. ^ Schlacht ho st

Landkreis Gießen.

>** Holz he im, 16. T^z Für die überaus herzliche Aust nähme rn der Gemeinde Holzstim iprach der

ersten Abteilung Res.-FeIdart.Kgt. Nr 14 rmmenS Mannschaften dem (istmeindevinstaiid semen tiesgesühft^ten aus. Ter Mus-ketrer Heinrih Rei tz erhielt das Eis^ire

- Lang-Göns 16 ^ S» ÄS aw^ Wt-n L , hier emguarlrerten 1. .Kolorme 2 P serde, welche in dem des Gast!wirts Hebbel eingosteltt waren. Sofort migestE^

! Forschungen ergaben, daß die sZstrde sich im Besitze nneibJf^

nMfr l b-s°udmr EiuPfard hatte Llbe Hvltz'yeim gebracht. Em Angchjrlger ber bestohlenen tappte den Viehhändler, welcher anga» die Pferde zum Pr^se dem Gasjwitt «Lust zu haben. kTlirrtim bet Allgemerrchnt, wenn hier mit aller Schärfe jw Gesetzes vorgegangen wird. f ]C 1X3

Kreis Vüdingen.

^ id da, 15. .Dez. freute nackffnittag um 4 Ubr ro» w> Artillerie-Regiment Nr. 25 unter den Klängen der Realm»«?/ kapelle und Glockengeläute dierlich in unstre^Stadt ein 'um sür längere Zeit stier und m den Eegendeii Gemeinder!

^"ier zu lensten. Aft Kriegerdeüftnal hatte der Stadst mirl'und und der Kriegervmnn zur Begrüßung der Krieger Ans- vitütma Mlivv flicUmig: geiivnnnen. jl<it Stelle des erkrankten .Bürgermeisters! Thron verschafft.

Die Kohlensrage l ei den Waffcnstillstandsvcrhandlnngen.

x r f ? t r .J } n r : Dez. An der Sitzung des neugebrldeten Win-

ckaftsaus'schiisses der internationalen Maffenstillsiaudskommiffü-n vom 15. Dezember nastmeii zum erstenm-rl deutsche Sach­verständige aus allen Berufsständen Teil. Französisckierseits wurden rttirdemmgen für die Be lie fern n q El sa ß-L o t hri n- ?EUs ausgestellt in Höste von monatlich 315 000 Tonnen Koktz 105 000 Tonnen Kohlen. .112 000 Donnen Manganerzen, 40000 Tonnen Mteisenichrolt. Außerdem wurde die Ablieseruna von Maschinenersatzteilen, Treibriemen uiid elektrischen Motoven aus ^n ostrheimschen Gebieten ,je nach Bedarf der elsaß-lochr in gischen Jndusttie. sonne die Belieferung des französischen Departements E deutschen Brennstoffen (gefordert. Die Fralizosen bestanden auf Annahme ihrer Forderungen in unveränderter Form. Dem­gegenüber vertrat die ^deutsche Kommission den Stwidvunkt der pegenstitigkett. Da die .Franzosen diesen Standpunkt als dlb- lelMung ihres Vorschlages betrachteten, wurden die Verhandlungen zunächst vertagt.

Die Franzosen in Mainz.

,Mainz, 16. Dez. Die Franzosen staben jetzt ihren stier, licheu Emzug rn Mainz gehalten. An der Spitze der Truppen ntten dre Generale Fa volles und Mangin. An den Einzug chlotz ,ich ern Empfang der deutsche^i Behörden aus dem besetzten Gebrete <m. Provrnzraldirektor Best gab namens der Regierung dre ^Versicherung' ab, daß die Behörden des besetzten Gebietes alles daransetzen würden, um ein durchaus loyales und eirrwandfteies .Icitwirken mit der französischen Autorität, herbeizuführen und zu erhalten und das wirtschaftliche Leben der Bevölkerung, zu be­ordern. General Fa holles führte in seiner Antwort u. a aus: E uns und in Belgien sind heute Tausende von Familien heimat- uud mittellos: ihr Land ist in eine Wüste verwandelt ivorden. Sv steht dre Lage, welche Jstr ungerechter Krieg geschaffen hat und für welche Ihr verantwortlich bleibt. Ten Schrecken ^haben Sie ansiewandt: die Folge davon ist, daß unsere Wcoerstandskraft erhöht rmd unser Sieg beschleunigt wurde. Seit dem Io. Juli haben die überall zurückgeorängten deutschen 9lrmeen eme ununterbrochene Reihe Niederlagen erlitten, in deren Laust mehrere stunderttmistnd Gefangeiie und Tausende Geschütze in o r** Alliierten blieben, bis jum Tage, wo sie, zum endlichen Zusammenbriiche venlrteilt, iim Gnade bitten mußten. Nun, stowte siird wir am Rhein. Sie haben allerdings gerechte Verg^ttmgsmaßregeln gefürchtet, aber Frankreich ist seinen glor. veichon.Traditionen treu geblieben, und die Arineen der Republkk lfa X durchquert, ohne den geringsten Achgden an. zunmten. Wir kennen die Schadenfreude nicht. Die Pfälzer und Mamzer, deren Großeltern einst dem ftanzösifckien Vate-rlande cm- gehort imd an unserer Seite geAmpft. haben die echt natürliche Großmütigkeit irnd die hohe Moral unserer Soldaten wiedererkannt Zwar wird niemand "von ims das angetane Neb-l j c vergessen cber Bein Franzose ist fähig, Kinder oder- wehrlose Bevölkenmg oafftr verantwortlich zu halten oder aus reiner Schadenfteude zu zerstören. Sie haben also nichts zu beftirchten weder ftir sich, noch fk r ^^sgesetzt, daß Sie sich ohne Hintergedanke der

franzo>i)cheii Militärischen Autorität unbedingt untersttllei? Diele ^ Mainz General Ma n Fi n. der Obwliesck>szdaL« der 10. Armee, verkarpern. Rach dieser Ansprache «,& (ikrorof M i> n 9i n Bersicherumi ab. daß das w-irtsckMftlichv Lehm sich auch unter den neuen Verhältnissen frei entwickeln könne.

Schwere Erkrankung Adolf Hoffmanns

De,. Wie vom preußischen Kultusministerium mngetmlt wird ist Adolf Hoffmann seit einigen Tagen an met Rippenfell- und Lungenentzündung ertrankt. Es ist nickt daran zu denken daß er m abselcharer Zeit seine Tättg^eit im Mrnrstenum wieder aufnrmmt. ^

Wilson am Grabe Lafayettes.

^ l 5 ^ d - .lbavas. )Herr und Frau Wilson legren

vm Grabe LawMtes einen Kranz nieder. Dann statteten fte Porruar6 rm Elysöe-Palast ernen Besuch ab

Ter berühmte Führer der großen ftanzöstschen RevolutÄm

der Amerikaner. Der Marguis von Lasüyette^der aus der Auvergne stammte, ging 1776 auf eurem von ihm ausgerüsttten Schiff nach Nordamencka uw als Freiwilliger ^gendre .Unabhängigkeit dieser damals englische Kolonien zu kampftm. Ms General hat er sich die FreundW Washingtons wvorben und in vielen Gefechten Sacte bei gedient. Er hat dann a,ich in Frankr^ch weiter für Amerika gewirkt. In der ftanzöfischen Revolution war er dolitiker der Mitte beiden Staaten verhaßt. Er floh

wÜÜ E büchtet^ über Flandern lvieder nacü

Atneiika Während der napvleonischen Zeit verhielt er sich still Erst nach Napoleons.Rückkehr von Elba trat er wieder in dm Vordergrund. Er hat später die Bolurbonen bekämpft und bat t>0U ^ rIoan ^ 1830 nach der JulwepMtion den