efcier Ghtfrmtftrrtg des Sxrnt .Adolph .ftDiTirtatm nicht irr der Lage, fastzustÄlen, ob diese Aeußenmg tatsächlich gefallen, ist. Sollte sich Derr Abiolph Hoffmnnn in diesem od?r ähnlichem <Änne geändert Aaben, Jo erklärt die Regierung -demgegenüber, daß sie aus dem xtoöot der Demokratie steht und den durch das Ergebnis der Wahlen zrrr National vevsnm m lung.zum. Ausdruck grb rauhten Willen des Volkes respektieren wird.
Aus dem preußischen Kultusministerium.
, ^ Berlin, 14. Tez. (WTB.) Aus dem Kultusministeriumwird utttgetetlt: Tr. Wyneken mar als Vertrau msmairn und pcüa- Mischer Beirat des Ministers Hämisch in das Ministerium für Wissenschaft, Kunst and Vo kslitdung be ufe i wvrd n. Di sich regm seine Wirksamkeit im Ministerium eine beionders heftige Opposition geltend madjte und man die gegenwärtige gespannte Lage nicht dnrck, öffentliche Kämpfe enter weiteren Belastungsprobe aus setzen wollte, ist mit Tr. Whneken eine anderweitige Verwen- d u n g seiner Kraft im Dienst der Allgemeinheit des Staates ver- emüart worden.
Kundgedunsrn in Stuttgart.
Stuttgart, 14. Dez. (WTB.) Auf dem SchloMatz fand müt mittag eine große Versammlung der Arbeits- lv sen statt .in der U .a. mitgeteilt wurde, daß die Regierung die taglul-en Unterstützungssätze auf 10 Mk. für die Verheirateten und
Durch diese MMchfaamg. so sagt der „Borwäctsi'^ besteht für etwa 200 000 Arbeiter die unmittelbare Gefahr der Arbeitslosigkeit.
Aus Stadt und LariS.
Gießen, den 16 . Dezember 1918 .
I Lebensmittel.
"Törr-Mifchobst-Ausgabe. Bom 16. bis 21.b.M. . wird täglich in der Stadt. Obst- 'und Gemüseverkavfsftelle (Markt- ' landen) gegen Abgabe der Obstmarken 246 bis 16 und 1356 bis 1406 Dörrmischobst verkauft. Tie Obstmarken 546 bis 256 verlieren am 18. d. M. ihre Gültigkeit. 1
** Städtischer Pferdefleisch-Verkauf. Am 17. d. M. werden im stcw-tischen Schlachthof die hellgrüne^ Bestellnummern 81—160 gegen Abgabe der Bestell marken mit Pferdefleisch beliefert. Siehe Bekanntmachung.
** Freibank. Dienstag 17. Dezember werden von 2 —4 Uhr die Nummern 311—500 beliefert.
*
8 die Unvertznrateten festgesetzt habe. Im Anschluß daran
die Menge, etwa 2000 Personen, vor das Gebäude des deutsch- demvlcattschen „Stuttgarter Neuen Tageblattes" .um zu demonstrieren. Am Tore des Hauses wurden unter heftigen! Ausfallen gegen die bürgerliche Presse mehrere Reden gehalten, dre fortwalxrend von Zurufe i gcen die R dfa teure unterbrach n tznndcn. Darauf begab sich eine Abordnung aus die Redaktion, wo frc Legen die angebliche Verletzung und VerlemUdung.sck-arse Be- schroerdeir vorbrachte. Dar stellvertretende Hauptzchriflleiter gab die Erklänmg ab, daß die Schriftleitung niemals die Abjrcht gehabt habe und aych ferner nicht gewillt sei, zu verhetzen ttnd zu verleumden, daß sie aber das Recht in Anspruch nehme, so zu schreiben, wie sie es vor ihrer Ueberzeugung verantworten [ömre Aus das drtilgende Verlangen der Tcmon»tranten mußte tye Fahne in den schwarz-roten Landessarben, die sich zum Empfang der Truppen auf dem Gebäude befand, eingezogen nvrdcn Ti-e Menge ging mit der Drohung auMnairder, 'daß, im Falle sich die Haltung des Blatts nicht ändere, der Betrieb aufgeräumt würde.
Eine Schießerei im Gefangenen lnger zu Langensalza.
. Berlin, 13.Dez. Wie gemeldet wurde, haben die Franzosen sckxrrse Repressalien angedroht, weil im Gefangenenlager in Langensalza mehrere französische Krtegsgesan gene e rschossen worl«n sind. Ueber die Vor- erfahret wir folgendes' Fm Lager Langensalza wurden die sogenannten Thoa-terbavackeit von den französischen Kriegsgefangelten ordnungsmäßig gercmmt. Während der Ausräumungsarlietten scharten sich französische Kriegsgefangene in Stärke von 700 Mann Mts der Baracke zusammen, um sie zu demolieren und das Holz als Brennholz zu benutzen. Ein Wachtposten glaubte, es würde zu einer Mvolte und zu Angriffen kommen und ließ Alarm blasen. Die WachwmpagNie rückte an. Wie es nun zu dem daraus beginnenden EchtesMi geko^irmen ist, ist noch nicht klargestellt. Die Untt>r uchung daEr ist tm Gange. Es ist auch nicht ausgeschlossm, daß der erste Echtlß ttou eurem französischen Kriegsgefangenen ansging. )oci bie'ar Sclnr ßeret sind mehrere französtsä)e Kriegs gefangen getötet uno verwundet worden. ^ ^
*
cm §Erlin, 14.T^. In einer Berfanunlung der Kruppschen Metstergehllfen teilte das Direktorium mit, Krupp könne Höchstens noch 10 000 bis 12 000 Arbeiter beschäf- t t g e n. Von eurer regelmäßigen Produktion könne keine Rede mehr fern, zumal vermutlich eine feindliche Besetzung zu erwarten sei
** Zugverkehr und achtstündiger Arbeitstag. Ter Arbeiter- und Soldatenrat hat, wie uns mitgeteilt wird, Veranlassung genommen, bezüglich der Späterlegung der in Gieszeu ankominenden FrülMge der Strecke Gießen—Grünberg Schritte zu unternehmen. Tie Eisenbahn-Direktion Frankfurt a. M. teüt hierzu mit, daß dies Wrlaß zu Erhebungen gegeben hat, nach deren Abichluß wertere Mitteilung erfolgen wird.
**Tas 3. Bataillon Res.-Inf.-Rgts. 254, das rn Gießen aufgestellt wurde und in der Hauptsache aus Gießenern besteht, wird nvorgM hier seinen Einzug halten, um hier demo- btifftert zu werdet. Tas Bataillon verbleibt heute noch in Kinzenbach. wird nrvrgen vormittag 7*11 U'h-r über die Lahnbntc^ in Gießet einziehcn " ' - - - .
.. c Tas Bataillon gehört der 76. Reserve-Division cm.
die den 9tuf der besten Division im ganzen Korps hatte, mW stand zuletzt fünf Monate ununterbrochen im Feuer.
** Der Verein der deutschen demokratischen Partei m Gießen hält eine Mitgliederversammlung heute Montag .den 16. Dezember, abends 8 Uhr, im „PosMler" ab. Auf der Tag'sordinmg steht die Aufsixllmrg der Kandidatenliste für die koninnmden Wahlen.
** Die Deutsche VolkSpartei für Hessen veranstaltet am kommenden Mittwoch abend eine öffentliche Wählerversamm- lmrg im Stadttheater.
** Vom Herbstgemüse. Selten noch in einem Jahre' waren^ wer bis um diese Zeit so reichlich und so gut mit srisckiem ^mü,e aller Art versuchen, Nne in diesem Jahre. Trotz der starken ^-ruhrroste sind Weißkraut, Rotlraut, Wirsing usw. au^ dem Felde gut mW haltbar geblieben. Der Frost ist, wie die Lmtdwirte mrd Gärtner sagen. Witwer,FusA^ogen". Wegen Mangels an Arbeits- Erarfcai i imb Gespannen, sowie infolge des schlechten Herbstwetters' hat sich dre Ernte des Krautes, der Gelbrüben, Rotrüben, Kohil- raben usw. sehr in die Länge gezogen. Dazu kommt noch, daß die L5aEmrte, vre tn den letzten Lhriegsjahren bedeutend mehr .Hack- sruck^e angc-baitt haben als früher, die bei ihnen in Arbeit swl)erwen Krtegsgefangenen abgeben mußten. Und so kommen denn die ae- nannten Gemusearten tmnrer noch frisch auf deu Markt. Auch der Spinat hat sul) gut gehalten, selbst der Mangold ist noch gut mW brauck>bar. Tw sorgsame Hmisirau sollte daher daraus bedacht fein Uirm Vorrat m frischem Gemüse, das im Keller oder (Äarten zur Aufbewahrung gekommen ist, ebenso den Vorrat an eingemachtem und getrocknetem Gemüse jetzt aufzusparen und nur frisches Ge- mu,e zu verwenden, das tägGch in der städtischen Geniüsestelle zu Meriim zu haben ist. Denn später tvird bis weit ins Fruhiahr lnnein ein großer Mangel eiittre-ten, weil uns di? Fuluhr aus den^ Rhema egenden., die uns immer das F-rühgenmse lieserten, abgesckxinttQi ist. Tie dicken Gelbrüben und Rotrüben, wie auch ine weißen Erdkohlvabni, die recht zart, gut lochend mW schnw^hcrit und, bleiben iw Keller lange Zeit haltbar mW brauchbar, mW Weiß
kraut, Rotkraut und Wirsing, die anscheinend durch den Fwst ge. litten hatten, sind noch gut und haltbar, so daß die weitere .Ehr- deckung für den Hausbwarf nur sehr zu einpsehle«'! ist.
Starkenburg und Nheinhessen.
T a r m sta dt. 16. Dez. Tie liessische Nationnlliberale Partei macht bekannt: Nachdem sich jetzt die Parteiverhälttrisse im Deut- sci/en Reiche und in «unserem Lande soweit geklärt haben, insbesondere. nachdem in Tarmsdadt mW an anderen Orten Hessens die Möglichkeit einer Vereinigmi-g der Nationalliberalen Partei nrit der Temökratischen Partei nicht gelimgen ist, tritt morgen der Landesaussckmß der hessischen Nationallibeaalen Partei znsantmen, um über die politische Lage und die Stellungncchme per Parteien zu beraten. Es ist unbedr.rat für die Parteigenossen und Parteifreunde im Lande geraten, diese Stellungnachne abzuwarten, di^ um so mehr, als auch der Zentralvorstand der Nationalliberalqn Partei des Reiches am Sonntag, den 15. d. M. in Berlin über die Gestaltung der ParteiverMtnisse Enffckieidmrg trejfen wird.
cka. Dormstadt, 16. Tez. Die Grenzlinie zwischen l^esetztem und neutvalem Gebiet verläuft, wie von zuständigen Seite mitgeteilt wird, 100 Meter jenseits des Hauptbahnhofes. Das ÄeKri- zitätswerk und die dort liege^wen Kasernen fallen also in das besetzte .Gebiet. Als Polizeitruppe, wie sie in den Waffenstlllstands- 'vechandlungen nachträglich für che neutrale Zone borg, sehen wurde, sind das Iiff.-Regt. ,115 mW die beiden hiesigen 'DrLaoner-Reai- menter bestimmt worden.
Kreis Wetzlar.
--- Wetzlar 15. Dez. Tie Erben des Geweih Josef Raab haben zum Gedächtnis ihres Vaters eine Stiftung ü&t 5 0 000 Mark errichtet, deren Zinsen bedürftigen Bergarbeiterfamilien der Stadt Wetzlar zugewcndrck 'werden sollen. — Die Stadtverordnetenversammlung lehnte den Mittag auf vorschußweise Beivilligung von Barmitteln für den Arbeiter- mW Soldatenrat mit allen gegen zwei Stimmen ab.
Vesftn-Nassau.
--Bad EmS, 15. Tez. Ern Teil dsS amerrkanischen Haupte gnartiers wird aller Voraussicht nach, wie in der Stadtverordneten- sitzung mitgeteilt lvurde, nach hier verlegt, und zwar 200 Offiziere, 50 Bureaus. 75 Kraftwagen und bis 1100 Mrmn. Tie Leute erhalten in Gasthäusern Unterkunft. Ter Plan, in Ems Lazarette zu errichten, wurde ansgegeben.
Frankfurt a. M., 15. Tez. Der Frcmkmrter Lazarettzug ist auf dem Bahnhof Michelstadt i. O., wo er seit längerer Zeit stand, von dortigen Einwohnern vollständig ausgeplündert worden. Spiegel, Lotten, Leinen, Eßwaren, Tische, schränke, Stühle, Sofas, kurz alles, was nicht niet- und nageltest war, Pj Mts den Wagen verschwunden. Der Scharm ist bedeutend.
Nirehe «nv Schule.
^-I^n derkcssischcnLchrerschaft.T« «Mtaird dcs hc,st,ch^ Lmidk-z-Lchrsroereiiis hat Mitzer d«>m Sckml
^---yui uuijin oem >S7UlUI
Programm des Deutz chm Lehrervereins nächste Hube speziell hessisck Forderungen ausgestellt: 1. Äbsck^afffcng der errveiterten Prüfling sü Hauptlelirer uiw Beseitigung der Altersgrenze von 50 Jahren I* Ernennung von solchen. Abänderung der Jnstruktton für die'.Hairpt lehrer und gletchzettlg Erlaß einer Vervrdnung. in der die Recht ^Klaffenlehrers sestgelegt .sind. 2. Gleichlegung der Ferier ^^vsorttger Abbwl der Vorschulen an höheren Lehrmistaltert un Mittel,ckMerr. 4. Lportige Einriclckung von Selbstverwaltungs körpern unter Heranziehung der Eltern und Lehrer. 5. Aus'ahlun^ Gehaltsbezüge ans der Staatkasse. 6. Berufung eine Volks» ckmUchrers als vortragcrwer Rat ins Ministerrmn für Bil dungsrvescn.
Statt besonderer Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser innigstgeltebteS Herzensbubi
Hosenträger
Georg
tm zarten Alter von 10 Monaten und 18 Tagen am 14. d. Mts. zu sich in die Ewigkeit abzurufen.
9808 In tiefem Schmerz:
Familie Georg Walldorf, Lehrer
Villtngen, den 16. Dezember 1918.
Die Beerdigung stndet Dienstag nachm. 3»/« Uhr vom Trauerhause auS statt.
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9791e Die Borständi
L0ltung MermannSieingoett
Montag d. 16. Dezemb, abends 7»/, Ubr:
19. vivaMtag-Lhonaamsstt VorktoUang. 97!
Schauspiel v. Bruno Fra


