Aus dem Reiche.
BrrnLesratsbe schlüsfe.
._ der Tin, 7. Nov. (WTB.) Ter Bundesrat nahm, erstens
km Entwurf ernes Gesetzes über die militärische Jnan- uch nahmevon Grund st ückeu , Gebäuden, Schiffen und Wasserfahrzeugen nach Eintritt des Friedenszustandes an, .ttoeitms dm Entwurf der Bekmmtmachung zur Ergäirzung der Bekannt- wEranfl zum Biersteuergesetz vom 8. Wiujaft, drittens dm Irntinur) der Bekanntmachung über die Bitdun - von W o h<n ungs- fctr t b a n b c n , viertens dm Entwurf einer Verordnung über die w:rt,cha^klcche Temobi l machun g . fünftens dm Cnt- jwtrumer Verordnung betreffend Tagegelder der Unterbeam- tm des Heeres- und der Marineverwaltung, sechstms eine Vorlage tveg-en Veränderung der Verordnung über Tagegelder, Fuhrkosteu und Umzugs kosten der Beamten der Militär- und Marinmeiwal- ttmg. siebentes hm Entwurf einer Bekanntmachung betreffend Aus- >nhrungsbestcmmungen zürn Kapitalabfindnngsgesetz für Offiziere.
Der Reichstag.
. d e r l i n , 7. Nov. (WTB.) Tie nächste Sitzung des Reichstags findet am Mittwoch dm 13. November, nachmittags 2 Uhr, statt.
Die neue Zeit in Bremen.
Bremen 7. Nov. (WTB.) Tic Bürgerschaft hat gestern in ehocr Setzung die Einsührung des allgemeinen, gleichen, und geheimen Wahlrechts für Männer beschlossen. Angenommen wurde ferner ein Antrag auf die Beschlcuni- ^ung dcr Arbeiten der Verfassungsdeputation, abgelehnt das von stozralistiscl)er Seite verlangte Wahlrecht von Frauen, abgelehitt ferner ein Antrag auf gründliche Umgestatttmg des Senatswahlrechts (dreijährige Amtsdauer für Smatorm» Und Abschaffung der Bürgerg ebührm.
» Oldenburg.
O l d e n b u r g, 7. Nov. (WTB.) Zur inerteren Pattämentari- fterung in Oldenburg wird der Landtagin vertraulicher Sitzung die Ministerverantwortlichkeit fordern.
WÄrttenckerg.
Stuttgart > 7. 9tov. (WTB.) Ter „Staatsanz." schreibt: „Wre wir hören, habm sämtliche Mitglieder des köiriglichen Staats- mmisteriums gestern die ihnen anvertrauten Aemter in die Hände Seiner Majestät des Königs zurückgelegt und um Entlassung aus dem königlichen Timst gebeten." Ter Körrig hat von dem Gesuch Kenntins genommm und die Minister ersucht, ihre Aemter bis zu der in Aussicht genommmm Neubildimg des Staatsministeriums weiter §u behalten.
bz. Butzbach, 7. Nov. Tas Ergebnis der Zeichnungen für dre neunte Kriegsanleihe in unserer Stadt ist folgendes: Bezirks- sparkasse Mathildmstist 1 300 000 Mk. (8. Kriegsanleihe 1 294 000 my ~" x “ - " rt -"000 Mk. (8. 2 695 000)
?lbg. Grünewald (feiner Fraktion mrgehSrig) b^pricht die Aufnahme der Mitteilungen der Regierung vom 26. Oktober in Oberlreffm. Man habe dort gegm den Rücktritt der Minister im
gegenw ärtige n Augenblick schwere Bedenkm gehabt, man sei der ... ..jg_ ____ w ^ ^
Ansicht gewesm, daß bei der allgemeinen sck)wierigm Lage jeder vor- I Tarnistädter Bank 690000 "Mk) 7*8 1122 800) Vorschuß verein er,t aus mnein Losten blechen müsse Es hätte genügt, tomn die Re- 240 000 Mk., Herr Kaufmann Will). Nem 291 000 Mk.: zusam- merung rm gegenwärtigen Augenblick ihre ^Bereitschaft zur Ein- mm also 4 736 000 Mk. gegen 6193 000 Mk. bei der 8 Kriegs- fuhrimg des parlamentarischen Regimes erklärt hätte. Man schiebe ! anleibe
statt die Prinrivim frage. ** D arm stad t 7. Nov. (WTB.) Tie Zeichnungen auf die
A?^cheiid von «not Vvlttuchm kZ-rcun- 9 Krreysanleihe in Tariiistadt betragen 67 Millionen Marl gegen km (Henrich und Reh) für die Beibehaltung des Zweckammer- 105 Mllionm Mark auf die 8. und 79 Millionen Mark auf die svstems und gegen eine allgemeine Einsührung des Fraumsttmnr- 7. Kriegsanleihe '
rechtes, Ferner erklärte er sich für die Beibehaltung des^Kaiser- | _ nta. Mainz, 6. Nov. In Mainz betrugen die Zeichnungen
43 000 Mk nrnon f»3 fwq OOH Fw>i Sor stAr+cr, QQ ßio iVlrt
, , : J li ;:« « , ... nu; ,m v ULC mimi/auium oes wai,er- ma. möitij, b. Nov. Zn Mamz betrugen die Zeichnungen
tums, da mrt desim Besettigimg auch der horche,Land der Bundes- 35 343 000 Mk. gegen 53 579 000 bei der achten und 39 619 000
n.w ^ _hierzu sind m>ch di-beide.
staateii gefährdet sei.
Staatsminister v. E Rücktrittes möchte ich mich V v«.n. mil
ua>i, oag oer in.uaxnic i aiuexye zu zayten. Zn Ncngm wurden 5 812 000 Mk. ge ge, l n . ^Dresse geiordert wurde. Auch / 750 000 bei der vorhergehenden Anleihe gezeichnet.
b ?-£ nr J!! c *. n ' 7 - Nov. Tas Ergebnis der 9. .^-icgsanlcihe be
vcTrlausig weiterfuhren und der Grostherz-og sich dm Zettplinkt tragt 5,8 Millionen gegenüber 7 3 / 4 Millionen der 8 Anleihe uweres muckttitts vor bedielt. ** 7 <iö^ n = _«__ :
r «xu ^ c ^ ^ ^ . . c . I . ** Wetzlar, 7. Nov. Zur 9. Kriegsanleihe wurden hier ge-
y,^^Ulrich (s«>.) überlasst der fortschr. Volkspörter die zeichnet 13 432 000 Mk. d. h. 4116 300 Mk. weniger als bei der Aiisemandersetzuna mtt den abwuchelideir Anschauuiigm des^ Abg. 8. Kriegsanleihe H
Grünewald. Er stellt fest, dast ^nau jetzt nicht daran denL,' ~ "
m« neuen Gesetze auszuarbeiten, sondern die Grundlinien sestzu- legm, welche die Plattforni abgebm können für die neue Regierung Niemand l-at daran gidackst, das; die Atinisher sofort ihre Arbeit enistellm sollten, das lwtte ja toie Fahnenflucht ausgesehen. Aber ihr eigener Wunsch sein, daß der ^eitpurrft ihres Rück- tt'ttts möglichst beschleußrigt werde. Wir nrüften auch den Anschein
Frankfurt a. M. Bei der ReichZbankhauvtstelle FrankfurL a. M. betrilgm die Zeichnungm 346V» Millionm Mark (achte Anleihe 527, siebte 452).
° nTr- A5u.au, 7. Nov. Tie 9. Kriegsanleihe ergab 16,64, die 8. 32,5 Mlllronen.
Lebensmittel.
** Städtischer Wild verkauf. In den ftädtischstk
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Vermeiden, als sollte die Neuordnung! in Hessen verschleppt w-er-I^.. ** Städtischer Wildverkauf. In
or , „ Wildverkaufs stellen, bei dmm die Vorbestellung erfolgt ist, wird
ma. Kvrell-(JUMcheim) (fortschr.) stellt fest, daß Wg- 5?i Lamstag dm 9. ds. Mts. auf die Bestellausweise 500—700 G r unewald wir für seine Person sprach und aiis der Fraktion Wildcheisch gegm Llblieferiing der Fleichmarl'm der 46 Woche ab- Vvlkspartei ausgettetm sei. Noch gesteni sei G. über 9^*™- Auf dm Wochmabschnitt (zehn 1 / l0 Anteile) mtfallm
Landtag.
Stütxtt Kammer.
69. Sitzung vom 7. Noveniber.
Der Präsident eröfftret um 11 Uhr die Sitzung. Die Tribünen ftnd wie gestern überfüllt. Die drei Minister siüd am Regirrungs- tlsch anwesend. ^
Mg. Ulrich (Soz.). Die Mitteilungen der Regierung vom 26. Oktober bedeuten eine völlige Ueberraschung und trafm auch uns ganz imvorbcreitet. Ter Großherzog hatte seine Genehmigung zw Einführung der parlamerttarischeu Regierungsform erklärt und die Minister warm zurückgettetm. — Das Haus war damit vollendete Tatsachen gestellt. Hessen konnte nach dem Vorgang Reichs und der anderm Bundesstaaten nicht zu rückbleiben. ^ ist auch der Smn der gegenwärtigen Beratung. Wmn ivir auch Freuden feststellen können, daß alle Parteien ehrlich gewillt , mttzuarbeiten, so kamr die Paragraphierung doch nicht so .mell erfolgen, als wir erhofften. Das Laiid muß überzeugt sein, <rn eine Versckileppung der Reform von keiner Seite gedacht ..0. .Mit einstimmiger Annahme der Jnittativanttäge ist die ruEage gelegt. Ueber bcn weiteren Ausbau wird z. Z. beraten. - Vorschlag unserer Fraktion, in Zukunft nur einen Minister auf- ellen und ihm einen parlanventarischen Bttvat zu gebeir, findet -rbar nicht den Beifall der Mehrheit. Vieles ist nachznl-olen,
' eigentlich noch Aufgabe der gegenwärtigen Regierimg gewesm z>. B. der Erlaß einer Änrnestie, wie er m dm anderen Lndesstaaten beretts erlassen wurde. Kollege Schmitt hat bereits ven diesbezimlrchm Antrag gestellt. Auch die Reorganisatüm der ammerverhaltnisse nmß in Angriff gmommm werden, die Grund- Wmdm gegenwärtig in dm Ausschüfsm festgelegt. Wir Sozial- okratm srnd Anhänger der Republik, aber wir sind der Ansicht, 7-" gegenwärttg zurücktritt hinter die Ausgabe, un-
sevem Volke einm gatten Frieden zu verschaffen. Tas alles wurde in dm Ausschüssen besprochm Und wird in der Kammer noch besprocheii werdm müssen. Tie Erste K!ammer hat sich nach unserer 9lnsicht überlebt. Im Ausschuß wurde eine Verständigung dahin erzielt, daß sre in Zuknafft nur noch aus gewählten Männern aller Stände bestehen und kerne Ernannten mehr enthaltm darf. (Änsttmmiq kert besteht für Mschaffung des PluralnV hl rechts. Noch Mne Gni- strmg besteht über die Einführung der Verhältniswahl Tie einm gung besteht über die Einführung der VerhälmiSwahf. Die Eium wollen >das ganze Land als einm Wahlbezirk festgesetzt habm, andere dae drei Provinzm, wieder andere wollen wir für die Städte die Verhältniswahl, endlich besteht der Vorschlaa. für Stadt und Land ggonderte Wrhlve^rke xn sch ffe!. Uebec die Vorr chte der St^N^es- hmoen besteht noch keine Nebereinsttmmung. Iedmfalls dürfm neuen Fideikommisse errichtet, noch alte erweitert werdm Auch -Mus; ein Enteignungsrecht gegm Fideikmnmisse zuguns-el der Ansredlungen geschaffm werden.
Staotsminister v. Ewald: Ter Vorwarrs des Abg. Ulrich, daß rn HcNen noch keine politische Amnestie erlassm lvurde, trifft nicht zu. Wir haben zwar noch keine öffentliche Kundgebung er- lassm, wir haben aber alle Gerichte und Staatsanwaltschaftent mttgefordert, Bericht übch: alle Personen, die wegen politisches Dergehm oder wegen Berge hm gegm die öffentliche Ordniing verurteilt wirrdm, einz-uschickm, um ihre Begnadigung in dia Wege M lerten.
Abg. Tr. Osann (natl.) verzichtet darauf, auf die Einzelheiten ernzugeheii, die Wg. Uliüch erwähnt hat. Jlne Anfzähluntt drirch Abg. Ulrich sollte nur zeigen, welche ArbÄt in deii Aus- lchüsim und Fvaktionm zu leisten ist. Der schnrere Uebergang in die veränderten Berhältniffe wird nicht durch einen einfachen/ Personenwechsel vollzogen werdm Üöraten. Es gilt vielmehr, zuerst! vre Grundlage für die Umwarldlung zu schaffen, das war die Auf- >Mbe der Frattions- und Ausfchußberatungm der letztm Di ge. Erst gilt es, das Programm festzustellm für dm neuen Kurs, mb dann miineit die Bürgschaften gewahrt werdm, daß die neum Minister auch den neum Kürs einl-altm. Darum ist es nicht möglich, die Nmbesetzmrg der Ministerstcllm olpre weiteres ■ vorzu- nehmm. Tie Aufstelllmg allgemeiner Grundsätze gmügt nickst, es ntussm ganz besttmmte Vorschläge ausgearbeitet werdm. Tie Spannung, mit der das Land das Ergelnris unserer dlrbeitm erwartet, ist wohl zu verstehen. Sie will die Lösung der Neuordnung oer nmeren Politik seheii. Wir begrüßm mit Freudm, auf allen Seiten des Hauses dm besten Willen zu findm, durch ihn wird die Emheit der Kämmer und des ganzen Volkes geschaffm Es ist dämm von großem Interesse für das ganze Land, die Gründe zu erwhrm, nxtntm wir heute noch nicht mit besttmmtm Vorschlägen an die Oeffmtlichkeit hervortretm könnm. Wir boffm, daß unter dm Parteien die noch bestehen der: Meinungsverschiedenheiten über- drückt werden. Tamm muß sich das Land noch etwas in Geduld wstm.
* b.JStentano (Ztr.1 schließt sich dm Ausführungen
der beidm Vorredner an. Tie Kammer arbeitet von früh bis abends, uni olle Sckstvierigleiten aus dem Weg zu räumm. Daß es seiner Fraktion sehr emft ist um die Weiterarbeit an der Neu- ortnnmg, beweisen die von ihr gestelltest nstchttgm Anträge, b d.^ ^der^Antrag Schmitt zur Erlassung einer allgemeinen vlmnestte Wir bedauern, von dm Schrittm der Regierimg in dieser Frage nicht unterrichtet geweseii zu seiil.
Abg. Korell-Angenrod schließt sich namens des Bauem- dunds dem Vertagungsantrag an. Obwohl seine Partei am meistm von dem Stmchpiintt her Linkspartcim abweiche, stehe sie der Entwicklung der Dinge nicht mit verbundmm Augm gegmüber, joio habe dm ernstesten Willm zur Mitarbeit.
verschiedene Punkte anders verstaicdeii nwrden. Ausdrücklich erllärt 500 Gramm
er, t-afe die FrEion grundsätzlich am äkliv-en und paffivm Frauen- I ^ **Städtr scher Obst verkauf. Am Samstag dm 9 ds stimmrestt wübvlt, aber zur Erreichung der Geschlossenheit der gelangt in der städtisck-m Gemüse- und ObstverteilUngsstelle
Kamnrer habm wrr uns mrt der fakutativm Einfühmng des kmn- ^ !dm Marktlauben, soweit der Vorrat reicht, Obst zum Verlauf murmlm FrauenwahlreckM zufriedm gegeben. Die neum Männer Beliefert »verdm die Nummern 79, 78. 77, 76 urcd 75, Abschnitt B Austen das Vertrauen nicht wrr der Kammer, sondern auch des Auf jeden Abschnitt mtsallm 5 Pfund.
Landes besitzen. Wir fysfceu keine besonderen Wünsche, nur muß I Versorgung mit Wi n ter gem ü s e. Die deuffche
erwogen werden, ob dies Vertrauen Männern eittgegmgebracht Gemüseemte geht zu Eride. Noch lomjmtm ^war reichlich Weißkohl wird dre erst letzt umgelmnt habm, so sein wir dieses Umlernm > ünd Rote Rüben (Beetm) auf die Märkte. Das wird aber nur beg-rumm. Es darf nickst so aussehm, als ob wir narr notgedrungm ^och kurze Zeit dauern. Deshalb benutze jeder und besonders Konzejjwnen mack-en wollm, Mchenr wir wollm an der Neu- ^ Hausfrau die jetzt gebotene Gele-genheit. Es kaun nicht dringend oronung muarbettm, weck wir sie selbst als unabweisbar erkannt genug empfohlen werden: Schneidet möglichst viel W eiß- ham'n , selbst ein! Macht Rote Beeten in großen
ctt? V n e lt l a ^ ^ Kvrell-Jngelheim hat heute e n g e n e i n! Wer rechtzeitig Weißwhl und- Rote Beeten einleqt,
Mim Male m der OeNenttick^it ^ vnnd irr ^ __crn - L
8'imi. etftet Male tu ber Oeffentlicfiifeit mein SluSsckmden aus der fortsck-rittl. rNaktion berührt. Es erfolgte vor 4 Jahrm aus Gründen der Ehre, mib der Herr Abg. Korell trug die Sckpckd daran- 'Fch habe am Beginne meiner Ausfühvnngm deutlich erklärt, daß ich wrr sür meine Person spreche.
^ Ter Vertagiuigsantrag wrrd einstimmig angenommeii. Die um Uhr geschlossm. Nächste Sitzung Freitag
10Vs uzr.
*
Die natronüllibrrale Fraktion der Zweiten Hess. Kammer an Len Reichskanzler.
I Darmstadt, 6. Nov. Dienationalliberale Frak- t i v n der Zweiten .Kammer hat hmte folgendes Telegramman den Reichskanzler gerichtet:
wird besmü-ers in den letzten schwierigen Wintermonaten und namentlich beim nächsten Früh- j a h r sa n f a n g d e n Nutzen davon ha b e 11 .
. reibank. Samstag Len 9. November werden von 2 bis
4 Uhr btt ydummern 561—600 beliefert.
Erhöhung der Brotration.
. Berlin, 7. Nov. (WTB.) Seit vier Jahren hat das deutlche Voll die Lasten und Entbehrungen des Krieges mit bewundernswerter Standhaftigkeit getragen. Jetzt steht der Frieden und-die Aufhebung der Hungerblockade in naher Aussicht. Damit wird auch eine Entspannung unserer Ernährungslage eintreten. Am 1. Dezeniber wird die Brot- ?tion erhöht und andere Erleichterungen werden all- . Träger der Kais-erkrone sehen wir die Verkörperung mählich folgen. Voraussetzung dafür, wie überhaupt für die
an das gesamte deutsche Volk, diese schwere Gefahr abzuwenden.
Der Staatssekretär und Vorstand des Kriegsernährungsamtes.
Neue Tariferhöhungen für den Güter- und Personenverkehr.
April 1918 haberi die deutschen Eisenbahnen eineil
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den Krieg
Aus StcvDt und
G i e ßen, den 8. November 1918.
Das Ergebnis der 9. Kriegsanleihe in Stadt- und Landkreis Gießen 24 Millionen Mart!
^' tl0 ^^ r ungünstigen Verhältnisse, die den Zeichnungs- 1
eifer zur 9. Kriegsanleihe gerade da beeinträchtigten, als die I Am 1. JL*« ^ ^, uwl uF»ut tU i» c
Wirkung erst m vollem Umfange einsetzen sollte, hat Gieße,i K^egszuschlag von 15 Prozent zu dm Frachtsätzen des Güter- und ein Ergebnis zu verzeichneii, das immerhin das Ergebnis ^l-crrerkehrs cmgesührt, um wenigstens teil,reise die durch den Krieg der 5. Kriegsanleihe noch übertrifft. Die von der hiesigen der Zwischenzeit ist
Reichsbankstelle in ihrem Bezirk der sich auch recktt weit L das Mißverhältnis zwischen den Euulahmen und Misgaben durch Land hinaus erstreckt festaestellwu rr -^ St^gerung der letzteren derartig getoachsen, daß die Wirtschaftlich- her hielumme nnn Jh ff 94 orn non ^ p Ergeben bis- Mt des Staatsbetriebes ernstlich in Frage gestellt ist. Tie deutsckien mil-d 000 000 Mk. Das Endergebnis L-taatseisenbahnen schm sich daher gezwungeir, aus eine Vermehrung
wno einen Fach lwhervn Betrag auftveiien, da nach Mitteö- der Erimahmen durch Erhol/ung der Tarife im Güter-, Tier- und tung der Reichsbankstelle die Zeichnnngsanmeldung verschie- Personenverkehr Bedacht zu nehmen. Bei den Personentarifen wird dener^Zeichnungsstellen noch aussteht. auf die im Schnellzirgs-, (tzepäck- und Expreßguterverkehr zur Zeit
Zum Vergleich stellen wir nachstehend die Ziffern der ruheren Kriegsanleihen zusammen:
1. Anleihe .... 6848500 Mk.
2 .
3.
4.
5.
6.
7.
8 . 9.
18 885 000 25 524 800 24 768 100 22 479 000 30 087 700 29 532 600 35 317 000 24 000 000
^ 217 442 700 Mk.
. Danach hat dos (Gesamtergebnis aller Kriegsanleihen m Stadt und Landkreis Gießen 2 00 Millionen über
^ Kriegs-An- 1 zrcrütt und gerät vielfach jchon ins Stocke tn anerkennenswertester dieser Erscheinung erblickt die Behörde in dem
Wer e erfüllt und die Tabelle W _ti I ax _V._^ _v ... <
und die Tabelle der neuen Kriegsanleiheergeb mffe ist das am deutlichsten sprechende Ruhmesblatt der Opferfteudigkeit aller hiesigen Bevölkerungskreise.
Man schätzt das Gesamtergebnis der diesmaligen Zeich nungen im Reiche auf über 10 Milliarden, bis zur endgültigen Feststellung wrrd es noch einige Tage dauern Es wurden gezeichnet im Reiche seit Kriegsbeginn:
1 Vi-W^u-Vi- U.IW Vl'l-InJM*-'-Jjtui. 'JCU
bestehenden Zuschläge Rücksicht geirommeu werdm. Tie Erhöhnngm werden vorcrussichtlich im erstell Vierteljahr 1919 durchgettihrt vier- dm. Tie Zuschläge werden fast durchweg hinter dmm zarückbleiben, die üi arideren europäischm Ländern, kriegfühvmdm und neutralen, dem Wirtschaftsleben auserlegt sind.
*
** Die öffentliche Bücherhalle ist der Kohlenersvar- Nis halber von nächster Woche ab mrr noch Samstags von 1—3 Uhr nachmittags und von 6—9 Uhr abends geöffnet.
Landkreis ßtteßen.
** Heu chelhei in 7. Nov. Heute, am 8. Noveniber, feiern die El)eleute Jakob Hildebrandt und Eheftau geb. Hofmarur in rüstigem dllter das Fest der Goldenen Hoheit.
^ Kreis Büdingen.
z. Büdingen, 7. Nov. Nach Mitteilungen des Kreisamtes geht die Mlieferung des Gttrei'des durch die Landnärte stark zurück und gerät vielfach schon ins Stocken. Ten Grund zu
El'lö'Ni'NilNiT! f rMi rPf '-Hp'hfr'rrho irr h<*rrr beu
1. (September 1914) .
2. (Februar 1915)
3. (September 1915) .
4. (März 1916) . .
5. (September 1916) .
6. (März 1917) . .
7. (Oktober 1917) . .
8. (April 1918) . .
4 460 728 000 Mk. 9 060000060 „ 12160 000000 „ 10 712 000 000 „ 10 651 000 000 „
13 000 000 000 „ 13000 000000 „
14 550000000 „
viiiu.n.uuuii, HWIUI UL Will OU/IC Hi^l/U IUJCI, Util
die Bcuvern mit dem Getreide treiben und in dem heimlichen Vermahlen großer Mengen Korn. Durch diese Entziehung erheblicher Getrerdemengen ftir die Llllgemeinl-eit, ist schm: jetzt eine Ein- sch>ränkmlg des Bvotverbrarubs unausbleiblich.
Kreis Friedberg.
** Bad-Nauheim, 7. Nov. Else Gmttrer-Fischer und Robert vom Dck^dt — zwei allererst Kräfte vom Frankfurter Opernhaus — geben am ^kommmdm Trmstag einm Rickard- Wagner-Abmd und bringm eine hervorrageiide Auswahl von Sze- nen <nrs Taimhäuser. Parzifal (Erzählung der .Kundrn. -mm erstenmal in Nauheim), Meistersinger von sttürriberg (Wahn-Monolog des Hans Sachs) und drei Stücke ans dem „Holländer" (Arie des Holländer „Tie Frist ist um", Ballade der Senta nick Duett zwischen Holländer und Senta) zum Borttag.
Starkenburg und Rheinhessen.
^ ^ Wein heim a./B., 7. Nov. Ter 65jährige Stadtvfarrek Ernst Issel und seine Ehegattin wurdm tot in ihrer Wohnung
aufgefimden. Tas Ehepaar hatte seit zwei Tagen nichts von sich are- cr:x' .....
r . r~ %r;. -^r.cugsanteche WurMt '4, 1 v Tr «Kf im »roei jurgwr mtms von uaj
bei dm yvesrgm Zerchnungsstellen gezeichiret: 1. Bezirkssparkasse ^ren lassen. AW man dre Wohnung schließlich gewaltsam öffnete, 800000 All.: 2. Vorschuß- und 5treditvarein 110000 Mk.': 3. Post- man die Frau tot im Bett liegm, während der Geistlick>e ain/t 4200 Mk. Tancit erveichm die bisher bei scnntlickwri An- faß chlgelleroet aus dem Fußbodm lag. Tie Unckersuckmng ergab, keilstn gezeichuetm Beträge bei der Bezirks sparkasse 4 077 800 Mk ^ u ' Frcrv ernem Grippe an fall erlegen war und daß der Pfarrer bei den, Vorschußverein 977 850 Mk., bei denx Postantt 139 200 I vermutlich beim Anblick der Leiche von einem tödlick-en Schlag- en,—« c «r-yx anfall ereckt wurde
Mark, insgesamt"5 194 850 Mk. ' "" ^ I anfall ereilt wurde.
0 %. Alsfeld, 7. stLov. Es wurden bei dm Alsfelder Bank- ^ iö Wetzlar,
und Krwitinstittttm sowie beim Kafferlick-m Postamt AlSfeld auf ** Wetzlar, 7. Nov. Aus Coblmz wird berichtet: Der Ge- da.e 9. Mw-gsanleche msgesamt gezeichiret:^ 2 287 100 M. Zur neralguartiermeister weift in einem Schreibm an dm Oberpräsidm-
tm der Rli-eftlprovinz darauf hin, daß die augmblicklick>e Kriegslage keinen Grund zur Beunruhigung für die Bevölkerung der Rheinprovinz bildet. Tie von militärischer Seite eingeleiteten Erkundrmgm bezweckten lediglich, di« Möglichkeit der Urtterbringung militärischer Einrichtungm für dm Fall zn prüfm, daß es zu einem WaffmstWstmrde ,md zur Räumung der besetzten G-ebiete im Westen kommm sollte, wodurch na-
8. Kviegsanleibe warm gezeichnet "worden: 3 009 200'wt'
__ sb- Sandlofs, 7. Nov. 29. Schulkinder zeichnetm zur
.Neuirden" 2895 Mark.
sb. Schlitz, 7. Nov. Ein glänze^cs Zeichnungsergebnis zur Neunten erzrelte die Schule zu Pfordt duvck) Berinittllmq des Herm Lehrer Lldvlph in SMtz mit 5852 Mürk.
** Bad-Nau beim 7 9km 9xirr rwrrfiwr ti.r q ^ ^setzten Mbiete im Weste,: kommm sollte, wodurch na-
8M 000 ^ 9 - Memi ' t9 bn ‘


