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pQOGftfcjert bt den letzten Tagen erzielten und bisher noch nie rcmafcn AbsckLiN zahlen feindlicher FkÜgzenge zeitlich mit einem amtlichen endlichen Funkspruch zusammensallen, in dem trium- Vhrerend als unmittelbare Wirbmg englischer Angriffe ans das deuttck»e Hermakgebiet die Zurückziehung einer großen Anzahl «rttscher Iagdgeschw-der rvn der Front zrrr Verteidigung des myerngebietes gepriesen umrde.

Verlustreiche Fliegerangriffe auf deutsches Heimatgebict.

- r?**]»*' Sept. (Amtlich.) Unsere lvegner benützten die gimsttge Witterung der lebten Tage und Nächte zn zahlreicher!

n ^ ou- das Heimatgebiet Städte am Rhein, in Baden und Lothringen uiid deren Umgebmig waren das Ziel der seind- ucben Bomlrennn'irfe. Auch diesmal blieb der Erfolg trotz des Umsatzes au Flugzeugen weit hinter ihren Erwartimmn zurück Ihr Udnegsprogramru. den vorsätzlichen Weg gegen Nicht- sMler. letzten sic in die Tat um. Ihre Bomben waren fast aus- ichltetzlich gegen die friedliche Bevölkeruirg und bürgerliches Eigen­tum gerichtet. A'.rch die jüngst in ihrer Presse veröffentlichte Dro­hung, Kirchen und össeutliche (Gebäude nicht zu schonen, machten ne wahr, >^n M arnz warfen sie Bomben aus die IolmnniSkirche und beschädigten sic schwer. Der Schaden an Privathäusern in den offenen Städten war gering. In Stuttgart wurden 11 Perso­nen getötet, darunter 6 Frauen und 4 .Ander. Unter den 10 Ber- Kunden sich 3 Frauen und 4 Kffider Sonst wurden vom lb \u Ir ^.?vtember nur zwei Personen schwer und 11 leicht verletzt ^;hr völkerrechtswidriges Vorgehen büßten unsere gsegner imt schweren Verlusten. Aus dem am 16. vom Flieger­angriff aus Mannheim zurückkehrendeu. seüwlichen Geschwader wurden beim Rückfluge über der Front von unseren Jagdfliegern drn Flugzeuge abgeschossen. Im lothringisch-lwemburgischen Jn- duWegemet und im Saargcbiet wurden in der darauffolgenden! Icacht dank^ den Maßnahmen des Heimatluftschutzes sechs weitere unudltckn' Flugzeuge zum Absturz gebracht. Der Feind büßte also nach^ den bisherigen Felffiellun.gen bei diesem Angriff innerhalb ob stunden insgesamt neun Flugzeuge ein.

Tie Einnahme Bakus durch die Türken.

W i c it 19. Sept. (WTB. Nichtamtlickf.) Wiener Corr.- Bur. "nwr Berichterstatter im Kaukasus drahtet: DieEin - nähme Bakus weckt in allen islamitischen Teilen des Kaukasus große Freude und lebhaftes Dankgefühl gegen den 'L-itz des Kaüfats und die Truppen, die an der Einnahine der genormten Stadt teilgenommen haben. Das 56. Regiment unter jdem Befehl Fehmi Beys zeichnete sich in einem mehr- stundlgen, gegen die Engländer gelieferten Kampfs Mann ge-

K r L bic -3?Ä der Gefangenen und die

Beute ist beträchtlich. Dre Wtede'herstellungsarbeiten auf den -Lelegraphenteitungen machen cs unmöglick), nähere Einzel­heiten über den L>ieg non Baku mitzuteilen, m ?^do n, >20. Sept. (WTB.) Reuter erfährt: Die in £ a I u gehenden britische n Streitkräfte haben am 14. Loeptember d ie t a d t g c r äu m t und sich nach Nord Persien 8 urückgezvgen.

Vom Hause Romanow.

Haag, 20. Sept. (B. T.) Der Timesborrespondent in Kopenhagen behauptet, daß nach einem am dänischen Hofe eingegangenen Bericht die frühere Kaiserinwitwe von Rußland sich irgendwo in Oesterreich in Sicherheit be-? finde.

Kiew, 20. Sept. (B. T.) Nach Mitteilung aus Peters­burg soll Großfürst Dimitrij Pawlowitsch an der Spitze englischer Truppen und Weißgardisten in einem Gefecht «gegen die Bolschewiki an der Murman-Küste ge­fallen fein.

Aus MGand.

Lclegrammwechjcl zwischen dem Kaiser und dem Hetman der Ukraine.

19 .Sept. «L 2er öetmmt aller Ukrainer nS*- ***: von einem Besuche in Deutschland wieder nach L« Ukraine zuruckgekehrt, ist in .Nerv emgettoffen. Von der cn folgendes Telegramm an den Kaiser-

Zu dem Augenblick, in dem ich Deutschland verlasse, darf ich Go. M arestat meinen trergefühltesten Dank aussprechm für ^n güttge?-. und herzlichen Empfang. Die großen und schönen Andrucke, dce ich gewonnen, iverden mrr unvergeßlich bleiben. £!> 5cUarfcn Mich <russ neue in der Ueberzeugung, daß mit Hfffe des machffgen Deutscheii Reiches die junge Uttame zu ettem ^b^amen, starken Staate sich entwickeln wird zum Segen beider

Ter Kaiser antwortete:

Ew Durchlaucht danke ich bestens für das freundliche Tele- ^amm oon gestern. Es gereicht mrr zur großen Freude, daß Ew. ^urckstaucht befriedigende Eindrücke mttgenommeii und ins- ncb peyvnlich davon Äerzeugt haben, mit welckiem Maße von IMereffe und L>ymptthte bei mis das Wiedererblühen ^ukrainischen Reiches verfügt wird. Tie Anknüpfung persön- £ e ^ )unq V t ***. maßgebenden Persönlichkeiten im Teut- ; v irt ' 3*$ W.' gegenseitige Vertrauen und Berstehen ^irdern und dadurch die weitere Zusammenarbeit wesent­lich erleichtern.

. rTT " l lL 1 1 11 l nrrwigMllmmx - ]

Bilöer von der Donau und au§ dem bayerischen Wald.

in.

Wie Deggendorf sendet auch Passau einen Schienenstrang hinaus bis zu den höchsten Erhebungen des BöhmeEdes Abe? hier am Zummmenslutz mit dem Jmi. durchwallt die Donau 5L f SFr n l n '^ und aus vielen Instrumenten hrrmonisch tönen- des Getr.Lve. Natur und Mensch haben in Passau einen trauten, wohl nre guahrdeten Bund geschlossen. Nur eine schmale Land- zunge zwi'chm den berdeir Strömen ist der Stadt eingeräumt' Eirtwicklung unter dem Krummstab der Bischöfe hat dieser em unerschütterliches Gefüge gegeben. Nickst, daß

L ® aüt ? -i nb das einhütliche Gepräge einer

alteren KnlMr aufwiefen: Panau nnirde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, manches ist wahllos hineingezwängt wordim was eme Fälschung darbietet. Allein dem Zeitgeschmack dem Ausdehnunss- und Erneuerurrgstrieb setzen Berge und Flüsse enge Grenz-n : im Grunde müssen diese Leute und ihre Arbeit

sind Auf ,ni« tne Stadt iM Westen absstAenmden Hohe und deren kleinem Umkreis stehen nmge ^tgemätze Wohn- und Betriebshäuser neuer Bauart, olles

wiElige Gassen und zu den Wassern l ^> b^av'^u^ride Treppenstege, ein reger Laden- und Geschäfts- verkchr, mehr als ein Dutzend.Kirchpn und Kapellen, hohe Kloster- maumi, ^rzu die duntgewürfelte in ihrer Rechtschaffeicheit auch im Kriege nuißt übel beeinflußte Gesellschaft dieser immer belebten Grenzstadt alles vereinigt sich zum Ausdruck des Behagens wirkt ernrnnter-ib und anheimelnd. Wer möchte ihr nicht wenio- stens eine Zeitlang^angchören, dieser der Geschichte und Sage Oranten kleinen Ltodt die h^ute ruhiger und stolzer in die Welt blickt, als rn den knegwischen Glanztagen Napoleons, und ln der die zitternden Klänge der versunkenen Geschlechter mit -de-.' off gelauteten melodischen Glocken der zahlreicksen Kirchen Zu bilden und fesivn L-ttMinen des Glaubens und Vertrauens zu- sanim^itonen! "

eilte g> 7 wiss- Soritlofnfeü. Jcatuin ff. hiben )t«fy auch hier b?c Kriegsteuerungen eingeschlichen * {75J hfy ^.7 Swben Ersatzwaven in den Schaufens1?ern, die Aenn- Itckckeit der Warenauslagen, nmn hört den HMchuh mis der Straße ttappern und sieht imr wenig elegant aufgeputzte Gestalteir. Aber !^det manches hinein, was der Haus- MnuTch ihrem HLuslüchw Kreise zugute kommt ja. es war un- veniennbar, und andere haben es mir bestätigt: die süßesten Ge- rüa>e, twn .ruchenherdeii entströmend, krochen um die alters- ^o^uftder trüben Stimmungen und Krieg. In den Mreick^n guten ^lM^gle^chfalls noch einen Schimmer friedens- I ck/er Vers orguiig. xk Pas sauer Brauereien hüben das Bier <4 "VlL lehr verwässert mrd verfälscht, undzivile Preise" - E ** ^ »u rünchfen

, L ,w ? Maße wirkt der Reiz der imver.

jyffl d'cser «tobt gemütserlellmd. Mes steckt voll

i&'nS£j*i t{unm - ^**1' We d« Stadt einbtomt unb ihren Ueberlieserun.?en die schützenden Wälle

rlundgebungen im ttriegsaiirschuh der Zweiten hessischen ttammer.

Darm stadt, den 19. September 1918.

In der heutigen Sitzung des Kricgsausschusses txM £. Kammer kam es zu einer eininütagen vaterländischen KKirndge- mmg des. hessffck-eri BSlkes in der Regierung. Den Anstoß dazu gab der Vorsitzende des Ausscl>usses, indem er vor Eintritl in die Tagesordnung folgende Erklärung abgab.

^allein bk Gegeiistäüde, deren Behandlung uns heute oblregt, haben mir Veranlassung gegeben. Sie zu unserer Sitzung ern-zuberufen. ^.ch meine lwelmvhr. daß ein jeder van uns die imr Vertreter des Bokkes sind, das Bednrfttis hat. mit feines, umlegen m der Volksvertretting sich in solchen Tagen zusamnren- zufimnen, in ebnen wir jetzt stehen. Wir wiffen alle daß »vir -gerade rn der jetzigen Zett vor folgenschweren Ent 4 scher dun gen über die iZuklyfft unseres Landes stehen und kenier unter uns verkennt, daß auf manche*Gemüter die Vorgänge aiif chem Kchiegsschmplatz wie muh auf dem Gebiet der hohen Polttik einc! Mißstimmung, ja einen gennssen Kleinmut in der Bevöllenmg l>ervorgerufeii haben. Wir sind die Zeit über, gestützt auf die Erfolge unseres tapferen Heeres, in einer gewissen Sorglosigkeit gewesm ,md diese Sorglosigkeit hat sich insbesondere rn den gvoßeii Städten gezeigt und verbreitet. Ta ist es Zstickst der Mksvertretmrg, dafür zu sorgen, daß aus ihrer einmüti­gen Stclnmg Kraft und Vertrauen in die Bevölkerung wieder übertragen wird .und die Kraft wissen wir in unserem He^re mit steinen nnvergleichlichen Daten, auch gegenüber ders feindlichen Uebermacht, diese ,Kraft haben Unr auch in imsereü Bevölkerung, wenn ste die vorübergehende MißstimnQmg über- Lounden hat. Erneutes und unbegrenztes Vertrauen m unser Heer gibt irns das heuttge Mart Htndenburgs und die herrllck?-eii Ausführimgen, die er vor n^nigen Wvchen an das deutsche Volk gesendet hat. Ich meine, !vir in dem Lande könnten gerade letzt ern 'Zeichen wfferer Kraft aeb-nr, wenn wir denj wirtschaftlichen Rückhalt des Kriegs in Gestalt der zu seinep Führung irotwendigen Mittel bei der konrmienden Kriegsan-, l.h c tn ciirer Weise der Welt zeigen, daß sie erstaunt über das Lleffttmgsvermöaen des deutschen Volkes ist und dadurch auch emsieht, r- unser deutsches Volk unbesiegbar ist. Darum stelle sich ickder von uns in die erster: Reihen, werrn es gilt, die finanzielle L-erstungsfähigkeit Deutschlands darzutun.

Angesichts der Ausfühvmrgen unserer Feinde, die die Vernich- drug Deut, chlands als ihr Kriegs ziel bezeichnet haben, meine ich, daß dre Elegrmg unserer .Kriegsziele jetzt in den Hmtergrurch zu treten ha,, datz nnr uns zusammenzufinderr haben, das ganze deutsche Volk, in dem festen Bewußtsein der Notwendigkeit,' die feindlichen Kriegsziele zum Scheitern zu brin- gem Einmuttg i,t m bereits in um'erem Volke die Zweckmäßigkeit ^r österreichc, chrn Friedensbotschaft in Zweifel gezogen worden. t vn, ° einheitlich stnd wir aber in der weit größeren Frage, daß wrr nmrinehr die feindlichen Veitrelnuigen, wie sie jetzt sich ins^

tzanEchen und amerika. m chen ^tmr.tsmanner dartwi, den Widerstand zu leisten, daß solche Plane Mgchellen an dem geeinten starken deutschen Kraftbewußtsein emer solchen Masse von Feindeir gegenüber, wie sie gegen uns sttht, aicshalten und ducchl-alten wird. Solche Gedanken in uns Ä ° ^ ^ Bevölkerung zu übertragen erscheint

mrr Pflicht der Volksvertretung und ich bin tcherzeugt, daß diese 0 >edcuiken in unteren Kreisen wie auch in denen der Bevölkerung ermnuttge Zusttmmung finden werden.

Im Anschluß an die Worte des Herrn Vorsitzenden hob Staatsminister von Cirmld hervor, datz der rm Lande jetzt teilweise zu Tag tretende Klein- ^ut völlig unberechtigt sei. Das zeige sich, weiOr man nachgehe, ans baten diese Stimmung sich ent- wrckelt Za.be. Ln erster Linie seien cs die'Vorgänge rn der West­front. Wir hatten dort, wie mrfer großer Heerführer freimütig zugegeben emen Mißersolg^gchabt. Auf die Kriegslage sei er aber ohne Emstuß geblieben. das also ein Grund, den Kopf hangen zu lassen.^ Frmizosen und Englärrder hüten in vier KrtegSfahren fortgefetzt Lchlappen erlitten. Hätten sie aber darum

die Fossuny berlEi! Mr leiden unter Fl«g«Mgriffen. der«, üLrriung mnder Bevölkerung schoer laste. Seien aber Franzosen und gleichen LriegswirSungen zusammenge-

. VZrr stehen nach wie vor tief MI 'Feindesland, liniere *' r sei eine strategische Maßnahme

au Ocreu Verkürzung, die unsere Lage für den Wmrer erheblich verbessere, dre derAemde schr erschwere. Wir Dmusche leien ober o^ch oie T^berrchde rmserer Obersten Heeresleitung in vier Iapren verwohnt, dre fast ununrerbrachen Fortschritte »i ^ ^ nn Rückzug nicht (S

i Bewegung erlamit, sondern als von schwä che gedeutet werde.

und müsse von um allen bekämpft werden.

Nichten oon 'Scrlin au-§ den Wr1rf ' pnT fOTDre - l-rhen weder unfer nroBer Heer- dv- oermmoortltcken Leiter der Retchsrcqi-rmtg^ oller L> iirdigtcng dc4 (Smite der Loge den Kvw donnen ^lica» also absolut kein Grund zu KleiuMrt opT

Der Minister drs Jmrrrn gab emen kurzen Ueberblick über den

Sttmd der EruährimgSfmHen.

< zwar gegenwärtig besonders schwierig, nameU 1 8

durch du Verzögerung und den schlechten Aiisfall der I-rilhkar^s^ bE.fiewete aber keinen Anlaß zum Kleinmut, es swhevittmkhr lu l 2uland vorhandenen Lebensmitteln, auch R besetzten <Veduten hinter den erhofften

Mengen Zurückbleiben sollte, durchhalten können. Vor allem müsse Schleichhandel erfolgreicher bekämpft werdem 7 ^ 11 Far . t ?.^S. r V, 7tt .^DeTfjjTecfje erheblich besser, ^ ^'-ühkartoffelernte, wenn sie auch der Menge

nach Hutter der vorfahngeii Zurückbleiben werde Die Getreide-« * r -^ t L dagegen erheblich besser wie im Vorjahr. Tie Futter-«

empfindliche Eingriffe rn die Vieh- mrd na- mentlrch dre SchweiMbestande erforderlich gemacht, die sich be- dauerlrcherweise natürlich auch in Fett- und Milchmangel fühlbar Gni 5o ? t ? cn ^^d der Futterniangel ausgeglichen werden ranbau von Oelsrüchten und die ftrAussicht stehende reiche Bucheckernernte.

. ^ Anregung des Vorsitzenden entsprechend gab der Minister des Innern über dre hm,ichtlich des Ersatzes von

, ~ m FliegerftlKden

beitehentum Vorlchmden und über den Standpunkt der Regierung, wie nachstehend Aufichluß: 3 ^

sogenannten Fliegerschäden bilden einen Teil der.Kriegs- chadm: es Ware rrng anzunehmen, daß die Frage ihrer Ent-. S? m r 9 h T? ^ get« ober bic EinEaatrn ffeffift i«rden Ü '-Ä c dak über ine Grund,ätze, die für bas ganze Gebiet des ^10A^beiiVatzeS mitgestelll werden mirfio>, mi*r ätabeit gc) Chanen sei. Emstronlen kann nur soviel gesagt werdm, daß diese ^r^atzenorwendig im ganzen Vaterlande die gleichen sein Een und daß der Zahlwrgspstichttge das Reich, nicht der Einzüstoat ist^ komntt wir bei der Frage der vorläufigen! Entichadiguuq rn ^Betracht: er kann sich dieser Pstickst nickt ent- gwlien, solange das Reich über die Grenzeii, in denen es für Kriegs- fapben aufkommen will, eine erschöpftmde und bindende Erklärmra llZ.mcht abgegeben hcch Diese Erklärung steht noch aus. Reichs- gesetzlich gwrdnet ist vorerst wrr die Frage der Feststellung von Krregsschaden. Durch die Vorschriften des -Z l.i des Fest­stellungsgesetzes vmn 1. Juli 1916 ist gleichzeitig aber auch der mahinen gegeben, innerhalb dessen die einzeln-m Bundesstaat«, ^n^ffchadrgungen mtt der Llussicht auf vollen Rückersatz durch dasReich geben können. Tie .Hess. Regierung hat iich entschloss^, rnrverhalb meies Rahrnens volle Entfchädigung ohne jede Ein­schränkung zu leisten.

o r. b ^r etlvaigeii Ersatzes von Schäden aii Leib- und

Leben Kurkosten mw^rst vom Reiche trotz dahingehender - auch von Hessen aus unterstützter Anregungen noch wcht gelöst: das von vielen Seiten geforderte Gesetz nach § 35 des Kriegs lei stungs- gesetzes dürfte rn .Kürze im Entwürfe vorgelegt werden Soweit Sachen ourch Fliegerangriffe oder zu ihrer Abwehr unternommene kriegerische Unterirehmungen zerstört oder beschädigt sind, wird bei der Schadensfeststellung (m Hessen also auch bei' der Vorentschä- digung) von dem gemeinen Wert der Sache vor ^Kriegsausbruch oder - ber späterem Erwerb von ihrem Aiischaffungspreisei ausqegangen. Diesem Werte werden bestimmte Zuschläge hmzu- ZbMgt'. die die Verteuerung des Ersatzerwerbes in billiger Deiss beruckffchttgen Für Luxusgegenstände werden Zuschläge nicht fest- geste lt. folglich also auch nicht bei der VoreMschädigung bewilligt.

Eine rechtliche Bindung des Staates etwa in &e* mepjornt dafür zu schaffen, daß auch wefterhiu noch den gleichen! Gesichtspimkten gezahlt werde, dürfte sich erübrigen. Es genüg« vielmehr wohl die hiermit wiederholte Zusage, daß an dem emmÄ eingenommenen Standpunkt seitens der Großh Regierung inso- Iwige ausnahmslos festgehalteu wird, wie nicht etwa das Reich die alsbaldige volle Auszahlimg der rechtskräftig festgestellten Kriegs schaden seinerseits unmittelbar betätigt.

W bi« L^erhmiser nnb Lanbrmgsplatzc bcr Schifsr sehr Me ist, l^dren zwm Brucken hinüber zu den unmittelbar am Flüsse

an-

schönen Promenadenweg, der unter einem M^ung der Jtz erreicht und sich dann nord- ^ J 01 der Ilz entlang, die dem baveri-

? ^^om . Hoch oben, aus steilem Felsen, blickt die Feste Oberhaus, heute als Mrlrtargesängnis eingerichtet, ins Tal, auf ^usse die Niederlassungen, die sich auf alle Ufer zerstreuen,. a ® Ef die schwellenden grünen Hügel jensefts des Inns.

Echebt der Böhmerwald fiegbewußt seine Berges- ^inycnr. Was mich da oben aber immer am innigsten bewegte das £? rfÄ 5 unten ans der Insel, beherrsche' von

des Domes Kuppel Und Türmen, um dre ferner die Kolossalbanten der a^n Reftdenz und des bischö lichen Schlosses über dos lang- geftreckte Dachergennmmel emporragtm. Bis dicht an die Donau w a verwitterten Häuser des Fischerviertels:

fei^ dem davorliegenden Fischmarkt tritt einige

Entte zuruck Da-, altertümliche, l>ohe und stattliche Haus der Ätabtöater gibt bem sonst so einfachen, fast ärmlichen Flußbilde ettMs rmgemern Reizvolles und Ehrwürdiges. Ein zierlich zu- sIH ^ ^Er Heroldssiguren geschmückter Turm

überragt den m L-ach und Fassade schön gegliederten Bau, dessen Eharaner und Bejttmmung man auf beit ersten. Blick erkennt. Die X 3r ^Aluliche Malerei eingebettete große Turmuhr beginnt mit ?SjF Donanschlffern eure zutrauliche Zwiesprache, und ihr Glvcken- schlag klingt wie eme freundliche Aufforderung, nun wieder herab- j? 1!' durch die enge Schrottgasse den Fischmarkt zu betreten ^ ^ .-mndes Türchen im Ratskeller zu verschwinden,

aII( ^ Deutschlands der best-

besteltte, gastlichste und gemütlichste ist. . -

9^^us ins idyllische Ilztal bringt einen ^ Gesichte. Die Ilzvorstadt, jenseits des schwarzen

^ etrteit lftllen Torfchavakter. Trüben steigen, gleich Nieder, dre Z^rge an, von denen man die Vereinigung feLfe* S 1 ^ hie durch sie getrennten Stadtgebiete^gut

^ 2ün ist der mächtigste unter den Strönren,

i eoc H. ^ en d-cr Donau an Schönheit nichts nach. Es fft erfrischend, über das schnell dahirrrairschende grüne Mven- ^ <rnf einer L-eilfährr hinübersetzen zu lassen. Die Jnns^t.

die dort nngebaut ist, ist unansehnlich, aber über ihr thront auf luftiger Höhe die zierlich gebaute Wallfahrtskirche Moriahilf ^ fein durchbrochenen Türme lme der Dom ^ Wahrzeichen der herrlichen Gegend sind Bon

Ä n. nTt "Er, prachtvoller Anblick Passaus. Wir sehen drüben die steinerne Promenade zu Füßen der alten T . n hübsche Anlagen mründen und die gesamte ftgeln^ ^ n7tm rosigen Kreuzer auf dem Wässer ' dohm-

*

Die wettere Umgebung von Possau ist reich an schönen Wander-

eifriger zuwendet, da die beliebtem Flußfahtten ms österreichische Gebiet heute dem Reisenden ohne Auslandspaß verwehrt find. Freundliche Tischgenossen im Rats- o^.lihltai imr begeistert von den Hochwäldern und Aus-

Ilztal zu den bayrisch-böhmischen Bergketten enworrollt. Ich blickte wieder rn das .fcn des bayrischen Waldes, sab Hnc Dörfer olscken^ bald im Tale, bald aus hohen Bergkleg'in ruhend und endigte die Fahrt in dem nur wenige Häuser zählenden Frauen^ berg. t«s,m Bahnhof 850 Meder hoch gelegen i,l 9tuf bequemem:

6 nrg es durch mächtigen Hochwald hinauf auf die langge- stteckte Berglmw, die mir auf der Feste Oberhaus in duftigem, Blau umuer so Eeheud vorgeschwebt hatte. Welche Wmideü des RundblE eröffnet der Dreisesselberg' Zwar ist von Passau Und fernen Strömeit mchts zu sehen, da sie tief in ihren eigenen Bergwänden emge,chachtetsind nur das Band des Inns leuchtet Die Mpensicht ist heute verhängt, aber wie mel lieblicher smd wieder die nahen, tiefen Täler' Weit abgelegen! olrckt ern weißes, auf einer Bergstufe stehendes Kirchlein ferntf? cm dunkler Waldstreifen breitet sich vor ihm bin, und über ihm raaen blaue Spitzen in den hellen Himntel dort soll heute mein !En^rel fern; Breitenberg ist>s und ein trauliches .Höhennest, ein zw-ettes BodenmaiS rm östlichen Gebirgswil. Zuvor aber geht es mls schmalenr Felsenweg durch niederes Nadelgehölz über die LEsgrenze hinweg zu der von Lldalbert Stifter schwärmerisch geschilderten und romanhaft verherrlichten Stätte dos Blöckensteinsl und fernes dunllen Waldsees, der in der Tat von den Benwhnern der ganzen Gegend wie ein Kleinod gehütet und gerühmt wird., Auf ern.r hohen, steilen Felswand öffnet sich hier ein weiter Aus- blick nach der böhmischen Seite. Er würde sich r-J? 111 r ^ ^ TreiseffÄs vergleichen lassen,

bver Iurr ebenes, Verschwimmendes Land auvorettet, wenU nicht tief urtten ein geheimnisvoller, spLegel-, klarer See mitten in einem meilcnweften dunllen Waldbette ruht' von selfi'am schwermütigen Wiegenliedern leise umsungen Man spürt nun, Nne der Dichter des.Hochwald" dazu kam, die entlegene Mtter-i romanttc auftusuchen, wie er seine Moaffchen mit zarten Seelen lund überirdischen Tugenden erfüllte, wie er die Kerzen der Liebe E Treue entzündete und die Feuer der niederen Leidenschaften! verlöschte oder gänzlich abdämpfte. Es ist noch so wie ehemals: der Hauch der Grüfte lteigt nicht hmauf in die reinen Lüfte"./ Der vlbstteg aarf der bayerischen Seite des Gebttgszuges brachte mich auf beguemem Serpentinenweg durch Wälder und Felsenmeere tn cm so wertes Tal, daß man fast annehmen konnte man befcrnde ftch rn der Ebene und nicht hoch oben in den BergenI lieber medrrge Vügel hinweg, an den ivett zerstreutenLaken- vorüber, kam ich dem lieblichen Throne Breitenbergs näher und naher. Hübsche Waldstreifen und saftige Weideplätze geloteten den klaren Michelbach, den die Straße überbrückte r?*! dlufttteg, und ich war am Ziel. In der Wirtschaft des Posthalters, der viel Land- und Waldgebiete sein eigen nennte fand ich die beste Aufirahme; eiire saalartige Verairdo öffnet« ernen entzückenden Rundblick auf meine Wanderwege auf den Öligen Gebirgssbock und auf das benachbarte Böhmen, das in dunklen Wäldern und stillen Talwegen gegen Osten sich verlor Dre Fußwmidernng von Breitenberg nach Passau bietet noch! manck,e Reize, aber das Schönste und Erhabenste der G'birgswclt lag hinter mir, als ich dem ^Marme, der in toeitem Umkreis minq« Tage mein freundlicher Führer war, die Hand zum Mchied reicht«.

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