Nr. 221
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General-Anzeiger für Oberhessen
heftige englische Angriffe überall abgewiesen.
(WTB.) Trotzes Hauptquartier, 19. Deptemb. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppen Kronprinz Nupprecht und V o e h n.
Nordöstlich von Bipckwote säuberten wir Teile der in den Kämpfen vom 9. September dem Feinde verbliebenen Gra venstucke und nahmen 136 Belgier gefangen. Rege Erkun dungstätigkeit zwischen Ypern und La Basfee. Nördlich von Armentieres und südlich vom La Basfee-Kanal wurden Teil- ongriffe des Feindes abgewiesen. Im Abschnitt von Moeuv- res und Havrinrourt harter Artitleriekampf. Bei örtlichen Angriffen machten wir hier Gefangene. Der Engländer nahm seine Angriffe gegen unsere Stellungen vor der Siegfried front im Abschnitte vom Walde von Havrinrourt bis zur Somnte wieder auf. Die nördlich von Gouzeaurourt und ge gen den Ort selbst gerichteten Angriffe scheiterten vor un seren Linien. Deutsche Jägerregimenter haben Gouzeau- court zäh verteidigt. Auch .zwischen Gouzeaucourt und Hargi- cvurt schlugen lvir den Engländer, der mit starken Kräften und Panzerwagen mehrfach anstürmte, ab. Epehy und Ronssoy blieben nach wechselvollen Kämpfen in seiner Hand. Am Abend wiederholte der Feirrd auf dieser ganzen Fron stine Angriffe. Sie wurden überall abgewiesen. Zwischen Hargicvurt und Pontru drmrgen Australier in unsere Stel lung ein. Nach harten Kämpfen gelang es. den über Hargi- court und Pontru vorstoßerwen Feind westlich von Belli- rourt—Bellengtise zum Stehen zu bringen. Zwischen Oming- non-Bach und der Somme griff der Engländer im Verein mit Franzosen an. Unter Einsatz starker Kräfte suchte er au St. Quentin und nördlich davon unsere Linien zu durchbrechen. Die bis zum Abend anhaltenden Kämpfe endeten mit vollem Mißerfolge für den Gegner. In heftigen Kämpfen wurde der Feind in seine Ausgangsstellungen zurückgeworfen. Oftpreuhische Regimenter und das elsaß-loothringische Infanterie-Regiment Nr. 69 zeichneten sich hier besonders aus. Südlich der Somme scheiterte ein Teilangriff der Fran- zostn. Auf der 35 Kilonveter breiten Angriffsfront stellten wir durch. Gefangene 15 stindliche Divisionen fest.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Zwischen Ailette und Aisne nahm der Artilleriekampf mn Nachmittage wieder beträchtliche Stärke an. Heftige Teilangriffe, die sich im besonderen gegen unsere Linie beiderseits der Straße Laffaux—Ehavignon richteten, wurden abgewiesen.
Heeresgruppe Gallwitz.
An der Cotes Lorraine lebte die Gefechtstätigkeit auf. Kleine Vorfeldkämpfe. Bei einem Vorstoß auf Manheulles machten wir Gefangene.
Der Erste Generalguartiermeisttr Ludendorff.
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Der Abendbericht.
Berlin. 19. Sept., abends. (WTB. Amtlich.)
An der gestrigen Schlachtfront zwischen dem Walde von Havrinrourt und der Somme beschränkte sich der Engländer auf heftige Deilangriffe. die überall abgewiesen wurden.
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Der österreichisch.ungarische Tagesbericht.
Wien. 19. Sept. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:
In den Sieben Gemeinden anhaltend lebhafter Feuer kampf. Zwischen Brenta und Piave stellte der Feind nach den schweren Mißerfolgen der Vortage seine Angriffe ein. Unter unseren braven Truppen, die in den letzten Kämpfen, von ihrer Artillerie trefflich unterstützt, den immer wieder vorbrechenden Feind siegreich abgewehrt haben, verdienen die ungarischen Infanterie-Regimenter Nr. 39 und 195 besondere Anerkennung. Bei Sandona wurde ein nächtlicher Uebergangsversuch durch unser Feuer abgewiesen.
Der Chef des.Generalstabs.
Der Umblick in die innere Politik des Reiches zeigt noch kerne rechte freie Bahn. Zwar sind augenblicklich keine Anzeichen vorhanden, daß der „Volksblock", auf den sich, die Regierung Herllings stützt, auseinanderfallen werde. Indessen, dre unheilvolle, preußische Wahtrechlssache, deren Behand- tuirg durch das Herrenhaus der Abgeordnete Scheidemann rm „Vorwärts" in heißem Zorn eine „Affenkomödie"-nennt, schwebt noch mit allen Mißlichkeiten der erforderlichen Neuwahlen vor uns, und im Zentrum und in der (Äzialdemo- kratie gibt es noch Oppositionsstimmung genug. Sowohl Herrn .^cherbemann wie auch Herrn Erzberger paßt das Pro- granttn! Hes Ostens nicht, wie, es Herr v. Payer in bestimm- ten patzen ausgestellt hat und wie es von der amtlichen Wiener Polttrk neuerdings öffentlich gebilligt wird. Es läßt keine gwßc Freundlichkeit für den Kanzler herausklingen, wenn die „Germania", wohl aus der Feder des Vaters vieler Äueo- treibcreren, svlgende Sätze veröffentlicht: ,Wenn auch die Mehrheitsparteien blicht in allen Dingen derselben Ansicht wiie Graf Hectling sind, so wäre es doch verfrüht und nicht lercht lzu verantworten, eine Krisis heraufzubeschwören. Auch unter dem jetzigen Reichskanzler würde sich eine weitere Par- llinientarifterung Wohl dürckfführen lassen."
Während Scheideniann für eine andere „Volksregie- rvnc\ Stimmung macht, hat die Parteileitung der National- ttberalen bekanntlich beschlossen, für die Standigkeit unserer auch für die vom Vizekanzler zum Ausdruck gebrachte,amtliche Kriegszielpvlirik, einzutreten. In diesem
Sinne bringt heute die „Nationallib. Korresp.", die anfänglich Pal)ers Programm schors kritisiert hatte, folgenden Parteiltandpunkt zum Mlusd ruck:
„Nach den besttmmkeu Erklärungen von fvrtsckchttlich-cn und von Zentrum s-Sette ist zivar kein Zweifel daran inöglich, daß dre mall gebenden Faktoren dreier Parteien an Störnngs versuche nicht denken, und es ist deshalb auch von dem Zusammentritt des Hauptausschusses kenre akute Krisengesahc für unser :nnerpoltt:sck>es Leben zu ettvatten. Dabei ist aber dich unverkennbar, daß gewisse Patteigrupp«: eine Kriscs in Fluß bringen möMen. die unsere gesamte Politik in einen neuen Krrrs lenken soll. Tresen Störungs- Versuchen gegenüber ist es heute in erster Linie geboten, lur dre Ltändchkett inrserer Politik einzutreten. Es gilt also. die K rie g s z i >e t pol: tik, die unsere Rerchölertuna- verfällst, werter zu unterstützen und zu kräftigen. Mit fern Kurs der nativnalliberalen Parteipolittk ist das durchaus vereinbar. Mir wisseir, daß die Oberste .Heeres-, leitung und die Reichsleutnng in der Frage der Kriegszielc v-oll^- kommen eines Sinnes sind. Es besteht zwischen den maßgebend den politischen und militärischen Führern keinerlei Meinungs- Verschiedenheit über die Grundlage, auf der wir den Frieden auf- baumr müssen. Die nattonallibevale Politik bleibt also, wenn sie Ach für die Kriegszielpolitik der Regierung einsetzt, wie bisher in enger Fühlung mit den Zielen der Obersten Heeresleitung."
Auch die „Köln. Ztg." meint, das Wichtigste sei jetzt, "daß gegenüber dem einheitlichen Festhalten der Feinöe an den Kriegszielen der Gewalt und Eroberung sich bei uns die Gegensätze der Meinungen nicht so äußern, daß die Feinde die Hoffnung daraus schöpfen können, es müsse möglich sein, was militärisch nicht gelingt, im Stimmungs- kmeg durchzusetzen," Demgemäß erklärt das Blatt, die nationalliberale Partei habe ein gutes Beispiel gegeben mit dem Beschluß, der von der politischen Leitung unter Billigung der Obersten Heeresleitung vertretenen 'Kriegszielpolitik Anzustttnmen.
Line Lrkiärunq Burians über den neuen Friedensschritt.
ien, 18. Sept. (WDB.) Die ParlaTnentskorr^spondenZj 'meldet: Der Außenminister Gras Burian erklärte den deutsck>en Adgvorcmeten, die bei ihm in der Angebegenihvit der Ginberufungj der Delegationen erschwnen waren, daß die Delegationen in der
f ersten Hälfte des Oktobers zlusanrmentreten würden. Ueber seinen orschlag an die kriegführenden Mächte teilte d.n rmsber mit, daß dieser seitlan geM erwöge n und keineswegs id^rch dre Vorgänge ans den Kriegsschauplätzen in derr letzten Wochen veranlaßt oder beeinflußt wiTrden sei. Der Vorschlag sei dre folgerichticw Fortsetzung der österveichisch-mngarischen Friedens- ktmrtik. L-er Vorschlag gründe sich aus die lleberzeugung, daß trotz gegenterliger Behauptungen rrnd Kundgebungen alle Völker den Frieden ersehnen, daß besonders für die ercropäischen Völker mne ftiedlrche Verständigung besser sei als die Fortsetzung des tztwreges. Der Minister sagte, er habe den Schritt allein unter- svommen, aber selbstverständlich nicht, ohn hiervon di^
.Kenntnis zu setzen, um ihrer prinzi- Wielen Billigung sicher zu sein und schon deshalb, weil einerseits' . H kie Form des Antrags der Schein eines Friedensangebots puLch die Mittelmächte vermieden, und andererseits der Antrag an alle kriegführenden Mächte unmittelbar gerichtet werden sollte. Ern weiteres AneinandervorbeirÄ>en der Staatsmänner sei nicht vur fruchtlos, sondern die Herbeiführung von Friedensmöglichkciten eher abträglich Mißdentiriigeii fehle er voraus, doch kämnten sie angesichts des gwswn Zieles nicht in Betracht. Daß kein^ Dockerung des Treubnndgefüges der Mittelmächte besteche, werde sich mit aller Deutlichkeit zeigen. Der Schritt Oesterreich-Ungarns sei ebenso loyal gegenüber den Bundesgenossen wie ohne Hintergedanken gegenüber den feindlichen Mächten. Ter Erfolg werde vielleicht nicht unmittelbar eintrete.il, die ihm^ zugrunde-f liegende loyale. Absicht werde aber zweifellos die Ueherzeugungl starten, daß kem bei der Fortsetzung des Kriegs noch mögliche s^ Werde, die schweren Opfer ailfzuwiegen, die das bluttge Ringen den Völkern noch auferlegen werde. Der Minister sprach sich hierauf über alle mit der Beendigung dess Krieges in Berbriid^ung stehenden Fragen aus. Die Abgeordneten! hatten dabei Gelegenheit, die Avlfsassuiig der Verbandsleittmz« deutz ch-iiationalen Parteien darzulegen.
, 19. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die Nene Freie Presse bespricht die Erklärung der Norddeutschen Allgem-einen Ztg. über die Wlahrung des Bukarester Friedens und erklärt: Tie Mittelmäckste sind einig in dem festen Willen, den Bukarester Frieden aufrecht, zu erhalten, mrd dulden keine Treibereien, die den Osten wieder in Flaminen setzen. Rumänien habe alün Grund, den Ernst dieser Wärmmgen zu bedenken.
Line italienische Ablehnung des österreichisch-ungarischen Vorschlags.
19. Sept. (WTB.) Tie Agencia Stefani veröffent- ttcht folgende Note:
. di? setzt hatte die italienische Regierung von der öster- Friedensnote mir Kemttnis den Ver- wtentlickwngeil der Delegraphei ^Agenturen, Weirn indes der voni Wiener Korrespondenz-Bureait verbreitete Text genau ist. so muß ne italiemsche Regiermrg betonen, daß der österreichische Vorschlag >avanf abzielt, einen Vorwand für Friedensverhandlun g en zu schiaffen ohne irgendwelche greifbare Uittettage und ohire die Wohr- cheinlichkeit eines tatsächlichen Erfolges. Tie neuerlichen Erllä- tmngen der österreichisck>-nncmrischen und der deutschen Staats- mäimer., die jedes Zugeständnis aiisschließen und die Verttäge von und Bukarest als endgültig bestä'igen möchten, machen yeve zn^ckdlenliche Eröffnung von Verhandln ngen unmög- Entmtte und die Bereinigten Staateii ließen ihre leb- Ycpte Berelttvilligkeit zu einem gerechten Frieden offen erkenrien und gleichzeitig auch die wesentlichen Grundlagen, auf denen dieser Frvede ausgebaut sein nruß. lieber diese Pinikte sagt die österreichi- che Note nicht ein Wort, besonders mich darüber nicht, .was ii/fj vnimttelbaren italienischen Ansprüche bezieht. -Tiefe sind der österreichischen Regierung wohl bekcuint: ebenso wie' stcm^ den Alliierten anerkannt wurden. Sie schließen in sich die ErsiMung der völkischen Einheit durch Freigabe jener italieni-
schen Volksstämme ein, die bis jetzt unter Oesterreich standen, sowie ine Verwirklichung der Bedingungen, die für Italiens Sicherheit unumgänglich, notivendig sind. Solange die österreichische :üegie- k'ung nicht zeigt, daß auch sie diese besonderen Ziele anerkennt^ ebenso wie die anderen -allgemeinen und besonderea Ziel, für die alle Alliierten vereint kämpfen, solange wird Italic nichä vom Kampfe ablassen., um die Menschheit zu einer basieren, gesick?erteren Elrundlage zu führen durch 'einen dauerhaften Frieden, der ans Freiheit und Gerechtigkeit errichtet ist.
Der Nachhall von Clemenceaus Rede.
P a r i s, 19. Sept. (Havas.) Sämtliche gestrigen Abendblätter zollen C l e m e n c e a u Beifall. So sagt z. B. Temps: Ganz Frankreich spendet Clemenceau Beifall in der Gewißheit, seines Reckfles, das keine Vereiw- ^arung Zuläßt, stolz auf seine Helden, die unter dem .Gesang per Marseillaise weiter in den Kanrpf ziehen.
Beschießung von Metz.
^ e lWTB.) Die hiesigen Zeitungen bringen
eine amtliche Mitteilung, in der es heißt:
, Seit mehreren Tagen beschießt der Feind Metz aus ernem weittragenden Geschütz. Diese Beschießung ist alle «die Fahre hindurch, Ibie der Krieg sclwn dauert, stets möglich gewesen unb wurde lange erwartet. Tie modernen Geschütze haben « orößere Tragwette als etwa die EnLsernung slidlich portt-u-Mousson nach Metz bettägt. Die jeittge Beschießung hängt aho keineswegs damit zusammen, daß der Feind nach unserer Rärv vnmg des &t. Mrhiel-Bogens der Stadt nähergekommen ist. ^Lne ist nur eine Begleiterscheinung der jetzigerc Kämpfe tvestlich und ludweiilich von Vretz und wird bald aushören, wenn diese iich erst festgelaip-en haben. Daher sind auch vom Gouvernemeitt keinerlei,' ttender-ungen in den Bestimmungen über die Ein- und Ausreise aus dem Gouvernements bereiche erlassen.
Amerikanische Reklame.
Berlin 19. Sept. In ihren amtlichen Berichten benutzt dre amerrvamsche Regierung die kleinen.Anfangserfolge im Bogen Lt. Mihiel, um unter bmnbastischer Aufzählung von mbeutetem Kriegsmaterial, großer: Gesangenenziffern, eroberten Gelandestvecken zu bewerfen, mtt welcher Kraft und welchem Schneid es chnen gelungen sei, dre deutsch- Stellung zu überreniwn. Mtt drefen Liegessanfaren bezweckt Amerika einnial, den eigenen Bun- desgenofien vor Angen .zu M-ren, wie selbständig imd unab- yanglg es Erfolge erzielen könne, zum anderen benutzt es diese uvertriebenQi Berichte, unr auf die Stttnrnnng der Teittschen ein- zuwrrven. Bon mnem Land wie Amerika roar eine solche Reklanre lemst vorauszusehen. Ter Erfolg beruht in dem Einbruch in unsere Elungen de: Thiaircourt. Während die rechts und links der EmbruclOstelle kainpsenden Truppen den Vornurrsch der Amerikaner auf hielte::, Eorrnto: die in: Lack von St. Mihiel befindlichen Verbände ihre Gruppen und ihr Kriegs umterial heraus ziehen imd bergen. Wie hartnäckig und zäh gekämpft wurde, bewies unter ander Qi das schneidige Vorgehen des Leutnants Tervald vom Infanterieregiment Nr. 47, der mit sechs MaschinengewehrQ: den :n Kolonnen hwanmarschrevenden Amerikanern schtoere Verluste bewrachbe und ] omtt, die linke Flanke seiner Tivision deckeird, dir Durchführung des Rückzugsplanes ermöglichte.
Die Bekämpfung der Tanks.
. Berlin, 1.9. Sept. In der Abwehr der Tanks, m (denen die Entente bereits das sichere Mittel zum Siege sah, wetteifern nach wie vor die deutschen Artilleristen, Infanteristen und Maschinengewehcschützen. So schoß in den Kämpfen vom 15. September zwischen Ailette und Aisne der Vizewachtmeister Go ld schm i d t der 6. Batterie des Feld- artillerieregiments Nr. 18 nicht weniger als acht feindliche Tanks zusammen. Eine andere Heldentat wird von dem Un- terofftzier Miese berichtet, der südlich Revillou aus einer Patrouille mit acht Mann in die ftindliclfen Stellungen eindrang und ohne eigene Verluste einen Offizier und 33 Mann gefangen zurückbrächte.
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Abbruch der diplomatischen Beziehungen Perus zu Deutschland.
Basel, Ill.^sept. Die „Times" meldet auv Lima un:ernf 14. September: Tue Deputierten kammer lehnte in einer geheim«: Sitzung mtt großer Mehrheit die Entschttchung des ^emor Ru^. Bravo ab, worin eine Kriegserklärung an Deutschland gefordert wurde. Andererseits billigte die Kam. wer ente Entschließung des Ministers des Aeußern, worin der Abbruch der drplomattschen Beziehungen zu Teittschland wegen seriwr kürzllchen unneuttalen Handlungen bestättgt und die perua. nische „>Lol:darttat" mit der großen amerikanrsch'm Dcnwkratie erklärt wird, die für die Welt das Reich der Gerechtigkeit proklamiert Der Senat wird wahrsche:nlich morgen dieselbe Entschließung m:< nehmen.
Die Fliegertätigkeit am 16. September.
Berlin, 19 .Sept. Infolge der günstiger: Witterung war am 16. September die Flic ge rtät i g ke i t an der West« ^ o n t ä u ß e r st au s g e de h n t. In zahlreichen erbitterten Lust- Lschlachten Hermesen unsere Jagdstreitkräfte m kühnem Drauf- gehen aufs neue ihre Ueberlegenhett. 34 feindliche Flugzcmgo rvurden vo Unseren Jagdfliegern im Luftkampfe, ackt Flugzeuge durch Flugabwehrkanonen abgeschossen, zwei Flugzeuge beirn Angriff auf unsere Ballons durch Maschinengewehre der Ballorrzüge p Abschuß gebracht. Oberleuttuvtt Loerzer errang au diesem Tage seinen 39. und 40., Leutnant Runey seinen 35.. Haupt man i: v. Schleich seinen 34., Leutnant Thuy seinen 30., Bizefeldwöet Pruhner seiner: 27., Offlzierstellvertreter Goerz seinen 27 Leutnant Bänmer seiner: 25. jmb 26., OberleuMant Grein' seinen 23. Luftsieg. Diesem Verlust von 44 feindlickxm Flugzeug«! steht auf unserer Sette ein Verlust jbon nur sechs Flugzeugen gegenüber. Die gestern gemeldete Abschußzahl feindlickser Flugzeuge urch Ballone am 15. September hat sich nackuräglich rwck erhöbt Danach fmfc an diasen: Tage 42 fenrdliche Flugzeuge (davon adn durch Flak) und 20 Ballone abgeschossen rovrden. Jnncrbal d dieser beiden Tage verloren unsere Gegner also 8 6 Flugzeuge, rvahrend unsere eigenen Verluste nur 12 Flugzeuge betrugen. Es ist eine Ironie des Schicksals, daß


