Aus 9iaöt nnv Conft.
Gießen, den 20. September 1918.
«ebener Hochschriinesettschnst.
Ter Vort-vag. des Professors Dr. Bersbu^ über „Die Gen ttr Hochs chn le und das flämische Volkstum" hatte viele Schürer, ,mm«ttlich ans Illriversttätskreisen ungezogen, weil nwu hoffte, von bau Bortvagmrden, der selbst Lehrer an der ini Kriege ins! Lel^n gerufenen flämischen Hochschule ist, Authenttsck?es über die Bestvebungen der Flamen nach Ilnabhängigteit und SÄbstmidigLnt zu^hüven. Fern von jeder politischer Stellun.g- nähme gab .Herr Dr. Berslups zunäckO einen Cut|fn I! eberblick über die Gesck-chte dieses ni-üderfrmikischen Volks stummes, der durch alle Zeiten, unter den burundischen und Habsburger HerrsäZern. selbst unter dem spanischen Truck, sein Deutschtum nnd seine eigene Art bewahr. Zwar hatten bei.den Gebildeten französische Art und Sitten imd die französische Spruche Eingang gffunden, aber das Voll erhielt sich ^seinen deutschen, flämischer Charakter. Als die belgischen Provinzen im Frieden zu Lüneville 1801 zu Frankreich tonai begann die Französisierung in verstärktem Maste. (In dieser Zeit ttnrrbc auch die französische Universität Mrtt gegründet Tie Fülfrer der flämischm Bewegung für Erhaltu^rg der Selbstän digkeit schöpften neue Hoffnung, als durch den Wiener Kongreß Belgien zu Holland kam und der französische Einfluß zurücktrat NackDem aber die Provinzen 1830 mit bcrt wallonisclien zum .Wnigreick' Pelgien vereinigt worden waren, wurde jede Regung naft Unabhängigkeit niedergehalten. Die Gebildeten und Bannten standen aus französischer Seite, das Volk aber, das bis zu 30 o/o weder lesen noch schreiben komtte, bei/ielt seine Eigenart irnd Sprache bei, so daß beide Volksschichten oft einen ^Dolmetscher brauchten, um sich zu verständigen. Tie Arbeiterschaft der Städte, deren Bestrelunigen hauptsächlich aus die Besserung ihrer ivirtsckwft- Ivchm Lage gerichtet waren, kümmerte sich rricht um die flämische Bewegrmg, die niemals unterdrückt tverden konnte, obgleich die Regierung das Fwanzofentuni begünstigte. So artstand im Kampfe von vielleicht 5O000 fvcmzösisch Gesinnten her Gebildeten und Beamten gegen das ganze Volk der Flamen ein Streit um die .Hock,schule in Gent, die bisher iurmer das Zentrum der flämischen Kultur geblieben war. und der Student enckongveß von 1912 sprach Zch . ^sür die Erhaltung des flämischen Charakters der Hochschule aus. Die Führer der Flanren suchten An lchlust au Holland oder Deutschland. So begrüßte man auch die deutschen Siege 1870/71 im Sinne der Selbständigkeit des flämückien Votkes, weil man vom deutschen Üluffchwung Errettung erhoffte. Als nun im Kriege die ersten Schlachten in Belgien ge- ichlageu wurden, wurden alle flämischen Bestrebungen unterdrückt irnd viele Führer in die flämenfeindliche Beivegung mit hinein gerrssen Da suchten die flämischen Akti lüsten Hilfe bei der deutschen Verwaltung des Landes, die ihnen auch zuteil wurde. Nach Ueberwindimg großer Schwierigkeiten wurde die Universität Gent in eine flämische Hochschule rcmgelvcmdelt, und am 24. Oktober 1916 konnte sie mit 40 Dozenten und 80 Studenten eröffnet werden. Am Ende des 1. Semesters betrug die Zahl der Studenten 138. Nach dem weiteren Ausbau der einzelnen Institute, der Gründung einer Gartenbauschnle und einer tierärztlichen Abteilung, sowie der Gründung ein.es Stndentenhauses und einer Bibliotlstk, zu deren Ausbau eine Stiftung von 4 Millionei./ Franken zur Verfügung steht, wuchst die Zahl der Studierenden brs zum Herbst 1917 auf 230 an nick) beträgt jetzt 406, darunter mele Ausländer und mehrere Wallonen, auch 450 Bolksschullchrer als Hörer. Auch die Kttnken entwickeln sich gut trotz aller Gegenwirkungen. Das Volk schickt die Söhne gerne zur Universität, weil es Zutrauen hat M denen, die seine Sprache sprechen. Die Stadtverwaltung unterstützt die Universität nicht, aber 198 Studenten nnd aus Gent. Hier sprechen von 100000 Einwohnern nur 3000 Familien französisch. Die Zukunft der Universität hängt nun lwm Friedensschluß ab. Die alte belgische Regierung ist Gegnerin die katholische Kirche verhält sich neutral, die Sozialistenführer find für das Weiterbesteben, der Anhang der Universität wächst und das Volk hat die Hoffnung, daß chm .aus der Universität gute Führer und tüchtige Beamte mit gut flämischer Gesmnimg erstehen mägen.
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** Amtliche Personalnachrichten. Ter Großherzog hat wegen des Ablebens des Herzogs Eduard von Anh alteine Hoftrauer vom 13. bis einschließlich 20. d. M. angeordnet — Der Großherzog hat am 18. September d. I. den Hochbauaufseher bei dem Hochbauamt Dieburg, Karl A ß m u t h, unter Anerkennung inner langjährigen treuen Dienste auf fein Nachsuchen vom 1 Oktober ^ Z an m den Ruhestand versetzt. — Ter Großherzog hat am 18. September d. I den Bmraffnranttn Franz Am ende aus Wörrstadt vom 1 Oktober d I. ab zum Hochbaumrfseher ernannt
^Auszeichnung. Leutnant und Adjutant des Inf -Regts 116, E. L tephan, Sohn des Majors Stephan, hat sich in der letzten Mwehrschlacht gelegentlich des im Tagesbericht erwähnten Gegenstoßes der hessischen Truppen das Eiserne Krsrz 1 stckane erworben.
** Zucker und Nährmittel. Das LebensmitteH- amck macht rrochmals darauf aufmerksam, daß die am 14 d M. zur Ausgabe gelangten Zuckerkarten und Nährmittelkar^ ten bis spätestens 2 0. Septemberl918 einer Verkaufsstelle zur Eintragung ihrer Firma imd Abtrennung des Kon trollabfchnittes vorzulegen sind.
** A usschließung vom Fleischverkauf.Durch
Beschlutz des Kreisausschusses Gießen ist der Metzger Adam Alleudorf, Blerchstraße, als unzuverlässige Person vom Han del .ausgeschlossen und die Schließung des Betriebs angeord net worden. Siehe Bekanntmachung.
. ^^^^?EndesSchwurgerLchts fürdas3. Bierth kaßr l^8. Mowag den 23. September, vorn:. 9»/- Uhr: Anklage gegen Wilhelm Blurmami von Friedberg wegen Urkundenfälschung und Betrug. Die Anklage vertritt Ger.-Ass. Dr. Eckert: die Ber- reülgmlg fuhrt Iustizrat Dr. Jung. Dienstag den 24 September oorin. 9 Uhr: Anklage gegen Hugo Moritz ans Bad-Nauheim wegen Verbrechens im Amte. Die Anklage vertritt Dr. Willen- bucher: die Verteidigung führt Rechtsanwalt Leun. Mittwoch den 25. September, vorm. 9 Uhr: Anklage gegen Emilie Kleinschmidt aus Meimbressen wegen Kindesmords. Die Anklage verttitt Ober- staatsanwält Hofmann: die Verteidigung führt Iustizrat Katz . Die Berufsberatung bei der bürgerlichen schädigten für sorge. Schon von Beginn ihrer Tätigkeit cm konnte die bürgerliche Kriegsbeschädigtensürsorge bei zahlreichen Kriegsbeschädigten, und A-War auch bei solchen, bei denen ein Berufswechsel nicht nötig war, das Streben seststellen, den alten Beruf aufzugeben und eine Stelle im öffentlichen Dienst, msbefondeve bei der Bahn oder Post zu erlangen. Den zahlreichen Wünschen dieser Att konnte vielfach! schon aus Mangel an Stellen nicht entsprochen werden, zumal Bahn und Post in steigendem Maß Kriegsbeschädigte^ aus den Reihen der eigenen Angestellten und Bediensteten versorgen müssen. Außerdem aber liegt es im allgemeinen volkslvirtschaftlickien Interesse und nieist auch im Interesse des einzelnen, daß der Kriegsbeschädigte soweit irgerid möglich), bei dem Beruf verbleibt, den er unter Aufwendung von Geld, Mühe und Zeit erlernt hat, und der ihm in der Regel ein auskömmlichwes und befriedigenderes Leben sick-ert, als eine untergeordnete Tätigkeit bei der Bcchn oder Post. Eine Hauptaufgabe der örtlichen Ausschüsse für die Kriegs besckKdigtenfürsorge ist es daher, vmr Anfang an gewesen, im Wege der beruflichen Beratung dahin zu wirken, daß die Kriegsbeschädigten möglichst ihrem alten Beruf erhalten bleiben und keinen übereilten Berufswechsel vor- ueHnien. Tie Beruf sbeiatung soll in allen wichtigen Fällen unter Zuziehung eines Berufs fai.chmannes irnd soroeit nötig, auch eines Arzies erfolgen. Außerdem hat der Landesau ssch^uß für die Kriegsbeschädigtenfürsorge .eine Sonderberatungsstelle für alle Berufsarten in Ofsenbach eingerichtet, die £on dem Chefarzt des Berufs- ubungslazaretts, Oberstabsarzt Medizinalrat Dr. Rebentisch und r^--?^ktor der Technischen Lehcairstalten, Pvofessor Eberl>ardt m Offenbach am Main, versehen wird. Soweit erforderlich, tver- ven nn einzelnen Fall von dieser Souderberatunas stelle noch weitere '»t-rufssach)männer zur Mitivirkung zugezogen. Tie Sou- oer beraluu gsstelle in Offenbach). Innn von den einzelnen öttlichcn JuSfamnen für die KriegsbesckMdigtenfürsovge rm Gvoßh. Hessen
Fallcm der Berufsberatung angegangen und uni Erstattung eures eingchenden (Ärtachtens ersucht WTrden.
11 der Sammlung für Deutschlands
spende für Säuglings- und Kleinkinderschutz kommen Dckder „Mutter mit Kindern" nach dem Ertwrirf von Professor Vvu Zumbnsch zum Verkauf. Die Bilder sind im Laden- »enster der Geschäftsstelle des Hausfrauenvereirrs in der Plocksttaße arrsgestellt. Bestellungen sind an die Stadtverwaltung zu richterr, Lichtspielhaus Balmhofstr. 34. Ab morgen tritt die bekannte .Hella Moja in dem Zirkusdrama in 5 Akten „Nur ein Schmetterlrrrg" auf. Entsprechendes Beipr'ogramm vervollständigt den gut zusammengestellten Spielplan. VorstellrmMN 4.00, 6.15 und 8.30 Uhr. Tie Direktion bittet, des Andrangs wegen die Nach- inrttagsvorftellüngen besuchen zu wollen.
Kreis Lautcrbach.
la. Lautetbach, 19. Sept. Leider scheint die Buche jetzt dieselberr Drangsale durchmachen W sollen, wie vor kurzem die Eberesche. Es ist in der Umgegend beobachtet worden, daß übereifrige Sammler die Aesbe abreißen, und Bucheckern pflücken, und die bedmierlichle aber wohlverständliche FolHe wird schließlich sein, daß die umliegerchen Wälder von den Besitzern gespertt tverden. — Aber der Buch^ckernpflück-er wird auch! wenig Freude an seiner Ernte haben. Was der Bannr nicht freiwillig (mittels Sckmt- teln oder Klopfen an den Aesten) verläßt, ist nicht reif, enthält noch zuviel Wasser und schrumpft beim Trocknen zu einem Nichts zusammen, wenn sich nicht der Schimuwl über solche gewaltsam gesammelten Vorräte hermacht. Tie Buche ist hier so zahlreich vertrettn und die Ernte so reich, daß niemand zu fürchten braucht, bcinr Sammeln zu spät zu komnreir, wenn er die richtige Reife abivartet. -Wer aber die Unreifen Früchte a b r e i ß t, schädigt die' Allgenieinheit. — Wann und in welchen Walddistrikten die Bnckeckern geerntet werden können, wird lwch bekannt gegeben.
la. R ösberts, 19. Sept. Zmn drittenmal wurde die Familie Müller in Weid-Moos in tiefe Trauer versetzt. Tie Familie bat während des Krieges ihre beiden ältesten Sohne eingebüßt. Vorige Woche kam vom westlichen.Kriegsschauplatz die Nachricht, daß der dritte Sohn H^ermmm als vermißt gemeldet sei.
K''-'s S^vtt^n.
O Schotten, 19. Sept. Tie diesjährige Synode des Dekanats S ch o 1 t e n fand gestern hier statt und wurde durch einen Gottesdienst in der Stcrdtkftche, in loelchmu Pfarrer Rühl- Wingershaustn^die Predigt hielt, eröfftret. Bei de.: im Rathaussaal unter dem Vorsitz von Kirchenrat Tekan Münch stattgeftmoenen Verhandlungen erfolgte zunächst die Bekanntgabe des Bescheids des Großh. Oberckonsistoriums mif die BesMüsse der vorjährigen Synode, worauf der ,Vorsitzende den Rechenschaftsbericht über 1917 erstattete. Nach Prüfung der Rechnungen des Erziehungs- und Missionsvereins sowie der Wahlen zur Tekcmatssynode shritt man zu den Wahlen. Zum T-ökan bzw. DekcurstellVertreter wurden gewählt .bzw. wiedergew'ählt Kirchnrrat M ün ch- Schotten und Pfarrer B v l p - Laubach, zu Mitgliedern des Tekanatsausschusses ebenfalls wiedergenEt Bürgermeister L e h r - Ruppertsburg, Bürgermeister V i e h l - Rainrod und Pfarrer Fritsch- Ruppetts- bürg, zu Ersatzmännern Pfarrer R e p p - Ober-Seemen und Uhrmacher Mehring-Schotten. Wegen der vorgerückten Zeit mußte von der Erstattung des Referats „Tie Aufgabe der Kivche in unseren Gemeinden nach dem Kriege" Abstand genommen werden. Mit Gebet von Marner R e b e l - Lmrbach wutde die Synode ge schlossen.
Kreis Friedberg.
^ Rodhei m v. d. H., 18. Sept. Auf dem Wege von hier nach Frankfurt wurde in der vergangenen Nacht in Wppern ein Auto angehalten, das in seinem Innern große Mengen Rindfleisch barg. Das Fleisch sollte trach Frankfurt gebracht werden Tie Kraftwagenfahrer wollen die Waren bei Rodheim von Unbekannten erhalten haben. In der gleichen: Nacht wurden im nahen Köppern einem Lairdwirt ^wei fette Schweine aus dem Stalle gestohlen.
oa. Vilbel, 19. Sept. In der Nacht vmr Samstag auf Sonntag wurden einem hiesigen Gastwirt vier Gänse aus dem Stalle.gestohlen. Erst vor einigen Wochen war ihm eine Gans entwendet worden. Ter Gänse- und Hühnerdiebstahl ist hier an der Tagesordnung. Von der Straße weg verschwinden diese Tiere und gelangen rrie wieder in die Hände ihres rechtmäßigen Besitzers
Hessen-Nassau.
X Hanap. 19. Sept. Vor dem Schöffengericht stand heitte der Fabrikarbeiter Ludwig Müller von hier, dem die Anklage zur Last legte, in einer Airgustnacht gemernschn mit dem Hllfsdreher dNatz von einem Grundstücke Zwiebeln gestohlen zu haben. „Ich verdiente damals 300 Vik. die Woche, hatte also nicht nottg, Zwiebeln zu kehlen", mit diesen Worten versuchte er sich zu verteidigen. Er erhielt 3 Monate Gefängnis.
1[ Kassel, 19. Sept. Wie dem soeben erschieneneu Jahresbericht der Landes Versicherungsanstalt Hessen-Nassau zu entnehmen ist, sind im Jahre 1917 zusanrmen 131 800 Mark 3Vsprozentige Darlehen zimi Bau vonArbeiterWohnungen ausgeliehen worden. Bis Ende 1917 sind zu besagtem Zwecke überhaupt ausgeliehen an Baugenvsseuschvften usw. 15 338 825 Mk, än landwirtschaftliche Arbeiter 9000 M'k. und au cürzelne Ber- ich^erte 5152 291 Mk., zusammen 20 500116 Mk. Am Schlüsse des Berichtsjahres toaren an Renten insgesamt 7437 907.60 Mk Jahresbettäge zu zahlen. Außerdem standen dem Vorstände ein- chließlich der Ueberschüsse aus dem Vorjahre 552 231,94 Mk., für besondere Ausgaben für die Kriegswohlfahrtspflege zur Verfügung, hiervon gelangten an bedürftige Hinterbliebene und für sonstige Wohlfahrtszwecke msgesarnt 293 456,53 Mk. zur Auszahlung. Das Gesamt vermögen der Landesversicherungsaustatt betrug am Jahresschlüsse 89 605 301,77 Mk.
Fc. Vom Main, 18. Sept. Etwa 2000 Zentner Zivetschen mb tn der abgelausenen Woche aus den Gemeinden Wernfeld uitb Adelsberg ausgeführt worden, und zwar sämtlich nach, Frantfutt am Main und Hanau. Hunderte von Hamsterern überfluten die beiden Gemeinden, und wo nich' gittwillig Obst abgetreten wurde, wurde Gewalt angewandt. EMich erschien am Bahnhof Wernfeld und Gemünden Gendarmerie, doch zu spät, denn die Haupternte war bereits über die Grenze — ohne Arrssuhrsthein — tt>gegangen.
ortlttsten Unteru'ch'.nunstcn bn Ädocuvres ins am Walde von pavrinwurt muckMr lmr Gefangene. In Moeuvres sprengten wn" zahlreiche Uitterstände des Feindes.
Heeresgruppe Generaloberst von Boehn.
^ Auf dem Sckllachlfelde am fruhm Morgen heftiger Fcuenampf. Starke Tnsangriffe. die der Feind gegen Gou- zeaucourt und beiderftüts von Epchy mehrstrckl lviederhotte, wirroen mrgewrefcn. BayeriM Regimenter und metttzisä-e Jager zepstzveten sich hierbei besonders aus. Einheitliche An- grfffe rpiftete der Feirrd nnck stärkstem Feuer am frühen Margen und in den Mittagssttrud'. gegen unsere Linieil ,u u- Dmrgnonbach uno der Somme. Sie sind auch gestern überall vor unseren Linien gestheikert.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Mrdlich der Aisne machttn wir bei eigenen Unter- nehmung'elt im Gehöft Vaurains ulid lvcstlich von Jany 139 Gefalrgene. Infolge unseres Artilleriefeuers war das Unter- nch'nen westlickf von Jony vereitelt. Der beabsichtigte An- gnff des Feindes kam nicht voll zur Entwicklung und wurde ab gew iesen.
Heeresgruppe von Gallwitz.
Kleinere Borfeldkampft. lieber dem Schlachtftlde zwi- urÄ Mosel schoß das Jagdgescktzvader 2 unter Führung des OberleutnWts Freiherr von Boeningk in der Zeit vom 12.—18. September 81 feindliche Flugzeuge ab. Es verlor selbst ,m Kanlpft nur 2 Flugzeuge Leutnant Büchner errang seinen 30. Luftsieg
vermischte-.
Ein Brand in einer österreichisclien Munitionsfabrik.
* Wien, 18. Sept. <WTB.) Amtlich wird vvrlcnttbart: In >er Abteilung für E^schüpatvcmen-Erzeucmng in der Munitionsfabrik Woellersdorf eittstand aus bisher noch nicht ganz aufgeklärter Ursache ein Brand, welcher durch Entzündung des Gesächtzpulvers rasch um sich griff.und durch Panik unter den im betreffenden Raum beschäftigten Arbeitern leider eine rroße Anzahl Opfer forderte. Infolge der sofort ergriffenen Maßnahmen ist eine Bettiebsstörung der Mimttionsfabrik ausgeschlossen. Tie Verletzten wurden sofort in das Wiener Neu- tädter Spital gesä-afst.
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= Nieder! ahn stein, 18. Sept. Drei Soldaten, die Sonntag früh bei Koblenz auf dem Rhein eine Bootsfahrt unternahmen, sind bsiher nicht zurückgekehrt. Das Boot wurde kielobcrr treibend bei Neuwied gelandet. Die drei Soldaten sind wahrscheinlich ertrunken.
Hamburg, 17. Sept. >WTB^ Aus den Geschäftsräumen der Commerz- und Tiskontobank. sind auf bisher unbekannt^ Weise l 5 0 0 00 Mark in Kriegscnileihe entwendet worden, lieber den Täter und über den Verbleib der Papiere war noch mcksts zu ermitteln.
Letzte rLachirreLitett. '
Dev neueste Levicht -ev Seeveslestnng.
(WTB.) Großes Hauptguartier. 20. Septnnb. (Amllich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
H e e r e s g r u p p e K r o n p r i n z R u p p r e ch t Infanteriekämpft nordwJtlich vou Bixsckoote und südlich von Ppcru verliefen für uns erfolgreich. Ein Vorstoß der
Engländer irordwestlich non Hulürch wurde abgewiesen. Bxi
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 20. Sept. (WTB. Amllich.) Jnc wel'tlichm Teil des Mittelmeeres versentten unsere U-Boote 12000 Bruttoregistertonnen Schiffsraum.
Die AbweHrschlachten im Westen.
Berlin, 19. Sept. (WTB. Nichtamtl.) An der Ca mbrai-^ St. Qu ent rn-Front wurde am 18. September den ganzen £aq über stellenweise vom frühen Morgen bis tief in die Nacht hrnein erbittert gerungen. Nachdem die Engländer :rnd Franzosen
Dem 8. vergeblich versucht hatten, in starken Tcilvorstößen sich 5 l^I 5 ^§nete Basis für den von Foch erstrebten Durchbruch durch Dte Swgsnedstellung zu schaffen, ging Foch am 18. vom Havrin- eourt-Walde brs an die Somme zum geschlossenen Großangriff über. Um 5,Io Uhr setzte auf der ganzen Frott stärkstes Feuer ein, das ms ttef m das Hintergelände reichte. Etwa nach einer Stundü gingen die Engländer auf der ganzen Front znm Angriff über.' Zahlreiche Tanks rasselten der englischen und französischen Infanterie vorcnr, während starke Geschwader von Schlochtfliegcrn ttef yerabstießen, um durch Maschinengewehrfeuer und Bombenabwürfe die,deutsche Vetteidigung zu erschüttern. Ter geplante Durchbruch mißglückte. An den Flügeln der Angriffsfront hielten sich Gsu- zeaueoutt und Holnon. Gegen ersteres stürntten die Engländer drei-- mal an. TreSeanlt hielt gegen einen viermal wiederholten Feind- Münfl. Zentrum gelang es den Eirgländern, die deutsches Linien zunickzud rangen: nach erbitterten hin- Mid her wogenden Kämpfen blieben Et>ehn imd Ronssoy in der Hand der Engläiidcr. Um ^ 6,30 Uhr nachn,ittags stürmtOi die Engländer nach abermaliger Arttllerievorbereitung von neuem an. Alle Bersuckie^ über Rossenet, hinaus vorzudringen, scheitetten cm dem Maschiuengetvehrfeiler, das ihren Lturmwellen ans den Torf-^ trümmern des zähe verteidigten Lenipire entgegen schlug. Südlich davon zersplittette ihr Ansturm in, deutschen Gegenstoß. Um 9 Uhr brach! ein neuer feindlicher Angriff auf Villers-Guislam Blirtig zusammen. Im Mschnitt St. Quentin blieben alle Anstrengungen der Franzosen, Boden zu gewimi-m, erfolchvs. Ihre Versuche, den Angriffsraum südlich der Somme zu erweitern, untm - band das zusamnrcngesaßie deutsche Feuer. Tie gesantten Kämpfe spielten ftch m dem Gelände vor der deutschen Siegfriedlrnie ab ttotz größter Anstrengungen und rücksichtslosem Menschen- forme Materialesnsatz des Gegners.
Eine ukrainische Abordnung in Dentschland.
Be r l in, 20. Sept. Auf Grund einer Einladung der deutschen Miegierung hat sich eine T el e ga t iv n des ukrainisches Verbandes für Handel, Industrie, Finanzwesen Und Landwirtschaft nach Deutschland begeben, um sich hier Über den Stand der verschiedenen Jndustriezliveiqe mrd der Handels- lage zu rnformieren sowie mit hiesigen JUdustriellen icnd Handels- kreisen in engere Berührrurg zu tteteic. Zu diesem Zweck Hat sie lunter Leitung von Vertretern des Auswärtigen Amtes und der lobersteu Heeresleitung nach Besichttgung von größeren Wrr>est nr Berlin eine Reise nach den Wütigsten Industriezentren Deutsch-' lands anzutreten und beabsichttgt sich nach der Rückkehr mit den, hiesigen Zentralstellen über verschiedene Finanz- mid wirtschaftliche Fragen zu beraten. In Berlin wurde die Delegatton vom Hetwan der Ukraine empfangen und besuchte den Staatssekretär des Aenßern.
Die Jnternationole und die deutsche Sozialdemokratie.
L o n da n , 19. Sept. Die Internationale Arbeiter konferen z besprach einer Reutermeldimg zufolge heitte den Bericht über die Antwort der Sozialisten der Mittelmächte auf das Kriegszielmemorandunl der Interalliierten Ar- beiterkonfereuz in London vom Februar. Ter Bericht drückt die be- lrechttgte Zufriedenl^eit mit den Antworten der bulgarischer, ungarischen und der deutschen Sozialisten Oesterreichs an- imd erllärt/ daß die Antwott der derttschen sozialistischen Mehrhttt ein Hirrder- nis für die Mhaltung der Jntenrattonaleu Kmrfercmz brrstette. Ter. Bericht wurde an einen Ausschuß verwiesen. Er empsiehlt, den deutschen Mehrl^ertssoziallsten eine ausführliche Arttwort und den Sozialisten der übrigen Länder Antwotten zu geben, in d^v.en sie dringend aufgefordert iverden. ihren Einfluß dahin zu benutzen, daß die Haltung der deutschem Sozialisten ,chesser umschrieben" werde. (!)
Rücktritt des japanischen Kabinetts?
Basel, 19. Sept. Nach einem .Havasbericht aus Tokio 'pvechen die Zeittmgen von der wahrscheinlichen D e m i f sZ v n d e s Kabinetts. Für das neue Kabinett tverden der Name deS Marguis Sayonya und auch der Ha ras, des Führers dei- Konstttuttonalisten, genannt.
Einberrrftmg de§ Preußischen Abgeordnetenhauses.
Berlin. 20. Sept. Ter Aeltestenausfchuß des Abgeordnetenhauses ttat heute vorinittag zu einer Sitzung zusammen und einigte sich dahin, daß die nächste Sitzung des Abgeoödnetenhausts am Dienstag den 22. Oktober stattffnden soll.
Die Beisetzung von Dr. Carl Peters.
Hannover, 19. Sept. (WTB. Nichtanttlich.) Tic Bei- etzung Dr. Carl Peters fand heute auf dem Engesel wr Friedhof, wo die Stadt Hannover- ih^n enr Ghrengvab bereitet l>-rtte, unter starker Beteiligung statt. Tett Kaiser, der Recchkckanzler imd das Reichskolonialamt hatten Krmrze gespendet. An de, Beise"nng nahmen auch llltterstaatssekretär Klem, die Gebeimen Regttrungs- rate Gras Bethncl>-Huc und Biarcplardsen teil. Bei den Witwe des Verstorbenen gingen u. a. BeilkadstelegrMmne du von Staatssekretär Dr. Sols, Herzog Johann Alb recht von Mecklmb uNg ind Generalfeldmarsckttll von Hindenbirrg.
Bezugsprei^erhöhlin der Zcittmgrn.
Stuttgart, 19. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die Zeittuigen! lWürttenrbergs veröfstmllchen eine Erklärung des Dorstmides des Vereins wü rt temberg ischer ZcitungsVerleger, wonach iiffolge erheblicher Steigern,rg der Druck- und Papieroreise vom 1. Oktober eiile lvcitevc Erlwhung der BaMugspreist erfolgr
Knaben» Pensionat
Soetbsfäiuls
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kealkla!len, verdunäen mit porlckule. erlebt elntütirigenreugni5>
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