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Une Kundgebung der deutschen Gewerkschaften gegen amerikanische Hetzereien.
tex-tUit, 11. Sept. Auf der Konferenz der Vorstands - Vertreter der Ge Werks haften sagft der Vorsitzende der General kommission der Gewerkschaften Teutichlands, Reichs- tagsabgeordneter Legren am Dienstag rm Anschluß an den van ihm erstatteten Bericht u. a.:
Wir waren ununterbrochen bemüht, mit den Gewerkschaften der Ententestaaten über die gewerkschaftlichen ForderuuM^zum Friedensvettrag zu einer Berstäirdigrmg zu kommen un dem Frieden zu dienen, leider ohne nennenswerten Erfol?! , FriÄensbestrebung der Arbeiterschaft der Erchmtestaaten wir allen Mitteln zu unterdrücken versucht. Jetzt ist auch der Vorsitze der American Federation of Labvur, Gompers, irach Europa gekommen, aber nicht um seine Pflicht als Aröeitervertreter zu erfüllen und seinen Teil dazu beizuttagen, daß dem grausigen Morden und Verwüsten ein Ende bereitet wird. Er will im Gegenteil das Fünkchen von Friedensneigung, das in der Arbeiterschaft Englands aufgeflammt ist, wieder verlöschen. Alle Achtung vor der Energie mid Arbeitsleistung der Bevölkerung der Vereinigten Staaten, aber auch ihr begeistertster Freund wird nicht in Abrede stellen können, daß in diesem Lande alles noch im Werden begriffen ist. Die Kapitalmacht herrscht dort unbeschränkter als in irgendeinem Staate Europas. Arbeiterschutz u::d Arbeiter Versicherung sind nur in einzelnen Staaten Nordamerikas in geringen Ansätzen vorhanden. Die von dem obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten erlassenen Urteile zeigen, wie wenig das Recht der Gewerkschaften geachtet wird, die unheilvollen Wirkimgen des Kapitals M beseitigen oder zn mildern. Hinter dem Mutterlande England, das unbegrenzte imperialistische Ziele verfolgt und mit iallen.Mitteln durchzusetzen versucht, stehen die imperialistischen Tendenzen der Vereinigten Staaten nicht wesentlich zurück. .Die Lynchjustiz wird nach den Berichten- id-er eigenen Presse^ in den Vereinigten Staaten von den Richtern geduldet, den sogenannten besseren Elementen der Gesellschaft unterstützt [irrtb ist zu einer Schmach für das Land geworden. sEs steht dem Vertreter eines solches Landes schlecht an, die Arbeiterschaft Deutschlands als Hunnen zu bezeichnen. Deutsche Arbeit rund deutsche Arbeiter haixm wesentlichen Anteil an den Knltursorts-ckwitten, die in den Bereinigten Staaten gemacht worden sind. (Für die brutale Kriegs führung ttnser Volk allrin verantroortlich (machen, heißt absichtlich das übersehen wollen, was die anderen kriegführenden Staaten tun. England hat unter Bruch des Völkerrechts durch Mchneidung der 'Zufuhr von Nahrun gsmittefn die ^Frauen und Kinder Deutschlands dem Hunger preiszugeben versucht und auf diese brutale Art den Krieg Au seinen Gunsten beendigen wollen. Gegen diese Art der Kriegführung . hat Deutschland sich mit jallö Mitteln gckvehrt. Wir bedauern mit iedem Kultur- und Menschenfreund den Torpedoschuß auf die Lusitcmia und die entsetzlichen Folgen, die er hatte, wir dürfen aber iricht vergessen, daß der deutsche Gesandte in Washington eindringlich davor gewarnt hatte, auf dem zum Transport von Mfmttion und Kriegsmaterial dienenden Schiff Passagiere befördern zu lassen.. Daß Gompers und die A. F. L. gegen diese ungesetzliche Handlung Protest erhoben haben, ist uns nicht bekannt geworden. Als gegen unfern Willen der uneingeschränkte U-Boots-Krieg angekündigt war, ersuchte Gompers die Gewerkschaften Deutschlands, bie Regierung zu veranlassen, von der Airwendung dieses Kampfmittels abzusehen. Wir antworteten, daß Verhandlungen mit der Regierung! nur dann Erfolg haben könnten, wenn die Vereinigten Staates aus England dahin einwirkten, daß es seinen Hungerkrieg gegeft die Frauen, Kinder und Greise Deutschlands einstellte. Das geschah nicht, sondern die Vereinigten Staaten, die unter a n g c b l i ch e rj Neutralität alles getan haben, die Gegner Deutschlands in der Kriegführung zu unter st ützen, traten! selbst in den Krieg ein. Die A. F. L. und ihr Präsident haben wäh rend der Zeit, in der die Dinye sich so gestalteten, das Gegenteils von dem getan, was eine Arbeiterorganisation und ihr Führer.tunl sollten. Demgegenüber haben die Gewerkschaften Deutschlands ge treu den Grundsätzen, die am 4. August 1914 von der sozialdemokratischen Fraktion im Reichstage ausgestellt worden sind, gehandelt Sie ftxmbm zu ihrem Lande in dem Bewußtsein, daß es sich allein um dessen Verteidigung handelt. Vor der Wellgeschichte werben die Arbeiterorganisationen Deutschlands gerechtfertigt dastehen, wenn die Frage entschieden wird, ob sie bemüht gewesen, das entsetzliche Ringen, das zur Vernichtung der Kultur und der Kraft der Völker Europas führen muß, zu beendigen. Den Beweis, daß sie in gleicher Weise handelten, werden die A. F. L. und chr Präsident Gompers noch zu erbringen haben.
Noch ein anderes, so fuhr Legren fort, aus der Rede Gompers' sei erwähnt. Er lobte die englische Seemannsg^werkschaft, die auf eigene Faust Politik treibt. Was die Regierungen der Ententen staaten durch Paßverweigerung erstrebten, hat diese gewerkschaftliche Organisation praktisch herbeigesührt. Me Reden von Gompers sind geeignet, die Alldeutschen zn stützen, deren Bestrebungen und Ziele die Gewerkschaften Deutschlands mit aller Entschiedenheit ablehnen. Es Wäre verhängnisvoll, wenn die Arbeiterschaft der Ententestaaten Gompers folgen würde, dann könnte der Krieg noch jahrelang dauern und die Hosst.iung, zu einem Verständigungsfrieden zu kommen, würde ausgegeben werden müssen. Wir hoffen, die Gewerkschaften Englands werden der Strömung des jetzt tagenden englischen Gew erkschaftskongress.es folgen, die einem Fricken der Verständigung zustrebt, so daß dem Kriege baldigst durch Verhandlungen ein Ende bereitet wird.
Die Konferenz schloß sich diesen Ausführungen an und beschloß deren Veröffentlichung.
Der Stab der Seekriegsleitung im Großen Hauptquartier.
Berlin, .10. Sept. (WTB.) Der Chef des Admiral- nabes, Mdnnral Scheer, hat sich mit dem Stab der Seekrieg steil ung su dauerndem Aufenthalt nach dem GrotzenHauptquavtier begeben. Da alle anderen Ab Leitungen des Adnnralstabes (Presseabteiluug, politische Abteilung usw.) unter dem stellvertretenden Chef des Admiral- stabe^rn Berlin zurückgeblieben sind, ändert sich für den Ver kehr mit dem*Admiralstab nichts.
Eine türkische Abordnung in Berlin.
Berlin, 10. Sept. (WTB.) Heute morgen ist die mit der Notifizierung der Thronbesteigung des Sultans Nehmed VI. beauftragte Sondermissron auf dein) Wege nach dem Hauptquartier mit dem Balkanzuge in Berlin eingetwfsen. An ihrer Spitze steht Prinz Abdul Ra- himi Effeüdi, ein Sohn des Sultans Abdul Hamid. c derlin , 10. Sept. (WTB.) Zum heutigen Eintreffen der türkischen Abordnung in Berlin, die nach allem Brauch die Thronbesteigung des Sultans dem Kaiser anzuzeigen hat, ^sagt die „/Norddeutsche Allgemeine Zei
fanteriedivision ,an den Kämpfen vor Verdun teil. Darm, daß gerade ein Prinz, den so nahe Beziehungen mit Deutschland und dem deutschen Heere verbinden, für die Anzeigung rber Thronbesteigung gewählt wurde, ist eine besondere Aufmerksamkeit des Sultans zu erblicken.
Der amerikanische Kriegsminister in Frankreich.
Bern, 10. Sept. (WTB.) Der ,Malin" teilt mit, daß der .amerikanische Kriegsminister Baker augenblicklich in Frankreich weilt. Der kurze Besuch des Generals D i a z wird mit der Anwesenheit Bakers in Verbindung gebracht.
Eine italienische Stimme zur Kriegslage.
. Bern, 6. Sept. (WTB.) „G io rn ale d' Italia" warnt in einer von den italienischen Zeitungen vielbeachr- teten Berner Korrespondenz vor einem allzugroßen Optimismus Lei dem deutschen Rückzug. Die Verluste des deutschen Riesenhoeres seien verhältnismäßig gering, was auch durch die Gesäugeneirzah im der Alliierten bestätigt werde. Sonnt bleibe eine deutsche Ueberraschung in Frankreich immer raxfy möglich. Mit ihren Divisionen seien die Deutschen iminer imstande, gestützt aus die Siegfriri>- linie, die Defensive durchzuführen.
tung": ,An der Spitze der Abordnung steht Prinz Abdul Rahim Effendi, der in Berlin kein Fscmder ist. Er hat hier seine militärische Ausbildung genossen und längere Zeit dem 2. Gcrrde-Feldartillerie-Regiment nngehört. Bei den deutschen Truppen hat er im November 1914 auch die Feuertaufe empfangen. Nachdem er im Osten und Westen den K^riieg an unseren Fronten Sennen gelernt, hat er seine Erfahrungen als Führer einer Artillerieabteilung im 15. tür- kisckten Armeekorps in Galizien, dann an der Palästina- front als Kommandeur eines Artillerieregiments verwertet den schweren Kämpfen mit den Engländern fand er hier Gelegenheit, sich besonders auszuzeichnen. Im letzten Mai Myrte er zu unserer Armee zurück und nahm als Artilleriekommandeur einer Nahkampftruppe bei einer preußischen Jn-
Schreckensregiment in einem australischen Gefangenenlager.
Berlin, 10. Sept. (M.) Ein Berliner Mittagsblatt schreibt unter der Ueberschrift „Revolver und Peitsche": In dem australischen Safcer Porres Irland führte ein gewisser Major Hawsk als Lagerkommandant ein wahres Schreckensregiment. Meser wüste Geselle schoß mit dem Revolver auf einen deutschen Gefangenen, der ihn um eine Zigarette bat, tötete dabei einen Unbeteiligten und verwundete einen anderen. Zwei Gefangene, die einen Fluchtversnch machten, ließ er an BäumL binden und durchpeitschen. Einige Gefangene hatten vom Posten die Erlaubnis erhalten, sich von einem zerfallenen Schuppen Brennholz zu holen. Als andere, in dem Glauben, daß es sich um eine allgemeine Erlaubnis handle, ebenfallls von diesem Holz da- vonttngen, gab Hawsk Befehl, sie mit dem Bajonett wegzutreiben, worauf die australischen Wachen rücksichtslos auf die Leute cin- stachen und sie schließlich zu dreißig in einem wenige Quadratmeter großen, von Stacheldraht umzogenen Platz einpferchten, .wo sie gerade so viel Raum fanden, um aufrecht nebeneftrander zu stehen. In dieser furchtbaren Lage mußten sie 12 Tage und Nächte, zum Teil in heftigen Regengüssen, aushalten. Nicht einmal zum Aus- tveten dursten sie hinaus, bis sie endlich so, wie sie waren, manche nur mll einer Hose belleidet und ohne Strümpfe, zu ihrer Aburteilung nach einem mehrere Stunden entfernten Gefängnis getrieben wurden. Diese grauenvollen Roheiten sind für uns um so schmerzlicher, als in den austtalischen Lagern vor allem unsere^ braven Leute vom Kreuzer „E m d e n" und die aus Tsingtau gefangen gehalten werden. Nur durch schärfste Gegenmaßregeln an den in unseren Händen beftndlichen austtalischen! Gefangenen wnden die verrohten Abkömmlinge des australischen einstigen Sträflingsstaates zu einem menschlichen Verhalten gezwungen werden rönnen.
Freier Handel in der Ukraine.
Berlin, 11. Sept. Laut „Lok.-Anz." schreibt .Mewskaja Mysl" am 7. September: Durch Erlaß des Verpsle-gungsministers ist in der Ukraine vom 29. August ab freier Handel für Schweine, Speck, Butter, Milchprodukte, Eier, Kartoffeln, alle Arten Gemüse und Fette unter Abschasfung der Höchstpreise zugelassen.
Das neue holländische Kabinett.
Amsterdam, 10. Sept. (WTB.) Ter Haager Korrespondent des „Algemeen Handelsblad", Äout, begrüßt das Zustandekommen des neuen Kabinetts und hebt hervor,. daß es wieder ein rein parlamentarisches Ministerium sei, das mit dem Ergebnis der Wahlen übereinstimme. Ta solch? Uebeveilrstinvmung für die Handhabung des parlamentarischen Prinzips notwendig sei, müsse inan sch darüber freuen, daß ein rechtsstehendes Ministeriuni zustande gekommen sei. Die Besetzung der einzelnen Portefeuilles bezeichnet Etout im allgemeinen als gut, teils fogar sehr gut. Ueber den neuen Außenminister Karnebeek sagk'Elout, daß die auswärtigen Angelegenhüten bei ihm in sehr guten Händen seien. Der Büa> germrisftr vom Haag habe bisher. Nickis getan und gesagt, was im Jnlande oder Auslände sp aufgefaßt werden könne, als ob er' beabsichtige, in irgendwelcher Beziehung von der [triften neutralen Politik abzuweichm. Im übrigen habe man Karnebeek wähnend seiner.Amtstätigkeit als Bürgermeister als eine:: höflichen, aber energischen Ma:rn kennen, und schätzen gelernt. Man werde von. ihnp ine ruhige und vernünftige, aber keine schwächliche Politik erwarten
Der türkische Bericht.
Konstantinopet, 10. Sept. (WTB.) Tagesbericht.
( Palästinafront: Im Küstengebiet Artilleriekämpfe und «erfolgreiche eigene Patrouilletlunbernehinirngen. Westlich der Sttaße Jerusalem—Nablus wiesen unsere Postierungen starke ftmdliche Aufklärungsabteilungen ab. StelleiUori.se lag heftiges Artillerie- seuer des Gegners auf.unseren Stellungen, dps von uns auf das seintlicke Lager erwidert wurde. .Eine nach dem Jordaw-Brücken- kopf marschierende Kcwalleric-Kolonnc wurde wirffant durch unsere Artillerie beschossen. Unsere Kavallerie vertrieb aus dem' Ost- jordan-Ufer eine Abteilung feindlickier Arider und stieß bis zum Brückenkopf von Mendesse ^nach ß>n den letzten Tagen erlitte^ die Rebellen eine Reihe ompsindlick>er Schlappen. Nord- ivestlich Kalvt cl Hesa schlugen wir ausständisck^ Banden in regellose Flucht und zogenin Tafileern, wo unsere Truppen von den Scheichs und der Bevölkerung freudig begrüßt wurden. Eine von Maan nach dGrden entsandte Aufklärnngsabtrilung warf die Rebellen nach blutigem Kautpf und nahm einen Offizier mrd zwanzig Mann gefangen. Es winden einige Maschinengewehre erbeutet. Bei Mebrua wurde rin Rebellennest von uns ausgehoberu Weiter nördlich wurde rin Angriff auf unsere Postierung<nc abgeschlagen. Mks den übrigen Fronten ist die Lage unverä-ndert.
Zehnfache gestiegen war, wendete da§ Toichedo-vook, um ao-
geschnitten zu werden, gegen Madua, Ivo es nach eurem halbitunch- gen Gefecht, während dessen wiederholt feindüche ,ftugzeugc ern- griffen, ohire Beschädigung oder Vertust rinlicf. Tre Mrnem^lckboott konnten dank der Aufopferung des.Torpedoboots 86 ungerahrdtt den Hafen erreichen. Es bleibt abzmvarteu, in welcher Werft der italienische Admrrvlstab diese Aktion — fünf stärkere, an Geichlvm- digkeft bedeutend überlegcnc Torpedobootzerstörer gegen eur ouer- recchisch-ungarisches Doüpedoblwt — umdeuten wird.
Amerikanische Beschlagnahrckz deutscher Schiffe aus peruanischen Häfen.
Berlin, 11. Sept. Dem L.-A. aus dern Haag zufolge melden die „Times" aus Lima, daß ein Abkommen zwischen der Regierung von Peru und den Vereinigten Staaten erfolgt sei über die Fahrt von deutschen Sckiiffen aus peruanischen Häfen nach den Vereinigten Staaten. 25 000TonnenSchiffsraum wurden beschlagnahmt.
Auf 25 000 Tonnen mehr wird es unseren U-Bootm wahrscheinlich nicht an kom men.
Aus dem Reiche.
Der Kaiser in der Kruppschen Gußstahlsadrit.
Essen, 9. Sept. (WTB.) Der K aiser ist heute nachmfttag um 2.15 Uhr mit Gefolge zum Besuche auf dem Hügel eingrirofsen, wio er von Herrn und Frau Krupp von Bohlen und Halbachemp- f-angen wurde. Im Gefolge des Kaisers befanden sich auch Kriegsminister General d"^. Artillerie von Stein, General der Infanterie Gayl, StellverttetQkder kou i mandiererrder General des 7. Armeekorps und Oberpräsident von Groote. Ter Kaiser fuhr hierauf ui Begleitung von Herrn und Frau Krupp von Bohlen und Halbach zur Besichttgimg der Gußftahlfabrik. Hier wurden im Hauptver- walturrgsgebäude an der Hand von Karten und Plänen zunächst von Herrn von Bohlen eingehende Erläuterungen gegeben, sodann Wurde eine gcurze Reihe von Werkstätten besichtigt, wobei bte zuständigen Direktoren dem Kaiser als Führer dienten. Der Kaiser, der wiederholt sein lebhaftes Interesse an dem. was er sah und hört:', kundgab, besuchte im einzelnen die 10. Mechauikerwerkstatt, di,' La'ettenwerkstatt IV, die Br mszylinderwerksta t I, ti y Kanonen- Werkstatt III, die Bremszylinderwerkstatt II, La ettenwerkstatt 7 Und 8, die Kanonenwerkstatt 5 und 4 und die -Werkstatt. Mehrsach nahm der Kaiser Gelegenhell, sich m' ' ?■} A ritem ringel-eud zu unterhalten. Um 6.20 Uhr erfolgte d ' Ruck ahtt zum Hügel.
Essen, 10. Sept. Der Kaiser fuhr heute morgen um 8»/* Uhr vom Hügel ab, um wieder eine Reihe Bettiebe der Krupp scher: Guß stahl sabrik zu besichtigen.
Die Brotration.
Berlin, 10. Sept. Es besteht die Absicht, vom 1. Oktober ,ab die B r o t r a t i o n wieder auf den altenStand zu bringen, derart, daß die Mehlration wieder auf 200 Gramm festgesetzt wird. Außerdem sollen aber 10 Prozent Streckungsmittel gegeben werden.
Der letzte Fliegerangriff anf Mannheim-LudwigShafen'
Berlin, 10. Seht. Am 7. Septnnber versuchten unsere Geg- n r aberira's cinn Lli g ran'ri s au M >. nnheim -L ud wigehn s c n . 'Nach ^deu lltztcu Mißerotgeu ftllle er diesmal unter allen Umstände: glücken. Deshalb hatten sie die stattliche Anzahl von 24 de Hawilland-Flugzeuge für de:: Bombenftug angefttzt. Trotzdem blieb ihnen infolge der Aufmerksamkeit und Angrifsstteudrgkeit unserer Jagdflieger der Erfolg wieder versagt. Als das Gcfchvader die Linien mittags ül^erslogen hatte, wurde es sofort von Jagdfliegern der Front verfolgt und in Kämpfe verwickelt. Dabe: verlor der Gegner sein Fühversll:gz.eug. Auf dein wetteren Anflug« stieße:: ihm Jagdflieger des Hei:natluftschutzes entgegen. Jü erbitterte:: Kämpfe:: verlor der Gegner w.'itere zwei Flugzeuge. Wahllos warf er daraus seine B^uuben ab, die nur ganz geringen Sach- schade:: anrichteten, und wmdte sich schlennigst zur Flucht. Unsere Jagdfluggeschwader drängte:: ihm ch.rrt nach und brachten noch zwn weitere Flugzeuge über unfern: (gebiet zum Absturz. Im ganzen büßte der Gegner also 5 Flugzeuge ein. Wieviele Fllcgzeuge dcwvn' außerdem beschädigt wurde::, ewzftht sich unserer Kenntms. Mit diesem Erfolg erhöht sich die ZajW der seit April über imfecrirt 5>eimatgebiet abgeschossenen feindlichen Flugzeuge auf 67.
Fünf Flugzeuge abgefchoffen.
Karlsruhe, 9.Sept. Dem „Berl. Lok.-Anz." wird gemeldet: Bei dem letzten Luftangriff <n:f Karlsruhe gelang es dem Vizeridtvebel Flieger E m i l B a e r aus Friedenwriler im badischen Lchwarzwald, einen englischen Geschwaderchef abzusaMßen. Seine Kampfstaffel schoß aus dessen Geschwader ftms FGg.z-euge heraus. Baer Wurde für seine Tapferkeit zum Offtzier befördert und zum Eisens: Kreuz erster Klafft vorgeschlage::.
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Berlin, 10. Sept. (WTB.) In den letzten Kmnpfen an der Westfront ist Prinz Adalbert von S ach s e n - Weimar, Rittmeister im Kürassierregiment Königin (Pommersches) Nr. 2 gefallen. Der Prmz ist ern Sohn des in Heidelberg lebenden Prinzen Wilhelm von Sachsen- Weimar.
A«s Stn-t und
Gießen, den 11. September 1918.
** Aus der Lotz-Leng -Stiftung sind die diesjährig ge:: Zinsen an bedürftige Witwen und Wwftn zu vergeben. Näheres im Anzeigenteil.
** Gie ßencr Hoch sch ul gesell schuft. Der 6. Vortrags Tie Genter Hochschule und das ftämische Volkstum findet am Don^ nerstag den 19. September 1918, abends im großen Hörsaal des Borles:mgsgebäudes der Universität statt. Näheres siehe Anzeige.
** Wohltätigkeitskonzert. Gelegentliä), der Kon^ zertes im Stadttheater am Freitag abe:td wird Frau Ba a ck außer der ,O)zea:u-.Arie" aus „Oberon" noch nachtchemdk Lieder singen: „Die Lorelei" in der Lisztschen Vertonung,, das
.Äftgenlftd" von Richard Strauß, Gedicht von Richard Tehnrel :md das „Stmldck)»en", ebenfalls von Richard St rau ß, Worte von A. F. vm: Sckrack. Auch mit diesen Gesängen hat Frau Bcrack überall ganz lucherordentlichei: Beifall urtb Anerkennung bei Publikum und Kritik geeimtet.
** Gauturnen. Bei dem am 1. September auf der Hardt bei Gießen stattgriundene:: Gauttirnen blieben von den beiden hiesige:: Turnvereinen nachstehende .Turner Sieger: Aktive
Turner: H. Dhöt 2., W. Schivarz 8. und M. Dualla v. M. T. B.,
12. Sieger. Zögling-Oberstufe: W. Fischer M. T. B. 1.. H. Hölsck^er T. B. 2., Fr. Rothermel T. B. 13. Sieger. Zögling-Unterstufe: W. Bingel M. T. B. 1., K. Reuter T. B.
2., W Schmidt M. T. V. 4., W. Koch T. B. 5., B. Whsk Bi T V. 6., A. Jvcköl M. T. V. 18., W Gengnagri T. B. 23., G. Otto M. T. V. 24., O. Herttrg M.'T. B. 38., W. Psass T. V 45., Sieger. Schüler: W. Seipip M. T. B. 2., W. Gartc:v- schläger M. T. B. 4., H. Ma.^)ler T. V. 6., Fr. PftPer T V.
10., Gg. Weiß T. V. 10., W. Friser M. T. V 11., W. Müller T. V. 15., H. Felsing K. T. B. 16., G. Wahl X B. 23., H. Eise T. B. 23., Fr. Müller T. V. 31., A. Jm:kri M. T. B. 33., M. Fischer {%. V. v34. Sieger. <5 ta fetten [auf: Unter* stufe, Sieger: M. T. V., Tauziehen: Schüler, Sieger: T. D., Tauziehen: Unterstufe, Sieger: M. T. V.
** I m Lichtspielhaus, Balml-ossttaße, gelangt zur Zeit neben de::: anuuttigu: Hen,:i)-Porten-Lustsviel „Agi:es Arnau und ihre drei Freier" rin chinesisches Filmschauspiel „Mr. Wu" zur Ausführung. Der Film gehött mtt zu dem Beste::, was in der letzten Zeit auf der fl:m:nernden Wand erschienen ist. Nicht :mr, daß die
Der Seefrica.
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 10. Sept. (Amtlich.) Neuerdings wurden durch unsere U-Boote 13000Br.-N.-T. feindlichen Han- delsschisfsraumes versenkt.
Der Chef des Admiralstabs der Marirre.
Ein österreichisch-italienischer Scekampf.
Wien, 10. Sept. (WTB.) Dom Kriegspressequartier, Maru:e- sektion, wird amtlich verlantbatt: Lttn 6. Sapfturbcr wurde das Torpedoboot 8 6, Kounnandant L::rieuschiffsle:ct:iant Far- foglie, das zwei klenw Mineirsuchboobe deckte, etwa 20 Seemeilen von Madua von neun italftnischm Flugzeugen ai^egriffen die zwanzig Bomben ergebnislos abwarfen und lebhaftes Maschinen-, gvrrehrfeucr unterhielttn. Bald darauf kamen im Südwesten zwei ^kR^^uische Torpedobootszerstörer Typ „Ostw^ in Lrcht. ^as Torpedoboot 86 weidete zugleich in Südkurs gegen den auftauchnwen Fettw, um den ungeschützten M'ine::snchbooten Gelegeuhett zu geben, uuttr die Küste zu laufen. Tie beiden frindlu- chen Tvrpedofahrzeiige ivendettn trotz überlegener Geschwindigkeck gleichfalls gegv: Süden. W entspann sich ein laufendes Feuer- ori<M crus 300 Meter als kleinstem Msüand. Erst als in: Nordwesten
,»3Novmtto xr lvuwt, ww die Uebermacht auf nrejhr als das ^ ne erstllassige ist, sondern auch die Duvchiblldimg der Szenerie,
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