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;68. Jahrgang
äreitag. 6. September \ 9\8
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unserer neuen
(WTB.)GroheSHauptqunrtier.5. SeptcinSer.
(Amtlich.)
Wrstl ich cr Kriegsschauplatz.
Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und
Vo eh n.
Zwischen Ypern und La Bassee drängte der Feind gegen unsere neuen Linien nach. Im Dorgeländc von La Bassee belassene Abteilungen wichen lrefchlsgenM auf diese zurück. Bei Wythhaet« wurden Deilangriffe des Feindes abgcwiefen
Zwischen Scarpc und,Somme fühlte der Feind gegen unsere neuen Linien vor. Jnfanteriegeftchte'mit unseren StckiernngSabteilungen. An der Somme Artillcrietätigkeit. Zwischen Somme und Oise staben wir die am 26. August aus Gegend von None begonnenen Bewegungen fortgesetzt und uns in vorletzter Nacht ohne Kamps vom Feinde losgelöst. Die vor dem Feind gelassenen Nachhuten such gestern nachniittag langsam gefolgt. Der Feind hat am Abend ettva die Linie Boyenues—Guiseach—Appilly mit schwachen Teilen erreicht. In der Ailettc-Ricderung wurden Vorstvhe des Feindes abgekvicscn. Ebenso scheiterte» starke feiiwliche Angriffe dicht südlich der Ailette bei Tcrnst-Sorny. Clameey und Buch lr Lang. Viz-ewachtmeistcr Scheele der 9. Batterie. Feldqrtillcrieregiment Nr. 92. hat hier bei den letzten Kämpfen 8 * Panzerwagen vernichtet. *
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Lestlich ton Soissons legten wir die Verteidigung von der Vesle zurück. Die Bewegungen wurden plangemäh und vom Feinde ungestört duichgrführt.
«
Wir schossen gestern 32 feindliche Flugzeuge ab.
Der Erste Gcneralquarticrmcister Ludendorff.
Kriegswurter rüsten, auf neue, schwere Anstrengungen und
in lol 1 ™ 11S€ ] t und das ist hart. Aber
Z} a iP° T t ?"g«ssen oder nicht mehr gültig, das früher auch dre erfrigskn Förderer einer Friedensverständigung m haben: „Wir werden siegen, weil !vir siegen
B^^rtente leyrt es uns jeden Tag von neuem, daß dieser Satz richtig war und rst. Wir müssen siegen, uns Urbermacht behaupten. Deutsches Volk, wehre dich!, so sagt uns darum Hindenburg.
. Wir müssen auch in der Heimat eine Hindenburg-Linie V'Mbmen, die uns die nötige Einigkeit und Festigkeit sichert, und das gut vornehmlich auchi für die aktuellen Ausernan- her>etzuncMn über die preußische Wahlreform. Da müssen die ievnservatrven abbauen, und cs sthcint, als seien nach der ebenso bestimmten irne klugen Rede Hertlings im Herren, hauw Aussichten vorhanden, daß bis zum Wiederbeginn der Re^tagsmchandlungen eine Einigung für das allgemeine und glerche Wahlrecht zustande kommt. Die neue Fraktion des Herrenhauses wenigstens ist in ihrer Mehrheit einer sol- ctMl Losung zugeneigt, und wie es heißt, wollen sich dazu aurl) eine ausreichende Zahl konservativer Mitglieder ge- rv. P* Ekr „Scherungen" dars es keine Standesuntev- ichrede geben. Hoffentlich wird das Ziel bald erreicht, da- imt mau dieienigen noch besser als bisher erkennen und danach behandeln kann, die nach Hindenburgs Warnung > m Wesen nach m Feindeslager stehen".
Der ttampf zwischen Glse und Aisne.
Ter «»endbericht.
B erlin, h. Seht., abends. (WTB. Amtlich.)
Die Gefechtstätigkeit blieb auf kleinere Kämpft im Vor «elllnd« unserer neuen Stellungen beschränkt.
*
Der öfterreZchlsch-ungarlsche Tagesbericht.
Wien, 5. Sept. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:
Italienischer Kriegsschauplatz.
Im Eorno-Gebiet und östlich des Monte Pettica führ- ten Anlernchmungen unserer Sturmtruppe zu vollem Erfolg. In den Sieben Gemeinden und an der Piave wurden feindliche Erkundungsversuche vereitelt.
Jll Albanien ist die Lage unverändert.
Der Chef des Generalstabs.
In der gegnerischen Presse standen vorbereitende No- tt-'en, daß die Frvntbewegungen demnächst wieder erstarren konnten. Aus eigener Macht kann der Feind von Hinden- burg und Ludendorff kernen Rückzug erzwingen, den diese beiden Feldherren nicht aus eigenen Entschlüssen und aus Gründen anordnen. Mit anderen Worten: die Zu^uckverlegung der deutschen Front aus großer Linie ist UMtetwia eine ausgemachte Niederlage oder gar eine ^.Flucht , sondern sie ist das Ergebnis großzügiger Berecl)- -nungcn, dre alles andere denn einen Verzicht aus neue An- griftsplane bedeuten. Auch der größte Künstler wird einmal ^chnung, dre rhm in chren Anfängen mißglückt er- unbedenklrch und entschlossen auslöschen, um von r 3U begnmen, währen- der unsichere Psuscher viel- baran hccmnkuriepen und schließlich nichts fer- wurde. Der Femd scheint bereits vorsichtig ge- ber Abendbericht meldet nur „kleinen rm Borgelcrnde unserer neuen Stellungen. Wir Heerführern nur darum zu 5U schwächen, zu zernlürbeu,/ wvttm mrd daß sie Terraingewinnen 2$;™ eutscherdenden Wert beilegen. Unsere arntlichen Kommentare unterstreiche daher auch den Umstand, daß die letzt m erne Wüste einziehen rnüssen, wo sie ihre Note hal^n wechen Drese Genugtuung hat für uns kei- xLsbrtt.e«n Bergeschmack, denn das zerstampfte Land, die t? fu f n und Dörfer, ist französi- 1/chelr Mden. Für Foch oder seine Vorgänger wäre das
Ökt bitterer. Darum der. weist uns General Ludendorff m einer 9leußermra die uns heute aus Wien übermittelt wird, bewegten Herzens auf den erquickenden Tro,t, daß unsere deutsche .Heimat im großen nicht gesehen hat^ schrecklichen Wirkungen des Krieges iwch
„Unser Wille zum Sieg bleibt ungebrochene und wir L?den de« Vernichtungswillen des Feindes brocken" so schloß Ludendorff. Aber wir müssen uns auf einen neuen
•u. y ^ r sru, 5. Sept. Der Angrrffam 2. Septem- nnt starken Kräften erneut gegen den Abschnitt zwischen Oise und Aisne richtete, brachte chm nur
wußte sich mit emer ge- ffmS^l 11119 der deutschen Linie südöstlich Couch le Lteaubis ru dem auf der Höhe der Straße Couch—Soif»
^ f w!t^ e !L8? I « c ** en ^rnh^Sarny begnügen und dafür vlak?'?n Tanks urid Toter auf dem Kampf-
lassen. Auch der Einsatz an Amerikanern, Italienern b"" Ansturm neue Kraft und Elan verleihen sollten, üinntc den Erfolg nicht erweitern.
Am Nachmittag des 3. September versuckste er die kleine Beule m der Richtung auf Vauxaillon zu enveiterw Zur selben Zeit versuchte er das südlich von Laffaux nach der zu auslausent^ Höhengelände zu gennnnen. Wie an Tagen war der Himmel mit schlveren Lnwolken bezogen. Ein plötzliches Aufhellen gegen mittag ^^teden eigenen Truppcri Einsicht in die feindlickien Ab daß der Ansatz zu einem Angriff in zusammen gefaßtem Artilleriestuer, das hartnäckig aus den Bercitstel lungsraumen lag und den Gegner beträchtlich zu stören ver-
kommen konnte^ ^ beabsichtigten Weise zur Entwicklung
Englische Dernichtungswut.
^ ^ En gl ander beabsichtigen
s^ sAcgenen und wohlhabenden Städtchen Douar dEbe Schrchal zu bereiten, das St. Quentin mete p'.oardpche Orte ansgelöscht hat. Ihre Fliegerqescbwa- der nehm«i cs feil^ einiger Zeit systematisch unter ^eucr und verwustim cs nnt schweren Geschossen. Xn den letzten Tagen wachm sie wett über hundert Bomben niw sechzig scl/weie Gra-
stebermndznxrnzig Häuser vollkommen zerltotten und ftinrzig bis zur Unbewohnbartect demolierten Eine dieser Fliegerbomben^tras die Peterslirche und fordette zahlreiche ^^untm der Zivrlbcvolkerinig. Die meisten Toten sind Frau«,
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Eine österreichische Mitteilung über die Lage an der Westfront.
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Qcv König von Da Hern in Belgrad.
Die Korrespondenz Hofft Ä" f ^ c^ c i! c R«'- des Königs von Bat>ern nach a P ' Der Kvmg traf gestern abend auf dem Hafen, !? und wurde von dem Generalqouverneur Genv- rawberst Freiherrn von Rahmen-Bahrensfcld. den Spitzen u "- b Mrlltarbchörden, dem deutschen Konsul Ge- Freitag, den Kommandanten der Be, MFtMlppen und den anwesenden deutsckien Offizieren König nahm auf einem FluKamp. fer der Uuganschen Fluß- und SceschiffahrtSgcscllschast Woh-
stattete der König dem Gener^ ^,^Eur mnenBesuch ab und besichtigte in dessen Beglei- 3 d'e Schenswurdrgkerten Belgrads. Das Frühstück wurde deutschen Generalkonsul eingenommen. Abends sind« Tafel beim.Generalgouverneur statt.
Wien, 5 Sept. Die N. Fr. Presse meldet! General v. Cramon miacht^Iourimliston Mitteilnrm 'scher die militärische iL Q n r^n r e ft f r t>jn t. Er hatte sich vor einigen Tagen
tm Geneval Lude nb or ff mit der Frage mvnibet und die Antwort erhalten, daß dre garrz-en Beivegungen M, der W^>frmtt ich vEomiintm prvgranrmäßig vollziehen und keinerlei Anlaß ^hWwen fet, die Lage irgendu,« ungünstig m beurteilen. Craimm s E«rf nrcht übersehen, daß die Berichterstvtturrg
der Engländer und Franzosen ganz übertrieben und falsch ist, nur dazu bestrnnnt, die krieg-Srvüde Stimmung auftutpitschen und die tmgtt-eureir Verkuste der Fwcurzosen und ilMn Verbündeten leichter ertragen An helfen. Wer von der Westfront konnne, .oisse ganz g«nau, daß du: -Btim-nvung dort überall xiwerstchtlich ist. Tara^ ^dwpasMrda nichts, die die Girtente mit ver.oerflichan' Mtttebn führte. „Ich fcmn otirr wiederholen", schloß General v Evamvn, daß nrcht der gering' Anlaß zur Beunruhigung vor- l-arwen rst. Man kann nrä>t rvmrer vonoärlsbnmnen, es muß ttuch ermnal ein Nückßhlag komtmen und er wird in Ruhe erttagerr tragen kömrsr, MNl-al ltnr .alle die feste Uebcrzeugung haben, daß em .Durchbruch der Entente Mlvonmtrn ausgeschlossen ist. Aln vor Hmdenburgftellmrgcn nruß juicr Widerstand zerschellen."
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Herr von HinHe in Wien.
Wien b. Sept. (WTB.) Der Kaiser hat dem Staatssekretär v. Hrntze daS Gwßkreuz des Leopoldordens verliehür.
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König Ferdinand in Wien.
Wien, 4 -Sept. (WTB) Kaiser Karl empfing in der Hofburg den König der Bulgaren. Tie ULtten-edrum der beiden Monarchen dauerte über eineinhalb Stimderr. Abends hörtck
Aeuherungen hindenburgs und Ludendorffs.
Nichtamtlich., Das „Neue Wiensr Jouruok vcrostEcht Aeußcrungeu Hindenburgs und ^udendorffs gegenüber dem Berliner Vertreter dieses Blattes s^Ste^Jch freue mich, daß auck) Die chnen gute» ^andrutt von unieven truppen gewonnen habeir. die nun schon seit Morlaten rn schEen Kämpfen stehen. Der Krieg hat sich je# Ster aus Fran^-reichs Boden zarsammengeballt und an Mensche». Sl n ^. H? 6 Kainprmitteln einen Umfang angenommen,
chr den Schatten stellt. Wxzttabck - Ringen bisher in Ehren bestanden und sind zu-» verirchrlich. daß fax es auch weiter tun werden. Alle können dankbar fern, dafür, daß der Krieg in den Forme», die er
angenommen hat unserem Hei malgebiet im all gemeinen
^ ^ beere der ^ tttelmächte sichern ihre
Heimat. Das darf dre zu Hause ber uns wie bei Jh,rerl aber tdit ^Eg su vergessen und zu glauben, der gegen NE Bernrchtungsnnlle der Feinde sei schon gebw^
dazu noch unsere Kraft «iS f 11 -dannOr Was wir aber dazu im gemer.Uanrcn Kwnpf mshec schbn errerttü haben, werden wir auch und besonL«rs tzer an der ^wnt, vollerchen. Wenn Sie in Ihre Heimat be- A ^Äs<hmnourisch°n 2*4*«
t ^ ^meral von den Amerikaner^
halte, sagte Ludendorff: Fmnkrerch lebt in dem Weltkrieg vvo • t * raen ^ die Hoffmmgen auf Rußland, jetzt: In fTÄf& boftnmrgen Mrs Amerika. NaK>em es uns gelud' ist, Mrllronen russtscher Soldaten unschädlich zu machen, werdkm^ wohl auch dre Amerikaner uberwinden.
Generalfell>marschall Hindenburg ließ mir sagen, daß er mich begrüßen mochte. Hrndenburg äußerte n. a: An unsere» Fronten rst cs letzt verhältnismäßig ruhig. Das Richtdurch- dringen der österreichisch-ungarischen Offensive ^ der Brave brauchen wir nicht tragisch zu nrhnien. Gs fehlte gennß nrcht an Tapferkeit. Der Grund ist vielmehr r» ernem Raturerergnis zu suchen, dem übermäßigen An schwellen des Puwe Dre Erfolge der k. u^ k. Trnppen in Alb a n i e n verfolge rch mit icfiMtan Interrffe. Bon Albanien geht unsere Front weiter nach MMedonren Da! halt das tapfere b ulgarr sche Heer twtz schwrerrger Verhältnisse treu Wacht. Wenn die Entente dott noch crnmal angrerfen wird, so können wir dem mit fester Zuversicht erttgegenschen. Unten in Palästina gelattr es den Engländern auch nrcht, trotz ihrer viclfachrm verlustreicl-en Angriffe, den tap- ßmcn Widerstand der türkischen !?lrmce zu erschüttern. — 7 er lL €n ^ der Murmanküste will England stch m cm. Es verfolgt damit seine eigensten Zwecke. Aber es will saußerdem von beiden Ländern aus versnchui, Rußland aufs neue rn den Krieg zu hetzen. Der Entsck-eidungskanrps für uns Mittelmächte spult für aber jetzt hier an der F-rmtt ab. von der Sie wErM. Dre BeNoendung Farbiger rm K<mipf wird ein unauS» löschlrcher Borwurf für unsere Feinde bleiben.
Teuisch rürkische Desprechrmgcrr in verlin.
- a? V z fta <l xt i nope J' , 4 - Sept. (WTB.) Der Minister des Aeußern T a l a a t P a s ch a mrd der Unter-staatssckretär ZM Auswurttgert Amt Re sch ad .H i kme t, sind zu Be- prechungen nach Berlin abgereist. Auch Graf Bern- storff begab sich nach Berlin. Die für Mitte Septenrber geplante Kammereröfftiung ist wegen der Reise Talaats auf den iwrmalerr Ternun im ddivember verschoben worden. Der türkrfche Gesandte Muhtar Bei hat fid> nach Kiew b* geben.
Der italirnische sozialistische Nationalkouarek gegen den Krieg.
Berlin, 6 Sept. Laut L.°A. beendete am Mittwoch 1 a { l J l 1 r ®/ Ul 0 ^lkongreß in N o m die DlsQijston über dre Haltung der Partei und ihrer Organe, nameiltlrch der sozialististt,cn Parlamcntsgruppe in bezug auf das Krregspwgramnr. Mit 14 015 Stimmen hieß man die Anträge des extremen linken Flügels auf schär sfte O ppo- itrou gegen den Krieg gut.
Der englische Gcwerkschaftskongreb.
London, 5 Sept. (Priv.-Tcl.) Rertter. Der Gewerk chaftskonareß ur Derby nahm mit übermültigender Mebv l-ert eine Resoüttwn an, wvttn die Arbetterparckeien der 'lentrnl^ machte aufgefordert tverden, ihre Kricgssicle zu nennen in Er> Wartung der Kriegsziele der alliierten Nationen.


