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Der Skhener Jfajtigct «scheint tätlich, außer Eormtaqs. Beilagen: Sirßener.^amiiftndlcUer; Kreisblatt

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Erstes Blatt

lv8. Jahrgang

Samstag. tf. August M8

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Polen

wochemüdbira.

Die Krrmpfvernncklung an Avre, Ancre und Besle har -im Laufe der nunmehr verflossenen Woche ihren Höhepunkt nderschritten. Engländer. Amerikaner und Franzosen, von all ihren weihen und farbigen Hilfsvölkern unterstützt, von einem undurchdringlichen Nebel begünstigt, haben unter An­wendung einer neuen Taktik, den: Masseneinsatz der Tank- weffe, eine auf Verteidigung noch nicht genügend eingerich- .m Angriffsstellung unseres Heeres angegriffen und durch­brochen. Sie haben die dünnen Linien eingeflohen und im Uelierraschungssdoh Erfolge erzielt, deren Größe die Stim- tnung des Heimatlandes bedenklich bedrückte. Aber unsere großen Feldherren zeigten sich auch dieser Lage voll gewachsen,, u^rd wie an der Ndarne ließen sie, da s:e kein tiefgestaffeltes ^^rteidigungsshstem nach Art der alten Hindenburglinie hatten, kurz enffchlossen die Frontlinie abbrochen und ver­wickelten den Feind in elastisch geführte Nach hutkämpfe, die diesem die Verteidigungslinie nerr eingetroffener Reserven ver-sichleierlen und ihn unversehens mir voller Wucht an eine flauer remien liehen, daran er sich verblutete. Bei dem Ber- stich, seine fräste in von der Not gebotenen Bersammlungs- rÄrmer: vor der neu ausgetauchten Front zu ordnen, traf i!ya znsanunengefaßtes Artilleriefeuer und brachte ihm blu- tige Verluste, die ihn schtverer trafen, als uns der Ausfall an brenschen und Material bei der anfänglickien Neoerrumpe- ':cng. Atollen Fach und Haig ihren Angriff weiter sortsetzen., müssen fte zu der verlustreichen Methode der Stasfelosfeu- 'Vü, zurück greifen und Iverden dann .Hindenburg in dem alten llungssystem der Somme schlachten finden, wo diese Art - . ioen schon mehr wie einmal dem Angreifer zu blutiger rst opfung verhalfen. Schon aber haben sich die sranzösi- -''den Blätter aus Siegesüberschwang zu bänglicher Ernüch- hv i zurückgeftinden, verweisen auf den durch beträchtliche ^Verstärkungen gesteiften Widerstand der Deutschen, auf die roierigkeit des nunmehr zu bewältigenden Lassigny- ptoj.ivc uich erklären es als selbstverständlich, dah Foch hier st ine r .ugcisfe emstellen müsse, um anderwärts leichter zu pflückende Lorbeeren zu suchen. Es ist ein verschleiertes Ein- u-.'stä:chnis, dah Hstidendurg wieder die Führung an sich ge- risseu lnrt und seinem irgendwoher drohenden Schlage durch neue Störungsmanöver vorgebeugt werden muß.

Den Dingen im Westen können wir nach wie vor ge- ruchg entgegensehen. Anders im Osten.

Die Veröffentlichung des Tagebuck)s Nikolaus II., die besondere Komnnssion des ^russischen Zentral-Exekutiv- tioruicees in derJswestija" vornimmt, rollt noch einmal kurz die erschütternde Tragödie des Herrschers aller Reußen auf. Am Sonntag dem 11. März trug er noch in sein pein- ' geführtes Tagebuch die Worte ein:Abends Domino ge­lt." Montag, den 12. März, heißt es schon D,,In Petro­grad haben sei einigetn Tagen Unruhen begonnen. Leider haben Truppe:: daran teilgenommen. Abscheu- li-yes Gefühl, so lveit weg zu sein und nur abgerissene, un­günstige Nack>rich1en zu erhalten", und bereits Donnerstag, den 15. März, hat er das Abdankungsmanifcst in Pskow nu­te-zeichnet, reiftmit dem schweren Gefühl des Erlebten" der Ungewißheit seines Schicksals entgegen und bricht in die bitte­ren Worte aus:Ringsum Verrat, Feigheit, Betrug."

Es überstürzten sich die Ereignisse. Es kam so, wie es Lidephistopheles in Faust, II. Teil, vom Reiche des Kaisers sagt:

,Lndes verffel das Reich in Anarchie.

Wo Groß und Klein sich kreuz und auer befehdeten und Brrwer sich vertrieben, töteten,

Burg gegen Burg, Stadt gegen Stadt,

Zunft gegen Adel Fehde hat,

Der Bischof mit Kapitel und Gemeinde; was sich nur ansah, waren Feinde, in Kirchen Mord und Totschlag, vor den Toren ist jeder Kauf- und Wandersmann verloren." Mkolaus II. aber mußte außer seiner Krone auch sein Leben hingeben. Keiner seiner Verbandsbrüder hat den Finger zu seiner Befreiung gekrümmt. Nur der König des heuchlerischen England hüllte sich in das moralrettende Män­telchen einer -mehrtägigen Hoftrauer. Seine Hilfe zur Be­freiung der Zarenwitwe und ihrer Töchter rief König Alfons von Spanien vergeblich an. Er mußte sich an den deutschen Kaiser wenden. Aber dasselbe England, das die Revolution schürte, die Nikolaus verschlang, und post festum mit einer Hoftrauer pharisäerisch seine Unschuld erweisen wollte, hat nunmehr den traurigen Mut, die Schuld am Zarenmord un­serem Kaiser zuzuschreiben weil er von seinem Einfluß auf die Bolschewiki keinen Gebrauch gemacht habe!

Kehren wir zu Rußland selbst zurück. Das:Herr ist, der uns Ruhe schafft", galt zuerst den Bolschewiki, die nach außer: hin Frieden schlossen. Nach innen wußten sich sich nur mühsam zu halten. In den letzten Tagen hieß es schon, ihre führenden Männer seien von Moskau nach Kronstadt ge­flohen. Sicherlich harrdelt es sich hierbei nur um eine Tendenz­meldung des Verbandes. Tatsächlich scheinen sie den Tschecho- ) Slowaken, ihrem drohendsten Feinde, einige erfolgreiche 'Schlachten geliefert zu haben, wobei Trotzki die Schare:: der Roten Garde selbst anfeuerte. Man kann daher auch das Werk der Ausführungsbestimmuugen zum Brester Vertrag, wie es Joffe nach Moskau überbrachte, als zukunftsreicher begrüßen, als dies noch vor einigen Tagen mögliche war. Joffes bereits erwartete Rückkehr wird wohl in das Vertragswert selbst näheren Einblick gewinnen lassen und zeigen, ob die Bolsche­wiki mit der neuen Demarkationslinie einverstanden sind und den baltischen Provinzen jetzt in ihrer Gesamtheit freie Bahn für eine selbständige, staatliche Zukunft geben.

Damit wird neben Finnland, Litauen und Pole:: e:n weiterer Randstaar zu in sich geordneten Verhältnissen und zu klaren Beziehungen zun: Deutschen Reiche zurückzufüh- ren sein.

Für Polen scheint die Entscheidung nunmehr gefallen. Zwar amtlich ist noch nichts verlautbart. Die offiziöse Nowd. Allg. Ztg." spricht nur ganz allgemein von einem innigen Einvernehmen und völliger fiebereinstimmung, die in bezug auf die politischen und militärischen Aufgaben, zwischen den verbündeten Herrschern zutage getreten seien und die gleiche und treueste Auslegung des Bündnisses ergeben hätten. Die gesamte Presse nimmt es aber schon als seftstelyende Tat­sache an ,daß die Entscheidung über Polens Schicksal gefallen ist und Erzherzog Karl Stephan zum Herrscher be­stimmt hat.

Damit ist die anstropolnische Losung, die durch eine Wahl Kaiser Karls zum Polen-Könige die beiden Reiche durch Personalunion vereinigen wollte, endgültig beiseite geschoben. Ferner ist demnach auch von einer Vereinigung Kongreß-Po­lens mit Galizien abgesehen worden, und es luitb bei dem selbständigen Polenstaate bleiben, wie die Mani­feste der beiden Kaiser vom 5. November 1916 ihn von vornherein in Aussicht genommen haben, ebenso bei der selbständigen Anlehnung an die Mittelnrächte, in deren Voraussetzung man sich damals zur Schaffung des neuen Staates entschlossen hat. Eine Gewähr für diese An­lehnung bietet die Wahl des Habsburgers, wird aber für Deutschland noch durch besondeve Verträge und Abkommen zu befestigen sein. Wie sich die gal:zischen Polen zu der Lösung stellen werden, ist noch ungeklärt.

Trotz der Aufgabe der austropolnischeu Lösung sind die österreichischen Interessen voll gewahrt, da nunmehr doch ein Mitglied des Habsburger Hauses König von Polen wird. Erzherzog Karl Stephan, der hierfür ausersehen ist, scheint dazu besonders berufen. DieBerliner Volkszeitung" macht über seine Persönlichkeit folgende näheren Angaben:

Ter Erzherzog steht im 58. Lebensjahr. Er ist am 15. Dezenr- ber 1860 als zweiter Sohn des Erzherzogs Karl Ferdinand geboapn' und so ein Nesse des Siegers von Gustozza, des F^tdrnarschalls Erzherzog Mbrecht. und ein Enkel des Siegers von AspErn. des! Feldmarschalls Erzherzog Kart. Sein älterer Bruder ist der Ar­meeoberkommandant Erzherzog Friedrich, sein jüngerer Bruder der Oberkommandant au der italienischen Front, Erzherzog Eugen. Karl Stephan selbst Hai sich der Marinelausbahn gewidmet, ist % ü. !. Admiral und steht a la suite der deutschen Marine. Er ist seit 1886 mit der Erzherzog::! Maria Theresia verheiraret. Dieser Ehe sind drei Söhne und drei Töchter entsprossen, die Erzherzoge Karl Mbrecht, Leo und Wilhelm sowie die Erzherzoginnen Eleonore, Renata Maria und Mcchthildis. Tie älteste der Schwestern ist n:it dem österreichischen Marineoffizier Alfons v. Kloß verheiratet, die Erzherzogin Renata mit dem Prinzen Hieronymus.Radziwill, die jüngste Tochter mit dem Prinzen Alexander Olg^od Czartoryski.

Schon diese Versippung der erzherzoglichen Familie mit den beiden angesehensten Familien hes polnischen Hochadels ist be­merkenswert. Tatsächlich gilt Karl Stephan, der einzige der Erz­herzoge, der fließend polnisch spricht, und der seinen ständigen Wohn­sitz auf 'polnischem Boden, in Galizien hatte, als ausgesprochener Freund und Führer polnischer Bestrebungen, und er hieß ganz, allgemein derpolnische Erzherzog", wie der Erzherzog Joseph derungarische Erzherzog" genannt wurde. Tie Familie Ezartorysky insbesondere ist diejenige polnische Adelsfamilie, die die erste An­wartschaft aus die polnische Königskrone für sich in Anspruch nimmt, so daß mit der Wahl des Erzherzogs Karl Stephan zugleich alte polnische Melswünsche befriedigt werden würden.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 16. August. (Amtlich.) *

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Vorfeldkämpfe am Kemmel und bei Vieux-Berguin. Stärkere Vorstöße des Feindes südlich der Ltzs. bei Ayette und südlich der Ancre wurden abgewiesen.

Heeresgruppe GeneraloberstvonBoehn.

Westlich von Reims und südwestlich von Noyon hefti­ger Feuerkampf, dem beiderseits der Avre. gegen Lasfignp und auf den Höhen westlich der Oise feindliche Angriffe folgten. Südlich von Thiescourt blieb das Gehr.ft Atteche in Händen des Feindes. Im übrigen schlugen wir seine Angriffe vor unseren Kampfstellungen, teilweise im Gegenkampf zurück.

Schwere Verluste erlitt der Feind in den Kämpfen um Lassigny. Hier stürnne er bis zu sechs Malen vergeblich an und wurde nach zehnstündigem erbitterten Kampfe in seine Ausgangsstellungen zurückgeworftn.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

An der Vesle nahm die Feuertätigkeit am Abend zu und blieb auch die Nacht hindurch lebhaft.

*

Wir schossen gestern 24 feinüliche Flugzeuge ab. Leut­nant Uder errang seinen 54. und 55., Oberleutnants Koen- necke und Loerzer erränge:: ihren 30., Leutnant Nickel seinen 22. und 23., Leutnant North seinen 21. Luftsieg.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

*

Der Aberrdbcriiht.

Berlin. 16. Aug., abends. (WTB. Amtlich.)

Beiderseits der Avre sind starke feindliche Angriffe un­ter schweren Verlusten für den Feind gescheitert.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 16. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Neue italie­nische Angriffe gegen die Monwzzo-Stellung scheiterten an der tapferen Gegenwehr von Abteilungen des Elften Kaiser-Sci:ützen-Regiments. Sonst verlief im Tonale-Ab- schnitt der gestrige Tag ohne besondere Kampfhandlungen Auf dem Monte Cimone wurden feirwliche Sturmtrup­

pen abgetviesen.

Albanien: Utwerändert.

' Der Cheß VeH ^eneralstab es.

«

Die Zusammenkunft int Trotzen Hauptquartier.

Großes.Hauptquartier, 15. Aug. lWTB. Amt­lich.) Die erneute Zusammenkunft der erlauchten Souveräne hat das innige Einvernehmen und die völlige Uebereinstim- mung in bezug auf die politische:: und militärischen Aus­gaben wieder zutage treten lassen, auch die gleiche und treueste Auslegung des Bündnisses sestgestellt. Das Zusammensein der Monarchen war von der Herzlichkeit getragen, die ihren persönlichen Beziehungen wie den Interesse:: ihrer Völker ent­spricht. Die leitenden Staatsmänner und die militärischen Spitzen haben eine gründliche und fruchtbare Aussprache ge­pflogen. Der k. und k. Minister des k. und k. Hauses und des Ministeriums des Aeußern, Gras Burian, und der General­oberst Frhr. v. Arz sind von Seiner Majestät dem deutschen Kaiser :n besonderer Audienz empfangen worden. Desgleichen hat Seine Majestät der Kaiser und König Kart den Reichs­kanzler Gras Hertling und Generalfeldmarschull v. Hinden- bnrg empfangen.

Die Entscheidung über polen?

Berlin, 16. Aug. Aus der anttlichen Mitteilung über die Beratungen im Großen Hauptquartier ist zu entneh­men, daß sowohl de: der Beurteilung der nnlitarischen Aufgaben, wie auch inbezug aus die politischen Aufgaben völlige U e b e r e i n st i m m u n g zwischen den Berbürwetei: sich gezeigt hat. Es ist bekannt, daß das polnische Pro­blem in: Mittelpunkt der Besprechungen im Großen Hauptquartier gestanden hat. Man kann also wohl annehmen, daß in der polnffchen Frage eine Einigung er­zielt worden ist, und, soviel bis jetzt bekannt geworden ist, besonders in der Richtung, daß ein selbständiges Kö­nigreich Polen geschaffen werden soll unter enger An­lehnung Polens an die Mittelmächte, besonders an Deutschland. Zur Wahrung der deutschen Interessen soll mit dem selbständigen Königreich eine Reihe von Kon­ventionen abgeschlossen werden, wie sie auch bezüglich anderer Rand st a a te n erwogen und zun: Teil schon durchgeftjhrt worden sino. Dem besonderen österreichischen Interesse scheint man dadurch Rechnung tragen zu wollen-, daß ein österreichischer Erzherzog, also wobt der T: z - Herzog Karl Stephan in erster Linie, zum König von Polen ausersehen ist.

Berlin, 1(J. Aug. Als aussichtsreichster Kandida: für den neu zu errichtenden polnischen Königsthron, für den bei den Besprechungen im Großen 5)auptquarner die letzten .Hindernisse beseitigt werden sollten und wohl auch beseitigt sein dürften, wurde seit einiger Zeit der österreichische Erzherzog Karl Stephan genannt. Für seine Wahl sprechen seine nahen verwandtschaftlichen Beziehungen zudem polnischen H o ch a d e l. Bon seinen Töchtern ist eine mit einem Prinzen Radzilvill verheiratet, die andere mit dem Prinzen Ezartoryski. Der Erzherzog, der '58 Jahre alt ist, lebt aus Schloß Saybusch in Galizien und ist Protektor der Akademie der Wissenschaften in Krakau. Sein jüngster Sohn, Erzherzog Wilhelm, ist vor wenigen Tagen im Großen Hauptquartier gewesen.

Zusammentritt des Hauptausschusses.

Berlin, 17. Aug. döach Erkmwigungerl de: Zent:at-PQrür- mentskorrespoudenz ist in parlamentarische Kreisen durchweg die Auffassung vorherrschend, daß der Hauptausschuß Ende bi ei er oder Anfang nächster Woch? wieder znsammenkommen wird. Man nimmt an, daß auch der neue Staatssekretär o. Hintzc da-) Bedürfnis habe:: :vird, :mch den Beratungen in: Großen Hauptauartier niit der Volksvettretuug in Fühlung zu treten.

Kronprinz Boris im Hauptquartier

Großes Hauptquartier, 14. Aug. Der Kriegsbe­richterstatter Karl Rosner meldet: Der .bulgarische :vttlitärbe-> bollmächtigte General Gantchess war w freundlich, mir nähere Mitteilungen über den soeben beendigten Besuch zu machen, den) -Kronprinz Boris im Aufträge des Königs Ferdinand dem Kaiser im Großen Hauptquartier abgestattet hat. Begleitet von 'General Gantchess, der dem Kronprinzen bis.an die deutsche Grenze entgegen- gefahren loar, ttaf dieser kurz vor der Mittagsstmlde hier ein. Um 12 Uhr schon wurde Kronprinz Boris vom Kaiser empsangern Er korrnte dem Monarchen in breitem Zusammenhänge ein Bild von der politischen Lage in Bulgarien seit dem Wechsel in: Minister- Präsidium geben imd weiter in: Aufträge seines Vaters auch er­freuliche Mitteilungen zu militärischen Fragen des verbündeten Bulgarenreiches machen. Der Kaiser nahm mit großer Befriedlgnng bon den Ausführungen seines jungen, hochgeschätzten Gastes Kenntnis. Nachdem der Krmrprinz das Frühstück beim Kaiser eingenommen hatte, besuchte er nachmittags den Reichskanzler zu einer längeren Besprechung. Auch hierbei ergab sich das vollste Einvernehmen in der Auflassung aller gemeinsamen Fragen. Den Abend vor seiner Abreise verbrachte der Kronpnnz wieder als Gast des Kaisers.

*

Rückkehr Kaiser Karls.

Wien. 16. Aub- Ter Kaiser ist heute abend aus dem deutschen Großen HauptguartrerReichenau eingetroflen.

Der Entente Kriegsrat.

Zürich, 16. Aug. Der Schweizerische Presse-Telegrapb mel­det aus Rom: Wie in italienischen Regierungstteiien veelamet, wlird der interalliierte Kriegs- un d Mini st er ra: in der nächsten Woche wieder in Versailles zusammemretcn, un über die diplomatische und militärische Lage des Breroer- bwides zu beraten. Die Bedeutung der militärischen Ereignest in: Osten wie an der Westfront, sowie andere Vorgänge politischer Natur verleihen dieser Zusammenkunft eine ungewöhnliche Be- deutnng.