Der letzte Flug Oberleutnant LörvenhardLS.
- d e^r lin, 13. Aug. (MTV.) Oberleutnant Löwenhardt, ^nler erfolgreichster Kampfflieger, ist am 10. August mittags 12 Uhr 15 durch einen Zusammenstoß mit einem unserer vlustZeuge tödlich verunglückt. Unbesiegt wie Boelcke und Nichthosen ist auch er nu. en Reihen unserer Besten geschieden. Im Verein mit der S fffel Nichthofen war er um 11 Uhr 30 Min. vormittags an l :c Spitze seiner Staffel zu einem
^agdffuge aufgestiegen, Kurz nach 12 Uhr mittags entspann
suh in 2500 Meter Höhe ein h-'ftiger Lustkampf zwischen ihm und einem englischen Kampfeinsitzer, in dessen Verlauf er den Gegi^r bis auf 1500 Meter herunlerdrückte. Der Engländer versuchte über die Linien duvcl>zubrcchen, wurde aber von Löwenhardt auf unser Gebiet zurückgedrängt und zum Absturz gebracht. Im Verlauf dieses Kampfes erfolgte der Zusammenstoß.
Erick» Löwenhardt war 189^ in Breslau als der Sohn eines Arztes geboren, hat also nur ein Alter von 21 Jahren erreicht. Seine Erziehung erhielt er auf dem Kadettenkorps in Grost-, Lichterfelde, und z:var iTi der 8. Kompagnie, der auch Manfred Frhr. v. Iiichhsfen augehörle. Im September 1914 murb; er Kam Leutnant befördert. Anfang August 1914 ruckte er als Fähnrich im Infanterieregiment 141 ins Feld, kämpste anfangs bei Dannenberg, in den Karpathen, in Tirol und Serbien! und ging im Aprck 1916 zur Fliegerwaffe über. Zunächst war er Beobachter, feum Flugzeugführer. Seit April 1918 führte er eine Jagdstaffel. Mit 53 Luftsiegen gehörte er zu den besten deutschen Kampffliegern. Noch dem 16. Siege wüste er mit dem Orden Pour le misritt ausgezeichnet. Wenige Tage vor seinem T«Le befördert,' ihn der Kaiser in Anerkennung der hervorragenden) Leistungen zarm Oberleutnant.
Kaiser Karl im Großen Hauptquartier.
Berlin. 13. Aug. Kai ser Karl wird im Großen Haupt
quartier erwartet. In seiner Begleitung werden sich befinden Graf Durian und der österreichisch-ungarische Botschafter in Berlin jTriir$ Hohenlohe. Außerdem werfen anwesend sein der deiche Botschafter in Wien Graf Wedel und der deutsch: Gesantre v. Bergen aus dem Auswärtigen 9lmt. Es sollen bei der 2iuwefenb-eit Kaiser Karls alle zwischn Dentschand und Oesterreich-Ungarn noch in der Schwebe bestndlichn Fragen besprochen werden, und zwar unter besonderer Berücksichtigung des polnischen Problems.
Kronprinz BorrS im Hauptquartier.
Berlin. 13. Aug. lWDB.) Kstnprinz Boris von Bul- garien,' gestern dem Kaiser im Großen Hauptguartier einen
Befmli abgesvattet.
Knndgeburrgen für Malvy.
Genf, 13. 2llrg. Tie Kundgebungen der französischen Gew erk; chaften geMn die Verurteilung Malv y s haben am Lonntag einen derartigen Umsang angenommen, daß die Berichte in den sozialistisclien Zeituargen mehrere Spalten bcan- spractLm. Unter den Versammlungen in der Pariser Arbeiterbörse oerdrenen die der Metallarbester, der Äctomobife und Ftugzeug- arbeüer, der Zimmerleute und der Arbeiter der chmischn Industrien ermahn: zu werden. Aml). in Rennes, Rouen und Tou- loute oera-chalteten^ die ArbAterbörsen Kundgebungen gegen den Lemtt. Ti" Gewerkicknst der Bergarbeiter in St. Etienne forderte E ante b hsrien Tagesordiruny die Organisation einer allgemeinen Arbtntze rLeioegung, Mi die Tnrchsührung des Urteils zu verhindern und die Mehrheit der L-enawven, sowie die royalistis-chen Agitatoren zur Verantwortung Lu ziehen.
Slirij in der vadiLcken Partei ist es in Paris und der Provinz zu noa»druckl',chn Kwidgebungen gekommen. Besonders der Verband der radikalen irnb radiLchßozialistischen Vereine von Paris und Umgebung bat ferne SverrrrtrTi im
^ Umgebung hat ferne Vertreter im allgemeinen Aus's.chß der Partei beaustaigt. den Ausschuß der Senatoren Monis und Perchor ans der Partei zu b^reiben und den „Radiccck" zu zwrngen, die Bezeichwrng .^OffizfelLes Organ der radikalen Partei" <ms 1 -erneM Titel zu entfernen.
Kanada- Anteil am Kriege.
Haag, 1. Aug. Reuter meldet ans Ottawa: Kanada hat in den bisherigen Kriegsjahren 450 000 Mann auf die Beine ge- vQrcht. wovon 390 000 Mann nach Eirrvpa transportiert wurden. Ungefälw 43000 haben im Kriege das Leben verloren, davon srW nmfr £7 000 auf den Schlachtfeldern gefallen. Die übrigen NiD ihren Wunden in Frankreich erlegen. Die Zahl der Kranken und Verwundeten betrug 113 000.
Kundgebungen in Kopenhagen.
Kopenhagen, 13. Ang. (WTB.) .Hier haben stürmisch Demonstrationen der Syndikalisten ftattgemnden, wobei es zu rech bösarttgen Kämpfen mit der Polizei kam.
Ter türkische Bericht.
Konstantinopel, 13. Aug. (WTB.) Tagesberich vom 12 . A«gun.
Afrikanische Front: Die Italiener mühen sich weiter ^rgeblnt. um den W«derbentz tm,rrer Provinz Tripolis Ihre Anfälle aus den v^n uns eng eingeschossenen Küstentumkten.
begleitet von emer französischen Unternehmung an der Grenze von Tunis und w?m Sudan. Unseren Truppen gelstg' es, bisher überall den Gegner zu schlagen. Ter letzte am 10 mit, mehreren Bataillonen aus Hom heraus geführte Angriff der Italiener scheiterte mttor starken Verlusten.
len und Leute, die uus keinen Krieg erklär: haben, haudetrl wie Barbaren cm rrns. Tie amtlichen diplvmatisckZen Vertretungen dieser Regierungcm aber genießen die Immunität, die von ihren amtlichen Stellen den Mitgliedern unserer .Snviets verweigert wird. Indem wir gszenüber den Mntlichen Vertretern Großbritanniens und Fvankoeichs diese Haltung einnehinen, berück- sättigen wir auch Ihre dringende Bitte, da ,oir in Ihnen Vertreter eines Volkes scheu, das nichts gegen die Sowjets" unter-, nehmen will. Wenn .wir die gegen uns gerichteten Kstegsmaß- nahmM mit Vorsichtsmaßregeln etwa fewart bearrtworten, daß wir.Staatsangehörige der Jnvasionsm ächte in Konzentrationslagern unterbrack-ten, so betrachten wir diese. Staatsangehörigen! als Z i v i l g c f a n g e n e und wenden diese Vorsrchsmaßregel nur gegai Mitglieder der besitzenden Klassen an, die unsere Gegner und. Keine amtliche Maßnahme wird gegen unsere natürlichn Verbündeten, ^die sch bei uns «rufhaltenden Arbeiter dieser Länder zur Ausführung gebracht. Tie arbeitenden Klassen der ganzen Welt sind unsere Freunde, und gerade jetzt erklären wir. jenen' Länder?' deren Heere mit ^hüllter Gewalt gegen uirs Vorgehen: Friede cen Häusern der Armen. Ta Sie erklärt haben, daß Ihr Volk niiirt die Sowjets stürzen will, fragen nur Sie, ob Sie nicht klar sagen könnmr, was Großbritannien in Wahrheit von uns will. Ist fern Ziel, die volkstümlichste Regierung zu stürMt, rvelch die Welt gesehen hat, ist sein Ziel die Gegenrevol utidn?"
Die Uämpse mit te r Tfchrch0'§!oll>a?en.
Ufa, 6. Ang. (WTB.) Unter den Tschecho- Slowaken macht sich eine Zersetzung bemerLxrr. In den TruPPenteilien werden Maffenerschießungen vvrgenommen. Ter Kvmnurndant hat Bersanimlungen Verb üem Infolgedessen zeigt sich starke Uuzu- frieden seit unter den ii iannschaften.
M. kau, 13. U..£. (WTB.) Meldung der Petersburger 4jelegra: tzen-Ayechtr. Tie von den 'Svrvjets auf der Wolga gebildete K r i e g s f I o t t e hat die Wolga von deir durch die Tschecho-- <olvwaken genvmmeiren <nhisfeii gesäubert und die Verbindung der nn Osten der Wolga stehenden tschecho-slnvatischen Truppen mit den tschecho-slowakiscl-en Streitkräften in Sirnbirsk und Sysram unterbwck>en. Astrachan, Zarizyn und Saratow sind nach wie vor rn den .st änden der Sorojettruppen.
In Moskau sind Vertreter der Sowjets ans Ost- srbrrien eingetrosfen, die erklärterc, daß die Tschecho-SlewaveN nur bis Baikal geßimmen seien. Weiter östtich BaiLal sei cranz in den Härchen der Sowjet-Regierung. Ueber den Städten - m r Dörfern Ostsibiriens wehe nach wie vor die rote Flagge dev »l'^alimscheu Republik. Ostsibirien sei kün^swegs der Sammet- punkt der errglrsch-französischen Truppen. Weder solche, noch ameri- kamsche oder japanische Abteilungen befänden sich dort.
Haag, 13 Aug. Reuter meldet: Tie „Tim-'s" berichtet aus Tokio vom 7. August: Die Tschecho-Slowaken sird an den Fronten rmUssuri-G^bietund in Transbai kalien dem Nveren Truck fmndlicher Truppen, unter denen sich Ungar.r und Deut, che l^rnden, aus gesetzt.
Moskau, 13. Aug. (WTB.) Meldung der Petersburger Tefegraphen-Agentur. Tie Kräfte der Weißen Gardisten, der D,checho-Slowaken und der Kosaken ans der Mittel-Wolga- cs-uotU beziffern lick» ans 80 000 Mann Tie Zusamme.iziehung me . e , 7t ist beendet und hat die ZaPl vvn 15 000 0 vR a ixn errettf#. Ter begonnene Angriff entwickelt sick» erfolgreich^ Tie 'So^chet-Trupperc sind bereits imter Kämpfen inj
Borstadt von Simbirsk ein gezogen.
^ondon 13. Aug. Reuter zufolge erfahren die Times aus Tokio vom 7. August, daß die Tschechen mit starken Streitkräftemi an der ttsuri- und Transbaikal-Linie heftig in die Enge ge-« trreben werden.
*
Lrc
Kiew
pyueamg des Vertrages geweint fern ,oMe. Ein Ab kommen gilt aber als praagraphiert, wenn es die Fassung bekommen hat, an den nach bem Gefühl der beiderseitigen Unterhändler nichts mehr geändert werden soll.
Lebenömittellieferurrgcn der Ukraine.
.13. Aug. Nach Meldung der „Kiewskh Mpst" erllärte
der Verpflegungsminister Gerbet als die wichtigste Ausgabe die Erfüllung der im Brester Friedenden Zentralncächten gegenüber übernommenen Verpflichtungen. Sodaun werde nicrn die Versorgung der Bevölkerung übernehmen. Er sei fiir den allmählichen Aübcui der begorrnenen VÜoiw pokrsier ung und für den llebergang zum freien Handel.
Finnland.
Helsingfors, 12. Aug. (WTB.) Tie in Deutschkaick' be- schag7iahmte sinuische. Tonnage ist nunmehr von Teutschtand frei-
gegeben tvorden.
Tie sckrnische übegierung.errickiitet ncurnvcHr Kv-nsulate in Kiew und Odessa. Ter fvrnische Geschäftsträger in der Ukraine ist bereits unterwegs.
In Repole in FjaerrLrvelfen wurde von einer großen Volks- versmnmlung der Anschuß mr Finnland beschlossen. Eine Deputation wird sich mit der fsimrischm Regierung in Verbindung setzen. Ter Beschluß auf Vereinigung mit Finnland war einstimmig.
Ler Zeekneg.
Rotterdam, 12. Aug. (WTB.) Der „Maasbode" meldet: Der englisckie Dampfer „City of Vienna", 6111 Tonnen groß, ist gesunken. Der amerikanische Dampfer „Cotton- field", 450 Brt., wurde als Wrack verlassen.
Rus dem Kerche.
%l os kau. 13. Aug. Die hiesige Presse meldet: Nvwoisenek ist von den .Kofaken befreit und in die Hand der Rätetruppeu übergegangen. ^ie Touregierung unter Krasnow hat die teilweise Mobilmachung besohlen.
Nach Mitteilung der Zeitung Biednota ist die vollstiindige Berostentlmnrng der den Zcitrarrnr von 36 Jahren umfassenden, Tagebücher des früheren Zaren Nikolaus in 36 Serien beabsichtigt Zuerlt soll die Verösfentlichung aus den Jahren 1905 bis 1917
erfolgen. Am Tage der Thronentsagung Ringsum Verrat, Feigheit >und Betrug.
heißt es im Tagebuch:
Rück ug der Ententetrrrppen an der Mnrmsnküfte.
Moskau, 12. Ang. (WTB.) Nach einem amtlichen Bericht über die Lage an der Mur man front haben die TrupMi der Entente nach seck^stägigem ununterbrochenem Kampf den iveite- ren Vormarsch anfgtgeben und siud zurückgegangen. Tie .4immung der ruifffirI-n Truppen ist gut. Bei A r cha n g e l s k ist die Lage für die Räteregicriorg günstig.
Tie Jnterveutiorl in Sibirien.
Haag, 13. Aug. Rauter meldet aus Amrdvn: Nach einer Meldung der „Times" aus Tokio begab sch der japanisck)«e Kriegs minister nach Niko, der Sommervesidcnz dos Kaisers, wo er die kaiserlick»e Unterschrift zu vencknavencn Ernennungen eichielt
der l i rt, 13. Aug. (WTB.) Der „Reichscmzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmack-ung betr. die Fassung des Sch au mw einste uerge setzes, eine Bekanntmachung betr. Ergänzung des § 9 des Burldesratsbeschlusses vom 26. März 1914 (Reichsges.-Bl. S. 57,1), eine Bekanntmachung über die Ausgabe von Schuldverschreibungen der Bayerischen Vereinsöarck in München auf die Inhaber, eine Bekanntmachung über die Sck)uldverchreibungen der Bayerischen Handelsbank in München aus die Inhaber pnd eine Bekanntmachung über die Ausgabe von Schuldverschreibungen der Bayerischen Hypothekrn- und Wechselbank in München auf die Inhaber.
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Ltsdt und CrrnA.
Gießen, den 14. August 1918. Flerfchtose Wochen.
'urch das Kriegsernährungsaint ist angeordiret. daß in den
Wock-eu vom st.9.—25. .Aulplst, vom 9.—15 September, vom 30. September bis 6. Oktober und vom 21.—27. Ottober Fleisch nicht verabfolgt werden darf.
®r die angegebenen Wochen erhält daher die Stadt Gießest zugeteilt. An Stelle der fehlenden Fleischm'euge kommen 'Sh Pspnd Karstoffeln für die Person und Woche zur Ausgabe. Kinder unter 6 Jahren erhalten die halbe Menae. Tiefer Ec,atz an Kärtosseln gebrngt aus die Fleischkar'te durch die K!ar tof fel h än dle i zur dlusgave. ^Näheres wird noch
bckanntgegeben werden. Tie Djehanlie erung ersoffst zn Beginn
jeder Woche, währnid das Fleisch und die Wurst erst "Samstags zur Ausgabe gelangen können. Infolgedessen wird es am 17. ds Acts, n-ochmals Fleisch geben, während am 24. ds. Mts die Fleisch- ausgabe ausiälkt. Tie nächste Fleischausgabe sinder am 31. ds. MD.^ statt. In der Woche vom 19.—25 ds. Mts. dars auch ita Oxpttpirtschasten Fleisch nickst i>erab'ol st iverde.r. .Kranke erhalten dve von ber ärztlichen Prüfungsstello zuerffrrrnten Fleisch- zusatze auch wälwend der steifes -fen Aochm geliefert. Ebenso erhalten Schwer- und Schwerstar. iter die ihnen M >- r-de betontere Zulage, soweit Wild und Hühi er nur gegen Fl -, i narken abgegeben werden dürfen, ist die Abgafee in der fleischlosen Woche gestattet. Wurst aus uutenv^rtigen Rindern gelangt in den fleijchlosen Worben nicht zur Ausgabe. Außerdem sei in Hinsicht der gestrigen Meldung noch daraus hingewiesen, daß Hühner? in den sleischlofen Wochen fürdie Ernähr ungnichtin Betrach tkommen.
Os .„ or ‘ t 7 7VT , 7 nijat-u. lu/iiu, umiL-v zuril <o:-n.iVerrve.er vesorocwr. — Zunt
Ä bc ö &c r ^ U- f 1 1 1 ons Ijcc res nach ^ahnrich beerben wüste d-.w Fahmmjunll'r-Unte.osff; er Heinrich
Wladiwvstor ivurde Ge^icral Kikueo Dtmt, Wnsrv ^o - .vrmrwj
Wladiwostok wurde (General Kikuc o Otani fni.au tt, Mitglied »es chhen Kr«gsrats ^und zuletzt Gouverneur von Tsinmau Gene- rallttuttiartt Mchwu IM wurde zum GeneralsVbschf ernarntt /und tritt als BeMshaber der kaiserlichen Garde zurück. General- lckutnant Tcckenski wird die Expedition begleiten
Im japanischen Minisderrat vom 9. August wurde die inner,- Lage Lilariens und der dort herrschw.de Mangel an NahrungS- mitd'ln und anderen Bedürfnissen für den nüchfren. Wintir be- sprvchen: es wurde beschlossen, daß Japan alles ^un solle, 'was m fernen Äh:afeen süche, um die Leiden der sibirischen Bevölkerung.' m den Kfer-egsgabieten zu lindern.
Lmr nifsisch? Note an Amerika.
^Moskau,^12. Aug. Dar Kmnmissar für auswärtige Angele- Fenhnten der Lvw?eiregierung T s ch i t s r i n hat an den amerikanischen Generalkonsul P-oole in Moskau folgende Note gerichtet:
Sehr geehrter Herr Povke! Zur Zeit, als Bürger Lenin nach der nicht zu rechtfertigenden englisch-französiscken ^nDanpn in einer Rebe erklärte, daß England und Frankr.icff tatsächlich mit uns Krieg führen und Sie zu uns fernen Um zu fragen, ob ein Kriegs- oder Friedenszustand zwischm uns «stehe. Mit Worte te ich, daß unser Volk noch immer im Frieden' mrt den Vöffkenn der Entente lebe und daß, um auch weiterhüi als der Vertreter Amerikas hrerblstben zu können. Ihnen die gleichen Möglichkeiten wie bisher eingeräumt bleiben, die Ver- vkntnrng mit Fhrer Regierung aufrechlznerhalten. Diese Möglichkeiten haben Sie uvch immer in der Hand, so weit es von pns abhangt, da die Unterbrechung der telegraphische!^ Verbindung über Murmansk ein Werk Groß b r i t a n - ^iensist. Wir haben unserseits unsere einzige Möglichkeit, sich mit ^yrer Regierung in Berbindnug zu s'etzen, nämlich unsere funkerrelegraphische Station, Ihnen Kur Verfügung gesiellt. Da Sve über dfefe verfügen können, so bitten nur Sie, es Ihrer Regienmg ebenso wie den breiten ,Vvlksmassen des Auslandes bekannt zu geben, daß ein in keiner Weife zu rechtferlrgender Angrisf' ein ausgesprochener Gewaltakt an uns verübt wird. Wir haben nichts getan, um diesen Angriff M veranlassen. .Unser Volk will nichts weiter als in Frieden, und Freundscha'.i mit den arbeitenden .Klassen aller Länder Leben. UngeackMet des bestehenden Friedenszu standes uEigen englqch--frLnzüsische Streickräfte in unser Land ein, nahmen un,ere Tvrfer und Städte mit bcwafmeter DlM, lI^VV- n die treuen. vMntwvrtlich'eo Sgsvjetmitglieder, i&tzn ^feo7lterverbMde aus. warfen ihre Mitglieder ins G e f ä n g - nrs und verragttm sie aus ihren Wohlrung-m. Ohne Kriegs- ^rkLaru n g,^ ohne das Bestehen eines Kriegszustandes wurden öte .Feinvietiglfelten gegen uns eröffnet und unser Botkseigentmnl gevaubt. Uns gegenüber wird kein Rocht anerkannt, uns gegenübe, wird ungefchmrnk^es Banditentum für erlaubt gehal
Wkadiwostok.
London, 13. Aug. (WTB.) Reuter. Das Kriegsamt melvet: Die in Wladiwostok gelandeten Engländer sind mi die U s s n r i - F r o n t vorgerückt und von den Tschecho- Slowaken begeistert begrüßt worden.
Verhandlungen des RevolutLous-TribnnaLs.
Moskaii, 5. Aug. (WTB.) Meldung der Petersburger Tele- graphen-Ageucur. In der bevorstehenden Session des Nevolutions- werden die Verhandlungen grgeu die zarisck-en Mini,der Schtscheglowitvw, Chwotow, Pro t v vopow und andere stattfinden.
Die Cholera Ln Petersburg.
Berlin, 14 Aug. Lgut Meldung des L. A. aus Stockholm beruhte', der schwedllche Konsul in Petersburg, daß dort bis zum 18 oickr 3627 Cholerasälle vorkamen, von denen 1260 tödlich vertäu m sind., Infolge kühleren Wetters und behördlicher Maßnahmen hat die Krankheit abgenommen, doch brachte die lleit vom 26. Juli bis 4. August noch 1400 neue Fälle.
Der Breft-Ertowsler Frieden.
Aus Berlin wird uns geschrieben: In der Presse war in den letzten Togen ver Friste von Brest-Listmsk vielßrch in einer Wege be,pwchen,ivvrdcn, die mach Ausickst lackender Kreise deic deutschen Zuleregmi nicht zutrüglick- vxir. Ter Friede von Brcst- Litmvsk ist eine ÄitsackI, mit ber firn unsere Politik abftndcn muß. Ver,tandl och ist, wenn die Presse des Viecrerbaud^ nicht müde wird, eine Nachvnffnmg des Brester Frievensvertram-s zu fordern, erw deutsche Presse aber sollte sich hüten, dem Verband kur seine Haltung Ätzttemal m geben. Auf alle Fälle ist, .fe uns versichert, d« durch den Fristm von Bresd-Litvwsk geschaffen ^rge für uns voll güusicher Aussichten. Tos geht allein schon Äns den schinen Arlg-rffschi hwovr, die von der feindlichen Presse gesen den Breiter Vertrag gerichtet werden.
^ . tbl die Mellmug über dre Abreise des Bevollmächtchten der ^ochretregverung Joffe nach Mvskau, die begründet ist mck der Eicche^^ß die deutsch-russischen Berh-^noluirgen „zu einem ge- lefen, war in der Presse die Wendung „gewcffer Abchluffe" bemängelt wvrdk?: Tazir wist uns von maßgebender wtfe mttgeteilt, daß Mt diesem AMrrnck im Para-
Walther im Fuß-BrM.-Regt^ 3.
** Verteilung von kondensierter Milch und Puddingpulver. Von Donnerstag den 15. bis einschließlich fe-ontag den 19 d M. gelangen in 21 hiesigen fffeschäften konden- fferte Milch und Puddingpulver zur Verteilung. Näheres im An- zeigentell.
Y ** Ssisen e r b r a u ch s r e g el uu g. Kann der Händler Femfeiw oder Sei,enp«kver rvegen Mangels an Ware nicht ,rb- geben, ,o hat er für die ihm abgelieferten Seisenkardenabschnitt« ermm Gnttchem auszustellen. Auf dem Gutschein ist der Tag der Ausstellimg anzugeben bfeqen Rückgabe des Gutsäpines werde« dem Verbraucher während der beiden dem AssstelliMg-swonat sol- geuden Monate WasckMittel abgegeben. Näheres im Anzeigenteil. * b i ^ n k Tomierstag den 15. August 1918, von 2 bis
4 Uhr, Nr. 401 bis 470.
Gcm eindestener-Rückstän de. In den heutigen amütck>en Beranntmachlungen der Stadt Güstin wird das 1. und
V. S'ief _... —_. <rs‘
3iej ©emeinbefeeireni mrd Kanalgebich-.rn Aut Tie Za>
luug bann noch bis Ende AuMst, au du- StamTsfe ^Ver durch Ueberweistmg im Bank- und Postcheckverb.hr erfolneu. Bei Nelxr- wei mn grn ist die Nnnmrer der Heberolle und der Z lüde trag genau auzugeben. Am 1. September 1918 begiunr die Beitreibung, wo- durch Piäudungskosten entstehm und erhoben tvesten.
, Preußische Klassenlotteric. In der letzten Nach. Mittagszechuny bev Preußif-chSüll^eutsch:n Klasj nfci crie sind gs, zogen worden: 40000ll'strt auf 134 910, 20000 Mark auf 6537 10 000 Mark auf 207 453 und 3000 Mark aus 112 928 *
** Rotes Kreuz. Von der Verband- und Kr^nkdn-Ev.
frischimgsstelle des Roten Kxeuz
Monat Juli 1429 durchreisend
am Bahnhof Gießen wurden im Verwundete und Soldaten mit
Kaffee erfrischt: die Sanitätswach hat 986 Transporte
airs-»
geführt und in 403 sonstigen Fällen Hilfe geleistet
** Spendet Grammophonplatten für unsere Kriegsgefangenen! Neben Büchern, Spielen ufw. ist die Musik vor allem berufen, unteren Kriegsgefaltgeiren in Feindesland m btttußtofen Oste des Lagerlebens Unterhaltung, Anregung und Zerstreuung zu bieten. An die Heimat gebt daher die dringende und herzliche Bitte, durch eine reichliche Spmde twn gebrauchten Grammophon Vlatten, die an sämtliche Ofefangenew- lager in Frankreich verteilt westen sollen und daher m großen Zahl beuottgt weroen, unseren hrldenhaste» Bstdern in der'Ferne eine lleme Aufmunterung! und dauernde Freiste zu bereileii. Die für mpere Gefangenen bestimmten Grammophonvlatten werden vom Roten Kreuz Gießen, entgegengenvmmen und von dort mis weitergelmwt. Auch werden alte, unbrauchbar getoordeue Platten oder Plattenbruch dankbar enkgegengenommen, da sich einzelne «chllplattenfabriken in dankenswerter Weife bereit er-
. ,. Man schreibt uns: ... .. . Neu-Deutschtand, das der
Hermat köstlich Rohstoffe gab, waro darum eine Beute englischer Krämergier. Bitter fühlbar hat uns dieser .l^rieg vor Augen geführt. daß Misere gesamt.: Bol^ivirtschaff auf Gstech und Verderb *rrn
** 11 e Person alnachrichten. Ter Großherzog
hat am 20 ^icki d. I. dem Vahnhofsarbeiter in der HessischPreu- vllchen El s enba hn gemein sch aft, Michael Bohatv zu Mainz ans Anlaß seines am 1. Juli d. I. erfolgten Ausscheidens aus dem Sw. atsetzenvahn dienst das Allgemeine Ehrenzeichn mit der Jn- lchitt „istr treue Arbeit" verliehen.
. Beförderungen. Feldrvebel Jäckel, welcher vor einiger Zeit das Oesterrmchisfee silberne Berdienßkreuz mit der Krone ermelt, wurde zum Offiz. --StelkverweAr be für fest. — Zum!


