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mnt neue Rede Lloyd George».

London, 12. Aug. (WTB.) Reuter-Melduilg. Lloyd George foüft harte in Newport Monmouthshirc) eine Rede, in der er von dem Erßolg der Alliierten Mi der Westfront sprach. Er sagte, es sei nur billig, einen arvßen Teil des Erfolges dem( ernhntlickvn Oberbefehl zuzufchrttben Tiefer Sieg sei eine große Und Implizierte Operation, in der die Briten, Franzosen uiÄ) Amettkar^r alle ihre Rolle gespielt haben. Der einheitliche Ober­befehl, Mhr Lloyd (beorge fort, hat cs uns ermöglicht, einen großen »L<reg cm der Marne und einen zwttten großen Sieg cn der Somme M «ringen. Es geht uns jetzt sehr gut: aber wir müssen deswegen! nicht allzu übermütig sein. Ter Kampf ist noch nicht vorbei. Das Land muß sich <mf seine Entschlossenheit und seinen Mut verlassen vömien. Es muß seine Rolle in dem langen Kumpf weiter er­füllen.

Lloyd George sprach sodann über d-ic Arbaterschwierigkeitan und sagte, die Schwierigleit liege in dem Vdangel an Kohlen:. England brauche Kohlen, und Frankreich und Italien brauchten Kohlen Lloyd George appellierte an alle, die mit dem Kohlenberg­bau luaw der Kohlenindustrie zu tun haben, alles auszubieten, Um genug Kohlen für Frankreich und Italien zu erzeugen, die m- wlge des Krieges noch mehr unter dein Kohlenniangel zu leiden hätten als Großbritamrien.

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Wilson nach England?

Amsterdam, 12. Mg. (WTB.)Allgemein .Handelsblad" Erfolge meldetWeekly Dispatsch", daß Präsident Wilson nach England kommen wird, wenn nicht etwa die Verhältnisse die vor­läufige Regelung unmöglich machen. Das Blatt bringt die Rückkehr des Lord Rca ding nach England mit diesem Besuch in Zu­sammenhang, meint aber, daß es gut sein würde, wenn Präsident: Wilson kommen könnte, während die Minister der TomMwnA noch in London wären, besonders mit Rücksicht auf die Frage, der deutschen Kolonien irnd der Wirtschafts Poli­tik. Auch, meint das Matt, daß durch eine perfönliche Besprechung mit der englischen und französischen Regierung die Frage der Ausbreitung der Operationen in Sibirien befriedigend gelöst werden könnte.

Die Verband»kons«ln wieder freigelasfen.

London, 12. Mg. (Priv.-Del.) Das Reutersche Bureau meldet aus Paris: Infolge der von der schwedischen Regierungi in Moskau unterTDommenen Schritte sind der französische cmd ber englische Konsul in Freiheit gesetzt worden.

Der Papst für die Befreiung der Zarensamilie.

Bern, 12. Aug. (WTB.)Osservatore Romano" teilt 7nit: Der Papst hat für die Befreiung der Zarin und ihrer Töchter Schritte eingeleitet, die die lleberführung der Genannten nach Europa bezwecken. Der Papst hat sich sogar bereit erklärt, für den Unterhalt der Zarenfcmiilie aufzukommen. Man einoartet mit Spannung das Ergebnis der hochherzigen Bemühungen des Papstes

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Finnland.

Helsingfors. 11. Aug. (WTB.) Der Schluß desLand- tages ist am 11. August in den hergebrachten feierlichen For­men erfdlgt.

Man nimmt an, daß die außerordentliche Tagung zur Vor­nahme der KönigÄoahl bereits auf den 27. Mgust anberaumt werden wird. Ein vom Reichsverweser zu unterzeichnendes Dekret hierüber wird in den nächsten Tagen erwartet.

Helsingfors, 11. Mg. (WTB. Nichtamtlich.) Die Han­dels- und Jndustriekommissiou regelte den bisher freien Verkehr mit Textilwaren, deren Verkauf künftig nur noch nach besonderer Cinkaufserlaubnis gestattet ist. Die Neuregelung umfaßt sowohl den Großhandel wie den Kleinoerkauf. Der Gttxncke der Kleider­karte ist also auch für .Finnland nun durchgeführt.

Besprechungen im Großen Hauptquartier.

Berlin', 12. Mg. (WTB.) Der Staatssekretär ves Ms-^ wärtigen Amtes Admiral v. Hintze ist zu Besprechungen mit dem Reichskanzler Dr. Grafen v. Hertting ins Große Haupt- guartier abgereist.

Aus dem Neiche.

Zliegrrangriff aus Zranksmt.

Die Lage in der Maine.

Kiew, 11. Mg. (WTB.) Seit Neonaten schon versucht die eatentistische Propaganda, die Lage in der Ukraine in den düstersten Farben zu schildern, da es in ihr Konzept nicht paßt, datz hier unter der Herrschaft der Mittelmächte Rulie und Ord- imng herrschen. Zuerst, als Kiew absolut rubig und friedlich war, verbreitete Rcrtter völlig aus der Luft gegriffene Gerüchte, es sei rn der Stadt ein großer Aufstand ausgebrochen, der Hetman werde m l«n«n Palast belagert und sei selbst schwer verwundet. Daran schloß sich dann später die für Kenn« der hiesigen Verhältnisse ganz lächerliche^ Mär, der Hetman habe freiwillig seiner Würde entsagt und diese einem jungen österreichischen Herzog übertragen, der sich beeilt habe, dieses Amt mizutreten! Und jetzt ist selbst ein so angesehenes und neirtrales Blatt wie der Bein,erBund" auf die jedenfalls auch von deutschfeindlicher Seite böswillig in­spirierte Nachricht herein gefallen, in der Ukraine sei gegen die Regierung des Hetmans und gegen die Deutschen ein großer Bauern auf st and ausgebrochen, den gut bewaffnete, mit Ma­schinengewehren und Kanouen ausgerüstete Bauern zusammen mit Arbeitern und in Verbindung mit Sozialrevolutionären, Bolsche- wrlls und Menschewikis (eine ganz unwahrscheinliche Zusammen­stellung) rns Wert gesetzt hätten. Die Zahl der Mfständischen be­trage, man höre und staune, über 200 000 Mann.

Richttg ist hieran nur so viel, daß sich seinerzeit die revo­lutionäre Bewegung in Rußland naturgemäß auch auf die Ukraine ausgedehnt und txrß gerade sie den Einmarsch deutscher Truppen zum Zweck der Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung im Lande veranlaßt Hot. Aus jener Zeit existtcrM in der Ukraine, besonders in dem stets unruhigen süd­lichen ^cile des Gouvernements Kiew, noch einzelne Banden, die sich aus Bauernpvoletattat, ehemaligen russischen Soldaten tschecho-slowakis'ckEn früheren Kriegsgefangenen, aus Groß-Ruß- land^ über die breite und offene Grenze täglich herttnftrömendew Meiselhaften Elementen und anderem Gesindel zusammensetzen. Politische Ziele verfolgen diese im allgemeinen in einer Stärke von höchstens 200 bis 300 Mann auftretenden Barchen nicht. Ihr Zweck ist der Uebcrsall von Schlössern und größeren Bauernhöfen, Raub,^ Mord und Plünderung. Daß sie noch vom Kriege her gut bemannet und Mlegentlich sogar mit Maschinengewehren ausge­rüstet liitb, ist richttg und begreiflich. Völlig und dauernd zu unter­drücken ist dieses Bandenwesen in dem ausgedehnten Lande ruckt leicht, da diese Banden sich beim Herannahen der Truppe^ in fttedliche Bauern verwandeln oder sich in die Wälder verziehen, immerhin ist es gelungen, die weitaus größte dieser Banden, die gegen tausend Mann zählte, bei Swienigerotka zu stellen und zu vernichten. Gefährlich sind sie wohl für die friedliche ein- hernnsche Bevölkerung, insbesondere Gutsbesitzer, Großbauern und, Zuckerfabriken, nimmermehr aber für die Besatzungstruppen der Mtttelmächte. Von dem Bauernheere von 200 000 Mann, das die phantasiereichen Ententepropagandisten in den Spalten der ihnen, zugänglichen Zeitungen aus die Beine gebracht haben, ist hierzu­lande nichts zu spüren. In dem weitaus größten Teile des Lan­des herrschen vielmehr gegenwärttg bis am einzelne unbedeutend q Ausschreitungen, die hier immer wieder vorgekommen sind und auch später Vorkommen werden, Ruhe. Auch der Eisenbahnerstreik ist rn friedlicher Weise jetzt liquidier. Nur aus Moskau impor­tierte Sozialrevolutionäre wie der Mörder des in der Ukraine hochverdienten Feldmarschalls von Eichhorn stören zum Entt'etzen aller besseren ukrainischen Elemente drrrch sinn- und zwecklose Attentate die Ruhe.

Russisch-ukrainische Friedensverharrdlungen.

i Sitzung der Finanz- und Verrechnungskommission legte

me russische Delegation ein Verzeichnis der für die Teilung in Bettacht kommenden Staatsschulden Rußlands vor. Die ukrainische Delegation erklärte, daß auf die Ukraine etwa ein Fünftel der Staatsschulden und des Gesamtvermögens, ent-i sprechend der Bevölkerungszahl der Ukraine und denr ukrainischen, Anieil an den bisherigen Staatseinnahmen des russischen Reiches, entfalle und fordert einen Anteil auch cm dem Vermögen jenseits! der russischen Grenze, da der ganz unverhälmismäßig größere Teil des russischen Staatsvermögens sich in Großrußland befinde. Ein Teil des Goldschatzes müsse mrabhängig davon als Aegui- valent für die Uebernahme von Papiergeld abgetreten werden.

. A i e w, 11. Mg. (WTB.) Zeitmrgsnwchttchten-zufolge haben deutsche Truppen Banden von a u f st ä n d i s ch e n B a u e r n im Lmden von Kiew zurstreut und unschädlich gemacht.

Kiew, 10. ML (WTB.) Am 10. Mgust sind in Kiew als Vertreter dhr TiUrkei bei der ukrainischen Regierung der Generalkonsul ^errd Bey und der MUitärattachee Oberst Elib Dey angekommen.

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Diktatur in Rußland?

Moskau, 12. Mg. Auf Grund der Beschlüsse des zweiten Sowjetkongresses ist die Exekutivgewalt der Negierung in die Hände eines aus Lenin, Trotzki und Ziuowiew bestehenden Trium­virats gelegt worden. Die drei Männer haben unbeschränkte Voll­machten erhalten, alle Maßregeln durchzuführen, die geeignet sind, den Kamps der Sowjetrepublik gegen ihre Feinde siegreich zu beendigen.

Abschluß des Brefter Friedens.

Berlin, 12. Mg. (WTB. Amtlich.) Die Verhandlun­gen, die hier in den letzten Wochen mit den russischen Dele­gierten im Anschluß an die Verträge von Brest-Li- Ivwsk über politische, wirtschaftliche, finanzielle und juristische Fragen geführt wurden, gelangten zu einem gelassen Abschluß Ter hiesige diplomatische Berrreter der russischen Rate-Republik, Herr Joffe, begab sich mit mehreren russischen Delegiertes auf einige Tage nach Moskau, um dort über das Ergebnis der Verhandlungen Bericht zu erstatten und persönlich die mög­lichst baldige Entscheidung seiner Regierung einzuholen.

Frankfurt a.M.. 12. Aug. (Amtl. Meldung.) Heute früh gegen 9 Uhr fand ein Fliegerangriff auf Frankfurt am Main statt, der neben Sachschaden trotz rechtzeitigen Alarms auch mehrereOpfer vornehmlich auf der Straßeforderte.

Ein Protest großstädtischer Zeitungsverleger.

Berlin, 12. Mg. (WTB.) Die Vereinigung der großstädtischen Zeitungsverleger, der u. a. ange­hören dasAckLuhr-Abendblatt", dieBerliner Abendpost", die Berliner Allgemeine Zeitung", dasBerliner Blatt", derBer­liner Börseukurietth die>Berliner Börsenzeitung", derBerliner Lokvlanzeiqer", diÄBerliner Acorgenpost", dieBerliner Mvrgenzeitung", dieBerliner Neuesten Natts,ricksten", dasBer­liner Tageblatt", dieBerliner .Volkszttttrng", dieB. Z. am Mittag", dieBreslauer Zeitung",Der Tag" .derDeutsche Courier", dieTnttsche Kriegszeitung", dieDeutsche Tages­zeitung", dieDeutsch,? Bolkszttttmg" in Hannover, dieNatio- nalzettung", dieNeue Preußische (Kreuz-) Zeitung", dieNeue Zell", in Charlottenburg, dieNorbdeittfche Allgenr-eine Zeitung", dieNürnberger Zeitung", .dieTägliche (RuMchan", dieVossische Zeitung" und dieWelt am Montag", nahm in ihrer Sitzung vom 10. August Kenntnis vyn dem Arttkel, den Dr. Otto Hel- mut H op fen in Starnberg in derNeuen Süddeutschen Monats- jchrrft" unter der U-efcerfdjirift:Z ur Züchtung der Ver- zichtfrdenspresse" veröffentlicht hat. In diesem Arttkel wird der Reichs- und L-daatszuschiß, der zu den Papierkosten ge­wahrt ward, in einer tendenziös entstellenden Form behcrndett Wie schon aus der lleberschttft hnworgeht, wird der Mschein ert^ckt, als würde der Zuschuß unter Politischen Ge- Nchls punkten gewährt rmd sei bestimmt, die Presse im Lrnne eures Verzichtsinedens zu beeinflussen.

Jlic Vereinigung ber großstädtischen Zeitungsverleger weist die rn dem Arttkel Tr. Hopfens enthaltene Unterstellung mit E n t r u st u ii g z u r ü ck und stellt im Interesse der Wahrheit fest daß der vom Reich und von den Bimdesstaaren gewährte Zuschuß den Tageszeittmgen ohne , jeden Unterschied der pvlittschen Rich­tung nach Maßgabe der ihnen gesetzlich zc:stehenden Papiermenge gewahrt wird. Es erhält also jede Zeitung pro Wo des ihr zuslehmden Papiers genau die gleiche Summe, gleichviel ob es litt:, um ein Organ sozialdemokratischer, kouseroattver, fortschritt- llcher oder alldeittscher Richtung handelt oder ob das betreffende Organ keiner polittfchen Richtung angehört.

Berlin, 10. Aug. (WTB.) Mit Wirkung vom I.Juli erhalten dre HinterbliebenenvonMilitärperso- nen der Unterklassen aus dem gegenwärtigen Kriege, die Kriegswitwengeld oder Kriegswaisengeld empfangen, Zu- lchläge zu den Kriegsversorgungsgebührnis- s en. Voraussetzung ist, daß die Hinterbliebenen Familien- unterstutzung beziehen oder bezogen haben. Die Zuschläge be­tragen ohne Rücksicht auf den Dienstgrad des Verstorbenen monatlich: für eine Witwe 3 Mark, für eine Halbwaise 3 Mk. und für eine Vollwaise 4 Mark. Sie sind im voraus zahl­bar. Den Hinterbliebenen von Militärpcrsonen der Unter­klassen aus dem gegenwärtigen Kriege, die Kriegswitwengeld oder Kriegswaisengeld empfangen, aber keine Familienunter- stutzung beziehen oder bezogen haben, können mit Wirkung vom ^.Juli auf Antrag im Bedürfnisfalle Zuschläge zu diesen Kriegsverordnungsgebührnissen bewilligt werden. Das gleiche gilt für die Hinterbliebenen von Militärpersonen der Unterklassen aus früheren Kriegen, die die Kricgsversorgunq empfangen.

.... Der li n, 10. Aug. (WTB.) DerReichsanzeiger" ver- osfentlicht ein Verzeichnis der Originalzüchter und 'Vermeh­rungsstellen von Wintcrsaatgetreide im Sinne des Para­graph 3 der Verordnung über den Verkehr mit Getreide Hülsenfrüchten. Buchweizeii und Hirse aus der Ernte 1918 zu Saalzwecken vom 27. Juni, ferner eine Bekanntmachung über die Preise für inländisch^ Zwiebeln.

Berlin, 12. Mg. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Nundesrates rmirde dem Entwurf von Weinsteuer-Alisführungs- besttmmungen nebst Nachsteuevorduung die Zusttmmüna erteilt.

e r l in , 12. Mg. (WTB.) TerReichsanzc-iger" perösstnt- ttcht eine Bekanntmachung der Reichsbelleidungsstelle über die V erteil ung von Nähfäden, Strick und Stopfgarnen durch oie Konminnalverbände und die Msführungsbestimnuingen daziu.

Ans Stabt nrrd Cond.

Gießen, den 13. August 1918.

Wild und Geftügel in den fleischlosen Wochen.

^ ^rste fleischlose Woche beginnt bekcmnttich am nächsten - E^^ dlber sie tvirb doch nicht ganz fleischlos sein, denn inarkon- weies Will' und Geflügel kann für diejenigen, die es sich zu leisten vermögen erstnirdw: werden. Das gehr aus nächstetwnder Mitteilung des Kri-egsernährun gsmuteS hervor:

Tie fleischlosen Wochen kennzcichiven sich dadurch daß Flerlchkarten in ihnen nicht eingelöst iverden, sondern daß an «wen Lteile eme Belieferrmg mit Kartoffeln bzw. Mehl tritt. Daraus ergibt sich, daß diejenigen Arten von Wild und Geflügel deren Abgabe bisher ohne Flttschkarten zulässig war, auch in den ileisch'lvsen Wochen gusgegeben werden dürs«r. Jedoch auch bezüglich des marVenpffittM-^n Wildes und Geflügels hat der Staatssekretär des .Kriegsernälwungsamtes mit Rücklickvt auf d^sien leichte Verderblichkeit AuÄrahinen, insbesondere für die Ver­sorgung von strängen in Lazavetteu und Krankenanstalten, zuge- laperl. Tie Regelung der irotloendigen ^ln-ordnungen, um Ver­derben von Wild zn verhüben, erfolgt durch die Ämmmnal- verbände.

AdarVenfvei srnö auch .in den lleischL>stni Wochen folgende Fleischarten: Msbruch von Dill», enciMießlich Herz und Leber, Gänse, Enten, Tauben, -Wildenten, Rebhüh-?er. Lebende Hülvrer sind markenfrei, für geschbattchtte dagegen müssen MarkOl ab­gegeben werden.

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Privattelegrammverkehr zwischen Heimat und Feldheer.

Ta bei der lleberlastung der Telographenlinen nach dem FeM nur die allerdringlichsden Pttvvtt?1cgrannnr befördert werden kön­

nen, muß das Publckum die erlassenen Besrimmungen auf Pas genaueste boacksten. Es wird deshalb erneut au'i'd-ückttch darauf hin- gewiesen, daß bei Sterbe- und Krankheit^ällcn rm Wortlaut des Telegramms das Verwandtschastsderhaltnis des Erkrankten oder Verstorbenen zchn Empfänger klar ersichtlich imd der In, halt beglaubigt sein muß. Es darf z. B. also nicht tauten: Mütter gestorben, Wilhelm", sondern :

Deine Mutter gestorben, Vetter TKilhüm,"

oder

yder

oder

,U n s e r e^Vclutter erkrankt, Bruder Fritz/

Deine Schwiegermutter verstorben, Wilhelm,"

Deine (Misere) Schwester Marie verunglückt, Heinrich" Bei der Mflieserung von anderen dttngkichen Tslegramcken (z. B. diackmrlaubsantvag) empfiehlt es sich, eine beglaubigte.Be­gründung auf einem besonderen Blatt beizufügen.

bei Beachttmg^dieser Vorschriften ist eine Gewähr vor­handen, daß dringlich Telegramme ohne weitere Rückfragen recht- zeittg bestellt werden können.

** Amtliche Personal Nachrichten. Der Grvßher- zog hat am 19. Juni dem Lehrer Karl Bohl zic Schlitz anläßlich seines 50jährigen. Dienftjubiläums die Krone znm Ritterkreuz

2. Klasse des Verdienstordens Philipps des GroßTnüttgen, und am 31. Juli dem Genreinde- mid Kirchnrechner Jvh. Georg PeinII. zu Nieder-Beisingeii das Silberne Kreuz des Verdienstordens Phi­lipps des Großniütigen verliehen. Ter Großherzog hat anc 10. August d. I. die Geometer 1. Klasse Wilhelm Kling er aus Dabenhauien, zur Zeit im Heeresdienst, imd Heinrich Enders aus Romrvd zu Katastergevmeiern, und den Finanzaspiranteiü Heinttch Kunz aus Griesheim unter Berleihmrg des Amtsttdelö Ministettalrevisor zum Bm-eauassistenten bei der Buchhaltuno Großh. Ministeriums der Finanzen ernannt.

. ** 2l u s z e i ch n u n g. Der Schütze Jakob Nuß bäum toirrix mit dem Eisernen Kreuz zwttter .Klasse ausgezeichnet.

** Zuschläge ziu derO Kriegsversorgungsge-^ büyrnissen der Hinterbliebenen von Militär- Personen. Mit Wirkung vom 1. Juli erhalten die Hntterbliebe- nen von Militärpersonen der Unterklassen aus dem gegenwärttgen Kttege, die Kttrgswitwengeld oder KttegswaiAngeld empan^r, Zu­schläge zu den Kttegsverforgungsgebichrnissen. Bvraussetzustg ist, daß 'die Hinterbliebenen Fainilienunterstützung beziehen oder be­zogen haben. Tie Zuschläge betragen ohne Rücksicht auf den Dienst­grad des Verstorbenen monatlich: für eine Witwe 3 Mark, für eine Halbwaise 3 Mark und für ttne Volvoaisi' 4 Mark Sie find im voraus zahlbar. Den Hinterbliebenen von Militärpeffonen dei Unterklaisen aus dem gegenwärttgen Kttege, die KriegsloilwengÄd oder.Kriegswaisengeld empiangen, aber keine Familienunterstützung beziehen oder biogen haben, fernen mit Wirkung vom 1. Juli auf Antrag im Bedürfnis falle Zuschläge zu diesen Kriegsversor- girngsgebül/rnisien bewilligt werden. Das glttche gilt für die Hinter- bliebenen von Militärpersonen der Unterklassen aus früheren KAie- gen, die die Lri e gsversor gungsgebührnisse beziehen.

. .Aie Verwendung der Magermilch. Leider wird

m vielen HauoHaltungen der Wert der Magermilch untersttätzt Mil Ausnahme des zum größten Teil entrahmten Fettes enthält die Magermilch noch alle Bestandteile der Bollmilck, also noch

3. Ü KZnwff. 0.6 Prozent Eiweiß, 4,5 'Brosait Zirckcr.

0,7 Prozent Mrneoalsalze, lÄbst 0,10,2 Pr^ent Fett ist noch dortit L« stellt daher ein h-rrchius vowoertiaes NahrunaZinittÄ dar. das aber zur erfolgreichen Berwendung im Haushalt einer fvrgsalttgen Behandlung bedarf. Bor allem ist es von Bedeutung daß die m die Hände der Hausttau gelangte Magermilch aus ihre Kocbiahigknt Sepimsi wird. Ties gescknelst am bttteri durch .Kpchen erner lleinen Menge OKkttnnt die 'Jßvobe beim Kochen nicht fo setze man der übrigen Mjenge auf ie ttnen Liter einen Teelöffel voll Mehl Lu. verrührt dies gut kalt und lasse die Milch unter ständigem Rühren langsam kochen. Durch das Zusetzen von Mehr wird das Zusammenballttn des Käsestones in größere .Klumpen verhindert. Die Milch wird nur leicht flockig, hält sich in dieseni Zustand und ist dem Körper zitträalicher. Ergibt die Kock>prvbc, daß die Milch nicht kochfest ist, so lasse man sie .renn möglich unter Zmatz von etwas alter Milch vom Tage vorher ge- rmi^. Darauf schi'ttte man sie durch ein leinenes Tuch, so daß dve Molke abläuft. D«i Rest vermenge man mit etwas Salz, Pfesi fer und Kümmel, wo Irt 4 ": schien, genügt fttngehackter Schnitt­lauch, und man hat einen schmackhaften Schmierkäse Eine weitere. VerivendungsmöglichÄnt der geronnenen .Milck besteht darin daß map sie, nach Entfernen der Molke, in handgroße Klnmpm ballt, diese g'itt würtzt imd hierauf in einen Topf 'legt und ein mit Effig getrau.MI. sDuch darüberdockt. Man gewinnt so nach 14 Taqer gute Hand käse.

** Keine Benachteiligung der Landwirtschaft, ^n, den Kreisen der Landwirffcbaft ist mehrfach die Meinung ver- MB btt der Nttck>s-Altklttdersammlung die landwittschaft- lichen Arbttter nicht genügend berücksichtigt ivürden und die Land­wirt, chast vielmehr dazu herhallen müsse, für die RüstnngsarbttteP Ailzuge aufzubringen. Diese Ansicht ist irttg. Die Landwirtschaft, von der überlunipt die Anregung zur dttngenden Beschaffung iwt- wendiger Arbtttsllttdung ausgegangen ist, ist an der gesamten Sammlung mit einem Drittel beteiligt. Ihr fließt also nicht nur der dritte Teil der gesamten AlMeider, sondern auch der glttck-e an ueuen Anzügen und an nmgeänderteri Uniformen zu. Durch me Schaffung der Reichslleiderläger, die eine genaue Sor­tierung der ttngellenden Bekleidungsstücke vornehmen, ist Sorg« getragen, daß der Landwirtschaft solche Bekleidungsstücke zug^ stellt merben, die sich für die l ast d Witts ch a f tlidym Arbeiter eignen Ans dem großen Aittttl der Landwirtschaft an der All-Kleider­sammlung ergibt sich ohne weiteres, daß die Behanpllrng hinfällig ist daß die Landwirtt'chflft die Kleidung für die Rüstungsarbtttar beichasfen nnrsse. Es steht jedenfalls nach den bishettgen Samm« lungsergebnissen aus den ländlichen Kommunalverbänden fest, daß btt bitter Sammlung die Landwirtsck>ast mehr der nehmen^' als der gebende TÄl ist.

, Kreis Schotten.

B. Biurlhards, 12. .Aug. Dem seitliettgen Vertteter des im Heeresdienst stehmdon Bürgermeisters Sch-s.r, Karl Schmidt, wurde das Hessische Kttogsehronzttchon verliehen.

(Scrichlsfaai.

vz. Elberfeld, 13. Aug. Vor der Strafkammer wurde über die Steuerhinterziehung des Generaloirektors AntonEnK Adels von den Remjchttdcr Waffen- und Mnnlli-msiverken ver­handelt. Tirektor. Z i 1 z e r von denselben Werken, der ähnlicher Vettelilungen beschuldigt war, hat sich der Verantwortung vor Gc- ttcht durch Selbstmord cmtzogen.

Als Direktor der Mannesnrami-Lichllverke hatte der Anaellaate dldels zunächst 6000 Mk. Einkommen, das al^r berttts im Ialire 1915 dldels war zum Generaldirektor des in dieWaffen- und Munitionswerke" Umgewandetten Hauses ernannt worden auf ^5000 Mk., 1917 auf etwa 55 000 Mk. gestiegen war. Neben- geschafte brachten Adels noch bedeutend mehr ein.

Tie Anllage schließt aus der Beioeisaufnahme, daß ßldels 1915 und 1d16stütt der versteuerten 11200 Mk. ein Einkömmen von 179 049 Mk. und 1917 statt der versteuerten 48 730 Mk. ttn Ein- ^mmen von 785 7',9 Mk gehabt habe. Ter StaatsamvÄt bean- tragte 082^16 Nick Geldstrafe wegen hftrterzogener Einkommen- steuer 2 27d500 Mk »gegen hutterzogener Kttegssteuer, oder drtt Monate bzw. em Jahr Gefängnis, sonne auf acht Monate Ge^ »angnis unter Einrechnung von drtt Dtonaten Untettuchimgsbasti und die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte aus fünf Jahre. Ten Ehrverlust begründet der Staatsanivalt damtt, daß Adels im Besitz dee^Bettnenittreuzes sei, dessen er i^cht würdig Z>as Urteil soll am Samstag verkündet Herden.