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Nr. 180

Der Stehener Anzeiger

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Erstes Blatt J68. Jahrgang

Samstag, 3. August 1918

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General-Anzeiger für Oberhessen

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hindenburg mib Ludendorff über die militärische Lage.

wochenrückbllck

Am 16. Juli erfuhr die deutsche Heimat durch Luden­dorffs Abendk-ericht mit den knappen Worten:Südwestlich und östlich voii Reims drangen wir in Teile der französischen Stellungen ein," dcrß eine neue deutsche Offensive im Gange sei. Lange genug hatten die Ungeduldigen unter uns hierauf gewartet, und die Ueberschwäng lochen sahen bereits Soissons in unsere Hastrd gefallen und Paris, den geistigen Mittel Punkt des Versandes, sein Haupttruppenlager und den Haupt­stapelplatz seiner Kriegsmittel, aus nächster Entfernung be­droht Deverds am folgenoen Tage härten wir von heftigen Gegenangriffen des Feindes und Herr Miesmacher schüttelte sein bedeiikltchkeitenvolles Haupt und versicherte jedem, der es hören »der nicht hören wollte: wir kommen nicht durchs wir sind am Ende unserer Kraft. Inzwischen haben wir erfuhren, daß seine mrmnweiblichen Freunde Klatschbase und Genossen dem Feinde wichtige Nachrichten ausgeplaudert halten und daß Batcrlandsverräter Ort und Zeit unseres Angriffes dem Feinde über bracht hatten. Es entspann sich jenes furchtbare Ringen an. der Marne, in dem Foch die Entscheidung sinden wollte.

Wie sich der Riesenkampf entspann und welche Motive für die Mußnahmen unserer Heeresleitung in Frage kamen, das faßt in kurzer Uebersicht Hauptmann Erich von S a l z - m ann in der ,F8oss. Zig." zusammen:

Der deutsche Mnfangsstoß hatte gegen die Marne zu wohl einen Ersohg, aber nicht jene Wertung, welche die deutsche Oberste Heeresleitung erwartete, nämlich das M ziehen der Reserven ans ber zentralem Stellung nordöstlich Paris. Focb blieb also im Boll­een!.; seiner Reserven, während zugleich der Frontteil östlich! Reims durch die neue französische Taktik des Ausweichens in verhält- nismäßig geringer Gefahr war. Durch den Ausgang östlich Reims mar aber gleichzeitig der Ausgang .westlich Reims inÄbch-MgL 'lnserem Angriff auf das Reim sec Berggelände war damit selbst^ ätig ein Ziel gesteckt. Der gelungene Vorstoß über die Marne wurde verhältnismäßig wirkungslos, das Zurückgehen über die M a c n e e i n e Se l b stve rst än d t i chk ei t im allgemeinen stra- '-gischen Rahnum. Ferner tmirde zugleich die sich' immer länger und clstießlich über die Marne hinans erstreckende Flanke Nooon -'hoteai^Thierrv gleichfalls dadurch» gefährdet, daß Fock' »eine vollen! Reseiwm in der Hand behielt. Für Foch wurde es mit dem Erkennen, der Lage östlich Reims zur platten Selbsworständlichteit. alles zu versuchten, mit sofortigem, schnellstem Einsatz seines Gesamtheeres einen Dnrchbruch auf Soissons, das Beste- und Aisnetall zu erzwangen. Gelang ihm das, so wäre über das deutsch^ Heer viel- eichr ein." Katastrophe hereingebrockM. Die zwischen Soiiions und Reilms gegen die Marne und darüber vvrgetriebenen Massen! mären z u sammen gedrückt und abgequetscht worden, und v'Gleicht wäre Foch dann das Manöver geglückt, das im Fahre 1917 vergeblich in der.großen AisnesMachr versucht wurde, die vesanrtc deutsche Stellung, besonders nack Norden zu, ans den Angeln.^u heben, anfznrollen, einen Entente-Vormarsch in de- Richtung aus das Maastal, NamurLüttich.Aachen zu er­möglichen und damit die Entscheidung zu erzwingen. Die Gefahr mar abgewendet, als etwa am 23. Juli der Fochsche Vorstoß znm Steher gebracht war. Was mm folgte, die Zirrückverlegung der Front, mar im strategischen ,Rahmen selbstverständlich. Darin, daß dieses Zurückverlegen nicht von den Feinden taktisch aus dem Schlachtfelde selbst erzwungen wurde, liegt dar Beweis des frei aebliebenen Entschtußvermögens. der deutsck-en Obersten Heeres­leitung.

In der abgelausenen Woche haben sich die vorgeschilder­ten Ereignisse logisth sortentwickelt. In der Nacht vom 26. zum 27. Juli haben wir vom Gegner unbemerkt zwischen Ourog und Ardre irnser vorderes Kampfgelände plangemäß gerammt die Verteidigung in die Gegend Ftzre-en-Dcrr- oenoisVille-en-Tardenois verlegt, und diese Rückwärts- bew«gnng aus eine besser gesicherte Basis hin scheint noch nicht vollendet zu sein, denn der gestrige Abendbericht spricht von .Lockerer Gefechtsfühlung" mit dem Feinde, eine Rede­wendung, die nur*im Bewegungskampfe angewendet zu wer­den pflegt. Es besteht kein Grund, aus dieser Frontsicherung Bedenklichkeiten herzuleiten, selbst wenn der letzte französische Taiiesberrcht mit Gefangenen und Beutezahlen aufwartet, dio weichliche Gemüter beängstigen mögen. Solche Verluste ftrnb bedauerlich, aber bei dem Maßstab der Kämpfe keines­wegs außergewöhnlich!, und die Franzosen knirschen vor Wut, weil diese Zahlen so gering sind, daß von keinen: Siege ge­sprochen werden kann. Gustav Herve, der manchmal auch eine unangenehme Wahrheit zu Worte kommen läßt, schreibt in »einerVictvire":Die deutsche N ach hutt-schlägt sich nicht nur mit Tapferkeit, sondern sie manövriert auch glänzend." Allein die Tatsache, daß wir unsere ganze 'ckhoere Artillerie sorträumen konnten, nennt er einschönes militärisches Meisterstück", und verhehlt nicht seine Sorge, der deutsche Generalstab möchte die französischen Truppen an Positionen heranlock'm, wo sie von schwerer Artillerie und starken deutschen Truppen erwartet werden. »

Auch der bekannte Militärkritiker des BernerBundes" stellt die immer noch uneingeschränkte Handlungsfreiheit der .deutschen Heeresleitung fest, die den Gegner jeden Augenblick vor die größten Ueberraschungen stellen kann. Nach seiner An­sicht werden unsere Feinde die Wälder zwischen La Före und Bazoches und La Ville und Fismes, sowie das Massiv von Septmonts im Winkel zwischen Oise, Aisne und Besle bereits im Verteidigungszustand sinden.

Tie Fortsetzung der Gegenoffensive iuirb daher kostspieliger als nötig, aber es liegt trotzdem für Foch eine gewisse Nötigung darin, -Opfer zu bringen, da man dem zurückgehenden Gegner; das Vorgelände südlich der Beste und der Linie Fismes-Braine! iniclch überlassen darf,' weil er sonst sofort wieder zum Angriff übergeh. , tönnte. Es drängt sich daher Fock-, mehr und r.:?ij:r dos Ti!'.nma auf: Enllveder er lässt es gut sein und begnügt ttft, brn v-ec.en 'großer Anprisföstoß der T-.'ntschen meislet- fr.iu in . v.t haven, wobei er .V.t Gegner eon der M.un>" r -g- brück te, ^ aber die Champagnehügel opfern mu

oder ec oehnl; die ^chüicht gus, uuwm er die große Emgcherdung.

zu der er unziveistckhast aarsgezogen ist, curf andere Weise sticht. In ähnlicher Lage befindet sich Hindenburg, mit dem Unterschied, daß er zwar vorübergehend zur Wwehr gezwungen wurde und auf schleunige Abhilfe bedacht sein mußte, aber nicht sofort an anderer Stelle einen Ausfall unternehmen müß, um aus einem Dilemma herauszukoinMen. Wie sich die Schlachthandlung sort­spinnt und auf ivelche Weise das noch ungelöste Kanipsprobleui zrnm Austrag gebracht iverden soll, das entzieht sich jeder Berechnung!. Die Gegner stehen sich jedoch so 'hart gegenüber und die strate­gische Lage ist so gespannt, daß eine ccBferctk' taktische Ent­ladung kaum vermieden werden kann. Wo sie erfolgt und wohin derjenige, der die Initiative an sich reißt, das Schwergewicht legt, steht -dahlin. Die Kämpfe um! das Borgelände der Beste sagen darüber nicht das Geringste aus."

Klar ist bisher nur und findet sich von allen Seiten bestätigt, daß Hindenburg es verstanden hat, Fachs Plan eines entscheidenden Erfolges zu vereiteln und ihm unter Schonung unserer eigenen Kräfte große blutige Opfer auf- zuerlegen. Wenn wir dabei dem Feinde Gelände überlassen mußten, so geschah dies nach der Feldherren eigenen Worten planmäßig, und wir können uns das leisten, denn wir stehen in Feindesland. Stünden wir in Deutschland, so wäre es et­was anderes." Hindenburgs Hauptziel, der Zermürbung der feindlichen Kräfte, sind wir auch bei unserem Rückzuge erheb­lich näher gekomnren.

Inzwischen haben die Oesterreicher nack) anfänglichem Zurückweichen in Albanien neue Kräfte gesammelt und die sie bedrängenden Feinde in tatkräftiger Verfolgung bis glatt an die Linie Fieri-Berat zurück getrieben. Damit wird dem beabsichtigten Vordringen der Feinde in Albanien schon heute ein Ziel gesetzt sein.

Wie dem aber airch sein möge, weder die Ablenkungs­versuche in Albanien, noch, die feindlichen Versuche, eine neue Ostftont gegen uns aufzurichten, körmen entscheidende Be­deutung gewinnen. Die Emtscheidung liegt immer noch im Westen. Und wenn unsere großen Heerführer voll un­erschütterlichen Vertrauens in die Zukunft blicken, so trollen wir im Jnlande ihnen bei diesem Vertrauen treue Ge­folgschaft leisten und auch im fünften Kriegsjahre standhaft weiter dnrchhalten, bis unsere Feinde eingeseyen haben, daß ihre eigenen Kriegsziele nicht zu verwirklichen sind.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 2. August. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

H e e r e s g r u p p e K r o n p r i n z R u p p r e ch t.

Die Artillerietätigkeit lebte am Abend vielfach auf. Rege Erkundungstätigkeit mährend der Nacht.

Heeresgruppe D e u t s ch c r Kronprinz.

Zwischen Soissons und Före-en-Tardenois setzte der Feind gestern seine vergeblick-en Angriffe fort. Nach ihrer Abwehr rmd nach Aufräunren des gestrigen Schlachffeldes ha­ben wir während der Nacht in der großen Natzhittschlecht unsere Bewegungen plangemäß fortgesetzt. Starker Actille- riekampf ging den feindlichen Angriffen voraus, die sich am Vormittage gegen unsere Front beiderseits von Villernontoire richteten und sich anl Nachmittage südlich oartennes aus­dehnten. Sie wurden vor unseren Linien teilweise im Nah­kampfe abgewiesen. Ohne jeden Geländegewinn hat der Feind hier wiederunl einen mlleu Mißerfolg erlitten. Unter Einsatz starker Kräfte griffen englische und ftanzöfische Divisionen am frühen Morgen auf der Linie nördlich von b-rand Rozoy Före-en-Tardenois ml. Beiderseits von Beugneur konnten ihre Panzerwagen über unsere vstderen Linien hinaus die Höhen nördlich des Ortes gechinnrn. Hier schoß unsere Ar­tillerie sie zusammen- Nach erbittertem Kampfe wurden auch die Infanterie-Angriffe des Feindes an den Lk^rdhängen der Höhen zum Scheitern gebracht. Jird) am Nachmittage er­neuerte feindliche Angriffe wurden hier blutig apgcwiefen.

Zwischen Cramaille und Fere-en-Tardenois brachen die ebenfalls sehr starken Infanterie- und Panzerwagen-Angriffe des Feindes vor unseren Linier znsamlnen. Starke feind­liche Feuer zwischen Fere-en-Tardenois und deru Meuttiere- Watde folgten Jnfanterieangrisie nur rwrdlich von Ciegcs. Sie wur-den abgewiesen.

Au der übrigen Front herrschte Ruhe.

In der Champagne erfolgreiche Vorfeldkärnpfe südlich vom Fichtelberge und östlich! des Suippes. 9kordlnestlich von Perthes drängten wir im örtkichm Vorstoß den Feind aus seinen vorderen Linien zurück und miesen nördlich von Le Mesnil Teilangriffe des Feindes ab.

Heeresgruppen Gallwitz und Herzog Alb recht

ErftUgreiche Jnfanteriegefechte westlich der Rkosel und an der Selle.

*

Wir schossen gestern 14 feurdliche Flugzeuge und 4 Fesselballone ab. Hauptmann Berthold errang feinen 40 Luftsieg. Unsere Bombenflieger waren während der Nacht sehr tätig und mruichteten u. a. ein großes französisches Munitwnslagei- nördlich von Ehalon.

Der Erste Generalquartrermeister Lu d e n d o r f f.

*

Der Abend-ericht

Berlin, 2. Aug., alieuds. (WTB. Amtlich.)

An der Kampffront lockere ß^efechtsfüüluna mit dem Feinde.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 2. Aug. (WTB.) Amtlich wird lerta'ttbart' Italienischer Kriegsschauplatz

Ge'chütztäligkeit an vielen Stellen anlaucrnd reqe Fn den Fud ikari en bei B ezacea . südwestlich von Asiago und südlich von Ouero wurden italienische Ertuudungcn ver­eitelt.

Albanien.

Beiderseits des Semeni-Knies ringende Truppe des tzieneralobcrsten Freiherrn von Pflantzer-Baltiu gelangten in der Verfolgung bis glatt an die Linie Ficri B erat. Weiter östlich am oberen D e v o l i - Ta l und mff dieses begleitende Höhen stießen unsere tapferen 'Batail­lone auf heftigen Widerstand. Mehrere Stützpunkte wurden im Sturm genommen. Der Feind weicht auch hier zurück.

Fn den .llünrpfeu der letzten Tage hat sich das Bosnisch Herzegowinische Feldjäger-Bataillon 3 besonders ausgezeich­net. Unter den anderen braven Truppen heben die bishertgen Meldungen das Bosnisch-Herzegowinische Fägerdatailion 2 und Abteilungen der Regiinenter Bosnisch 7, O österreichischer Landsturm 32, Ungarischer Landsturm 4 sowie Batterien der (^ebirgsartttterieregimenter 5 und 13 hervor.

Der Chef des Generalstabs.

Line Unterredung mit unseren Heerführern.

Berlin, 2. Aug. Aus beut Großen Hauptquartier telegra­phiert unterm 30. Jilli der Kriegsberichterstatter derBoss. Ztg.": Bon unseren zwischen Aisne nnd Steinte in siegreicher Gegentvehr käntpsenden Divisionen kontmend, hatte ich gestern im Großen Hauptgriartiier GeleMnheir, GeneralfeWmarschall von Hindenburg und den Ersten Generalquartiermemer Lui)<n- dorff zu spreä>en. Zuerst empfing mich General Lndendvris. der stehend, fast unbewegt, rate einzelne Worte mit errtspreäienden energischen Handbewegirngen begleitend, mit großer.! Freimut ciu Bckd der gegenn artigen ntilitärischen Lage im Westen gab Er führte elloa aus: Diesmal ist unser strategischer Angrisfs- plan nicht geglückt. Das mnß offen ausgesprochen werden. Erblich aus einen taktischen Erfolg beschränkt Der Feind wich, besonders in der Champagne, unserem Schlage ans. Tnnßten wir die Fottführung unseres Angriffes ansgeben. Er hätte uns zn große Opfer gekostet. Bereits am 16. Juli abends irmrde die allgemeine Ang risssoperativn eingestellt. '?l«s schche Wechselfälle muß man im Kriege gefaßt sein, und bei allen solchen trur von den Gesetzen, eines weit vorcrusschruenden Handels diktier­ten Maßnahmen muß uns das verständnisvolle Bertt'auen dev Heircat zur Seite stehen Dem Entschluß und den dltastnebirnn des französischen Oberbefehls kann man die Änerkettnung nicht versagen. Wir hatten iie als richtig vorausgesetzt iutb erwarte: : i^teibeii

Truppen, die am ersten Schlachtmorgen, durch den unr ;enr«?ft Tankeinsatz überrascht, zurückgewiesen waren, kämpften sc,)on am sellx'n Abend wie die Löwen. Am zweiten Tage waren wir tvieder vollständig Hlerren der Lage. Besonderes Lob verdient die Füh- rung der 7 tvird 9. Armee. Sie ichlngen den Fochschen 'llmgrisss - plan, den bis zur Marne ausgreifenden Bogen abznschnüren, eit* zwei. Der mit dem Einsatz eines, großen Teiles seiner >i'mnpikraft gesuchte entscheidende Erfolg blieb dem Feinde versagt. N u tz l o s hat er seine Divisionen und rücksichtslos seino Hilfsvölker geopfert. Dieses Ziel müssen wir auch Center* hin mit möglichst geringen Opfern zu erreichen suchen. Wir kämp­fen ans französischer Erde. Wir haben feindliches Gelände genügt und toas wir aufgeben, überlassen wir dem Gegner planmäßig. Geländegewinn und Marne sind Schlag worte, sitid geeignet. Augenblicksftimmnngen zn erzeugen, aber nicht f ü r den. Ansgang des Krieges von Be-de nriitn g. Ope­rationen werden von rem militärischeir Gesetzen vor­geschrieben. Operieren heißt bewegen. Den Zuwachs

an Zahl, den der Feind drwch amerikanische TrnppenI !und afrikanische Hilssvölter erhiell, unterschätzen nur nicht, llm p lvichtiger ist die Einbuße, die er durch seine ersolgLosen Opfec erleidet. Ich hoffe, daß Sie ans meiner freimütigen Darlegung den Eindruck werden ctswontven haben, daß ich mit absol'uter Sicher- Heck dein Fottganq des großen Ringens entgegen feste. Die ScstlnM- .handlungen köimem fcl«n mit Rücksicht ans die Truppe nickst ton- ttnnierlich fortgehen . Elster was wir im Auge gehabt hal>en, Nor­den wir nicht fallen lassen.

9tack) diesen Darlegungen des (Nrwra1!guartiermeisters empsstig ims Hindenburg. Sein gesundes Aussehen widerchck von selbst die. Y!erüchte, die man über ihn verbreitet Ixrttc. stNit denk Bllicl«r - Sitern geschntückt, stattd er vor uns, und aus alten seinen inr l'>>- sprächston vvrgebrachten Worten floß neben menscstenfrenndki, em Wohlwollen ein unbez.vtngbares Zutrauen, (stuiächst spendete er, nachdem er in wenigen Worten ein großzügiges Bild der Lar' ent­worfen hatte, den Truvoen Lob nnd r ü ck h a l t l o f e A n e r tze n - nung. llltfere Infanterie, so sagte er, hat llugehenres geleistet. Loie hat die Volke Schwere des Angriffe^? auf ihren Schultern ge- tragen und iüblt sich noch imnre^ der feindlichen al*so!nt überlegen. Mich dte Artilleri? Hai zlnnt Deill in per vordersten Lttno mit größtem Erfolgs die feindlichen Tankmassen bekämM. Cisenl«chmer nNd 'Otadji ailub truppen tstlben ilxren entsagungsvollen Dienst mit sicherer Ruhe selbst utittn sehr schwierigen Berhiältltisfeit durckigefillcht. Sic haben alle .Großes geleistet und dem Femde die schwersten ^ Q e l u st e zugefügt. Ichj habe aber die Pflicht, mit den Trttppen haushälterisch ttmzugelxm. Darum liabe ich die Kämpfe in ein g ü n st i g er es Gelände verlegt, imt den TntW'cat den Kannst wtb We Lebensbedingnngen dnrckr bessere Zun ihren zn er­läutern. Berichten Sie der Heintat von den Leistungen der Truppen und von unserer Z u v e r f i ch t. Der Krieg ist in der Deiinat wie im Feld inr vierten Jahre kerne Kleinigkeit. Das M ssen wir alle, ins nadn dem ^Frieden sehnen wir uns alle. Aber bis dahin müssen nur durchhalten mit vittnenststfurr, mit deutscher Kraft, und wemt Nur uns water so bewihten, n>ie in dreien vier Fahren, dann werden wir es auch s f f t u. Mit einem Gruß an die deutsche Heimat schloß der marschall leine ^l^Lftjcn Aborte und fügte llichesntz bbizm wie Vftmd er sich fühle und wie er hoffe, es auch bis zunr Schlrtsse des Krieges M bleiben.

Der Raumgewinn der Mittelmächte.

Berlin, 2. Aug. (WTB.) Die Bdittetmäcküe lwbcir seit, Krre«zsbegenn 7 7 000 0 O u o d r a t k i l o m e t e r s c i n d k i cd e u Landes besetzt, d. h. etwa das einernlxtlbfache Gebiet des gr* samten Dcntsckien Reiches. Ter OKländegeivinn hat ,'ich im lei nt Kriegsjahr um über 220 000 Oriadrmkilvineter erl'öbt M 'icbt > in- aerechint hierin ist das durch die dentsckst' Wassenhilse befreite rn- bie! der russischen Randvölker mit 851 000 Quadratkiloimer Allein l in Osten sielen durch die Operationen lnn Tartwpvl. Riga und Oesel und durch di? Operationen int Februar inid März 10iS, ioiucit diele mdjt Geb.tetze der Rand Völker betraf, ülxn 1.78000