T TCfottüÄ-L Ntssischen BvdeirS rn die ÖSnbe der Verbündeten. «Öh •Stäimbefvnt? die 12. Jnsonzoschlacht im Oktober und No- ^Mber 1017 2211 Quadratkilometer Oesterreichs vom Feinde und «rhm diesem außerdem z,vei blühende Provinzen mit Äer 12 200 Quadro tkilomLter Flächeninhalt ab. Bei der deutschen Westoffen- 1918 sind ca. 6200 Quadratkilometer in Frankreich und 398 Quadratkilometer in Belgien neu besetzt worden. Im ein- Kdiifn verloren die Staaten des Vielverbandes an ihre Gegner: Äelglen 29 178, Frankreich 25 400, Italien 14 558, Rußland 478 705. Rumänien 100 000, Serbien 85 687, Montenegro 14 180
und Albanien etwa 17 000 Quadratkilometer. Diesem Gelände q&uixm von etwa 770 000 Quadratkilometer stehen nur 2039 auf leiten des Verbandes gegenüber.
*
Hindenburgs Rückzug.
Moskau, 31. Juli. (WTB.) In einer Besprechung des Rück- M-es der Deutschen von der Marne führt der militärische Mit- <uch«tcr der Zeitung „Jswestija" aus, daß es sich hier nicht um erne taktische Niederlage, sondern um einen wohlüberlegten Rück- Kg aus strategischen Gründen Handels Hindcmburg strebe eine Verkürzung der Front und dadurch die Freiwerdung von Reserven Mr Schläge in einer anderen Richtung an. Es unterliege keinem
'Avei'el, das; Hindenburg einen Teil des eroberten Gebietes opfere, lmicht jgiu Verteidigengszwecken, sondern si'rr die Offensive. Für
von Eichhorn.
Sin Armeebefehl de» Kaisers.
-Lchritr rückwärts hoffe Hindenburg in der nächsten Zukunft pvci oder mehr Schritte vorwärts zu tun
Neue Erfolge unserer Luftstreitkräfte.
Berlin, 2. Aug. (WTB.) Unsere Luftstreitkräfte waren vom 26. bis Ende Juli iveiter erfolgreich tätig. Trotz ungünstiger Witterung griffen die Schlechtst: eger wiederholt in den Erdkampf ein' und hielten an der Front zwischen Reims und Soissons den vor- fühla'den Gegner auf. Am 26. Juli bekämpften sie in fünfstündigem Einsatz aus Före-en-Tardenois anmarschierende Kolonnen mit sichtbarem Erfolg. Fern- und Naherkurrdung sowie Jnfanterieflüge wurden bei Regen und Sturm in oft niä>rigstrn Lohen durch^- geführt. Unsere Jagdflieger vereitelten erneute Versuche des Feirö- des, mit Bomben-- und Erfrordun gs ge schwadern in unser Hinter- gelände vorzudringen, in heftigen für den Feind äußerst üerluffc reichen Luftschlachten. Die Bombengeschwader griffen Bahnanlagen.. .Unterkünfte und Flugplätze trotz schlechtestem Wetter und heftigster ^Gege nwirkung mit 81 808 Kg. Bomben an. In Epernap brach nach der ersten Explosion ein großes Feuer aus, das die ganze Nacht anhielt. Wir verloren vom 26. bis 31. Juli 21 Flugzeuge -und vier Fesselballmve. Die Verluste unserer Gegner betrugen« 74 Flugzeuge im Luftkamps, 5 Flugzeuge durch Adwehrkmwneü Und zwei Fesselballone. An diesen Erfolgen finb Leutnant Läwcn- hardt mit seinem 45. bis 46., Leutnant Bolle mit seinem 27. und Fliegerschütze Vizefeldwebel Lehmann mit seinem 12. und 13. Luft- sieg beteiligt.
Bomben auf Rouen und Havre.
Zürich, 2. Aug. Havas meldet aus Rouen: In der Nacht 31. Juli auf den 1. August überflogen feindliche Flugzeuge das Gebiet vor: Rouen \mb Havre . In Havre wurde durch Bombcnr- -nbwurs ein? Person getötet, vier wurden leicht verwundet, während es in Rouen keine Opfer gab.
Französischer Bericht
vom 1. August, abends.
Nördlich des Ourcg warfen unsere Truppen in Gemeinschaft vHt englischen Einheiten den Feind aus Stellungen, in denen er sich mit Energie ftsthielt, in der Gegend zwcschen Le Plessier—Hur- Qls und dem Flusse . Wir eroberten die Höhe nördlich Grand-Rozoh, Lücüou über das Tors Beuagnaux (?) hinaus vor, erreichten Crv. nGMscLe und Crcriuaille und erzielten am diesem Punkte einen Fortschritt von ungefähr dvei Kilometern . 600 Gefangene blieben in unserer .Händen. Mechr südlich bemächtigten wir uns Sierges und des Meimiers-Waldes. Nördlich der Straße Tormans—Reims eroberten wir nach einam scharfen Kamps das Dorf Romigny und tNDachten ungefähr 100 Gefangene. Die Gesamtzahl der an der FlAnt der Marne schlecht und in der Champagne während der Zeit Ärschen dem 15. Juli, dem Datum des Anfangs der deutschen Offensive, und dem 31. Juli gemachten Gefangenen beläuft sich wrs 33 400, darimtcr 674 Offiziere.
Keine Entlassung dcS Fahrgang» 187V.
Berlin, 2. Aug. (WTB.) Amtlich wird mitgeteilt, daß die schon mehrfach besprochene Entlassung des Jahrganges 1870 noch nicht mSglich ist. Auch einer teilweisen Entlassung dieses Jahrganges farm zur Zeit noch nicht näher getreten toetben. Anordnungen, die von einigen Dienststellen in dieser Richtung gSrvffien worden waren, sttch wieder rückgängig VMocht worden.
Admiral Scheer Chef der yochseestreitlrSste.
Berlin, 2. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Wie wir Horen, Hst der Chef des Admivalstabes Admival von Holtzendorff sich ans Gesundheitsrücksichberi genötigt gesehen, @e. Maj. bat Kaiser um seinen Abschied zu bitten. Als Nachfolger ist der Chef der Hochseestreitkräfte Admiral Scheer anserw-ählt.
Berlin, 2. August. Der «neue Chef des Admivalstabes, Admival Lieinhvld Scheer stammt aus Hanau, wo seirr Vater Wvofessvr an der Oüerooalschule war. 1857 geboren, trat Scheer jnach den Schuljahren 1879 in die Marine ein und wurde 1882 Lattnant. Aus der Kreuzersvegatte Bismarck" machte er die Kämpfe gegen Kamerun mit, als Machoffizier an Bord der Korvette ^Sophie" beteiligte er sich an der Nied er>verfang des Araber-- WfstwckeS. 1885 wurde er Oberleutnant, 1903 Kapftänleutnant, 1904 Fregattenkcwitän und 1905 Kapitän zur See und führte als solcher das Linienschiff „Elsaß". 1909 wurde Scheer zum BizeÄmriral und Chef des Stabes der Hochseeflotte ernannt 1911 wurde er Dicekbor des M<rrinedePartements im Reichs- Mariwocmtt, und 1913 erhielt er die Leitung der Geschäfte des Chefs des Zweiten Geschwaders, dessen Kvmm'ando er dann bald lechiett. Zum Vizeadmiral war er am 9 Dezember 1913 befördert worden. Kur zuach der Seeschlacht am Skagerrak, am 15. Juni 1916, erfolgte seine Beförderung zum Admiral und der Kaiser ^erüeh ihm don Pour le nterite mit Eichenlaub.
Berlin, 2. Aug. (WTB.) Am gestrigen Tage schied General- fetdmars'chall v. Euchhvrn k la suite des ^i&^hcnairiex^Jtegunentz Wmg Friedrick, III. (1. Brandenburgisches) Nr. 8, Oberbefehlshaber der Heeres gruppe Eichhorn, durch ruchlose Mörderhand aus emem arbeitsreichen Leben. Mit ihm ging ein General dahin, der m langen Jahren und bedeutungsvollen Stellungen jederzeit fernen Königen und dem Vaterlande vortreffliche Dienste geleistet hatt An^der Lpitze der 10. Armee war es .ihm vergönnt, in siegreichen L chlachten auf dem östlichen Kriegsschauplatz an der Vw- teidrgung des Vaterlandes ruhmvollsten Anteil zu nehmen. Tiefbewegt beklagen Ich und Meine Arm« den Verlust des tapferen Generalteldmarichalls, des in Kriegs- und Friedenszeiten bewährten. Generals!
. , ttjn das Andenken an den Heimgogangeiren zu ehren, bestimme Ich- 1. sämtliche Offiziere des Besatzungsheeves der preußischen Armee legen drei Thge Trauer an. Bei den Truppen in; Berauche des stellvertretenden Genervllonrnrandos XVIII. Armeekorps, beim Ersatzbataillon des Leib°M7cmadier-Regiments König Friedrich Wilhelm III. (1. Brandenburgisches) Nr. 8 und bei den preußischen Truppen in der Ukraine währt die Trauer 5 Tage. L An den Trauerststlichkeiten in der Heimat nehmen teil: a) der ^tellvettretende Kommandierende (General XVIII. Armeednps b) der Kommandeur, ein Hauptmamr und ein Leutnant des Ersatz^ Bataillons des Leib-Grenatner-Regiments König Friedrich Wilhelm III. (1. Brandenburgisches) Nr. 8.
Großes Hauptguartier,' 31. Juli. Wilhelm
Ans Rußland.
Moskau, 31. Juli. (WDB.) Die Presseabteilung hat das Ersck-ein-en aller nicht bolschewistischen Zeitungen für sv lange verboten, als die Sowjet-Megierung nicht absolut gefestigt ist
Die Reise nach Jaroslawl ist verboteri. In Perm
werden die Bürgerlichen zu Beftstigunysarbeften an der Tschecho- Slotvaken-Frout nrobilisiert. Ataman Dutow ist mit Stab in Samara eingetroffen. Er sprach sich für die MedcrcherstelVung der Monarchie aus.
In Richtung Jnsa, 1150 Kilometer südwestlich von Sini- brrsk setzen die T s che che n den Vormarsch fort. Sie zerstörten einen Teil der Bahn Simbirsk—Jnsa.
Bei der Militärbehörde sind Nachrichten eingegangen über em Abkommen zwischen Änglofranzosen imd Japanern über Einmischung Japans an der Tschecho-Slvwakischm Front. In Samara und anderen gegcmrevoliutionären Orten sollen einzelne Japan« gesammelt und aus ihnen dann allmählich Abteilungen formiert werden. Das Niederwerfen der Tschechen ist eine Lebensfrage für Rußland.
350 Teilnehmer am Aufstand in Jaroslawl wurden erschossen, es roaren meistens OffiZtie-ve «und Weißgardisten, sic hatten Fühlung mit den Tschechien.
Im Kubangebiet überfieleir und zerstörten Kosaken die Station Greniatscliaja (170 Kilometer süd^westlich von Zarizpn).
Moskau, 31. Juli. (WTB.s Die in Moskau erscheinende
C zösische Zeitung .Lournal de Russin ist wegen ihrcr^ paganda gegen die Räbsgewalt und wegen der Rechtfertigung der Landung an der Murmanküfte geschlossen tvordcn.
Moskau, l._ August. (WTB.l Die Ententekonsuln teilten lmit, daß die politische Lage durch die Abreise der Gesandten aus Wologda Tricht beeinflußt zu werden braucht. Solange noch Verbindung mit.ihrelt Regierungen besteht und von dort keine anderen Weisungen eiarweffen, würden auch die Vertreter in Moskau bleiben.
Helsingsors, 1. August. (WTB.) Nach einer Blätter- meldung soll der Jahrgang 1896 am 12. aufgeboten werden.
Zum Geschäftsträger Jinlmtds in der Ukraine wurde Dr. Hermann Gumwerus ernannt.
sn Wo wurden 129 000 Kilo Kaffee beschlagnahmt im Werte
von 3 800 000 ftnniscl« Mark.
Moskau, 3. Aug. Lmrt Bednota fftchen in vielen Räte- institutionen Geldsammlungen zur Unterstützimy der streikenden Eisenbahner in der II fr «ine statt. Eine Sammlung unter den Angestellten der außervrderctlichen Kvmniissicm zur Bekampftcng der? Gegenrevolution hatte gsänzeitde Ergebrrisse.
Laut offtzieller Mitteilung ist am 1. August nachts Oncga von den Engländern besetzt worden. Onega liegt 200 Werst südöstlich von Kem wrd 150 Werst von Arrl-arrgelsk. Tie Besetzung Onegas bedeutet einen großen Fortschritt des Vormarsches der Engländer ans Archangelsk.
Wladiwostok.
Der Kaiser an Großadmiral v. Holtzendorss.
Berlin, 2. Aug. Der Kaiser hat folgeirde Order an Großadmiral von Hvltzendorff gerichtet:
Durch Naen^l^esundheitszustand gezwungen, um Ihre Ent- ^bung von der Stellung als Chef des Wnnralstabes zu bitten, hielten Sie mir heute zusamnren mft dem von Ihnen selbst m Vorschlag gebrachten Nachfolger den letzten Bortrag. Ich benutze diese Gelegenheit, Sie zum Großadmiral zu befördern, um Ihnen mcj diese Wrnse, für weite Kreise sichtbar, zum Ausdruck zu bringen, wie hoch Ich Ihre Dienste in den ersten Stellen der Marine, im Frieden als Flottenchft und joy während fast dreier Kriegsjahre als Chef des Admiralstabes bewerte. Sie waren Mir als /AdmiraElabsches ein kluaer und treuer Berater, der, aus die grü?Hlichen Vorarbeiten seiiver iminer besser auf den .Krieg ein- gesellten Behörde fußend, den offensiven Grundgedanken für die Benvendlmg der Kriegsmittel stets hvchgehalteir und dabei doch> nüchtern die entgegenstchenden Kräfte, auch die politischen, abwog. Der Erfolg bsieb nicht aus. Der Unter,oebotkrieg, die Tätigkeit der !Hilfskvcuzec imd die gemeinsamen Unternehnurngen von Armee und Marine sirrd auch für Sie und deit Ädmiralstab Ruhmes- blättn. Möge es Ihnen vergönnt sein, auch nock> im Ruhestande Freude zu erleben an den Taten der Marine, der Ihre ganze Lebensarbeft gewidmet gewesen ist.
Großes Hauptguartier, 31. Ittli 1918.
Ihr dankbarer und wohlgeneigter
aail&elm JLB*
London. 2. Aug. (WTB.) Reutenneldung. Die „Times" erfährt aus Wladiwostok vom 29. Juli: Die Frage, ob der Belagerungszustand erklärt werden soll, die seit einigen Tagen schwebt, ist noch nicht eirtschieden.
Vergangene Woche ist auf den Direktor des Telegraphenamtes, der von den Vertretern der Alliierten ernannt worden ivcrr, von den Bolschvvili geschossen worden. Er wurde ernstlich verwundet. Die Täter wurden verhaftet. Auch andere Telegraphenbeamw Nmrden bedroht.
Wie berichtet wurde, haben die Bolschcwiki bei den Gemeindewahlen nüt 54 vmr 101 Sitzen die Mehrheit erhalten. Da sie infolge d es s e n das Recht haben, eineu neuen Bürgermeister zu cmamat. sehen sich die Miierten in der unmöglichen Lage, den Gemeinderat anerkennen zu müssen, in dem die Bvlschewifr die Macht ^ckben.. Biele der neugewählten Stadtverordneten beftnden sich im Gefängnis und können, sagt die „Times" nicht in Freihett gesetzt roerden.
Die Verbandsbotschafter an der Murmanküstc.
Washingtoin, 1. Au?. (WTB.) Der Botschafter der Bereinigten Staaten von Amerika in RußlaTid drahtet den: Staatsdepartement, daß er sich in Begleitung der Leiter der englischen, französischen und italienischer Missioir am 30. Juli nach der, Murman-Kuste begeben habe.
LanSdowneS Brief.
Amsterdam, 1 .Aug. (WTB/j Der bereits gestern gemeldete Brief Lord La nsdo wne s enthält noch folgende Sätze: Ein Prüfstein für die Bollstänbigkeit dieses Sieges würde die Bereitwilligkeit des Feindes sein, die Anschauungen der äußerstes Militaristen beiseite zu schieben und Bedingungen anzunehmen, die er nicht in Erwägung ziehen komtte, als er sein wahnsinniges Wcnteuer begann Ich kann nickt die positive Versicherung geben, daß wir in ein solches Stadinm getreten sind, imd daß Äu.ssichten für ein vorläufiges Wkommen bezüglich der hauptz- sächlichsten Punkte besbel-en. Es sind aber gewisse Anzeichen dafür vorhanden, daß sich derartige Gelegenheiten in nächster Zukunft bieten können. Wir müssen bereit sein, diese Gelegenheiten, in verständiger Weise zu benutzen, um den Feinden die Mögliä>- keit zu geben, zu zeigen, ob die Vorschläge aufrichtig gemeint sind oder nicht. Wir müssen von der Frage der vorlÄcftgen Bedingungen: zum Unterschied von den .Kriegszielen eine klare Vorstellung machen^ Wenn ein Augenblick dafür günstiger ist als ein anderer, dann ist es der Augenblick, in dem die glänzenden Erfolge im Felde gezeigt haben, daß die Gefühle, die uns befreien, nicht Gefühle des Zweifels sind, ob wir imstande sein werden, in dem Kampf auf Leben und Tod auszuhalten, faUs wir diesen Kampf fortzusetze:: wünschen.
Balfour und der Völkerbund.
lLondon, 1. Aug. (Rruter.) Im Unterhause erklärte Balfour in Beantwortung einer Erörterung über den Völkerbund, die während der Aussprache über die Kreditvorlage entstände:: war: In der Besprechung trat die große Einstimmigkeit zulprnsten einer Organisatton vutage, durch die die Schrecken der jetzigen Zeft unseren Kmdern erspart werden könnten. Es wurde jedoch kein wirklich gangbarer Wey angegeben, auf dem das erstrebte Ziel erreicht werden könnte. Zurzeit legen die Deutschen den Besteaden wirtschaftliche Verträge auf, die ebenso ver
nichtend für die Freiheit inie erfüllt von dem Keim künftiger Kfregck sind. Ich glaube, daß Deutschlands Wirtschattspläne alle Völker unterdrücken ioürden, die unter seinen Einfluß kommen. Ueb« den Vorschlag der allgemeinen Entloassnung erklärte Balsourr Sie ist allein möglich, allein zulässig für die Staaten^ die sich vor Angriften sicher suhlen. Ich glaube an Schiedsgerichte, ober die Völker, die den Frieden nicht wollen, werden durch SchiedS- gerichtSverttägc nicht gebunden fein. Deutschland hat sich hatt- uäckig geweigert, einen Schietsgerichlsvertrag mit einer anderen! Nation zu schließen. Unzwcifelhast wird sich der Geist der .Welt ändern und auch Deutschland kann einen Schiedsgerichtsvertrag ein* gehen, aber was sollen wir mit einem widerspenstigen Land? icmfangen, bevor die allgemeine Aenderung in der internationales Meinung ein getreten ist? Nur durch siegreiche Btmcdigun-g dieses Krieges können künftige Kriege verhütet »verdc n . Eme Herabsetzung unserer Kriegsziele in diesem Augenblick w5:rdc ein Ver- bvechev gegen unfern :vationalen Stolz und unfern natioimlen, Ehrgeiz sein. Robert Ceril schloß die Debcttte mit der Erilärm^. daß die vereinigten Bemühungen aller Gutgesinnten diesen Plan eines Dolksbmrdes. der so wesentlich für die Zukunft der Menschheit sei, vielleicht verwirklick-en könnten.
Der 5eekrieg.
20 000 Tonnen versenkt.
Berlin, 2. Aug. (WTB. Amtlich) An der Westküste Eng» lcrnds wurden durch unsere U-Boote 20 000 BRT. versenkt.
Der Chei des Wmiralstabes der Marine.
Aus dem Reiche.
Teuenmgszulase der Eisenbühnarbeiter.
B e r l: n . 2. Wg. (WTB.) In der Berliner Tagespresse wird ssolgende Mitteilung verbreitet: Ter Minister der öfftntlichen Arbeiten hat verfügt, daß an die Eisenbahnbeamten eine in der zweiten Hälfte des August zu zahlende außerordentliche Teuerungszulage in Höhe des seck)ssacken Betrages der monatlichen Teuerungszulaye, im Höchstfälle 500 Mark, ßu gewahren sei. Die Mitteilung trifft in dieser Form nicht zu . Es handelt sich hierbei nicht um eine Teuerungszulage der Bermtten, sondern um eine solche der Eisenbahnarbeiter. Für dre Beamten aller Ressorts ist aber ebenfalls die Gewährung einer einmaligen Teuerungszulage in Aussicht genommen.
Aus Heften.
Tarmstadt, 2. Auguft Der Zweiten Kammer gingen folgende Trucksachen zu: Anlage zur T^ncksaclx: Nr. 574. Verhältnis des sideikommissarisch! pebwröcnen Grundbesitzes in Hessen zur Ge^ samtheit des Grundbeiitzes, getrennt nach Provinzen icnd Kultur^ arten._ Verhältnis des standesherrlichn: Fideikommißbesitzes z:rm :rvck)tsstcrndeSherrlichiw Fiderkommiß, getrermt :mch Provinze:: und Kultnrarten. Verhältnis dos Fideikmnmißbesitzes an landwirtschaftlich benächtem G-nnckbesitz in Hesse,: zu dem landwirtschaftlich benutzt«: Grundbesitz im ganzen, getrennt nach Prcwinzen und Kultnrarten. — Anlage zur Drucksache Nr. 578. BegrüTrdung zu dem Antrag des Abg. Wolf-Stadeckm, bctr. Landgendarmerie. — Antrag der Abg. Urstadt und Gen., bftr. Saatgetrecke. — Rogie- rungsvvrlaye. Entwurf eines Gesetzes, die Wahten ^rm 37. Landtag bett. (Siehe a:vch Drucksachen Nr. 5 und 15, 84 und 87, 209 und 238, 401 und 441, 469 und 481 Zweiter Kammer.)
Au» Stadt und Land.
Gießen, den 3. August 1918.
FleischverbrauchSregelnng.
Das Lebensmittelamt erläßt im Anzeigenteil der heutigen Nummer eine Bekannttnachmrg über die neue Regelung des Fleisch- verbranckiis. Die Verordnung ist für unsere Bürgerschaft von größter Bedeutung. Auf dem Stamm der ReichssleiscÄarte sind hiernach der Name und dir Wohnung £e§ Bersorgrmys- berechtigten ein * u trage n. Fleisckkartcn ohne diese Algabcn» werden zur Bestellung nicht zugelassen Jeden ‘■JJUmUm ist dis Fleijchkarlr einschließlich Stammabschrrtt in ei.rem Metzgergic^chäfte der Stadt Giei-vn' zur Bestellmrg der in der laufenden Woche zur Ausgabe gclcwgenden Fleischnrerrgen vorzulogQc. Das Metzgergeschäft trennt den für die laufende Woche gültigen Bestellaustveis ab und versieht die Rückseite des dazu gehörigen WochumbschnitteA mit seinem Firmenstempel. Tie abgesceinpelte Fleischkarte ^irt> dem Besteller als Arsweis über die erfolgte Bestcklia^ zurüL- gegebe::. .Tie Ausgabe des bejiellten Fleisches erfolgt Snmsw« gegen Llbgabe des mit dem Firmenstempel des Metzgergeschäftes versehene,: Wochenxrbschniltes. Weitere Ernzelheiten find aus der Bekanntmachung zu ersehen, weshalb nochmals auf dieselbe hin- gewiesen mitb.
** Tie Königli che Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen hat in ihrer Sitzung tonr 26. Juli
Herrn Prof. Dr. I. W. Spongel zum korrespvndierQtt.en Mit- gliede in chrer mathenmtrsch'phyftkalrsÄen Klasse gewählt
** Erhöhung der Preise für Druck arbeiten. Mit Wirkung vom 1. Argust ist eine weitere Erhöhung ber Preise für Druckarbeiten aller Art eingetreten. Die Notwendigkeit hivttzu ergibt sich der abermaligen, etwa 100prozentigen Erhöhung der Teilerun g s zu lagen für die Michdruckergehilfen: ferner muß' mich de:: Angestellten der Bucttdvuckereien und den Hllfsarbtttern
eine entsprechende Erhöhung der seitherigen Teuerungszulagen bewilligt werden. Außer den Gehalts- und Lohnerhöhungen haben aber auch die Steigerung der Preise für .Materialien mvd Ersatzstoffe sowie der Geschäftsunkosten, Licht, .Kraft, Fvachz. ten, Roll- und Speditionsgelder usw. eine immer mehr nehmende Belastung der Hett'trllungskosten herbeigeführl. Die Abschläge auf die Friedmspreise betragen deshalb ab 1. August bei allgenreinen Drucksachen einfacher :md besserer Art (Akziderczenh Formularen usw. 145 Proz., bei Katalogen, Preisliste,: u. dgl. 125 Pwz., bei sog. Qualitätsarbeiten 165 Ptzvz.7 für Aunnachungs-, Brosckur- :md Buchbinderarbeiten 145 Proz. Vorstehende Preis- erhöknmgen verstehen sich nur auf Satz unft> Dr.uck. Tie P a p i e r p r e i f c, die bekanntlich um das F-ünf- und Sechsfache gestiegen sind, werden mich dem jetveiligen Stand zur B'er- reckmung gcbrajckft. In .Anbettacht der knappet: Pachiörvorrätq * können künftighin Korrekturabzüge nur rwch auf ausdrücklich>?fr Wunsch und bei schvierigem Satz oder gegen entsprechende Vergütung der Anfertigungskosten hergestellt werden. Die deutschem Buchdruckereien geben der Hoffnung Ausdruck, daß die verehr!. Auftraggeber die Notwendigkeit der Preiserhöhrmg anerkemren werden und den mit den schwierigen Zeitverhältnissen hart kämp- fvndten Bachdruckereien jene Herstellungspreise bezahlen, die sie zur Aufrechterhaltung ihrer Betriebe unbedingt nötig haben. Starkenburg und Nheinhesscn.
R. M. K. Darm sta d t, 3. August. Ein sä^veves Eisen- ! bahrrunglück ereignete sich heute nacht im Hiesigen Güter- bahnhos. Ein nach Kranichstein ausfahrender Güterziug überfuhr das E vor einem Loevglvis stehende Haltesignal Die Lolomotive und 5 Mafien stürzten in den am Ende des Geleises beftndlichen Braüukt. Der Maschinenführer Rettich nnb der Heizer Schneider wurden getötet, 6 Personen des Zugpersonals leiclft verletzt.
Hessen-Nassau.
-- Aius de m Westerwald, 1. August. Die Berheerungen^ die das Umvetter neulich anrichtete, stellen sich jetzt doch al- scklimmer heraus, als es zunächst ba: Anschein hatte. In Borod riß die Win d ho se von 25 Häusern die Dächer herunter, schlug verschiedene Wände ein, fegte zahlreiche Gegenstände weit durch die Luft davon und entwurzelte zahllose Bäume. Ein Dell des Dorfes sah unmlltelbar nach dein Unwetter aus, als ob Granatfeuev auf den Häusern gelegen hätte. Die Umgebung von Mtenkircheü wurde durch emen Hagelschlag außerordentlich schwer mrtaenvmu 'men, dessen Eis stücke nicht nur die veifenden Felder und Obstan lagen vernichteten, sondern auch Tausende von Fsnsterftheib« durchschlagen.
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