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Nr. 168

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Erster Blatt

168. Jahrgang

Samstag, 20 Zull 1018

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Ein neuer frans

VochenrKckbNck.

Der österreichische Nationalitäten streit bildet eine Hoffnung unserer Feinde. Die Herren Tschr'chen sind ja zum Teil schon offen ins geg-

standes der deutschen sozialdernokratischen Partei in den rutschen Zeitungen veröffent lickst worden. Sie lautet auf die londoner Zumutungen zwar etwas ausweichend, beruft sich) auf frühere Erklärungen über einen erwünschten Frieden ,ohrre Annexionen und Kontributionen", erhebt jedoch gegen

nerffche Lager hanuoergewechselt, ^und wao für eine ^ ^ Londoner Diktatur keinerlei Einwendungen und erklärt Art vonPatriotismus es tst, für den sie tampseu, ^tch bereit, bei einer neuen Konferenz mitzuwirken. Was da­bei herauskommen würde, kann man sich ungefähr vor­

erkennt man aus dem tschechoslowakischen Feldzug gegen die russische Sowjetregierung: es sind Söldner in englischen Dicksten, die nur für das Völkerbefrciungsideal kämpfen, das den Briten in ihren Kram paßt. Seit der Wiener Zwei- ckeilungspolitik in Böhmen, die durch Schaffung von Kreis- regierungen der deutschen Bevölkerung gerecht geworden ist, stehen die Tschechen im österreichischn Abgeordnetenhaus in Schroffster Opposition. Diese hat sich jetzt sogar zu einer Ministeranklage wegen angeblicher Verfassungsverletzung verstiegen, die freilich eine bloße Demonstration bleiben wird. Man könnte dieser Entwicklung,' die ja nichts Neues und durchaus nichts Ueberraschendes bietet, vom deutschen Stand­punkt sehr gelassen zuschauen und sich über die Festigkeit der habsburgischen Politik freuen- die schon durch des Grafen Czernin bekannte öffentliche Anklage wider die tschechischen Hochverräter zum Ausdruck gekommen ist, wenn der Weltkrieg nicht eine neue Gefahr hätte Heraufziehen lassen: die Polen. Auch diese sind in der parlamentarischen Familie des Kabi­netts v. Seidler zu wahren Sorgenkindern geworden. Es hat sie bekanntlich tief geschmerzt/daß in den Brester Abmachun­gen das Eholmer Land der Ukraine zugeteilt worden ist,, und ityz weltberühmter Größenwahn ist aufs neue aufgepeitscht worden durch die Verlautbarung einer beabsichtigten Zwei­teilung Galiziens, wobei Ostgalizien und die Bukowina zu «einem besonderem ukrainischen Krorckaird vereinigt werden sollten So stehen nun trch der dem Kabinett Seidler vor- Uiwebenden ,^rustropolni.schen Lösung" die Polen aus der jferitoe der Tschechen. Ein weiteres Clement des Anstoßes jjfirib die Südflaven, die ihre besonderen Friedemsziele und teine weitere Staatsgründung verfolgen. Worauf kann sich Herr b. Seidler noch stützen? Auf die deutsch-bürgerlichen Parteien Wenn man sich die vorsteheird sklMerte Lage vor­stellt, begreift man, wie der Ministerpräsident dem wieder- Sröffneben Parlament in seiner Rede Zurufen konnte, die Mvnarckste könne nur einen deutschen Kurs einschlagen, die Deutschen seien das Rückgrat des Staates. Ob damit für die Zukunft auch eine entschlossene Praxis verblenden sein wird, wissen wir freilich noch nicht. Enger Anschluß an die Poli­tik des Deutschen Reiches nicht immer scheint dieses Stre­ben die Wiener Politik durchleuchtet zu haben. Die große Rede des Grasen Czernin, die wir im vor­liegenden Blatte wiedergeben, enthält in dieser Beziehung^ wertvolle Zugeständnisse. Man bemüht sich in Wien umdas volle, uneingeschränkte Vertrauen Berlins", weil man die österreichisch-polnische Lösung nicht fahren lassen will. Die Czerninschen Ausführungen zeigen offen, welchen Bedenken und Gefahren der Ausbau unseres Bündnisses noch begeg­net. Die Erklärung, daß die Habsburgische Monarchie nur der Bundesgenosse oder der Feind, aber niemals neutral in diesem Kriege sein könne, wirkt nicht gerade begeisternd, und die Notwendigkeit und Tatsache solcher Erörterungen gibt zu denken. Der neue Aus­weg für die Anbahnung des Friedens, den Graf (tyemin gewiesen hat, itiSem er schriftliche Vorschläge an eine -neutrale Macht empfahl, hat vorläufig nur einen gewissen Stimmungswert, denn daß der Vernichtungswille der Feirrde noch nicht gebrochen ist, haben die Vertreter der deutschen Regierung noch vor tvenigen Tagen erklärt. Ge­lingt es den österreichischen Staatsmännern, ihre innere Politik von den trüben Beimengungen slawischer und geg­nerischer Einflüsse freiAnmachen, so wird auch das nutzlose und gefährliche Friedensgcbettel verschwinden. Es gehört viel Entschlossenheit und ein Bruch mit der bisherigen Taktik schwankendem Lavierens dazu, um die von Seidler gezeigte Richtung auch zu einem festen und bestimmten Programm auszudehnen. Nrrr ssin starker Staatsmann von unbeugsamem Willen könnte aus der bisher ziemlich zerfahrenen und wenig hoffnungsvollen Lage den Mttungsweg finden. Herr v. Seid­ler hat gesprochen: nun muh er auch handeln wollen . . .

Noch meiner anderen Himmelsrichtung stieg dieser Tage eine Wolke auft die sich unter Umständen zu einer Gefahr für unsere deutsche Sache entwickeln könnte. Der englische Arbeiter-Minister Henderson sprach dieser Tage, wie sich, un­sere Leser erinnern werden,! in so seltsam triumphierendem Ton über die Antworten der Sozialisten aus den mittel­europäischen Staaten auf das Memorandum der Lon­doner internationalen Ar be i ter ko n fer e n z. Die österreichischen, ungarischen und die deutschen Minderheilssozialisten hätten sich bezüglich der Kriegst- ziele so ziemlich auf den Boden der Londoner Konserenzbeschlüsse gestellt. Diese waren Ende Fe­bruar der Welt mitgeteilt worden; sie verlangten nackte SiegosAvele der Entente: Deutsche Sühneaktion für Belgien, Aufteilung der Türkei und das Selbstbestimmungsrecht der Völker, soweit es praktisch mit den Interessen des britischen Weltreiches sich vereinigen läßt, also keine Revision der iri­schen, indischen, ägyptischen Verhältnisse. Von der Haltung der deutschen Mehrheitssozialisten sagte Henderson, diese hätteil ihre Antwort noch nickft förmlich überreicht; aus emem Auszug ihrer Erklärung aber sei zu entnehmen, daß sw mit den Londoner Beschlüssen, die auch die elsaß-lothrin- Miche ^Frage" behandelten, im wesentlickien einverstanden seien. Darum wäre, nach Henderson, die Abhaltung einer neuen internationalen Konferenz zu begrüßen.

Inzwischen ist ein Auszug der Antwort des Vor­

stellen, nachdem am Soniitag englische Arbeiterversamm lungen aus Anlaß des ftanzösischen Nationalsestes gelobt haben,sich einem jeden Frieden zu widersetzen, bis die Hohcnzollern und die Habsburger militärisch vernichtet seien". Kein Friede/ so riefen diese Herren weiter aus, ohne volle Entschädigung für die von den Deutschen angerichteten Verwüstungen und den Wiederaufbau der Gebiete der nieder­geworfenen Nationen! Man kann schon verschiedener Mei­nung darüber sein, ob es den Frieden beschleunigt oder den Krieg verlängert, wenn Schcidemann und Genossen wirklich die neue internationale Konferenz besuchen. Wir fürchten, es wird dort nur zu einer verstärkten Hetze gegen Deutsch­land kommen, und der sozialdemokratische Parteivorstand, der ohnehin etwas eifersüchtig auf die internationalen Vor­sprünge derUnabhängigen" blickt, wird sich am Ende noch zu manchen Zielen der Entente hinduvchmausern! Mit um so größerer Spannung und Erwartung sehen wir den nächsten Kampfwochen im Westen entgegen. Sie haben am 15. Juli mit einem großzügigen Angriff der deutschen Heere beider­seits von Reims begonnen, dessen Zweckbestimmung im Plane Hindenburgs uns aber rwch verschleiert geblieben ist.

Westlicher Kriegsschauplatz.

(WTÄ.) Großes Hauptquartier, 19. Juli. (Amtlich.)

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Die Kampftätigkeit lebte am Abend auf. Bei Erkun­dungen machten wir mehrfach Gefangene.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Zwischen Aisne und Marne ist die Schlacht von neuem entbrannt. Der Franzose hat dort seine längst erwartete Gegenoffensive begonnen.

Nach Verwendung stärkster Geschwader von Panzer- krafttoagen gelang es ihm zunächst überraschend an einzelnen Stellen in unsere vorderste Infanterie- tmö Artillerielinie einzubrechen und unsere Linie zurückzudrängen. Weiterhin haben unsere StelUmgsdivisüruen im Verein mit bercitsteh'n- den Reserven einen feind licken Durckstrruch 'wmttit. Gegen Mittag waren die französischen Angriffe in Linie südwestlich SoissonsNeuilly und nordwestlich von Chäteau-Th'.erry zum Scheitern gebracht. Am Nachmittag brachen an der ganzen Angriffsfront sehr starke Teilangriffe des Feindes an unseren neuen Linien zusammen.

Die dem .Kampffelde zustrrbrnden feind sichen Kv können waren das Ziel unserer erfolgreichen Sckstachtfsieger. Unsere Jagdflieger schss-en 32 Flugzeug des Gegners ab. Leut­nant Losvenhardt errang feinen 38. und 39., Leutnant Bolle seinen 23. und 24., Leutnant Goehring seinen 22. Luftsreg.

Gegen die Südfwnt der Marne hat der Franzose nach- seinen Mßcrfblgen am 16. und 17. Juli nur noch Teil­angriffe südöstlich von Mareuil geführt. Sie wurden ab­gewiesen.

Zwischen Marne und Reims und östlich von Reims blieb dre Ce ech stäti k itauf i rtlichr Ka rpshirdln gen beschränkt. Feindliche Angriffe im Königswalde und beiderseits von Pvurcy scheiterten. Bei erfolgreichem Vorstoß nordwestlich von ProsneS und bei Abwehr ftindlichcr Teilangriffe an der Suippes und beiderseits von Perthes machten wir Gefangen. Die Zahl der stit dem 15. Juli eingcbrachten Gesäusenen hat 29090 überschritten.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorfft

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Der Abendbericht.

Berlin, 19. Juli, abends. (WTV. Amtlich.)

Oertliche .Kämpfe nördlich der Lys. Auf d-ern Schlacht­felde zwischen der Aisne mrd Marne ist ein erneuter französischer Durchbruchs versuch unter schwer­sten Verlusten für den Feirrd gescheitert.

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Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 19. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:

Im Raume beiderseits von Asiago wurden artil­leristische, stark vorbereitete Vorstöße des Feindes teils durch Feuer, teils im Gegenstoß zurückgechlagen. Ebenso scheiterte im Brenta-Tale nn italienischer Angriff.

In Albanien Plünkelercn der Sülrerungstrnppen.

Der Chef des Gcneralstabes.

Die Schwächung des Feindes beiderseits Reims.

B«erl in . 19. Jüli. (WTB.) Wie L-ußewr^en-ttich schwer durch den neuen .A.'ng riff beiderseits Reims die ZlMnpfkraft unserer Gegner aufs neue geschwächt wurde, ^rweisen allein nach­stehende Zahlen der Gefangenen die unvernnmdet in deutsche Föeßmgen.schaft fielen. Die 8. französistkr Division verlor cur un- vernmr^deten Ges-crngenen 330 £>ffixiere und 2241 Mann, die 40. französische Division 37 Offiziere und 1586 M<mn, die 51. fvarrzöstsche Division 56 Offiziere 1768 Mann, die 124. französische

kDivision 35 Offiziere 1291 Mann, die 132. französische Division 23 Offiziere 1279 Monn, die 6. ibalienisckZe Dcoision 77 Offiziere 3602 Mann. Insgesamt sind bis zunr 17. Jnli abends durch die dcutsckien Geßrn ge ne nsanimel stellen an frmrZ'ösischen Gefangenen 320 Ossiziere 13 538 Mamr. an italienisck-en Ges>angene:r 81 Offiziere 3855 Mann, an «amerikanischen Gefangenen 9 Offiziere 224 Mmm geganFen, in Summ'a 410 Offiziere 17617 Mann. Zu dieser schvererr Einbuße an Gefangenen konrmlen noch die mcgeheurcn! Verluste des Feindes an Toten, Verwundeten und Vermißten, die sich infolge der späteren rücksichtslosen massierten Gegen­angriffe außerordentlich gesteigert haben.

Jnzwiscl)eu ist die Zahl der unvenvundeten Gefangenen auf über 20000 gestiegen.

Der Tag der Gegenangriffe.

Berlin, 19. Juli. (WTB.) Wächreird der Franzose in den ersten beiden Tagen der Känrpse südlich und nördlich der Marne kämpf«ü> in die bergigen Wälder zurückroich hatte er am dritten Tage die Kräfte aller beoeitsteh^rden DwiswnLn u,ti> Batte­rien zu wütenden Gegenairgriffen zusamnrengefaßt. Mit tiet ge­staffeltem Feuer suchte er seit Beginn des grauen und schavülen Morgens alle Anmarschjwege und-luchten ab. Wütend stampften die Großtaliber das Marrüctal entlang. Um alle Tiörfcr, um jedes! einzelne Gehöft ballte sich ein Rörg von Eisen mid Feuer. Was an Dörfern immer für französisch: Kanonen erreichbar tvar, er­hielt einen Hagel von Gas-, Brisanz- und Brandgrarmten. Zum! ersten Male rannten die Franzosen bereits am Abend des, 16. an, aber die Hauptckraft entfalteten sie im Stoß am Mvrgen'dcs 17. Hier wollten Sie um jeden Preis das Manretal wieder erztvingem Tie deutschen Angriffsdivisionen aber hielten das Erreichte mit Zähigkeit. Seinen Mißerfolg mußte der Franzose mit Tarrsenden von blutigen Opfern bezahlen. Nordwärts der Mrrrne, rittlings? des Andre-Bach»-Tales gelang es sogar mxfj, unseren mrerinüdlichen Divisionen, ihre Stellungen nach SiLwesten weioer vorMchiebeu

Bon italienischen Gefangenen.

Berlin,. JuLi. (WTB4> In den Kämpfen um Cham izt». Beuilly und den zwischen diesen beiden besestigteir Orten gebrei­teten Wald von Reims nahm eine einzige deutsche Angriffsdivision, die zudem zwei vollständige Batterien erstürmte, in wenigen Stun­den weit über 2000 Italiener gefangen. Es fiel all­gemein auf, daß diese Italiener auch nach ihrer Gefangen,rahnE noch große Angst an den Tag legten. Erst nach Stunden wurden sie ruhiger. Gespräch mit den Gesangerren brachten bald die Er­klärung ihres Verhaltens: Uebereffistimmend bekundeten die üakis- nischn Mannschasten, daß il-nen iinmer wieder venr ihren Offi­zieren dienstlich beÄmmtgegeben worden sei, daß die deutschen An- greiser stets den Befehl hätten, keine Gesangeicen zu niachn imb alle die Feinde, die ihre Waffen ableMN unb sich ergeben, zu er­stechen. Tie italienischen Offtzieve, über dich Angaben befragt, schwiegen und ließen erkennen, daß sie mit dieser bcimlßten Ver­leumdung der deutschen Kriegsführung nur von höherer Stelle er­gangene strenge Befehle befolgten. Das Beispiel ist nicht lwu. Es bleibt aber bezeichnend dafür, zu welchen Mitteln die italienisch Führung und die italienischer Offtziere sch erniedrigen müssen, um ihre Mannschaften kampffähig zu erhalten.

Französischer Bericht

vvm 18. Juli, 2 Uhr nachmittags.

Die Franzosen griffen heute morgen die deutsche Stellung in der Gegend von Fontenoy an der Aisne bis in die Gegerrd von BcTleau an. Wir rückten zwei bis drei Kilometer vor mrd machten: iGefangene. An der Marnefwnt und in der Ehampagne curderte sich während des Tages nichts. Südw-esllich von Nanteuil-la-Fosse brach em heftiger Eingriff von Gardetruppen vollständig zusanunen.

16. Juli abeirds: Nachdern sie französischen Truppen an den Tagen vom 15. bis zum 17. Juli die deutschen Angriffe an den Fronten in der Champagne uird des Gebirges von Reims gebrochn, hatten, gmgen sie im Bunde mit den amerikanischen ^Ltrert-- ftäftQi am 18. Juli ymn Aürgriff auf die deutschen Stellungen zwischen der 'Aisne und der Marne in einer Aus­dehnung von 45 Kilometern über. Bon den Stellungen AnblenyLvngpvntTroesnesBonrcsches ausgcheird führten sie einen bedeutend«i Vorstoß in^die feindlichen Lvu.ien ans. Wir er­reichten die H o ch e b e n e, die Soissons im Südwesteic beherrscht und die zusammerrhängend von Chaudun über Villcrs-Hölon und Nau- voy am Ourcq sich hinzieht. Kämpfe imö südlich des Durcq im Gange. Unsere Truppen haben die allgemeine Linie Marigny- St. GenevivveHaE-BesnesBelloau übcrstlwittcn. Mehr als ztvanzig Dörfer wurden durch den bewundernswertcir Schneid der jocuizöiisch-amerckMrisckMl Truppen toiedergewonneir. Rtehrerc tau­send Gefangene mrd eine bedercterchc Beute sind in unserwr Händen geblieben. Kein bedeutendes Ereignis.von den übrigen.Ahschnittettz zu melden.

Ein holländisches Urteil über die neue deutsche Offensive.

Haag, 18. Juli. (WTB.) Der militärische Mitarbeiter desNieuwe Courant" schreibt zu der deutschenOffen- sive: ,!,Es handelt sich um eine Offensive mittlerer Größe, nicht aber um die deutsche Offensive, die wir erwarteten nndd die mit überwältigender Kraft die beiden anderen noch übertressen, in kompli.zierter Form den Alliierten den entscheidenden Schlag beibringen soll. We wir sofort vernlnteten, ist die Offensive gegen Reims urrd die Berge im Süden der Stadt gerichtet. Wir haben es hiev mit einem AnHciff gleichen Ziels lvie vom 10. und 11. Juni ^u beiden Serben der Offe, der eirre bessere Verbindung! zwffck)en den Fronten der ersten >u.nd zweiten Offensive her­steilen sollte, Ku tnn, also mit eiriem Zwischenakt. Die Trennung der ftanKösifck)en und der englisck)en Arniee und die Zurückdrängung der Englättder auf die Kanalküste bleiben nock) inrmer wie im Vttirz das hauprsäcl>lick-e Ziel. Darum messe ich dern Angriff keine besorrdere Bedeuttarg bei, UMrmt auch die Konunentare von Reuter und Havas glauben inachen wollen, daß wir hier vor der filnftcu, mißglückten! Offensive stehen. Ich spreche hier von zwei Osferffireu.