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©ttidjfee vvm DqlümLer 1916 und an den in der Thronrede und

der Antwort auf die Papstnote nieber gelegten (Gedanken fest, ©etrcft curfcn Nur in die Zukunft blicken. Vercim mit unseren) rwcum Bundesgenossen (Beifall links) loerden wir das Ende des Weltkrieges zu erklungen vermögen. Die innige Gemeinschaft

Verbündeten die feste Gewähr, daß wir für alle Zeit unseren Platz lmter den Staaten der Welt behaupten nni> unseren Völkern die Bedingungen einer freien, segensreichen Eirtwicklung sichern kön- >S»en. Aber sre sind auch weit entfernt davon, eure Bedrohung für die anderen Staaten bilden zu wollen. Sie loollen sich vielmehr als nützliches werktätiges Glied für die Gestaltung der künfttgertz Frredensbe^whungen der versöhnten Welt erweisen.

Ter Ministerpräsident bespricht sodann eingehend die Ernährungsverhältnisse wobei er die bekannten Ursachen des gegenwärtigen Zustandes darlegte und erklärte: Tie Durchführung der Ernte wird mit allen Mitteln beschleunigt; allerdings hat das regnerische Wetter der letzten Woche, so günstig es mt allgemeinen aus den Stand der Saaten eingewirkt hat, die Frühernte verzögert. Nichtsdesto­weniger ist in Ungarn mrd in einzelnen Gegenden Oesterreichs der Drusch bereits in vollem Gange. Die ungarische Regierung wird soweit als möglich das Ergebnis des Frühdrusck-es der ^lrniee sowie Oesterreich zur Verfügung stellen. Tie uns hierdurch zukommenden Mengen werden ausreichen, um die Versorgung bis Eiide ^uli in dem bisherigen Ausmatze zu ermöglichen. Das Ergebnis der neuen Ernte wird vor Anfang August den gro»en schuhten der Bevölkerung nicht zugeführt werden können. Bi-^. Ende ^ ul i wird die Regierung sich bemühen, durch Bereit­stellung aller erreichbaren Ersatzmittel über die unzureichende Versorgung mll Mahlprodukten hmwegzuhelsen. Für die Zeit von der zweiten Woche des August an wird es der Regierung m s-nn, dw Brotration in der iwrnnerten Höhe auszngeben. non einem völligen Wechsel des inländischen Ausbrmgungssystems ist erne radikale Abhilfe kaum zu erwarten. Wir müssen vor allem danach trachten, unser Versorgungs Verhältnis zu Un­garn möglichst gut zu gestalten. Wir müssen die Fehler unseres Aufbringungs- und Berterlungssystems korrigieren. Jedenfalls muß der legitime Harrdel in das System ausgiebiger eingeschaltet werden als bisher. Die Lebens- nnttelzentralen werden demnächst in die staatliche Verwaltung ubergeleitet werden. Gerade in der Ernährungssrage ist die Mit­arbeit des Parlaments von höchster Bedeutung - ÄH. Bckprechung der inneren Politik erinnert der Mi­ni, terprasioent cm .sein ursprüngliches Programm, welches den j! 0 * ** * che nWaffen still st and cm strebe. Je länger die völ- lige Mrung der auswärtigen Situation sich hinaus schiebe, desto schwieriger gestaltete sich das Feschalten an dieser Methode. In der- Hofftrmig auf große nationale Vorteile, die sich aus den FriWensbedmgunaen ergeben könnten, versagten einzelne Parteien konsequent chre Mitwirkung am Werke der inneren Verständi- Ter^Mmisterpräsident, erinnerte an die Weigerung des Wchechenrlubs, au der Berfassungsrevision .teilzunehmen und er- rtartc, ivenn vre Regierung sich nicht dem Vorwurf der politischen

Passivität aus setzen wollte, müßte sie dasjenige tim, was sie tun ^^-^Elch das Programm der nationalen Autonomie zur ^urchsuhrrmg hrhugen. Sv entstanden Verhandlungen über die .Kreisernteilung m Böhmen. Werrn in dem Umstande, daß die .negrerung von dem so lange geduldig angestrebten Einvernehmen ber Natrmien endlich absah, eine Anlehnung gn den deul scheu Kurs erblickt.wird, so liegt es mir fern, dem ent ? e de n t ret c n zu wollen. Denn wenn es einen politischen Kurs rn Oesterreick- gibt, so kann es nur ein solcher sein, daß beE-gten 3M<m des Volkes Schutz geivährt

wird (Lebhafter Bersvll, Händeklatschen links.) Es ist 2. verstarchlrcher Irrtum, wenn vielfach angenommen wcrd, der Zusammenschluß der nichtdeutschen Par reren rönne an sich z^rr Maioritätsbildung führen. Das Rück- grat dieses vielgestaltigen Staates ist nun ein­mal d as d eutf che Volk ivnd wird es immer bleiben. Tie Re- grerrmg ist entschlossen, an dem eingeschlagenen Ltzürs fcstzuhalien u^nd ftckUlt ferner werteren Verfolgung nicht beirren zu lassen. Für lene Örteren, che heute abseits stehen, bleibt die Tür der Verständi­gung stets wett geöffnet, lieber dieser Tür aber steht geschrieben: AMommeu alle, die treu zur Dynastie, treu zum Staate halten! sAnhalttnder stürmischer Beifall und Händeklatschen links.) In) Eser Stellungnahme liegt selbstverständlich nicht die geringste Ge­hässigkeit gegen andere Volksstänimc. Frivol und töricht wäre die Regierung, welch: nch einer solchn Gehässiakeit schuldig machns wurde, um so tonchter, als eine derartige Gesinnung ganz und gar undeutsch wäre. (Stürmischer Beifall.) Tie Deutschen Oesterveichs verlangen mit vollem Rech lediglich die Anerkennung der Grund- satze, daß unter den im Ksrieg gleichberechtigten Nationalitäten ^ deutschen Volke die chm nach seiner (^schichte und Kultur, gebührende Stellung ge,oohrt ,verde. (Binfall.) Tie Deutschn, Oes^r^.chs fordern für sich mcht mehr, als in Ruhe leben und in Ruhe ,rch entwickeln zu können. Bezüglich der Verhält- niiste in Galizien trat der Ministerpräsident der Behauptung mtgegen, daß du gegenwärtige Regierung den Lebeusbedingungen ^ *<n\ ni w V kes ^bn« Interesse gegenüberstehe und die dem Polenllub seinerzeit gemachten Zusagen nich erfülle. Die Re- glerung werde sich bestreben, auch in Galizien den nationalen Be­dürfnissen dort wohnenden Volksstämme volle Gerechti.rkeit an­gedeihen zu lassen.

^ Der Ministerpräsident erkannte die blondere Wichtigkeit der Fragen der ti k an und hob aL eine der wichtig-

sozialen Pflichten der Regierung und des Parlaments die Er­haltung und Unterstützung des schwer gefährdeten Mittelstandes M cd) entsprechende Vorkehrungen vor dem Zusammen- b^ich bewahrt werden müsse. Benders die Lage der Festbesot- der Regrermrg am Herzen; sie ,verde nicht unterlassen, durch Geldaushilfen und durch Organisation von Naturalzuwei­sungen ihnen zu Helsen. *

Ministerpräsident bat schisßllch um Annahme des Bud-! .^^.^rovi fori ums Und um die Ermächigung zur Kriegs- wobei er feststEe, daß eine Partei, die dein Vaath^ ^ SS Fortführung des Krieges verweigere, sich gegen

^Staat selbst aussprech und bedeutende staatlich Leistungen v^- veven^Entziehimg gerade im .Kriege Millionen von Staats- ^.,Elend preisgeben würde. Das Haus werde beweisen, ^ ^Forlament noch immer der feste Boden sei für die Treue ^^^^^assimg. Der Ministerpräsident wies schließ- hV S^'A ^ Feind des Parlaments sei und aus erne Paragraph-14-Regrme hinsteuere. Er stellt fest, daß er gera de durch d,e letzte Vertagung eineu Niederbri'ch d - Varla- ^^rus^rme^denwo It:. Md tamit dem Versa su gs e ttnfer, m werten gtaubte. Er Wunsch nur das eine, daß bas Haus allen

Verhältnis der Monarchie zu Deutschland, wobei er das Ueber> ^nuchrn des mrnexioarrstischn Fanatismus in Deutschland be­dauerte. Dre Sozialdernokraten verlangten von der Regiernna daß sie ihren ganzen Einfluß bei der deutschen Reichsleitung da- geaen gellend mach. Bezüglich der österreichisch-polni­schen Lösung erklchtte der Redner, daß die S^ialdemokrateii gegen ,ede Lösung seren, die die Gefahr künftiger Konflikte im l^rnd lfervorrusen könne. Die österreichisch-polnisch Lösung bera- eine solch Gefahr in sich. Die Sozialdemokraten seien für die Ein­berufung emoä polnischen demokrarischn Parlaments. Der Redner «rtrat dte Notwendigkeit der Umwandlung Oesterreich in einen Bundesstaat freier Nationen. Die Sozialdemokraten fvürden gegen das Budget stimmeir.

Nächste Sitzung nwrgen. Eingegmrgen ist der tschechisch An- trag auf Erhebung der Anklage gegen die Minister wegen Erlaß der Kreisverardnung.

"Ein norwegisches Urteil über Hintze.

^Kriftia nio. 16. Juli. <WTB.> Anläßlich der Rückkehr des nocf ! Kristiania bringtBerdensging" emcm längeren Begrüßunqsartikel, in dem, wie schon von der - 1 9 l-schm Pr ssr lei dem ersten Au tauchen des Ge-

riichis, das v. Hintze zu^ Zkühlmanns Nachfolger ausersehen sei erneut Hmtzes Tätigkeit in Norwegen die wärmste Anerkenuuna wrrd. <Ss wo Mont, Ms Gerücht, daß t>. Hintze ein ein- mtflige* Werkzeug üit (bot Händen alldeutscher Politiker ser, habe er selbst trt Norwegen auf seine Richtigkeit zurückgeführt wo man ihn als emen geschneidigen, verständnisvollen und welt- ^fahrenen Diplomaten kennen gelernt habe, der beträchtlich f^uen Bestrebungen hatte, das zugespitzte schwierige Berhalllns m das Norwegen allmählich zu Deutschland gekommen E^öuglallen und ju bessern. Ein geschmeidiger Diplomat tuchtiger Mann.und lluger Politiker, das ist der Eindruck ofchelbt das Blatt, den man in Norwegen von Hintze bekom- men hat, der fetzt berufen ist, einen der bedeutendsten Posten in der internallonalen Politik zu bekleiden.

Kristiania, 17. Juli. Der deutsch Gesaiidte v. Hintze wurde heute vormittag vom König in Abschiedsaudienz empfangen.

d i e r t worden ist. Ter Wachsprrr'ch des Schifsahrtsrats wird spL- ter bekanntgegeben werden.

Aus dem Reiche-

Mehr Einmachzucker.

Berlin, 17. Juli. Durch den Erwerb von Zucker h* der Ukraine, von dem eine gewisse SNenge in Deutschland bereits eingetroffen ist,, wird es möglich, nicht nur die Süßigkeitenindustrie in dem zu Anfang des Wrrt- schaftsjaches vorgesechnen Umfange weiter mit Zucker zu be­liefern, svndenr auch die bischr ausgcteilte Einmachzucker­menge von 600000 Doppelzentnern auf die vorjährige Menge von 900 000 Doppelzentnern zu erhöchn und außer­dem eine Menge von 150 000 Doppelzentnern den Bundes­regierungen firr besondere Zwecke (Ausgleich von Härten- Versorgung von Krankenanstalten, gegebenenfalls aml> zum Ersatz für die ausfallende Brotmenge) zuzuteilen. Die Roichs- zuckerstelle wird die Bezugsscheine sofort nach Beendigung der Verteilungsarbeiten herausgeben. Durch diese Sonderzutei-- lungen erledigt sich auch die vielfacl) erhobene Frage, was mit dem Ukraine-Zucker wird. Es ist bei dem gesamten Stande der Ernährungs- und Zuckerwirtschast ausgeschlossen, diesen Zucker in den freien Verkehr zu bringen, weil die öffentliche Zuckerwirt chaft ihn nicht entbehren kann. Er ist wie der in­ländische Zucker der Reichszuckerstelle für ihre Verteillmgs- zwecke zur Verfügung gestellt. Eine gewisse Schmierigkeit macht dabei^ die Ausbringung der sehr Iwhen Kosten des Ukraine-Zuckers. Um den allgemeinen Verbrauch der Bevöl­kerung nrcht ixunit zu belasten, werden von bestimmten Grichpen von Znckerempsängerri, in erster Linie von der Sn ßig'keiten.industrie, erhebliche Zuschläge erhoben.

Eoeiflern Mm Trotz den vollen Beweis der Arbeitsfähigkeit er- vrrngQr und sich selbst erhalten möge. ^Lebhafter Beifall links Ter A?rnrsterpräsident wird beglückwünscht.)

Die Aussprache.

.Ter tschechische Sozialdemokrat Tusar bemerkte, die Ans- suhrungen des Mmisterpräsidenten, der sich heute als deutschnat^ naler Miniiterprä,went vvrgestellt habe, seien nur geeignet neue nationale Kämpfe hervoMirufen. Der Redner bezeichnet« Me Verleumdungen der kaiserlichen Familie als Niedertvmcht

Ter Deuts^Nationale Waldner betonte: Der Minister- vrasideill ist erst durch das Verhalten der slawischen Parteien zum deut, chen Ministerpräsidenten geworden, als den, er Ilch heute m Sätzen bekannte, ivie sie mmrumontaler und erquicken-« bet noch nieaus dem Munde des österreichischen Ministerpräsidenten gekommen srnd. Da wir die Ueberzeugung haben, daß in seiner Persönlrchkeit und rn seinem Charakter die Gewähr für die Bei­behaltung des jetzigen Kurses liegt, halten wir zu ihm. In Be­sprechung der geplanten Verfassungsreform erklärte der R'dner 1 «de Staatsreform werde die Gewähr in sich tragen Müssen daß das deull'ch-österreichische Bündnis, welches ein Element des 'Frie­dens geworden sei, ewigen Bestand erhalte.

Ter Christlich-Soziale Jerzabek erörterte die detitsch-bSH- mtschen Verhältnisse.

Der deutsche Sozialdemokrat Ellenbogen besprach das

Das Schicksal der Deutschen in China.

^de^lin, 18 Juli. Tie Nordd. Mg. Ztg. schreibt über k?* Deutschen in China: Wie aus den dm Wschlnß der deutsch-englischen Vechand- Geftmgenenaus tlUlsch erst Mich ist, hatte der deutsch^ Vertreter gefordert, daß jMe TeutsckMn sir China nicht i ^ cmderen Ländern abttansportiert wür- m ll v Michrrcht bestätigte erfreulicherweise die vor einigen

verösfentlrckite Mrttellung, daß der von den eurv- pauchen MesimciMm, vor allein von England verlangte Ab- llansport l^r ^inadeutschm nach Australien "noch in letzter Stunde vertzuuert wordeir ist und ztvar infolge der Androhung von Ver- ' tnb . vvr allem irrsolge des Zusammenhanges -refer Angelegenhnt mll den Haager Verhandlungen, an fcvatert nn ^vteresse hatte und die da jetzt auch

gluckttch zum dkbschluß gebracht worden sind.

^England bereitet sich daraus vor, bei Aufnahme des Welt- h.mdelsverkchrs nach Friedensschtuß den.Handel in China an sich d<rber.nach dem alten honorigen Ysnmdsatz,

wl ie wohlfeilsten erwirbt, ivenn der derzeitige

mcht antvesend rst. Tah.n die von England und Frankreich ^ss^ngen der Ausweisung verbundene Forderung daß Ä^Armm der Ausgehalwnen zfoangslveist guf- gcloft und so der deutlch: Handel in Ehirca aus unabsehbare '-seit wellen solle. Ganz^abgesehen von den wirtschaftliche dem Spiele stehen, darf man aus rein Interesse für dre pon der Ausweisimg BedroAeu rmt demAbsckMß derdeutsck^englis chen Verhandlungen Angelegenheit endlich das letzte Wort gespvochm

Amerika und die litauische Judenschast.

. 17. Juli. ,(WTB.) Seit längerer Zeit Pftegt rogei

matzrg von den amerllani"^^'^

. ^ , y-.*.-- Wohltälligrellsorganisationen

nte größere Sumnre nach Litauen zur Unterstützung dch rwtleiden-- ven lrtaurschen Judenschaft gesandt zu werden. Bor kur­zem verbot die amerikanische Regierung weitere Sm- dungm dieser Hilfsgelder mit her Begn'rndung, daß dies eine Unterstützung der d^-tschm Okkuvationsverwaltung sei. Irr Walw- ck-- mwlge der erst vor kurzem durchgeführteri Neuorganisation zur Verteilung der Hllssgelder, die ganz in. den .Händen der jüdischen Komitees liegt Vorsorge getroffen, daß die Gelder lediglich der fudischen Bevölkerung zugute koinuren. Das Ausbleiben der Gelder pEgt viele tausende Fannlien Litauens in schlimmste Not. Von iudischewSette wurden nun Bemühungen genracht, um die ameri­kanische Regierung zur Aushebung des Verbotes zu veranlassen. Um dürft) bau in diesem Monat erstmalig erfolgte Ausbleiben der Hilfsgelder hervor gerufen wurde, zu steuern, hat numnehr der O b er b e se h l S ha b e r Ost dem jüdischen Zen- ttalunterstutznngskomrtee in Wilna, zu Händen des Oberrabbrners Rubrnstem, 200 000 NLark überwiesen. Der hochherzige Akt der deutschen Verwaltung wurde voil her jüdischen Bevölkerung Li­tauens mit freudiger DanLbarkert begri'jßt.

Eine Annäherung Rußlands an Deutschland?

er- ^ Juli. iWTB.) Der Vertreter vonSvenska

Dagbladet in Helsrngsors drahtet: Meldungen aus Ruß­land bestallgen die Gerüchte über einen Umschwung der Stim­mung in der Leitung der Kadetten Partei im deutschfreund- lrchen Sinne. Es bestätigt sich, daß sich eine Anzahl Kadetten- fuhrer nach Kiew begab. Cs ist kein Geheimnis, daß sie Verbarch- lungen mll dem dortigen deutschen Oberlomniando anzuknüpfen suchen^ um em Zusammenwirken zwischen den bürgerlichen Par- ttien in Rußland und den Deutschen anzubahnen, was von den Kadetten nun als der einzige Msweg zur Wiederherstelllma, geordneter Zustände in Rußland angesehen wird.

Der 5eeMeg.

Neue N-Voot-Erfolge.

Berlin, 17. Juli. (WTB. Amtlich.) Unsere Untersee­boote versenkten im Sperrgebiet um England 23 000 Bruttoregister tomren.

Der Chef des Ädmiralstabs der Marine.

DieKoningru Regentes" von einem englischen U-Boot torpediert.

Amsterdam. 17 Juli. Im riwiteren Verlause der Verhand­lungen vor dem Schisfahrtsrate über die Ursachen des Unterganges des DampfersKoningin Regenles" erklärte der Kapitän des DampfersVindovo" .daß ans der Lemans-Sandbank ein U-Boot gesichtet worden sei, das einem Lossen zufolge em englisches Unterseeboot war. Ter Schissszimmermann und ein Ma- trose von der Kvningin Regentes" erklärten, kurz vor der Er- ploswn euren Torpsdo gesehen zu haben der sich m einem Winkel üon Grad blitzschnell nach der Bacwordseite des Schiffes be- ^Egte. Auch^ die beiden Quartiermeitzrr derKoningin Regentes" sahen den Zwrpedo ankommen. Der eine Quarliermeister de Klerk sichtete außerdem in einer Entsernurrg von 400 bis 500 Metern. emcn kleinen grauen Mast wie ein Periskop. Andere Mitglieder bet ' agten tei £ aus, einen verdächtigen Geaensüand auf das Schiff zu kommen gesehen zu haben, teils in den Mamrschaftsguar- tieren em Surren wie von einem niedrig fliegenden Flugzeuge ge- hort zu haben. Ter Matrose van der Klooster vom DampferZee- land ugd ein Zimmermann desselbet Schiffes glauben vor der Explosion dm Turm emes U-Bootes wahrgenommen zu haben, ^enso der Mattose P. Ventevoael vom Dampfer _Zeeland". D.w Kapitanleutnant z. S C. I Canters, der als -Sachverständiger ru der Verhandlimg des Schiffahrtsrates zugezoaen war, spmch die Ansicht aus, daß nach diesen ^klärungeii nicht mehr daran gezwerfelt werden könne, daß ineKoningin Regerlles" torpe-.

An» Stadt und ltanid.

Gießen, den 18. J»li 1S18.

** Amtliche Persvnalnachrichten. DerGroß-

herzog empfing zum Vortrag: den Staatsminister Dr. von Ewald, den Minister des Innern Dr. v. Hombergk zu Vach, den Frnanzminister Dr. Becker,, den Kabinettssekretär Dr. ^ ®tff; außerdem den Rittmeister Wätjen, Leib-Dragoner- Regiment Nr 24. Durch Entschließung Großh. Minp- ^ ^ ^ -Lünern wurden die Lehramtsreserendare Dr. Wrll^lm Krieg aus Gustavsburg und Dr. Hermarm Scheid aus Ober-Lais zu Lehramtsassessvren ernannt. Uebertra- gen wurde am 11. Juli der Schulamtsaspirantin Klara Äendt aus Mainz erne Lehrerinstelle an der Volksschule zu Neu-Isenburg. Krers Osfenbachr

** Käse-Verteilung. Von Freitag den 19. bis Dienstag den 23. Juli einschließlich gelangt in 9 Geschäften Kase^zur Verterlung. (Siehe Anzeige.) uvui«»

r'A ohltätigkeitskonzert. Es sei nochmals ausdrück- Hellas abend, im Stadttheattr stattfmdmdc W-chltatlgttitvkonzert zun: Besten der Hinterbliepcnerc aefalleuer

Anzeige.) Die durch Künstler auf 50 JJiitgiiMt Dentaifte Garnisonkapellc wird neben der D-Dur-Svm- phonre vor: Beethoven aim) Griegs Peer Gynt in 4 Sätzeu spielen.

f m a n ^ loirb außer dem Bruch-Konzert Beethovens bringen ^^ nn ^ert von Pugnairi-Kreisler ziu Gehör

* J* f des XVIII. A. K. Gestern Abend

t>er Wohltällgkell. Das Wandev- cheater des XVIII^A. K. gab vor gut besuchtem Hause ein Gast­spiel znm Besten der helmkchrenden Kriegsgefangenen. Das Drv- gvamm war mannigfaltig und recht gut ausgewähsi, und die Dar bietungen der bis aus zwi-i Damen aus Feldgrauen bestehenden Truppe stellten anevkennenstoerte Leistungen dar. Zu erwähnen sind die Liedervvrtragc von Frl. Klein, Ldstm. Drepka und Ldstm Hof mann . der LöwesPriry Eugen" sowie das Trinklied aus» Es '^^en Werbern von Wrndsor" sehr gitt zu Gehör brachte. Der heiteren Muse dienten die Rezitationen des Ldstm. Lustig, die manchinal etwas derben, aber gutgememllm Darbietungen des Ldstm. Hirsch sowie das gelungene hmnorisllsche Terzett ,Ter Bruder Dick von der Rcgimmtsmusif" (Ldstm. Ka p pen m a cher.. Hrrsch und Musk.. Hees-), die alle mit stürmischem Beifall' ausgenommen wurden. Rocht ansprecl-end waren die Vorttäge des Quartetts (Ldstm. Rothenburger, Hennig, Glaß- r und Hof mann), das ebenfalls großen Beifall erntete. Tw musikalische Begleilling lag m den sachkuiidigen Händen eines feldgrauen Piainsttn, dessen Leistungeu ebenfalls erwähnt zu wer­den verdienen. Aen zioeiten .Teil chs Programms bildete eirs

gespielter EinakterTreue um Treue", der seinen Stoff der Gegenwart entnimmt und besser, Wiedergabe sich durch gutes Zusammenspiel der Darsteller arlszeichnetc. Es ist die Geschichte unes aus russischer Gefangenschaft zurücklehretrden Kriegers, dem ferne Braut trotz großer Hindernisse die Treue gehalten hat und deren Aush-arren dadurch belohnt wird, daß ihr Vater den Plan ferne Tackscher an einen reichn Großbauern zu verhettaten, auf- gtM und scrne Einwilligung zur Cche mit dem zurückgekehrten Kineger erteilt. Die Hauptrolletr lagen in den Händen von Frl .ülern Frl. Leux, Afftm. Hofmann. Hustig und Musk £ e *J'cc- lOTt gesagt schime Leistrmgeii darboten. Ebenso waren die Nebenfiguren gut besetzt. Zu frwäh.ieu wäre Ldstm. Hrrsch dessen Gendarm Wuppdich durch die überroLlllgende Komik das Publikum zu immer neuen Heiterkeitsausbrüchen veranlaßte. Es war ein wiMich gebimmener Abend, und es wäre zu wünschen, daß der Erlös, der dazu beftimmt ist, den heimkehrenden Kriegsge- sangenen zugute zu kommen, recht bettächtlich ausgefallen rst. m - ^Eue Schnellzüge Franksürt - und Leipzig- L-chnellzugverbindungen werden jetzt fortgesetzt ver­bessert. So konnten soeben !nieder versckstürene neue Züge urrL Berbindungeii genehmigt werden, die den Strecken zwischen Frank­furt a. JJL Und Berlin sowie zwischen Leipzig und Berlin zugute kommen. Don rttankfurt nach Berlin wird ein neuer Nacht-Schnell­zug eingelegt Er geht von Frankfurt 9.27 und ist in Erfurt 9.03, in Halle 5.24 uiü> in Berlin 8.15. Von Berlin geht jetzt ein D-Zug 4.24 nachm, bis Halle an 7.27. Er wird von dort 7.37 weitergeführt, so daß er in Erfurt 10.16 und in Eisenach 11.45 ein* trifft. Von Bebra nach Frankfurt wird ebenfalls ein neuer O-Zug erngelegt: ab Bebra 12.01 nachm., an Frankfurt 3.42. Der Tagesschnellzug von München nach Berlin erhält Aufenthalt in Bitterfeld, um einen Anschluß aus Leipzig aufzunehmen. Bei dieser Verbindung werden auch durchgehende Kurswagen von Leipzig nach Berlin gefahren. Diese dienen als Ersatz für die bisherige Perscmenzngverbindung von Leipzig 7.04 nachm, mm Anschluß in '-Bitterseld cm den v-Zug aus Halle 7.29 nacAn.. der in Wegfall kommt. Der Münchener v-Zug geht von München 3.00 und kommt über Nürnberg urrd Halle 8.06 nachm, nach Berlin Zur Verbesserung des durchgehenden Verkehrs verlieren die Per­sonenzüge von Halle 5.57 nachm, nach Naumburg und von Weißen­fels 6.30 nachm, nach Halle ihren Aufenthalt in Leirna Für den örttid^cn Verkehr dienen besondere Züge.

** Ausreise von früher internierten Franzo­sen. Zivil Personen ftanzösisck)er Staatsangehörigkeit können nach der Vereinbarung Zwischen der deutschen und der französischen Regierung unter gewissen Bedingungen die Ausreise mis Deutsch­land antretew Es gilt dies für die, die zu ttgendeiner Zeit seit Beginn der Feindseligkeiten rntennert waren und später ermäch^ tigt worden sind, frei in Deutschland Ui leben Wenn solch« Personen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen so mü,sen sie spättstens bis zum 15. Wgust ein schriftliches i?)efnch an das stellvertretende Geniwalkomniandr» richten das für ihren Ausek'chaltsort zuständig ist. Das Gesuch kann auch an dre Körna- lrch spanische Botschaft in Berlin gerichtet werden. In dem Gesuch sind anMugeben: Name, Vorname, Geburtstag und Geburtsorts Zell u,ch Ort der Jnttr-nieriing, Zeitpunkt der Entlassung aus bet Witterlneruilg, Wohnort ober ständiger Msenthaltsort vor dem Kriege, Ort, nwhin sich die Zivilperson zu begeben wünscht.