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Ar. 166

Erster Blatt

168. Jahrgang

De, Sietzen«

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fto Ha Kreis Gießen.

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vomerstag, 18. Juli 1918

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C L a y eimi rrant, in*

zum Nachmittag vordvr ohne jedeDerbindlichkeit SeUenpreffe: sür örtliche Anzeigen 26Pt.»für auswärtige SO Pf^ lür Reklamen Mk. 1.; bei Plahvor- fchrift 20 \ Auffchlaa. LxruptjchrMetter: Au^. G o e tz. VerantwsrlUch fir Polttrk u. Feuilleton: Ssnkverkehr: Äug- Goetz; Stadt und

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p»Mcht«snt«:

8r-uw>r1a.M.U««b

General-Anzeiger für Gberhesten

Erneute Gegenangriffe der Zranzssen auf dem Muser der Marne abgemiesen.

(DM.) WroßeS Hauptyuartier. 17. Juli.

ÜMft)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Die Kampftätigkeit lebte erst in Abendstunden auf. tzn Erkundungsvorstöhen südwestlich von Ypern machten wir Gefangene. Südwestlich von Hcbutcrne hat der Feind seine «Angriffe ohne Erfolg wiederholt.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Oertliche Kämpfe am Savieres-Gruude und westlich von Chateau-Thierry. Südwestlich von Courtcmont schoben wir unsere Linien bis an den Surmelin-Abschnitt heran. Hef­tige Gegenangriffe führte der Feind mit starken Kräften ge­gen unsere Front auf dem Südufer der Marne. Seine An­griffe brachen unter schwersten Verlusten teilweise nach er­bittertem Kampfe vor unseren Linien zusammen. Auf dem ffjdordufer der Marne wurden die Erfolge des ersten Angriffs­tages erweitert, flkach Abwehr französischer Gegenangriffe stießen wir dem Feinde bis aus die Höhe nördlich von Ven- teuil nach, kämpften uns durch den Nodezat- und Königs- wald hindurch. Beiderseits der Avre warfen wir den Feind auf das Neimser Bergland zwischen Hanteuil und nördlich von Pourey zurück.

Oestlich von Reims ist die Lage unverändert. Wir hal­ten die feindlichen Linien unter starkem Feuer und ver­besserten an der Murerstraße und an der Suippes unsere Stellungen. Nordwestlich von Massiges nahmen wir einige

befestigte Höhen.

Die Geftwgenenzatzl ist auf mehr als 18 000 gestiegen.

*

Ueber dem Kampffelde wurden gestern von neuem 36 ßebwttche Flugzeuge und 2 Fesselballone abgeschossen. Leut­nant Menckhoff errang ftimm 37. und 38.» Leutnant Löwen- harDt feinen 37., Oberleutnant Loerzer seinen 26.» Leutnant

KoW seinen 22. und Vizefeldwebel Thom seinen 21. Luftsreg.

Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorfß.

*

Der «bendbericht.

Berlin, 17. Juli» abends. (WTB. Amtlich.)

Erneute Ge^enanigriffe der F r a n z o s e n auf dem Süd- «fer der Marne wurden abgewieseir. Im übrigen ist die Lage unverändert.

Die Tatsache, daß! noch Verne abgeschlossenen Er­folge der ner«n Offensive im Westen vorliegen, daß wir mehr von Gegenangriffen der Feinde, die freilich siegreich ab­gewehrt wurden, hören, kann uns nicht bedenklich stimmen. Weder Freund noch Feind weiß, welche Pläne Hindenburg und Ludendorff verfolgten und wie weit sie reichten. Geg­nerische Stimmen sprechen von einem deutschen Mißerfolge das ist ja begreiflich. Indessen, der Geländegewinn jen­seits der Marne ist trotz der amerikanischen Gegenwehr die wieder einmal mit dem M u n d e am tapfersten war nicht nur befestigt, sondern sogar noch erweitert worden. Der neue Brückenkopf südlich der Marne steht in einer Breite von >12 Kilometern und einem Flächeninhalt von über 70 Qua- dratkibnnetern ftstnmrissen da. Was daraus nun weiter wer­den soll, bleibt abzuwarten. Auch unmittelbar westlich von Reims sind unsere Truppen von ihren Ausgangsstellungen über 10 Kilometer weit vorgedrungen und rücken den Fall der Stadt in ben Bereich der Möglichkeit. Und was östlich von Reims aus langer Front in wenigen Stunden geleistet worden ist, rücken einige halbamtliche Darlegungen, die wir telegraphisch aus Berlin erhielten, so recht ins Licht:

und bei GeläiLe

Ste rechte Flankevon Reims deckt das waldige Be, yetände von Nauroy-Moronvilliers, das von einzelnen kahlen, Jkwntg CKg Krieges weltbekannt gewordenen Gipfel,: Cornill Höchbergs Keiloerg, Poehlberg, Fichtelberg überragt, einen festunc crtisa: Stützpunkt bietet. Hier hatte sich 1917 Nivelles Frühlinc mfenswe tolgelaufen. Jnnnerhin war es um den Preis ungeheu, Verluste der feindlichen Uebernracht gelungen, nach wochenlangen l wrd her wogenden Kämpfen vom 17. bis 30. April 1917 sich in d Besetz der beherrschenden Berggipfel zu setzen. Diese Höhen gestat tw den Franzosen eine dauerrrde Beobachtung der Vorgänge l wett m unser Hiutergelände. Außerdem übte l ©fegMcc von den Echrfeilern der Stellung, dc ^ornrllet und dem Fichtelberg, ständig ei heraus laftuje: SBurfimg auf unsere Linien am laugen Rück Baudesrncourt aus. Zur Verteidigung ist dieses gar ^Emen zahlreichen mnldenartigen Wällen, durchs^ vm: verrmzellen Waldstücken und überragt von vorzüglichen Bec «ch üungspmrkten, schon von Natur besonders geeignet, lieber Berteidrger Deckung gegen de,: Airgreifer, der über frei S^-Mald. .Elmrsen must Dieser taktischen Bedeutu m^A^.d^rgmaliw von.den Franzosen in me Äsemiahriger Arbeltaufs ft&rfite ansgebaut worden. Trotz bre' ? lt3 ^ e&tert Truppen die Erstürmung t H2L man ^ Ölungen. Heute sieht Misere Führw durchlöcherten Höhenkämm d«nVeslegru^ und hat Emblick in die Truppenden ber m* W

?ÄEtttch^wavmr die Heere v. Mneirk und v> Mudr ^ dresem -chnuplatz der Schlacht zum Sturm »org £"3^/ Elllensttschen Leistungen hier voltbrar!

werteren hnldamtlichen Mi tetnrrcgen, bte uns der Draht übermittelt:

uwjÄ ^L r - t ^^Eriefeuer, das bei der Armee des Genera Rechen v. «Sattem in der Mcht »nnj 15, J»li den

leitobe, war in seiner Stärke, Art und Dauer das gleiche wie das an der Somme, irr Flairderu und an der Aisne. Das wellige, ^waldige Hügelland jedoch bot besonders schoere Verhältnisse für die wirk­same Durchführung .Die gegnerische Front war im Verlaufe von drei Jahren zum vollendeten Festungssystem ausgebaut. Der Gegner war nach den bisherigen Offensive,: in erhöhter Abwehr- bereiffchast. Die Franzosen hatten den Angriff er­wartet und sich mit allen Mitteln vorbereitet. Dennoch zerschlug die deutsche Attillerievorbereitung das feindliche Abwehrfeuer uud setzte iu kurzer , Frist eure französische Bcüterie nach der andern außer Gefecht. Tie französische Attillerie, die sich anfcnms verzweifelt gegen den deutschen Feuerorkan wehrte, war eine Stunde vor Sturmbeginn völlig zum Schweigen gebracht. Ungestört konnten im ersten Morgendän:mern die Deutschen zum Sturm antreten. In einer Viertelstunde war die tiefe, durch die deutschen Granaten in ein wildes , Ck>aos verwandelte Hinderniszonc dnrchsckMtten und die erste Linie über- rmmt. In panikartiger Flucht hatte,: die Fvanz-osen ihre Stellungen^ geräumt: wo der Gegner zirrückgM leben, war er tot oder verschüt­tet.' Aus den Stollenein gangen kamen ungezählte Scharen rnit^er- hobenen Hände,: und wurde,: nach, rückwärts abtcansportiert. So­fort nahmen Pioniere und Armierungssoldaten die Wiederher­stellungsarbeiter: der Straßen aus. Bereits z-tvifcheu 8 und 9 Uhr morgens fuhren, die erste,: Batterien und Kolvrenen durch die Trich­terzone. Tie Hoffnung der Franzosen, die Deutschen wieder zurück­zuwerfen, scheiterte. Mit geringen Opfer,: ist ein großer taktischer Erfolg errungen."

Dieser Schlußsatz sollte auch die Phantasie der kühn­sten Zivilstrategen drcftodleu befriedigen. Unsere Heeres­leitung wird nicht vasten und nicht ruhen. Die großen Borberertungen der letzten vier Wochen werden höchstwahr­scheinlich in den nächsten Tagen auch an anderen Stellen noch Aur Geltung und Wirkmdg gebracht werden.

Der Ssterreichisch-ungarifche Tagesbericht.

Wien, 18. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlmltbarl:

Südlich von A f ia n o vermachten zwei englische Kom­pagnien vorübergehend in unsere Grüben einzuoringen. Sie wurden nach kurzem Kumpfe zurückgeworfen. Im B re n ta- Ta l brachte ein PstrouilleTunitermchmen dreißig Gefimgeue und zwei SNasckrtnengrwehre ein.

Die Verluste des Feindes in den letzten Kämpfen aus dem Monte Solarolo erwiesen sich als mcherordentlich schwer. In schmalem Fnrntabschnitt wurden über fünfhun­dert italienische Leichen gezählt.

In Albanien ist die Lage unverändert.

Der Chef des Generalstabes,

Me Gffenfive im Westen.

©erlitt, 17. Juli. (WTB.) Der Angriff wm 15. IM hat den Franzosen das gesamte erste Berteidigungssy-, st e m in der Champagne, von dem Bergmassiv der Keilhöhe und des Hochberges bis in die Gegend von Ta hure gekostet. Die Witterung war ungünstig. Trotzdem wurden die französischen Bat­terien so vollkommen niedergekämyst, daß die deutsche Infanterie mit geringen Verlusten die erste Stellung nahm. Ter Widerstand der Franzosen war überall rasch gebrochen. Die französischen Stütz­punkte wurden ebenfalls schnell gcfaßt. So dicht folgten die Deut­schen dem Feuer, daß sie die Sdollenausgirnge besetzten, ehe die Franzosen heraus ko miten. Ohne einen Widerstmw zu versuchen, ließen sich hurwert Mann gefangen nehmen. Bereits am Mittag hatten die Deutschen sich in den: gewonnenen Gelände eingerichtet und sichere Verbrndungen nach rückrvärts durch das Trichterfeld geschaffen.

Der neue deutsche Sieg an der Marne und in der Champagne.

wurde am 16. Juli erweitert. Heftige Gegenangriffe, die der Feind mit stärksten Kräften und unter Einsatz zahlreicher Panzer­kraftwage,: unternahm, steigerten lediglich seine Blutopfer sowie seine Einbuße an Gefangenen. Ueberall brachen die feindlichen Massenangriffe blutig zusammen. Dagegen konnten die Deutschen den Rest des Bvis de Ermdö ''äubern, hierbei mehrere Geschütze erbeuten und 5 Offiziere uiw 125 Mann gefcn:gen nehmen.

Um 2 Uhr nachmittags griff der Feind abermals die dentschle Front südlich der Marne unter Einsatz aller Kampfmittel cur Wiederum scheiterten hier rvie an der Straße Epernay-Dvrmans sämtliche Anstürme unter außerordentlich ^>hen Ferndverlusten. Auch während der Nacht fanden hier schwere Kämpfe statt »in denen der gesamte Geländegewinn des 1.5 .Juli behauptet und teilweise erweitert wurde.

In der Champagne, \z& der deutsche Angriffsstoß an emem einzige,: Tage den Frenzvsen fast den gesamten Gelände­gewinn jahrelanger mit blutigsten Opfern geführter Kämpfe ent­riß, wurden ebenfalls drei feindliche Vorstöße abgewiesen imb auch hier Unsere Stellungen verbessert. Gerade in der Champagne, wo Hundert tausende französischer Soldaten im Winter und Herbst 1915 und im Llpril 1917 llägliche Ansangsgewmne mit ihrem Blute bezahlen mußten, tritt die Bedeutung des großen deutschen Erfolges im Vergleich mit den damaligen Massenmrgriffen der drei Franzosenschlacbten deutlich hervor.

Berlin, 17. Juki. Bei eigenem ausgiebigen Bmnbenabwurß caff den wichttgen ftanzösische,: Bahnhof Cha lons wurden mehveve Treffer beobachtet und große Brände erkannt. Ter den Franzosen trotz hartnäckiger: Biderstandäs abgerrrr:ge,ie neue deutsche Brückenkopf südlich der Marne steht in einer Breite von 12 Kilometern und einem Flächeninhalt von über 70 Quadratkilometern fest Umrissen da. Die dem Gegner so unbegueme derttsche Festsetzung an der Marne selbst hat sich hierbei durch die Eroberung der das Marnetal weithin beherr­schenden Hügel u,n rund >cubt Kilometer erweitert. Gegen die West- ftcmke des neuen Brückenkopfes brandeten bereits am Vormittag des ersten Angriffst-agss di- Gegenstöße des Feindes mit einer Er- vitterung, die bezeugt, daß der Gegner sich ühor die Bedeutung der Schaffung eines neuen deutsche,: Marire-Drückenkopses sckmell klar geworden ist. Die Auswahl der OstMfte der Marnefront für den twtz der hartnäckige,? Gegenwehr so sMM erzivurrgenen deutschen

Mrrneübergang erlegt dem Feinde eine Anlehnung gegen Öftere lauf. Msher suchte der Franzose den Schwerpunkt seiner Abwehr am Westflügel dieser Kampflinie. Er ist fortan gezwungen, auch im OstMgÄ volle Kraft zu cutsallen und bereit zu halten.

Der Uebergang über die Marne.

Berlin, 17. Juki. Fast überall g^ang das llebersetzen «mf Pontons ohne Störung. In den frühen Morgenst,rnden wurde Dorm ans erstürmt und gleich diesem Ort ftÄen twtz heftigster Gegenwehr die Mcrrnedöffer Reuillp, Stöügny, Courthiezy, So- illy, Ehavenay, Bassy, Bouguiguy und Troissy. In hartnäckigem Ringen mit dem tapfer sich wehrenden Feinde wurde in eir^m An­lauf der Höhen kämm erstritten und das Vordringen gegen Süden und Osten fortgesetzt. Bereits um die Miltagssttnche war ein großer Brückenkopf geschaffen, Mareuil le Port genommen, nordöstlich an- schließeiü» das auf einem Bergkegel liegende Chattllon sur Marne umkreist Und bald darauf zu Fall gebracht. Tie Gefangenen Äußern sich sehr niedergedrückt. Einige von ihnen geben an, daß seit acht Tagen täglich ein Angriff erwartet wurde. Alle Vorbereitungen zu seiner Abwehr seien getroffen und verstärkt worden. Die Erfolg­losigkeit aller Abwehrmaßnatzmen bedrückt die Gefangenen schwerer, ^ls es ein reiner Ueberraschmrgserfolg vermocht hätte.

Der Kaiser iu der Schlacht bei Reims.

Berlin, 17. Juli. Der Kriegsberichterstatter Karl Kosuer schreibt vom Schlachtfelde nordöstlrch von Reims am 16 Juli au denLokalanzeigettS Ter Kaiser, der den Wunsch hatte, die neue^ Schlacht vom ersten Augenblicke ihres Losbrechens an im Kreise seiner Kampftruppen mitzuerleben, hat sich noch am späten Abend des 14. Jul: in das Gelärche der Lammenden Kämpft be­geben. Er hat die Nacht zum neuen Tage dann auf einer vorge­schobenen Beobachtungswarte verbracht und von ihr aus das furcht­bare Orchester unseres Feuerüberfalles mit airgehött, das uner­hörte Bild der über die feindlichen Stellungen hinrasenden Ge­schosse in sich ausgenommen. Schon wenige Minuten nach unferm um 4 Uhr 50 Min. losbrechenden Sturme hiell er die ersten Mel­dungen über den guten Fortgang der Unternehmungen in Händen^ Er ist dann bis zum sinkenden ^ugc, ohne sich eine Minute Ruhe zu gönnen, bei der Truppe geblieben und hat auch den heutiges Tag, der an die Erfolge an der Marne und südwestlich von Reims neue schöne Errungenschaft«: knüpfte, vom Morgen bis zum Abend im Kampfgelände und angesichts des umrungeneu GehüKes ver­bracht.

«merttanischer Heeresdoricht

vom 16. Juli.

Im Laufe der Schlacht bei Reims unternahmen unsere Trup­pen gestern zusanrmen mit ftcmzösischen Truppen Gegenangriff» gegen den Feind. Sie hielten ihre Stellungen aus allen Punkten- machten eine große Anzahl Gefangene und erbeweten Maschinen­gewehre. Heute früh versuchte der Feind in den Vogesen nach Feuer­vorbereitung unsere Linien ans einer Front von 1000 Bards cm- zugreifen. Angriff wurde durch Artillerieseuer abgewiesen.

Französischer Bericht

vom 17. Juli, 3 llhr namittags. Südlich der Marne griffen die Deutschen am gestrigen Tage mit neuen Stteikkväftrn die Höhen nördlich von St. Aignon-La Ehapelle-Mvnt Hodon pn. Es gelang, den Deutschen, in die Bourdonnerie ernzudringen. Die Schlacht dauert mit großer Hartnäckigkeit an den Wallchängen unmittelbar südlich dieses Punktes an. Weiter östlich hielten die Franzose,: trotz eines sehr lebhaften Angriffes den Fewch am Süd­rand des Waldes vop Bougnigny-Nesle an. Die Deutschen ver­suchten ebenfalls eine mächtige AnstreiMrng in der Richtung von M o n t p o i s i n, dessen sie sich benrääftigten. Ern ftcmzösischer Gegenangriff Vertrieb sie aus dieser Ortschaft. ZwisäZen Marne und Reims heftiger, aber kurzer Kainpf am Cuottonwalde. Ein deutscher Angriff in der Gegend von Prigny schrrterte völlig.

Oestlich von Reims blieben örtliche dnttsche Angrifstzversuche ergebnislos, insbesondere in der Gegend von Prunap. Tie Deutschen^ die den Llnsturn: auf Beaumont zu erneuern versuchten, erlitten ein« blutige Schlappe. Die französischen Stellungen blieben überall völlig intakt.

Die Beschießung von Pari-.

Paris, 16 .Juli. (WTB.) Meldung der Agerwe Har«s. Tie Beschießung der Gegeiü) von Paris durch das tragende Geschütz wurde am Dienstag fortgesetzt.

Lin Bekenntnis des Ministerpräsidenten o. Leidler zum deutst)en tturs.

Wien, 16. Juli. (WDB.) Nach viermonattger Pause nahm heute das Abgeordnetenhaus seine Tätigkeit wieder auf. Saal und Galerien ,vaven dicht gefüllt. In der HerrenhruslvM war u. a. der ftühere Minister des Auswärttgen Graf Czernin anwesend.

Das Haus beschloß mit Zweidrittel-NLehrheit, sofort die erste Lesung des Budgetprovisoriums zu beginnen in Ber- bffümng mit der Verhandlung dringlicher Anfragen über der- schiede,re Vockonmmisft der letzten Zeit in der imuwen uud äußeren- Polittk sotvie über die Ernährungsangelegenheiten.

MinisterpräsidentDr. Ritter v. Seidler, von den Tschechen mit lärmenden Zurusen, von den Deutschen mit lebhaften: Beifall und Handellatschm empfangen, verweist M Be­ginn seiner Rede über die anslvärtige Lage auf die heute ver­öffentlichten Darlegungen des Ministers des Aeußern und erklärt in Besprechung der Kampfmethoden unserer Feinde: Die Erfolge der verbü,ü>eten dlrmeen sind eine Gewälw dafür, daß unsere Gegner ihre Ziele mit den Waffen rricht duochsetzen werden. Auch diurch> die Blockade werden sie imseren Willen nicht beugen. Was die innere Pwpaganda anbelangt, so sind die Mittel rmserer Gegner so absurd daß sie nur von einer tiefen Berkeurrüntz unserer Berhälttnsse zeugen. An der unerschütterlichen Anhäng- lichftit an die Dynastie, an der staatstreuen Gelinnimg der Bür­ger und an der ftlneren Festigkeit unseres Staatswesens im Rah­men der Monarchie^ lverden auch diese Pfeile abprallen. (Beifall und Händeklatschen links.) Unbeschadet der imbcugsmnen Energie, mit der Nur an der erfolgreichen Fortführung des .Krieges fest- halten, werden wir es nicht verabsänn«n, wie bisher so auch künftighin alltz uns bietenden Möglichkeiter, §,:r Anbahnimg des Friedens eifrig zu perfolgeir. (Lebhafte Zustimmung.) Unentwegt halten wir an dem gem^insaMn Friedmsaugebot der verbüudetm