tlt* 165 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (Generat-Anzetger für TberyeUn)
Wttwsch, \l. Zuii m
Gras Buttem iibcv öie Lage.
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3-ili. > WTB. (vi'ui Bu ria u teilte leenei' zur Wl j it " Mt Hate i mii: Wenn unsere Rogner immer um*
tct" .. lim' ton u.tv ior .,'it für.getaueo Unrecht und „Wieoerher- stttzlilugen", so ist das ein Anspruch, den wir ihnen gegenüber mit viel i *i: ^ und Sie nt erheben vö rattert: beim wie sind die jw=
flcii en i, uni die ins nmiimliU'u <24 üben also vor altem! gul-l.nini1.en. Dow wird auch diese Interessent ei he wohl tä u m dre Ert.oirrung des s tu ch, waten Kriegsknäuels erheblich hütdern. Un- üderroirrbvar f.d t'irrt hingegen noä> her Trotz, mit dem eie teerig loriolcn Färber u>i g e n nach Elsaß-Lothringen, Trient, T r i e st, noch den d e ut s che n K o lon ie n nsw. gestellt werden. Hier ist die Grenze unserer Friedensbereit s ch a s i. die alles diktieren lassen kann, nur nicht den. rav, Ivvü'rUra\: eigenen Bes instand. Die Monarchie lehnt
Jneu ü m ?;t 'Eingriff in jeder Form entschieden ab, ebenso M-e fiu, : fremden Angelegenheiten nicht bes aht- Wir haben nie
uiifiuc-i , . inden Programme vorgefchrieben, wie sie^ihce imteren. Fragen behandeln sollen, nnd wenn van unserer Leite dennoch manchmal daran erinnert werden mußte, daß auch unsere Feinde im Innern nicht eitel Glück und Erntrack', sind, daß es eck: Irland, Aegvr en und .Indien gibt, so geschah dies nur als Mahnung ;vur Rezipr-i-ität mit dem Rate: Kehret v-or der eigenen Türe! Tie seindlicke V er hetzutigspo lickt schreckt auch inckit davor zurück, durck Ausstreuung van nngeh.'nerlichen, niedrigen Verteumd engen Mißtrauen zwischen die VÄter der Vdonarchie l«f amtmte Dynastie zu säen. Das wird ihr nie gelingen. N un muß der e n t s ch l o s s e n e A. b w e h r k a m p f weiter ge- führt werden bis zmu guten Ende, bis er imrs die für eine künftige ruhige Eichten: ersvrbierlichte Sicherheit bringt. Diese uns anf- ge^nnlnaene Wehr in Massen darf aber nicht als Gegensatz anf- gcsaßt iverden zur Notwendigkeit einer unablässigen politischen Betätigung, um die Ziele unserer Selbswerteidigung da, wo es möglich iß, und ohne der kraftvollsten Kriegführung Abbruch M tun, zu färben,. Die d iplom atische Tätigkeit ivird bei jedem Schritte die auf die Kriegführung sachlich gebotene Rücksicht nehmen. Die Ergebnisse der Kriegführmrg werden für ihre -Arbeitseinteilung bestimmend sein. Andererseits hat die Tiplomätre die Pflicht, unablässig auf dem Auslug zu sein, und die Möglichkeiten für eine wcktsame Betätigimg wahrzunehmen. So und nicht anders^ift auch die FriedensberecksclMft der Mittelmächte aufzufassen. Sie wird die unüberwindliche Verteidigung der Verbündeten mcht einer! Augenblick hemmen, sie wird aber nach den siegreicher Schlachten ebenso wie in der Zeit der Kampfpausen, aber ohne neue iedensange b.o t e, immer bedacht sein, daran zu erinnern, daß wir diesen Krieg für ein sinn- und zweckloses Blutvergießen Hallen, dem durch das Wiedepkehreu der Menschlichkeitsgefühle bei unseren Gegnern in jedem Augenblick ein Ende gemacht werden könnte.
Die Antwort der deutschen Sozialdemokratie an die Lntevtesozialisten.
Berlin, 15. Juli. Der P a r t e i v o r st a n b der Deutschen sozialdemokratis chen Partei hat am 26. Juni an Äranting ein^für Hutzsmans als Sekretär des Internationalen Bureaus bestimmtes Schreiben gerichtet, in dem es heißt:
Ihren Brief vom 10. März d. I., den Genosse Branting am 29 ')Ipril an uns absairdte, ist erst am 3. Juni in unserem Besitz gelangt. Wir hatten gerade wenige Tage vorher von anderer Seite den italienischen Text des Memorandums in englischer Sprach erhalten. Was nun die Einberufung enter inter- nalionaleira Sozialistenkonferenz nach einem neu- len Lande a^berrifft, so sind wir bereit, an einer solchen teilzu- men, wie wir während des .Krieges jederzeit bereit waren, die strebmrgen zu urtterstützen, die auf eine Zusammenkunft der nmer der sozialistischen Parteien abzielten. Wir halten es selbstverständlich, daß der Zutritt zu dieser Konferenz den -rretern aller sozialistischen Parteien ofsemstehen muß. Jns- sondere nehmen wir am, daß die Bertteter der amerikanischen 'ozialisten, die aus den letzten Kongressen der Internationale stets nwesend waren, eingeladen werden. Ernverstanden sind wir damit, daß d e Konferenz nur unter Leitung von Sozialisten neutraler Länder tagen kann, weil nur so jeder Schein der Parteilichkeit vermieden werden kann. Ihr Brief wünscht nun weiter, daß die - onaldemokratische Partei Deutschlands öffentlich eine Erklärung über ihre Friedeuslbeding ungen abgibt. Die deutsche Partei hat solche Erklärungett mehrfach abgegeben. Sie hat sich durch ihre Redner un Reichstag und in öffentlichen Aufrufen stets zu einem Berständigungsfrieden bekämtt, der v h n e Anne r v n e n und ohne Kontributionen aus Grund des ^elbstbeskimmurtgsrechts der Völker abgeschlossen iverden soll. Die Stockholmer Delegation der sozialistischen Partei Deutschlands hat in ihrem Ihnen bekannten Memorandum zur Friedenssragc eingehend Stellung genommen. Der Würzburger Parteitag hat dieses Memorandum gebilligt. Wir haben keine Ursache, uns von den in Stockholm abgegebenen, der Oeffentlichkeit tu ihrem Wortlaut übermittelten Erklärungen loszusagen. Im übrigen halten auch wir es für t el bstverständlich, daß von der geplanten Konferenz keine Partei ausgeschlossen werden darf. Die Konferenz kam: nur dann Erfolg haben, wenn es gelingt, eine Verständigung herbeizu- führen Was endlich die Stellung der Partei zu den Osts ragen betrifft, so haben Sie gewiß in den seit Absendung Ihres Briefes vergangenen Monaten aus den Berichten über di? Verhandlungen Reichstage ersehen, daß die sozialdemokratische Partei bei diesen Verhandlungen ihre sozialistischen Auffassungen mit Ent- jcknedenheit vertreten hat.
Das Dörren von Gemüse und Obst cur der Sanne, wie es oft geschehe, sei aus hygienischen Gründen nicht zu empfehlen. Zmn Dorren eigne sich jeder Mchenbratosen. Zu der Verwendung von Backblechen rate er nicht. Sogenannte Horden, soweit sie nutzt käuflich zu haben seien, ließet: sich leicht Jetbft Herstellen. Gemüse ser vor dem Dörren je nach der Art 2 bis 10 Minuterr zu dampfen. Das Brühen des Gemüses sei zu verwerfen, da hierdurch die sehr »nichtigen Nälirsalze verloren gingen. Blumenkohl und Kohttabr erhielten ein schönes Aussehen, wenn man diese Gemüse vor dem Dörren in Wasser, dem Milch zuzufetzen sei, werfe. Auch, unreifes! Obst, wie Aepfel tind Birnen, könne man dörren. Diese seren ebenfalls zu dämpfen, Birnen solange, bis man sie mit einem Strohhalm durchstechen könne. Reise Aepfel werfe man in eine Salzlösung'
- 1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser —. Dadurch behielten sie erne schöne Helle Farbe. Mirabellen und Aprikosen bringe man rn erne heiße Zuckerlösung — 1 Pfund Zucker auf 1 Liter Wasser —. Nach dem Erkalten lege man sie aus die Dörrhorden. Zwetschen gebe man nach dem Dörren in eine ebensolche Zuckerlösung und lasse sie dann nochmals trocknen. Der Ofen dürfe während des Törrens nicht ganz geschlossen werden. Oesteres Abkühlen der zu dörrenden Gemüsearten ultd Obstsorten sei zu empfehlen
Zunt Sterllisieren von Obst und Genrüse sei ern besonderer. Apparat nicht erforderlich. Auch das jetzt so teuere Thermometer könne beim Einkochen von Gemüse wegbleiben. Ein Topf mit einem Rost oder einer Unterlage aus Draht oder Holz genüge. Gemüse sterilisiere inan 1 Stunde, Obst 2D Minuten. Heidelbeeren, überhaupt alles Beerenobst, könne man auch in alten Weinflaschen em- sterilisieren, da die Gläserpreise jetzt fast unerschwinglich feien. Gemüse, insbesondere Erbsen und Spargel von gedüngtem Bodens sek zum Einkochen ungeeignet, da es sich iftchjt halte. Fruchtsafv könne man ohne große Mühe ohne Fruchtsastapparat und zwar aus folgende Weise, Herstellen: In einen großen Tops, den man handhoch mit Wasser stillt, stelle man einen zweiten,kleineren Topf, aus den: man sackartig ein Tuch befestige. Auf dieses Tuch lege man schickstenweise Beeren und Zucker soviel als angängig. Eas Wasser inr ersten Tops dringe man hieraus zum Kochen, wodurch den Beeren der Säst Artzogen wer-de und sich in denk zweiten Tops ansmnmle. Tie Beeveinveste verarbeite murr zu Marmelade. Misch- ungen verschiedener Beeren seien hierbei besonders zu empfehlen!.
' Nachdem der Vorsitzertde dem Redner den Tank für seine Aus- führtlngen abgestattet nrrd dieser verschiÄrene an ihn gerichtete Fragen bearttwortet hatte, forderte der Vorsitzende im Interesse, tmserer Volks ern ährnng in den Städten zum feldmäßigen Anbau von Gemüse, insbesondere Frühgemüse aus. In gleicher Weise trat Reallehrer Grimm- Gießen hierfür ein.
Zum Schluß forderte Regierungsrat Langermann zur allgemeinen Mitarbeit, insbesondere zur Werbung neuer Mitglieder, auf. Im Anschluß an die Versammlimg fand eine Besichtigung des Versucksgartens des KreisIObstbanteckuniVers H e b « r e r zN Heuchelheim statt, die in bezug auf die verschiedenerr zum Anbau gelangtes Gemüsesorten sehr interessante Ergebnisse lieferte.
Es wäre dringend zu wünschen, daß dem rührigen, gutgeleiteten Verein jeder Gartenbesitzer unb eine größere Anzahl Hausfrauen beitteten würden, zumal den Mitgliedern neben einer vorzüglichen Zeitschrift mit kostenloser Auskunft die Teilnahme an Versamm lungett mit Vorträgen und Verlosungen von Obstbäumen, Edel reisern und wertvollen Gebrauchsgegenständeti zusteht, wofür nur der geringe Jahresbeitrag von 1,50 Mk. (in Gießen von 2 Mk. zu zahlen ist.
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** Wohltätigkeitskvnzert. Es fei wiederholt aus das am 'Freitag im Stadttheater stattfindende Wohltätigkeitskonzert zum Besten der Hinterbliebenen gefallener 116er hingewiesen. Das Programm wird sehr reichhalüg -gehalten sein.^Auch verspricht der Ruf, der den Mitwirkenden, besonders dem Solisten, ovraus- ge'ht, einen künstlerischen Gentrß. Näheres siehe Anzeige.
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K. P. Mainz, 16. Juli. Der Mord, welcher sich am Vormittage des 25. November 1917 in Wiesbaden im Hause Faul- sbrunncnstraße 12 ereignete, beschäftigte das hiesche .Kriegsgericht. Des Mordes angeklagt ist der Gefreite, frühere Schneider, spätere Gärtnerei-Hilfsarbeiter Michael Krapczak. Er ivird beschuldigt, die Besitzerin eines Kafs^chatises, Frau Ehret, während die Doch:ep in der Äirche war, ermordet und ,beraubt zu haben. Ueber die Tat ist seinerzeit aussnhrlich berichtet worden. Krapczak wurde verurteilt n. a. wegen Fahnenflucht zu zwei Jährep Gefängnis, wegen Raub nnd Diebstahl zu 11 Jckhren Zuchthaus, wegen vorsätzlicher, aber nicht mit Ueberlegung ausgeführter Tötung z u lebenslänglichem Z u ch 1 h ä u s, Ausstoßung aus dem Heere und dauerndem Ehrverkust. Er hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.
Arois-Ohst- und Gartenbau-Verein Gießen.
Gießen, 16. Juli 1918.
Unter dem Vorsitz des Gr. Regierungsrats Langermann Welt ber^ Kreis-Obst- und Gartenbauverein Gießen am Sonntag den 14. Juli 1918 im Gasthaus „Zum Treppchen" in Heuchelheim 'eine diesjährige ordentliche Hauptversammlung ab. In seiner Be- orüßungsansprache dankte der Vorsitzeitde zuitächft dem Stadtverordneten Simon für die Leitung des Vereins während der Zeit ferner Einberufung zum Heeresdienst. Sodann gedachte er in elnen- bei' Worten des sich um die Förderung des Vereins so außerordeitt- oerdient gemachten, auf dem Felde der Ehre gefallenen Land- imrtzedasträehrers Tr. H o f f m a n n zu Friedberg, sowie des gleich- wllo verdorbenen, denk Ausschuß des Ober hessischen Obstbau-Vec- one nng Körenden Altbürgermeisters Felbmann zu Lauter. Rotzer hob er hervor, daß die Mitgliederzahl des Vereins, die nmif neR m 1400 betrage, erfreulicheriveise durch den Krieg nur ernen verlolllntsmäßig kleinen Rückgang zu ver'.eichnen habe.
. lcnrauf erfolgte die Erledigung der Tagesordnung. Aus An- lvu, des Zehrers Zeller zu.Hauser: wurde der Vorstand in seiner bi >i ,,i9ammen)etzung durch Zuruf wiedergewählr. Als Ans- ,ü-!.ctzailglleder zum Oberhessischen Obstbauverein wurde Lehrer - . s Ggestern w:eder- und Lehrer Zeller-Hansen und ,n i io r : m mÖHefeen neugewählt. Tie vom Stadtverord- ^ ^ 1 *[? ® ie ^ n und Lehrer R a b e n a n - Rödgen geprüfte
>mg für d:e Zettvom 1. April 1915 bis 31. März 1918. ab- chlmb 'w mtt einem Barvorrat von 590,66 Mt. nnd einem Ber- »tand von 3697,86 Mk., wurde genehmigt und den: Rech- ner Entlcchamg ,ertatt.^Ter Voranschlag für 1918, von dem Vor- ul EnnAmeund Ausgabe auf 1930,66 Mk. festgesetzt, fand Annahme. Zun: Rechner und Sck>nstsührer wurde der
4 ?? K m bestellt und dessen Bezüge
dem ckntrage des Vorstandes entsprechend festgesetzt
. Tagesordnung erteilte der Vorsitzende
dem Gr°f;h. l^attcinilnster R^nt, ch zu Friedb>>rq. den er bereite » IfÄ • &er b-grüsp hatte, zu jeiuem Vortrage
,,R a l ch l a ge t lt r d:e E: nmachzeit" das Böort. Von den mt.'ren.ntte.' AusNlhrnngen des Redners, die eine zahlreichere Zuhörers cl>a st, insbesondere Hausfrauen, hätten finden dürfen, ver-
d Nnedergvgeben zu werden Gartenswisder Rentsck führte aus« .
Letzte Nachrichten.
Der neueft^ der Kecresleitrrng.
(WTB.) Großes Hauvtauartier. 17. Juli. (Amtlich.)
W e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
H e e r e s g r u p p e K r o n p r i n z R u p p r e ch t.
Die Kampftätigkeit lebte erst in den Abendstunden auf. In ErlundungeVorstößen südwestlich von Ypern machten wir Gefangene. Südwestlich von Hebuterne hat der Feind seine Angriffe ohne Erfolg wieoerholt.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Oertliche Kämpfe am Sameres-Grunde und westlich von Chateau-Tlfterry. Südwestlich von Conrtnnont schoben wir unsere Linieil bis an den Snrmelin-Abschnitt l>eran. Heftige Gegenangriffe führte der F-eirrd mit starken Kräften gegen unsere Front auf dem Südufer der Marne. Seine Angriffe brachen unter schwersten Derlnsteil teilweise nach er- bittertenl Kampfe vor unseren Linien zusammen. Auf dem Norduser der Marne wurden die Erfolge des ersten Angriffs- cages erweitert. Nack? Abwehr französischer Gegenangriffe stießen wir dem FE. Ot bis auf die Höhe nördlich von Vcn- tenil nach, kämpften uns durch den Rodezat- und Königs- mald hindirrch. Beiderseits der Avrc warfen wir den Feind auf das Reimfer Bergland zwischen Hantenil und nördlich von Pourey zurück.
Ocstlich von fft die Lage llnverändert. Wir hiel- teu die feindlichen Linien unter starkem Feuer nnd verbesserten an der Römerstraße nnd an der Suippes unsere Stellungen. Norduoestlich von Massiges nahinen wir einige befestigte Höhen.
Die Gefangenenzahl ist auf mehr als 18 (NH) gestiegen.
*
Ueber dem Kmnpffelde wurden gestern von neuem 36 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone abgeschossen. Leut- nant Menckhoff errang seinen 37. und 38., Leutnant Löwen- hardt seinen 37., Oberleutnant Loerzer ftinen 26., Leutnant Bolle seinen 22. und Vizefeldwrbel Thom seinen 21. Luftsieg.
Der Erste Generalguartiermeister Lndendorff.
* ck * *
Paris, 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Eine Depesche ans Tokio meldet, daß am i 2. Juli in der Bucht von Tokujama auf dem japanischen Lmienschiff ...Kawatschi" 121 800 Tonnen) eine Erplosion stottgefunden har. Das Schiff ist gänzlich gescheitert. Man zählt mehr als 500 Tote. *. ^ &
Aus Paris.
Berlin, 17. Inti. Italienisch- Blätter melven ans Paris unter Krem 15. Juli mittags 4V2 Uhr: G^eu Mitterncoch. wurden plötzlichem der Richtung vm: Nordosteiher u na u fh ö r l i che vumpse Schläge internet solchen Menge und .Heftigkeit gehört, wie sie bisher niemals iu Paris Demommeit unicbeii. Die Wollen nm Horizont warer: vom AufbliFeu des KanoueufeUiers erleuchtet, uüd der Himmel hatte das Aussehen wie bei einem schweren Gewitter.
Der Eindruck der neuen Offensive in Italien.
Berlin, 17. Juli. Dem ,,Brl. Tagebl." imrd aus Chiasso gemeldet: Die neue Offensive in Frankreich ivird von der italüni- schen Presse mit deutlich fühlbarer Besorgnis Mtsgeuvminwn, Auch diesmal überrascht die Breite der Asngriffsfrvnt. Als vermutliche!: Angriffssektor hatte man bisher allgemein Ftanderi: bezeickmet. Der „Cvrriere della Sera" spricht von einem schrecklichen Sommer, der seinen Schlund auftue. Der Feind tverde vielleich: vorrücken, aber siegen dürfe er nicht.
Zum Untergang der „Koningin Negentes".
Amsterdam, 16. Juli. Wie die Blätter melden, hat heute nwrgen der S-chiffahttsrat die Untersuchung über den Untergang der „Koningin Regentes" begonnen. Be: der Zeugenvernehmung ettvähnte sowohl der Kapitän der Koningin Regentes" wie der der „Zaeland" und des „Sindoro" als eine ausfällige Besonderheit, daß sie schon por der 'Msahrt von den: Naval Commander in Boston schriftlich! befragt worden feien, ob sie- über die Fahttrcmte besondere Weisungen aus Rvtterdaur erhalten hätten. Auf diese Frage antworteten die Kapitäne ver- ptLinend. Bei den frühere:: Fahrten sei diese Frage nie cm sie gerichtet worden. Won den bisher vernomlmeire:: Zeirgen erklärt« sitz, nur der Kapitän der „Koningin Regentes" zu der Üesach- tze Unterganges seines Schiffes. Er sagte, die Explosion sei nicht tz- heftig gewesen wie bei einer Minenexplosion. Auch sei das Schiss nicht, wie es bei Minenexplosionen bis Mget sei, in die Höhe gehoben . morden. Das Sch>isf blieb stehen. Sonst brachte er nichts zur Errtärung des Untergauges der „Koningin Regentes" vor. Heute nachmittag hält der Schisfahrtsrat eine zwecke Sitzung ab
Fliegerunfall.
B u d a p c st, 17. Juli.. 'Ein für die L u f t p o st v c r b i n d u n g Budapest-Wien tätiger Doppeldecker, auf dem sich der Oberleutnant V a r g h a mb ,b er Leutnant Wi rge r befanden, stürzte in der Nähe der österreichischen. Grenze bei Ungariich-Alten- jburg ab. Die Flugmaschjine wurde völlig zertrümmert. Beide Insassen wurden getötet. Tie Ursach' des Unglücks ist noch nicht ftsi- gestelll.
Offenburg erneut angegriffen.
Karlsruhe, 16. Juli. Amtlich ivird berichtet : Offen- sburg wurde gestern nachmittag gegen 6 Uhr erneut von feindlichen Fliegern angegriffen. Durch die :ckge- dvorfenen Bomben wurden bedauerlicherweise eine Person getötet und eine schwer verletzt. Mehrere Bomben sielen auf das städtische Krankenbaus. Auch wurde sonst einiger Schaden ungerichtet.
Eine genteinnützige Hmrsratgeseslschaft in Königsberg.
Berlin, 16. Juli. (Priv-Tel., Dent „Berliner Lokal-Anzeiger" ivird aus Königsberg gemeldet: Eine gemein - in ü tzi g e Ha u s r a t g e se l l sch a st ist hier mit einem Kapi:5l pvn einer Million Mark gegründet worden. Die Gesellschaft icnll in Verbindung mit den .Kriegshilsskassen Barkäufe Nttndcrb-mck- telter ermöglichen.
Getreideschiebungen.
Berlin, 17. Juli. Aus P a d e r b o r n ivird dev: „Berliner Lok.-Anz/' über Bochum genrelc 't: Der unter dem Verdacht riesenhafter G o t r e i d c i chi e b n n g e n sestgenomme ne Kaufmann Hochheime r aus Steinheim ist gegen eine K a u 1 1 o :: von 500000 Mark auf freien Fuß gesetzt worden.
Amtlicher Teil.
Betr.: Festsetzung von Erzeuger-, Großhandels- und Kleinhandels-Höchstpreisen für das Großherzogtum Hessen und den Regierungsbezirk Wiesbaden.
Bekanntmachung.
Unter Aushebung der Preisfestsetzung in Ziffer III der Bekanntmachung vom 18. April, sowie der Bekanntmachungen
6. Mai, 17. Mai, 31. Mai. 28.
Erzeuger
preis
—.15
-.20
.33
—.20 —.35 —.30 —.20 —.20
—.20
Ternüsesorte:
1. Rhabarber
2. Spinat lüngewässert)
3. Erbsen
4. Bohnen
a) Stangenbohnen
b) Busckchohnen
c) Wachs- it. Perlbohnen
d) Sau - (Pusf-ibohnen
5. Möhren.
a; mit Kraut b) ohne Kraut
6. Mairüben ohne Kraut
7. Karotten
a> mit Kraut b ahne Kraut
8. Kohlrabi
9. Frühweißkohl
10. Frühwirsing
11. Frühzwiebeln
a) mit Kraut
b) ohne Kraut
12. Mangold (Römisch-Üohll .
.dem 26. l. M., in Kraft.
Ueberschrerttmgen vorstehender Höchstpreisö- werde.: nach dem Reichsgesetz vom 4. August 1914 in der Fassung der Bekannt- machung vom 17. Dezember 1914 (R. G. Bl. S. 516' mit .äesäng-, uis bis zu einem Jahre oder Mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark besttast. Eine Ueberschreitung der Höchstpreise kann auch iu unzutreffender Sortierung erblickt werden.
Die Preise verstehen sich nur ans marktfähige Ware erster Güte.
Mainz, den 12. Jul: 1918.
Hesfffche Landes-Gemüfestelle, Verwaltungsabteilung.
Der Vorsitzende: Werner. Regierungs rat
W i e s b a d e n, den 12. Juli 1918.
Bezirksstelle für Gemüse u. Obst für den Regierungsdezirk Wiesbaden.
Dröge, Geh. Reg.-Rat. 53281).
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—.46
—.56
—.50
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—.61
—.46
— 56
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—.71
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—.66
—.32
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— 32
—.40
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— 50
—.36
—.44
— 33
— 40
—.26
—.31
— 26
—.31
—.26
—.31
— 26
—.31
—.26
—.31
—.26
—.31
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—.50
—.42
—.50
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—.32
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beziehen
silch aus' das
Pfund,
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:e tteten
am Di
enstag,
Verwalmngc-ibreiltlug.
der Landgemeinden
Betr.: wie oben.
Die Hessische L<mdes-6ttmüseftelle,
an die
G ro tzhe rzog l ichen B ürsterme i stere ien des Llind.es.
Unter Hinweis auf obige Bekannttnachumg eingfiewni mir Ihnen, diese in Ihren 6)emeinden orksnblicki bekam: tzunmckwn. Die Orts Polizeibehörden sind anzuh alten. Zunnderhandlungen gc.gen die Vorschriften über die Höchstpreise zur Anzeige zu bringen., Mainz, den 12. Juli 1918.
Der.Borsitzendo: Werner, Recherungsratt


